Sanseverino (Adelsgeschlecht)

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Wappen der Sanseverino

Die Sanseverino sind eine der berühmtesten Familien der süditalienischen Geschichte, das erste der sieben großen Häuser des Königreichs Neapel[1], mit einer Nebenlinie, die im 15. Jahrhundert auch Besitz in der Poebene hatte. Die ganze Familie kam auf mehr als 300 Lehen, 40 Grafschaften, 9 Markgrafschaften, 12 Herzogtümer und 10 Fürstentümer hauptsächlich in Kalabrien, Kampanien, der Basilikata und Apulien. Zu ihren Mitgliedern zählen Kardinäle, Vizekönige, Marschälle und Generäle. Von der Familie existiert heute nur noch ein Zweig, der der Barone von Marcellinara.[2] Der Titel eines Fürsten von Bisignano ging 1895 über die weibliche Linie auf die Familie Costa über.

Familiengeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blason famille it Sanseverino.svg

Die Familie wurde von Turgisio gegründet, einem Normannen, der von den Herzögen der Normandie abstammte[3]; von Robert Guiskard erhielt er 1061 die Grafschaft Rota (jetzt Mercato San Severino), die in einer strategisch wichtigen Lage die Verbindung zwischen dem Fürstentum Salerno und den Herzogtümern Neapel und Benevent darstellte. Nachdem die Familie ihren Sitz in der Burg Sanseverino genommen hatte, die zu ihrem neuen Besitz gehörte, nahm sie deren Namen an. Die Brüder des Turgisio begründeten die Familien Gravina und Filangeri. Aufgrund ihrer Beteiligung an Aufständen gegen die Staufer und das Haus Anjou wurde die Familie Sanseverino später fast vernichtet, schaffte es aber, wieder zur alten Macht zurückzukehren.

Im 15. Jahrhundert teilten sich die Sanseverino in zwei große Zweige auf, die Salerno und die Bisignano. Andere Zweige waren die Grafen von Lauria und Herzöge von Scalea, die Herzöge von San Donato, Grafen von Tricarico, Grafen von Caiazzo und Grafen von Colorno, Barone von Calvera, Barone von Marcellinara und viele weitere. Von dieser Familie stammt auch die Familie Sangineto ab, die früher in Neapel und Kalabrien lebte und die ihren Namen nach dem Lehen Sangineto trug[4].

Ein außergewöhnliches Privileg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sanseverino gehörten zu den Sieben Großen Häusern des Königreichs Neapel, neben den Acquaviva, Celano, Evoli, Marzano, Molise und Ruffo (die Häuser Evoli, Marzano und Molise sind heute erloschen). Zu den Unterstützern der Sieben gehörten die Häuser d’Aquino, del Balzo und Piccolomini.

Die Sanseverino hatten im Königreich Neapel einen halb–souveränen Status, der immer wieder von den Herrschern bestätigt wurde. König Karl IV. bestimmte zudem im Jahr 1520, dass beim Fehlen männlicher Erben die Lehen der Familie nicht durch weibliche Nachfolge verloren gehen dürften, sondern dem nächsten männlichen Verwandten zufallen sollten: "In quantumcunque remotus etiam decimo et ulteriori gradu ex quacumque linea trasversali, adscendenti seu descendenti ... Et inter ipsos de cognomine de Sancto Severino progenitura et gradus servatur ... " Als im Jahr 1606 der Fürst von Bisignano, Nicolò Bernardino Sanseverino, ohne Erben starb (der einzige Sohn war vor seinem Vater verschieden), wurde der Besitz seiner Nichte Giulia Orsini gegeben, der Tochter von Antonio Orsini, Herzog von Gravina, und Felicia Sanseverino, wenn auch nicht ohne ein Verfahren vor dem königlichen Gerichtshof. Nach dem Tod Giulias (1609), wurde das Privilegio wiederhergestellt und Luigi Sanseverino, Graf von Saponara (heute Grumento Nova) und Vetter sechsten Grades als Erbe anerkannt, nicht jedoch für die Grafschaft Tricarico, die nach dem Willen des Souveräns versteigert wurde und so als Haupteinnahmequelle der Familie wegfiel.

