Hittnau

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Hittnau
Wappen von Hittnau
Staat: Schweiz Schweiz
Kanton: Kanton Zürich Zürich (ZH)
Bezirk: Pfäffikonw
BFS-Nr.: 0173i1f3f4
Postleitzahl: 8335
Koordinaten: 704626 / 247527Koordinaten: 47° 22′ 13″ N, 8° 49′ 26″ O; CH1903: 704626 / 247527
Höhe: 640 m ü. M.
Höhenbereich: 603–929 m ü. M.[1]
Fläche: 12,95 km²[2]
Einwohner: 3733 (31. Dezember 2020)[3]
Einwohnerdichte: 255 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne
Schweizer Bürgerrecht)
7,7 % (31. Dezember 2020)[4]
Gemeindepräsident: Christoph Hitz (parteilos)
Website: www.hittnau.ch
Hittnau

Hittnau

Lage der Gemeinde
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Hittnau (zürichdeutsch Hittni oder Hittnau[5]) ist eine politische Gemeinde im Bezirk Pfäffikon des Schweizer Kantons Zürich. Zu der Gemeinde gehören die Ortschaften Ober- und Unterhittnau, Isikon, Hasel, Dürstelen, Schönau und Hofhalden.

Geographie und Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hittnau wurde als Hittenouva im Jahr 905 erstmals urkundlich erwähnt. Es liegt im Zürcher Oberland oberhalb des Pfäffikersees auf einem Sattel zwischen dem Kempt- bzw. Glatttal und dem Tösstal. Die Hauptverbindung schafft die Verbindungsstrasse Pfäffikon ZH-Saland, auf der auch eine Busverbindung nach Bauma verkehrt.

Die Luppmen durchfliesst als Quellfluss der Kempt das Dorf als erste Ortschaft nach ihren Ursprüngen zwischen dem Golfplatz am Stoffel und den Riedern bis auf Bäretswils Pulten. Der höchste Punkt der Gemeinde ist der Stoffel mit 928 m ü. M., ein bewaldeter Berg der Almenkette links der Töss, zwischen Bachtel und Kyburg. Der tiefste Punkt der Gemeinde liegt an der Luppmen unterhalb der Mühle Balchenstal vor dem Tobelweiher auf 604 m ü. M. Das Gemeindegebiet liegt grösstenteils westlich des Stoffels. Von der Gemeindefläche dienen 48,1 % der Landwirtschaft, 37,3 % ist mit Wald bedeckt, 3,5 % ist Verkehrsfläche und 9,5 % Siedlungsgebiet, 0,4 % sind Gewässer.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[6]
Jahr Einwohner Jahr Einwohner
1467 ca. 165 1634 448
1762 1300 1836 1963
1850 1817 1900 1338
1910 1255 1940 1292
1950 1320 1960 1357
1980 1347 1990 2078
2000 2965 2001 3012
2002 3031 2003 3111
2004 3150 2005 3182
2006 3197 2007 3302
2008 3378 2009 3425
2010 3467 2011 3464
2012 3506 2013 3555
2014 3629 2015 3585

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die SVP hat 40,8 %, die SP 20,7 %, die FDP 13,8 %, die Grüne 8,3 %, die CVP 3,6 % und die EVP 6,8 % der Wählerstimmen.

Seit 2010 ist Christoph Hitz (parteilos) Gemeindepräsident (Stand Dezember 2017).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: Von Schwarz und Silber geständert und ein mit einem schwarzen Adler belegter goldener Balken

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jakob-Stutz-Wanderweg[7]

Von Pfäffikon durch das Luppmentobel kommend, erreicht der thematische Wanderweg beim Tobelweiher den Geburtsort des Volksdichters (1801–1877). Von dort steigt der Weg zur Mühle Balchenstal, wo Stutz als Waise bei seiner Patin unterkam. Den Informationstafeln folgend, führt der Weg hinauf nach Unterhittnau und zum Hof Luspi, wo ein Freund des Dichters wohnte. In Isikon heissen die Stationen «Stutz Geburtshaus» und «Jakob-Stutz-Brunnen». Von hier steigt der Weg zum Reservoir über Ravensbühl und verlässt dort Hittnau in Richtung Wila-Tösstal-Sternenberg.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ueli Müller: Hittnau. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
  • Martin Leonhard, Peter Niederhäuser, Markus Stromer: Hittnau. Geschichte und Geschichten aus 1100 Jahren. Chronos, Zürich 2005, ISBN 3-0340-0754-X.
  • Hans Martin Gubler, Die Kunstdenkmäler des Kanton Zürich. Band 3: Die Bezirke Pfäffikon und Uster. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1978 (= Kunstdenkmäler der Schweiz, Band 66). ISBN 3-7643-0991-1 S. 268–281.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Hittnau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. BFS – generalisierte Grenzen 2020. Bei späteren Gemeindefusionen Höhen aufgrund Stand 1. Januar 2020 zusammengefasst. Abruf am 17. Mai 2021.
  2. Generalisierte Grenzen 2020. Bei späteren Gemeindefusionen Flächen aufgrund Stand 1. Januar 2020 zusammengefasst. Abruf am 17. Mai 2021.
  3. Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Geschlecht und Gemeinde, definitive Jahresergebnisse, 2020. Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2020 zusammengefasst. Abruf am 17. November 2021
  4. Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Geschlecht und Gemeinde, definitive Jahresergebnisse, 2020. Bei späteren Gemeindefusionen Ausländeranteil aufgrund Stand 2020 zusammengefasst. Abruf am 17. November 2021
  5. Heinz Gallmann: Zürichdeutsches Wörterbuch. 1. Auflage. Verlag Neue Zürcher Zeitung, Zürich 2009, ISBN 978-3-03823-555-2, S. 669.
  6. Hittnau Online: Zahlen und Fakten. In: www.hittnau.ch. Abgerufen am 15. Juni 2016.
  7. Gemeinnützige Gesellschaft des Bezirzs Pfäffikon ZH: Jakob Stutz, 1801-1877, der Volksdichter aus Isikon. In: Webseite GGBP. Gemeinnützige Gesellschaft des Bezirzs Pfäffikon ZH GGBP, 2005, abgerufen am 31. Januar 2022.