Hehlentor

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Hehlentor
Stadt Celle
Koordinaten: 52° 37′ 51″ N, 10° 4′ 52″ O
Höhe: 40–56 m ü. NN
Fläche: 3,53 km²
Einwohner: 7751 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte: 2.196 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1869
Postleitzahl: 29223
Vorwahl: 05141

Hehlentor ist ein Ortsteil der Stadt Celle in Niedersachsen, der nördlich des Stadtzentrums liegt und seinen Namen vom ehemaligen Stadttor der Stadtbefestigung Celle hat.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Hehlentor der Celler Stadtbefestigung vom Harburger Berg aus gesehen. Merian, 1654.

Eine Allerbrücke, die von dem Hehlentorgebiet über die Aller nach Celle führte, wurde erstmals 1325 genannt. Hier trafen Straßen aus Bremen und Lüneburg zusammen. Die ehemalige, heute nicht mehr existierende, Marienkapelle entstand 1438. Sie wurde nach Einführung der Reformation unter Herzog Ernst dem Bekenner 1527 zur Friedhofskapelle der Stadtkirchengemeinde. 1540 wird dieser Bereich „vor dem Helen dhore“ genannt. Der Name des Hehlentors stammt von den Dörfern Groß Hehlen und Klein Hehlen, die nur wenige Kilometer vor der Stadt lagen. Im 17. Jahrhundert entstanden die ersten Wohnhäuser – bald folgten Handwerker und Gaststätten. Eine politische Gemeinde bildete sich 1849, doch schon 1869 wurde das Hehlentorviertel nach Celle eingemeindet.

Zur Vorbereitung zum Start des Farbfernsehens nach dem PAL-System in Westdeutschland im August 1967 baute Telefunken ab 1964 ein neues Werk für die Herstellung von Farbfernsehempfängern, das im Mai 1966 seinen Betrieb aufnahm.[1] In den 1970er Jahren waren bei dem damals größten Arbeitgeber der Stadt Celle bis zu 2800 Menschen beschäftigt. Das Telefunken-Fernsehgerätewerk gehörte ab 1984 zum französischen Konzern Thomson-Brandt und wurde 1997 geschlossen. Auf dem ehemaligen Werksgelände an der Telefunkenstraße befindet sich heute ein Einkaufszentrum mit Baumarkt.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortsrat Hehlentor hat 9 Mitglieder (3 CDU, 2 SPD, 2 Bündnis 90/Die Grünen, 1 FDP), 1 AFD.[2]

Ortsbürgermeisterin ist Marianne Schiano (CDU).[3]

Gebäude, Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • RWLE Möller: Celle-Lexikon. Celle 1987.
  • RWLE Möller: Celle – Das Stadtbuch. Celle 2003.
  • Werner Thieme: Hehlentor – ein Celler Stadtteil stellt sich vor. Celle 2006.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. vergessene-orte.blogspot.com: Telefunkenwerk Celle
  2. http://www.landkreis-celle.de/kreisverwaltung/landratsbuero/wahlen/ergebnisse-kommunalwahlen-2021.html
  3. http://celle.allris-online.de/bi/au020.asp?AULFDNR=21&options=4&altoption=Ausschuss