Zweige der Sanseverino[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Grafen von Caserta[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Turgisio di Rota († 1081), Normanne[5], erstmals 1045 erwähnt, 1061 Graf von Rota
    1. Roberto di Sanseverino; ∞ Gaitelgrima[6]
    2. Ruggero di Sanseverino, November 1081/Juni 1121 bezeugt[7], † vor August 1135[8], Herr der Burg Lauro (Provinz Avellino); ∞ Sica, Tochter von Landolfo di Salerno, dessen Schwester Sigelgaita († 1090) mit Herzog Robert Guiskard († 1085) verheiratet war[9]
      1. Roberto, April 1105/Januar 1110 bezeugt[10], Herr der Burg Lauro und von Saracena; ∞ NN († vor 1178), die in zweiter Ehe Roberto Capomazza aus Salerno heiratete, der bis um 1140 das Erbe Robertos verwaltete[11]
        1. Roberto di Lauro (* um 1120, † 31. August 1183), 1150 als Herr der Burg Lauro bezeugt, 1159 als Graf von Caserta, ab 1171 als magnus comestabulus und magister iustitiaris Apulie et Terre Laboris[12]; ∞ I Agnes († 1178); ∞ II NN, Schwester von Graf Berardo von Loreto, die 1193 in zweiter Ehe den kaiserlichen Legaten Bertold von Kuningsberg heiratete[13].
        2. Ruggero, † wohl nach 1168[14], 1159 als Graf von Tricarico bezeugt[15]
          1.  ? Giacopo/Giacomo di Sanseverino, Graf von Tricarico, 1204 bezeugt[16]; ∞ (I) 6. November 1188 Mabilia di Ceccano, Tochter von Landulfo, Graf von Ceccano[17]; ∞ (II) nach Juni 1205 Elvira (Albinia), Tochter von Tankred von Lecce, König von Sizilien (Haus Hauteville, Witwe von Walter III. von Brienne, Fürst von Tarent († 14. Juni 1205)[18] (die Identität von Giacopo, der 1188 heiratete, mit dem Giacomo, der 1204 bezeugt ist, ist nicht gesichert)
            1. Simon di Sanseverino[19], wohl 1223 im Aufstand gegen Kaiser Friedrich II.[20]
            2. Adalita di Sanseverino[21]
        3. Riccardo, September 1178 bezeugt, † 1182[22]
        4. Casertavecchia (Alt-Caserta), Kampanien
          Guglielmo di Lauro, September 1178 bezeugt, 1183 Graf von Caserta und Herr von Lauro, † wohl Ende 1199[23].
          1. Guglielmo (II.), Graf von Caserta, nimmt 1199 Diepold von Schweinspeunt gefangen; ∞ NN, Tochter von Diepold von Schweinspeunt, Herzog von Spoleto[24][25]
          2. Roberto (II.), 1185 bezeugt, 1202/12 Graf von Caserta[26]
            1. Tommaso, 1216 bezeugt, Graf von Caserta, 1223 im Aufstand gegen Kaiser Friedrich II., abgesetzt und 1224 exiliert[27]; ∞ Siffridina Gentile, 1268 bezeugt[28]
            2. Riccardo (I.), Graf von Caserta, 1243/44 Generalvikar der Mark Ancona, 1248 Vikar des Königreichs Sizilien; ∞ 1245/46 Violanta, Tochter von Kaiser Friedrich II. (Stammliste der Staufer) und Bianca Lancia[29][30]
              1. Riccardo (II.), Graf von Caserta und Tricarico, verliert Caserta mit dem Fall der Staufer[31]
              2. Corrado (* kurz vor 1250, † nach 13. Dezember 1306, wohl 1307) Ende 1266/Anfang 1267 Graf von Caserta, dann 36 Jahre Gefangener Karls von Anjou und seiner Nachfolger, 1303/04 befreit; ∞ Catherine de Gebennes – keine Nachkommen[32]
      2. Turgisio, April 1105 bezeugt[33]
      3. Ruggero, April 1105 bezeugt[34]
      4. Enrico, Juni 1121 bezeugt, August 1135 Herr der Burg Sanseverino[35] – Nachkommen siehe unten
    3. Turgisio, April 1105 bezeugt[36]
      1. Ruggero, April 1105 bezeugt[37]
    4. Delicta; ∞ Herbert Caput Asinus, beide in einem auf 1104 datierten gefälschten Dokument [38]

Die Barone von Cilento[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Castello Rocca Cilento

Unter den Nachkommen Enricos sind:

  • Guglielmo Sanseverino (1144–1190), der Isabella Guarna heiratete, Tochter von Silvestro Guarna, Graf von Marsico und Minister des Königs Wilhelm I. von Sizilien.
  • Giacopo Sanseverino, Sohn Guglielmos, nahm 1218 seinen Schwiegervater Diepold von Schweinspeunt im Auftrag Kaiser Friedrichs II. gefangen, 1223 im Aufstand gegen Friedrich II., dann enteignet und exiliert; ∞ NN, Tochter von Diepold von Schweinspeunt, Herzog von Spoleto[39]
  • Tommaso Sanseverino (um 1180–1246), Sohn Guglielmos, tauschte Sanseverino und Cilento gegen Marsico, 1. Graf von Marsico seit 1241, beteiligte sich an der Verschwörung gegen Friedrich II., fand Zuflucht in Capaccio, wurde gefangen genommen und hingerichtet.
  • Ruggero Sanseverino (um 1235–1285), Sohn Tommasos, 2. Graf von Marsico, der in der Schlacht bei Benevent (1266) kämpfte und 1285 Generalkapitän des Königs Karl I. wurde. Er heiratete Teodora von Aquin aus der Familie der Herren von Roccasecca, die Schwester des heiligen Thomas von Aquin.
  • Tommaso Sanseverino II (um 1255–1324), Graf von Tricarico durch seine (zweite) Ehe mit Sveva de Bethsan (d’Avezzano), 3. Graf von Marsico, Baron von Sanseverino, Herr von Centola, Polla und Cuccaro seit 1291, Herr von Atena seit 1295, Herr von Postiglione von 1295 bis 1298, Herr von Sanza ab 1294, Herr von San Severino di Camerota, Casal Boni Ripari, Pantoliano, Castelluccio, Cosentino, Corbella, Monteforte (di Vallo), Serre und Padula seit 1301, Herr von Policastro ab 1305; wurde in der ganzen Baronie von Cilento, Diano, Lauria, Sant'Angelo a Fasanella und Magliano Vetere bestätigt, die er unter seine Kinder aufteilte. Im Jahre 1271 heiratete er (in erster Ehe) Margarete von Vaudémont, Tochter von Heinrich I. von Vaudémont, Graf von Ariano (Haus Châtenois)
  • Enrico Sanseverino (um 1275–1314), Sohn Tommasos, war Gran Connestabile des Königreichs Neapel im Jahre 1313. Er heiratet Ilaria, Tochter des Admirals Ruggero di Lauria, Herrin von Maratea, Ravello, Nicotera, Scalea, Mileto, Laino und Lagonegro.
  • Enricos Söhne Tommaso Sanseverino III. (1310–1358) und Ruggero Sanseverino II. (1312–1376) teilten den Besitz der Eltern; der ältere erhielt den Titel eines (4.) Grafen von Marsico, Baron von Sanseverino und Cilento und Laurio, der jüngere den Titel eines (1.) Grafen von Mileto und Terranova. Aus dem Zweig von Mileto wurde Nicolò, 1. Baron von Marcellinara, am 3. Februar 1445 geboren, von ihm leitet sich die einzige heute noch existierende Linie der Familie ab.
  • Antonio Sanseverino (um 1330–1384), Sohn Tommasos, 5. Graf von Marsico
  • Tommaso Sanseverino IV. (um 1360–1387), Sohn Antionios, 6. Graf von Marsico
  • Ludovico Sanseverino (um 1380–1400), Sohn Tommasos, 7. Graf von Marsico
  • Tommaso Sanserverino V., Sohn Ludovicos, 8. Graf von Marsico
  • Giovanni Sanseverino (um 1399–1445), Sohn Ludovicos, 9. Graf von Marsico
  • Ludovico Sanseverino II., Sohn Giovannis, 10. Graf von Marsico, starb kurz nach dem Vater
  • Roberto Sanseverino (um 1430–1474), Sohn Giovannis, 11. Graf von Marsico, 1463 1. Fürst von Salerno

Die Fürsten von Salerno[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Burg Arechi über Salerno, 1463–1553 Residenz der Sanseverino
  • Roberto Sanseverino (um 1430–1474), Sohn von Giovanni Sanserverino aus der Linie der Grafen von Marsico, erhielt 1463 hielt den Titel eines Fürsten von Salerno. Er heiratete Raimondella del Balzo Orsini. Er kommandierte die Flotte in der Schlacht von Ischia Aragonese (1465): Die Rückkehr der Flotte ist auf der berühmten "Tavola Strozzi," erstes Bild "aus der Vogelperspektive" der Stadt Neapel dargestellt: alle Galeeren haben am Bug die Farben Sanseverinos (rotes Band Rot auf einem silbernen Hintergrund) gehisst, achtern das Wappen Aragaons. Roberto ließ im Jahr 1470 in Neapel von Novello da San Lucano (um 1435–1516) den berühmten Palast mit dem diamantförmigen Bossenwerk bauen, das erste in Italien, und damit älter als das in Ferrara.
  • Antonello Sanseverino (1458–1499), Sohn Robertos, 2. Fürst von Salerno, 12. Graf von Marsico, Großadmiral des Königreichs Neapel (1477), Anführer bei der Verschwörung der Barone (1485). Er heiratete Costanza di Montefeltro, Tochter von Federico da Montefeltro, Herzog von Urbino.
  • Roberto Sanseverino II. (1485–1509), Sohn Antonellos, 3. Fürst von Salerno, 13. Graf von Marsico. Er heiratete Maria d’Aragona, Tochter von Alfonso, Halbbruder von König Ferdinand II. und 2. Herzog von Villahermosa (Haus Trastámara)
  • Ferdinando oder Ferrante Sanseverino (1507–1572), Sohn Robertos, 4. Fürst von Salerno, 14. Graf von Marsico, war der letzte aus dem Zweig der Fürsten von Salerno. Als Nachfolger seines Großvaters mütterlicherseits war er zudem der 3. Herzog von Villahermosa. Er widersetzte sich der Einführung der spanischen Inquisition im Konflikt mit Karl IV., der im Jahre 1553 dem Fürstentum ein Ende setzte. Er starb im Exil in Frankreich. Die Vermögenswerte der Sanseverino von Salerno wurden konfisziert, aufgeteilt und dann verschenkt oder an mehrere Herren verkauft; die Entscheidung Karls markiert den Beginn einer langen Periode des Niedergangs der Stadt Salerno.

Die Grafen von Tricarico, Herzöge von San Marco und ersten Fürsten von Bisignano[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Normannenturm in Tricarico
  • Das erste Mal kam Tricarico durch Ruggero († 1189?) in die Familie, Sohn Roberto di Lauros (siehe oben), der das Lehen Tricarico durch die Heirat mit Rogazia (oder Rogasia), Tochter von Gosfrido erwarb[40].
  • Ihm folgte sein Sohn Giacomo, der am 8. September 1188 Mabilia aus der Familie Annibaldi heiratete, einer adeligen Familie aus Ceccano. Die Herrschaft der Familie in Tricarico wurde unterbrochen, als Friedrich II. die Grafschaft seiner Frau Bianca Lancia gab, deren beider Sohn Manfred folgte. Die Grafschaft kam dann an die Bethsan (Bezzano, Bazzano oder Avezzano).
  • Tommaso Sanseverino II. heiratete in zweiter Ehe Sveva de Bethsan (d’Avezzano), Gräfin von Tricarico (siehe oben)[41], so dass die Familie Sanseverino wieder in den Besitz des Lehens kam. Die Nummerierung der Grafen aus der Familie beginnen aus diesem Wiedererwerb. Sein Sohn Giacomo († 1348) ist daher der 1. Graf von Tricarico; aufgrund seiner Ehe mit Margherita de Chiaromonte, der Schwester und Erbin des Grafen Ugone, trug er auch den Titel eines Grafen von Chiaromonte.
  • Ihm folgte sein Sohn Ruggero († 1362?), 2. Graf von Tricarico und Chiaromonte, dann dessen Sohn Venzeslao († 1404) als 3. Graf[42]. 1412 wurde das Lehen für eine kurze Zeit der Familie Sanseverino weggenommen, an Francesco Sforza gegeben, dem späteren Herzog von Mailand, und kam mit Ruggero II. († 9. Mai 1430), Sohn von Venceslao, an die Sanserverino zurück. Zu den bisherigen Titeln kam der eines 1. Herzogs von San Marco hinzu[43]. 1394 heiratete er Covella Ruffo di Calabria[44].
  • Ihm folgten sein Sohn Antonio, 2. Herzog von San Marco, 5 Graf von Tricarico und Chiaromonte, 1. Graf von Altomonte, der Giovannella (oder Cella) Orsini del Balzo heiratete[45], und
  • Luca, 3. Herzog von San Marco, 6. Graf von Tricarico und Chiaromonte, 2. Graf von Altomonte († 1472), der am 26. März 1462 vom König von Nepal für 20.000 Dukaten Lehen und Titel des 1. Fürsten von Bisignano erwarb; dessen Ehefrau war Orsolina Ruffo[46].
  • Mit dem Tod von Luca kam der Besitz an seinen Sohn Geronimo (oder Girolamo) (* 1448, † 1487), 2. Fürst von Bisignano, 4. Herzog von San Marco, 6. Graf von Tricarico und Chiaromonte, 3. Graf von Altomonte, der mit Mandella Gaetani dell Aquila d’Aragona verheiratet war und auf Veranlassung des Königs Ferdinand I. von Aragón wegen der führenden Beteiligung an der Verschwörung der Barone hingerichtet wurde. Seine Söhne gingen ins Exil. Auf Geronimo geht Bau des Klosters des Hl. Antonius von Padua in Tricarico zurück, zu dem er am 27. September 1479 von Papst Sixtus IV. die Erlaubnis zum Bau außerhalb der Stadtmauern erhielt[47]. Geronimo förderter die Ansiedlung von Albanern auf seinen Ländereien, indem er ihnen die Möglichkeit bot, neue Siedlungen zu errichten.
  • Das Lehen geht dann an seinen Sohn Berardino (oder Bernardino) († 1516?[48]), 3. Fürst von Bisignano, 5. Herzog von San Marco, 8. Graf von Tricarico und Chiaromonte, 4. Graf von Altomonte, über[49]. Seine Ehefrau war Eleonora (oder Dianora) Todeschini Piccolomini[50]. Er lebte zunächst im Exil in Frankreich, wo er Franz von Paola kennenlernte; Berardino kehrte im Gefolge Karls VIII. nach Italien zurück, der ihm am 1. Mai 1495 seine Titel zurückgab, was am 26. August 1496 und am 30. Oktober 1496 sowie noch einmal am 27. April 1506 in Valladolid förmlich bestätigt wurde.
  • Ihm folgte sein Sohn Pietro Antonio als 4. Fürst von Bisignano, 6. Herzog von San Marco, 9. Graf von Tricarico und Chiaromonte etc. († 1559 in Paris). Er heiratete im Jahr 1511 Giovana Requenses[51], später Giulia Orsini[52] und schließlich in dritter Ehe im Jahre 1539 Erina (oder Irina) Castriota Skanderbeg[53]. Pietro Antonio Sanseverino wurde 1519 in den Orden vom Goldenen Vlies aufgenommen.
  • Der 10. und letzte Graf von Tricarico aus dem Haus Sanseverino war Niccolò Berardino (* 1541 Morano Calabro)[54], 4. Fürst von Bisignano, 7. Herzog von San Marco etc., der Sohn von Pietro Antonio und Erina Castriota Skanderbeg, Enkelin von Gjergj Kastrioti; er heiratete Isabella della Rovere (* Urbino 1554 † Neapel 1619)[55], mit der er einen Sohn hatte, Francesco Teodoro, 11. Graf von Chiaromonte, der 1595 in Neapel an den Pocken starb. Niccolò Berardino starb im Jahr 1606 ohne gesetzlichen Erben[56], weniger als ein Jahr nach der Versteigerung der Grafschaft Tricarico[57]. Er ist bekannt dafür, dass er in Neapel den "Orti Botanici Sanseverini" (Botanischen Garten der Sanserverini) im Garten der Villa Bisignano im Stadtteil Barra einrichtete.

Die Grafen von Colorno[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grabstein von Roberto de Sanseverino († 1487) im Dom zu Trient
  • Roberto Sanseverino d’Aragona (1418–1487), Sohn von Leonetto und Elisa Sforza, der Schwester von Herzog Francesco Sforza von Mailand, war Graf von Caiazzo und Graf von Colorno vom 15. April 1458 bis zum 23. März 1477 und trat dann zugunsten seines Sohnes Gianfrancesco zurück. Er war General in den Diensten der Sforza, Genuas, des Papstes und Venedigs und nahm mit Erlaubnis des Königs von Neapel den Namen d’Aragona an. Er starb in einem Hinterhalt bei der Schlacht von Calliano.
  • Gianfrancesco Sanseverino d’Aragona (um 1460–1502) stand als General im Dienst des Herzogs von Mailand und des Königs von Frankreich. Er heiratete Barbara Gonzaga Sabbioneta.
  • Roberto Ambrogio Sanseverino d’Aragona, Capitano reggente der Kavallerie in Italien für den französischen König Franz I., war 3. Graf Colorno von 1502 bis 1532, dem Jahr, in dem er in Busseto starb. Seine Ehefrau Ippolita Cybo war Regentin für die Kinder von 1532 bis 1544.
  • Lavinia Sanseverino d’Aragona, Gräfin von Colorno von 1544 bis 1565.
  • Gianfrancesco Sanseverino, Graf von Colorno von 1565 bis 1570, er heiratete Lavinia, seine Kusine.
  • Gian Galeazzo Sanseverino d’Aragona, der jüngere Bruder Lavinias, Graf von Colorno von 1570 bis 1577
  • Eleonora Sanseverino d’Aragona, Tochter von Gian Galeazzo, verzichtete zugunsten von
  • Barbara Sanseverino, Tochter von Gianfrancesco, verheiratet mit Gilberto Sanvitale und dann dem Grafen Orazio Simonetta, die in Parma am 19. Mai 1612 wegen Verschwörung gegen Ranuccio I. Farnese hingerichtet wurde. Colorno fiel an die Farnese. Anfang des 18. Jahrhunderts errichtete Francesco Farnese (1678–1727) anstelle der Sanseverino’schen Burg in Colorno den heutigen barocken Herzogspalast.

Herzöge von San Donato[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1374, als Folge der Heirat von Margherita di Sangineto mit Venceslao Sanseverino, 3. Graf von Tricarico und Chiaromonte, kam das Lehen San Donato in Calabria an die Sanseverino von Tricarico. Um 1510 gab Berardino Sanseverino, 3. Fürst von Bisignano, das Land von San Donato und Policastrello als fürstlichen Lehen einem jüngeren Mitglied der Familie, Francesco Sanseverino Baron von Calvera in der Basilikata als Gründer des Zweigs der Sanseverino San Donato. Am 29. September 1602 erhob Philipp III. von Spanien die Baronie zum Herzogtum für Don Scipione "junior" Sanseverino aus der Linie der Freiherren von Calvera, und machte ihn damit zum 1. Herzog von San Donato[58].

  • Don Scipione “junior” Sanseverino (1588–1640) war der 3. Baron von San Donato, wurde am 30. November 1598 zum Marchese und am 29. September 1602 (unter Einschluss des Privilegio) durch Philipp III. zum 1. Herzog von San Donato ernannt. Er war auch der 4. Baron Policastrello. Im Jahre 1605 erwarb seine Mutter, Donna Lucrezia Carafa, für ihn das Lehen Poggiano oder Rogliano oder Roggiano und den Hof Larderia (heute Ortsteil von Messina) des Fürsten von Bisignano. Im nächsten Jahr fiel auch das Lehen von Altomonte unter seine Herrschaft, das später an das Haus Annunziata in Neapel ging. Der Kauf des Lehens Roggiano enthielt auch zum Teil den Erwerb der Residenz von San Donato in Reggiano, in der die herzogliche Familie den größten Teil des Jahres verbrachte.
  • Don Francesco Sanseverino (* 1. November 1611, † 8. Oktober 1648) wurde von seinen Vasallen von San Donato zusammen mit zwei seiner Töchter während der Unruhen getötet, die die Revolte des Masaniello in Neapel folgten:

"Es ist eine Zeit der ernsthaften Unzufriedenheit mit der Sandonatese, die zusammen mit und als Folge von Ereignissen, die in der Hauptstadt des Königreichs im Jahr 1647 passiert sind, gegen ihren Herrn wütete, die sich von jeden Respekt und Gehorsam entfernten, "in seinen Getreide speichern Feuer legten, alle Herden der verschiedenen Tieren schlachteten, die Herzogin gefangen nahmen, mit dem Tod von zwei ihrer Töchter und dem Gutsverwalter und vielen anderen Exzessen von Grausamkeit", wie in einer Depesche des venezianischen Residenten in Neapel vom 6. August 1647 berichtet wird."[59] Er war der 2. Herzog von San Donato seit dem 11. Dezember 1640, 5. Baron Policastrello und 1. Baron Roggiano und Patrizio Napoletano. Diese Linie sollte den Besitz bis 1654 verwalten, dem Jahr, in dem die einzige überlebende Tochter, die letzte Herzogin von San Donato, die neunjährige Anna starb und das Lehen vom König beschlagnahmt wurde. Die Lehen und der Titel eines Herzogs von San Donato wurde dann vom Souverän versteigert, 1664 von der Familie Ametrano aus Neapel erworben[60]

Die weiteren Fürsten von Bisignano[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Tod Niccolò Berardinos, des 5. Fürsten von Bisignano brach ein Kampf um die Nachfolge und das Vermögen zwischen Giulia Orsini (der Tochter einer Schwester Nicolò Bernardinos) und Luigi Sanseverino di Saponara aus, der sich bis 1622 hinzog und mit der Investitur des letzteren endete, wobei in der Zwischenzeit viel vom Vermögen verloren gegangen war.

  • Auch Luigi Sanseverino di Saponara starb ohne männlichen Erben, so dass der Titel an seinen Bruder Carlo ging, dann an dessen Sohn, Carlo Maria, der seinen Wohnsitz in Altomonte begründete; ihm folgten Giuseppe Sanseverino, der Vater der seligen Mariangela del Crocifisso. Luigi Sanseverino II., 11. Fürst von Bisignano ab 1727, wurde 1731 ebenfalls das Goldene Vlies verliehen. Sein zweiter Sohn Don Luigi Sanseverino III. wurde zum Granden von Spanien ernannt; er führte ein asketisches Leben und dankte 1783 ab.
  • Die weiteren Fürsten sind: Tommaso Sanseverino (1759–1814), Bruder Luigis, Pietro Antonio Sanseverino (1790–1865) und dessen Sohn Luigi Sanseverino (1823–1888). Der Zweig der Fürsten von Bisignano starb in der männlichen Linie mit dem Tod von Luigi Sanseverino, 16. Fürst von Bisignano aus[61], der ausschließlich Töchter hatte. Die älteste Tochter Antonia Sanseverino (1843–1875), 24. Gräfin von Chiaromonte und mit dem Marchese Francesco Costa aus der Familie Costa di Arielli verheiratet, war die Mutter von Luigi Costa, der mit königlicher Zustimmung (17. Dezember 1895) und später königlichem Erlass (22. Oktober 1897) den Namen Costa Sanseverino annahm und folgte seinem Großvater in dessen Titeln. Er wurde damit zum 17. Fürsten von Bisignano und begründete die Linie der Costa Sanseverino Bisignano. Luigi Costas Sohn Edoardo (1909–1983) war der 18. Fürst, dessen Sohn Luigi Costa Sanseverino (* 1940) ist der 19. Fürst von Bisignano.

Die Sanseverino heute[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der männlichen Linie der historischen Familie gibt es jetzt als einzigen Zweig den der Barone von Marcellinara[62]

Die Sanseverino von Marcellinara[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Lehen Marcellinara in Kalabrien wurde den Sanseverino am 3. Februar 1445 von Alfonso d’Aragona für die erfolgreiche Belagerung von Catanzaro gegeben, in der Person von Niccolò/Nicola Sanseverino († Oktober 1481), Sohn von Guglielmo, Herr von Fiumara di Muro, der wiederum der Sohn von Ruggero, Graf von Mileto, war (siehe oben). Es war der erste Baron von Marcellinara mit Privileg des Königs von Neapel vom 3. März 1445, Page von Alfons V. von Aragon und Ehemann von Covella Rhodio aus der Familie der Barone von Amato. Die Linie Marcellinara wird im Libro d’Oro della Nobiltà Italiana mit dem Titel Baron von Marcellinara aufgeführt, in der Person von Patrizio Sanseverino (* Catanzaro 1879), einem Nachfahren von Carlo (* Marcellinara 1847, † ibid. 1917) Senator des Königreichs Italien.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Pietro Antonio (Pietrantonio) Sanseverino Conte di Chiaromonte (1724 - 1772), besser bekannt als Principe di Bisignano, ist durch Vincenzo Petagna eine Pflanzengattung, der Bogenhanf benannt. Petagna nannte sie Sanseverinia, daraus wurde bei Thunberg Sansevieria.[63]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: House of Sanseverino – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • AA.VV., "Libro d’Oro della Nobiltà Italiana", alle Ausgaben, Rom, Collegio Araldico, 1910– , Eintrag zur Familie Sanseverino
  • Julio de Atienza y Navajas, Barón de Cobos de Belchite, “Títulos nobiliarios concedidos por Monarcas españoles en Nápoles existentes en el archivo general de Simancas”, in: "Nobiliario español, Diccionario heraldico de apellidos españoles y de títulos nobiliarios", Madrid 1954, S. 1039–1043.
  • Biagio Aldimari, “Memorie historiche di diverse famiglie nobili, cosi napolitane come forastiere, cosi vive come spente, con le loro arme; e con un trattato dell'arme in generale”, Neapel, Druck durch Giacomo Raillard, 1691.
  • Raffaele Bisignani, “I Sanseverino ramo San Donato”, Calabria Nobilissima, 1989, S. 42–43, 33–70.
  • Giovanni Bronzino, “Codex diplomaticus Tricaricensis”, Teil II , in "Bollettino storico della Basilicata", 5, 1989.
  • Carmela Biscaglia (Hrsg.), “Il Liber Iurium della Città di Tricarico”, Band I und II, Deputazione di storia patria per la Lucania, Mario Congedo Editore, Galatina 2003.
  • Nicola Cianci di Leo Sanseverino, “Genealogia di Ercole Sanseverino, barone di Calvera, e suoi discendenti”, Neapel 1902.
  • Nicola Cianci di Leo Sanseverino, “Illustrazioni dell'albero genealogico della famiglia Cianci di Leo Sanseverino”, Neapel 1906.
  • Giovan Battista di Crollalanza, “Annuario della Nobiltà Italiana”, alle Ausgaben, Rom, 1879, Eintrag zur Familie Sanseverino
  • Andrea Borella, “Annuario della Nobiltà Italiana”, neue Serie, Mailand, 2000, Eintrag zur Familie Sanseverino
  • Giuseppe Galasso, “Economia e Società nella Calabria del Cinquecento”, 1992.
  • Berardo Candida Gonzaga, “Memorie delle famiglie nobili delle province meridionali”, Neapel, De Angelis, 1875–1882, Nachdruck. Neapel, hrsg. bei Arnaldo Forni 1965, Eintrag zur Familie Sanseverino.
  • Franz von Lobstein, “Settecento Calabrese ed altri scritti”, Neapel, 1977, Band II, S. 354, 494
  • Marco Lupis MacedonioPalermo di Santa Margherita, “Successione del titolo ducale di San Donato e Policastrello”, in "Studi e Fonti Storiche della Società Genealogica Italiana", 2006–2008.
  • Scipione Mazzella, “Descrittione del regno di Napoli”, Neapel 1601; Nachdruck Bologna, Forni, 1970 (Band 2:1981), Eintrag zur Familie Sanseverino.
  • Vittorio Spreti, “Enciclopedia storico–nobiliare italiana: famiglie nobili e titolate viventi riconosciute dal R. Governo d'Italia, compresi: città, comunità, mense vescovili, abazie, parrocchie ed enti nobili e titolati riconosciuti”, Rom, 1928–36, Eintrag zur Familie Sanseverino.
  • Vittorio Spreti, “Enciclopedia storico–nobiliare italiana”, 1931, L "C", S. 560, successione Costa Sanseverino, successione Costa di Bisignano.
  • Archivio Centrale dello Stato. Direzione Generale per gli Archivi. Servizio Araldico. Registro di trascrizione di Decreti Reali. (nomine personale). lettera di concessione/titoli nobiliari di: Angelo Costa Loguercio, 18. principe Costa di Bisignano, etc; 16. Dezember 1896
  • Sezioni Reunite.Archivi privati. Costa di Polonghera (di Trinità).Categoria: 1. Contratti di motimonio: Conte di Trinitá/ Marchese Costa di Arielli. Categoria: 2. Testamenti e primogenitura:Marchese Costa di Arielli. Categoria: 19.Investiture e concessioni di feudi: Marchese Costa di Arielli/Principe Costa di Bisignano.
  • Scipione Ammirato, "Famiglie nobili napoletane" 1570, Eintrag zur Familie Sanseverino
  • Jacob Wilhelm von Imhoff, "Genealogiae viginti illustrium in Italia familiarum", unter dem Eintrag, hrsg. 1710 von Chatelain
  • Pasquale Natella, "I Sanseverino di Marsico. Una terra, un regno", 1980 hrsg. vom Centro di servizi. culturali.
  • Massimo Del Regno, "I Sanseverino nella storia d'Italia", 1991 hrsg. bei Italia Nostra
  • Antonello Savaglio, "I Sanseverino e il feudo di Terranova", 1997 hrsg. bei Orizzonti Meridionali
  • Amato Campolongo, "I Sanseverino conti di Laino e Duchi di Scalea",2001 Rubbettino
  • "L'Araldo, almanacco nobiliare del napoletano", hrsg. 1878 bei Detken, alle Ausgaben, unter dem Eintrag
  • "Annuario della Nobiltà Italiana", 1879 Pisa, alle Ausgaben, unter dem Eintrag
  • Angelo De Gubernatis, "Piccolo dizionario dei contemporanei italiani", 1895 Rom S. 802
  • Nicola Della Monica, "Le grandi famiglie di Napoli", hrsg. 1998 bei Newton & Compton, unter dem Eintrag
  • Carlo De Frede, "Il Principe di Salerno Roberto Sanseverino", 2000 Neapel
  • Raffaele Colapietra, "Antonello Sanseverino", hrsg. 1999 bei Gaetano Macchiaroli
  • Raffaele Colapietra, "I Sanseverino di Salerno", hrsg. 1985 bei Pietro Laveglia
  • Francesco Bonazzi, "Famiglie nobili e titolate del Napolitano", hrsg. 1902 bei Detken, unter dem Eintrag
  • Carlo Padiglione, “Delle livre e del modo di comporle”, hrsg. 1889 bei Giannini, unter dem Eintrag
  • Enciclopedia Italiana Treccani, Band XXX, unter dem Eintrag
  • Enciclopedia Rizzoli Larousse, unter dem Eintrag.
  • Giuseppe Chiesi, “Il Sottoceneri e la signoria dei Sanseverino”, in “Bollettino Storico della Svizzera Italiana”, Bellinzona 1990, S. 119–172.
  • Massimo Della Misericordia, “La ‘coda’ dei gentiluomini”, in “Guelfi e ghibellini nell'Italia del Rinascimento”, hrsg. von Marco Gentile, Viella Libreria Editrice, Rom 2005, insbesondere S. 326–358.
  • Antoniett Moretti, “Da feudo a baliaggio: la comunità delle pievi della Val Lugano nel XV e XVI secolo”, Bulzoni, Rom 2006.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. nobili-napoletani.it
  2. siehe Treccani, Enciclopedia, Band XXX unter diesem Stichwort
  3. Vittorio Spreti, Enciclopedia storico – nobiliare italiana Band VI Seite 104, Enciclopedia Storico–Nobiliare Italiana, 1935
  4. Giovan Battista di Crollalanza, Dizionario storico – blasonico delle famiglie nobili e notabili italiane estinte e fiorenti, Band II Seite 480, hrsg. bei Arnaldo Forni
  5. “Turgisius de Rota” als Vater von Roger di Sanseverino bzw. Normanne genannt, siehe Thierry Stasser, “Où sont les femmes?” (Oxford 2008), zitiert das Archiv von Cava dei Tirreni , Abbazia di S. Trinità, Armarium B 18 bzw. F 18
  6. ”Roger de San Severino” stiftete im Mai 1082 der Abtei Cava für die Seelen seines Vaters Turgisius, seines Bruders Robert und dessen Ehefrau Gaitelgrima, Thierry Stasser, a.a.O B 22
  7. Thierry Stasser, a.a.O, für 1081: B 18, für 1121 F 18
  8. “Enrico signore del castello di Sanseverino, figlio del fu Ruggiero”, Placido Mario Tropeano (Hrsg.) “Codice Diplomatico Verginiano” Band I, 223
  9. Quelle vor allem: Berardo Pio wie bei Roberto di Lauro
  10. 1105: „Rucgerius filius quondam Trugisi de Castello Sancto Severino de locum Rota“ stiftete für das Kloster San Lorenzo in Aversa, Zeugen waren „Robbertus flius Rucgerius, Trugisius filius Rucgterii, Turgisius frater Rogerii, Regerius filius Turgissi“; Antonio Spinelli (Hrsg) „Regni Neapolitani archivi Monumenta edita ac illustrata“ (Neapel 1857), Band V, für 1105: DXVIII, S. 295; für 1110: DXXXI, S. 325
  11. Quelle vor allem: Berardo Pio wie bei Roberto di Lauro
  12. Als Terra di Lavoro bezeichnete man das südliche Latium und nördliche Kampanien
  13. Quelle für Roberto vor allem: Berardo Pio, „Lauro, Roberto di“, in: Dizionario Biografico degli Italiani, Band 64 (2005) online
  14. Der auf 1168 datierte “Catalogus Baronum”, S. 574, nennt “Rogerius comes Tricarici”, “Catalogus Baronum Neapolitano in regno versantium”, hrsg. von Giuseppe del Re (1845)
  15. Quelle: Berardo Pio wie bei Roberto di Lauro
  16. „Ryccardus de Sancti Germano Chronica“ 1204 (MGH Scriptores (in folio) 19 [Annales aevi suevici], S. 332): „comes Gualterius“ verbündet sich mit „Iacobo Tricaricensi“
  17. „Mobilia filia Landulfi de Ceccano“ heiratete „comiti Iacobo de Tricarico“ am „1188 8 Id Nov“, Annales Ceccanenses 1188, MGH Scriptores (in folio) 19 [Annales aevi suevici], S. 288
  18. Die „Thomae Tusci Gesta imperatorum et pontificum“ (MGH Scriptores (in folio) 19 [Annales aevi suevici], S. 498) nennen „Alberia, Constantia et Madania“ als Töchter König Tankreds und „comes Gualterius de Brenna“ sowie „Iacobo comiti de Tricario“ als Ehemänner Alberias
  19. Die „Thomae Tusci Gesta imperatorum et pontificum“ (MGH Scriptores (in folio) 19 [Annales aevi suevici], S. 498) nennen „comytem Symonem et dominam Adalitam“ als Kinder von „Iacobo comiti de Tricario“
  20. „Ryccardus de Sancti Germano Chronica“ (MGH Scriptores (in folio) 19, [Annales aevi suevici]; S. 343), wo „filium comitis Tricariensis“ ohne Nennung des Namens genannt wird, so dass ein ansonsten nicht bekannter weiterer Sohn Giacomos gemeint sein kann
  21. Quelle wie zu Simon
  22. Quelle: Berardo Pio wie bei Roberto di Lauro und Guglielmo di Lauro
  23. Berardo Pio, „Lauro, Guglielmo di“, Dizionario Biografico degli Italiani, Band 64 (2005) online
  24. Quelle wie zu Guglielmo di Lauro)
  25. Neue Deutsche Biographie Band 3, S. 653 online
  26. Quelle wie zu Wilhelm (I.) von Lauro)
  27. Quelle wie zu Wilhelm (I.) von Lauro)
  28. Quelle wie zu Corrado
  29. Riccardo I conte di Caserta online
  30. „filiam imperatoris naturalem“ … „comitissam de Caserta filius“ in: „Annales Sancti Pantaleonis Coloniensis“ 1246, MGH Scriptores (in folio) 19 [Annales aevi suevici], S. 343
  31. Treccani, wie Riccardo I.
  32. Norbert Kamp, “Corrado”, Dizionario Biografico degli Italiani, Band 29 (1983) online
  33. Quelle wie bei seinem Bruder Roberto
  34. Quelle wie bei seinem Bruder Roberto
  35. 1121: als Unterzeichner “Enricus filius et heres domini Roggerii” für “Rogerius de Sancto Severino filius quondam Turgisii normanni”, Thierry Stasser, a. a. O F 18; 1135: “Enrico signore del castello di Sanseverino, figlio del fu Ruggiero”, Placido Mario Tropeano (Hrsg.) “Codice Diplomatico Verginiano” Band I, 223
  36. „Rucgerius filius quondam Trugisi de Castello Sancto Severino de locum Rota“ stiftete für das Kloster San Lorenzo in Aversa im April 1105, Zeugen waren „Robbertus flius Rucgerius, Trugisius filius Rucgterii, Turgisius frater Rogerii, Regerius filius Turgissi“ (Antonio Spinelli (Hrsg) „Regni Neapolitani archivi Monumenta edita ac illustrata“ (Neapel 1857), Band V, DXVIII, S. 295)
  37. Quelle wie bei seinem Vater
  38. Thierry Stasser, a.a.O D43, und C. Carlone, “Falsificazioni et falsari cavensi e vergininai del secolo XIII, Altavilla Silentine” (1984), S. 32–33
  39. Ryccardus de Sancti Germano Chronica 1218, MGH Scriptores (in folio) 19 [Annales aevi suevici], zu 1218: S. 339, zu 1223: S. 343
  40. Oder vielleichtSchwester des Grafen, die Quellen hierzu sind ungenau
  41. Sveva war Tochter und Erbin von Grimaldo (Grimaud de Bethzan), Herr von Tricarico, und Elvira della Marra († nach 1308)
  42. Er wird verhaftet und im Auftrag des Königs Ladislaus getötet.
  43. Er erhielt den Titel von Königin Johanna II.
  44. Sie ist die Tochter von Antonio, 4. Graf von Montalto und Corigliano, und Giovannella Sanseverino aus der Familie der Grafen von Mileto
  45. Sie ist die Tochter von Gabriele, Herzog von Venosa, und Giovanna Caracciolo aus der Familie der Grafen von Melfi
  46. Sie ist die Tochter von Nicola Ruffo, 6. Graf von Catanzaro, aus dem Haus Ruffo und Marguerite de Poitiers aus der Familie der Herren von Saint–Vallier (Haus Poitiers–Valentinois)
  47. Die Klosteranlage, wird nach dem Tod des Grafen mit Spenden aus der Gemeinde Tricarico im Jahr 1491 vollendet. Als Erinnerung wird ein Gendenkstein aus Marmor mit einer Inschrift aufgestellt, vgl. das Bild mit den alten Wahrzeichen der Stadt im Artikel zu Tricarico.
  48. Das Datum seins Testaments
  49. Er ist auch Herr von Castrovillari und Eboli (1496), Graf von Mileto (1507).
  50. Tochter von Don Antonio Todeschini Piccolomini, 1. Herzog von Amalfi, und Maria da Marzano aus der Familie der Herzöge von Sessa.
  51. Tochter von Galcerando, Graf von Trivento, und Donna Beatriz Manrique de Lara.
  52. Tochter von Gian Giordano, Herr von Bracciano, und Felicia della Rovere.
  53. Enkelin des albanischen Fürsten Gjergj Kastrioti, genannt Skanderbeg, Tochter und Erbin von Don Ferdinando, 2. Herzog von San Pietro in Galatina und Graf von Soleto, und Donna Andriana Acquaviva d’Aragona aus der Familie der Herzöge von Nardò
  54. Innocenzo Mazziotti: Immigrazioni albanesi in Calabria nel XV secolo e la colonia di San Demetrio Corone (1471-1815). Il Coscile Editore, Castrovillari 2004, ISBN 88-87482-61-6, S. 84 (italienisch).
  55. Tochter von Guidobaldo II. della Rovere, Herzog von Urbino, und Vittoria Farnese.
  56. Er hatte zwei uneheliche Töchter, Erina (oder Irina) und Giulia
  57. Die Grafschaft Tricarico wurde trotz des Einwands Isabella della Roveres, der Ehefrau Niccolò Berardinos, dass sie die den größten Ertrag brachte, versteigert. Der Verlust der Grafschaft verschärfte die ohnehin schon prekäre wirtschaftliche Situation der Familie.
  58. Títulos nobiliarios concedidos por Monarcas españoles en Nápoles existentes en el archivo general de Simancas, S. 1039–, "Duques – San Donato – A Escipión Sanseverino. Valladolid, 29 de septiembre de 1602"
  59. Raffaele Bisignani, I Sanseverino, ramo San Donato, "Calabria Nobilissima", 1989, 42–43, 33–70.
  60. König Karl II. gewährte Ametrano und dessen Nachkommen erneut den Titel eines Herzogs von San Donato mit Privileg, Madrid, 20. Dezember 1668, registriert Quinternione 123, fol. 171t, wie auch Cedolario 74, fol. 334t berichtet. Die Sambiase erben San Donato in weiblicher Erbfolge (von Maria Cavalcanti Ametrano, der Mutter des 4. Herzogs von Malvito), halten es kurze Zeit bis 1780, bis das Lehen, nicht aber der Titel an die Campolongo übergehen, die San Donato bis zum Ende des Feudalismus im Königreich beider Sizilien (1806) halten.
  61. Vittorio Spreti, Enciclopedia storico–nobiliare italiana (a.a.O.), hrsg. bei Arnaldo Forni
  62. Treccani, Enciclopedia, Band XXX, unter diesem Stichwort
  63. Lotte Burkhardt: Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen. Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie Universität Berlin Berlin 2016. Seite 889. ISBN 978-3-946292-10-4 [1]