Hoholz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Hoholz
Bundesstadt Bonn
Koordinaten: 50° 44′ 30″ N, 7° 12′ 7″ O
Höhe: 154 (121–162) m
Einwohner: 697 (31. Dez. 2017)[1]
Eingemeindung: 1815
Eingemeindet nach: Vinxel
Postleitzahl: 53229
Vorwahl: 0228
Alt-GodesbergAuerbergBeuel-MitteBeuel-OstBrüser BergBuschdorfBonn-CastellDottendorfDransdorfDuisdorfEndenichFriesdorfGeislarGodesberg-NordGodesberg-VillenviertelGraurheindorfGronauHardthöheHeiderhofHochkreuzHoholzHoltorfHolzlarIppendorfKessenichKüdinghovenLannesdorfLengsdorfLessenich/MeßdorfLimperichMehlemMuffendorfNordstadtOberkasselPennenfeldPlittersdorfPoppelsdorfPützchen/BechlinghovenRamersdorfRöttgenRüngsdorfSchwarzrheindorf/Vilich-RheindorfSchweinheimSüdstadtTannenbuschÜckesdorfVenusbergVilichVilich-MüldorfWeststadtBonn-ZentrumKarte
Über dieses Bild
Lage des Ortsteils Hoholz im Bonner Stadtbezirk Beuel

Hoholz ist ein Ortsteil der Bundesstadt Bonn im Stadtbezirk Beuel. Er liegt in der östlichen Spitze Bonns an der Grenze zu Sankt Augustin und Königswinter, 100 Meter über dem Rhein, am Rande des Birlinghovener Waldes und in der Nähe des Ennert.

Geschichte und Gegenwart[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals als Wohnort erwähnt wurde Hoholz im Kirchenbuch der Pfarrei Stieldorf von 1686 als „am Hohenholtz“, davor 1593 in einer Grenzbeschreibung als „am hohen Holz“.[2] Menschen lebten in Hoholz wahrscheinlich jedoch bereits vorher, denn Geologen und Archäologen entdeckten um 1903 nördlich von Schloss Birlinghoven Gräberfelder aus der älteren Eisenzeit (850 bis 450 v. Chr).

In preußischer Zeit (ab 1815) gehörte Hoholz zunächst zur Gemeinde Vinxel und wurde mit dieser zwischen 1852 und 1865 in die Gemeinde Stieldorf eingegliedert, die verwaltungsmäßig der Bürgermeisterei Oberpleis unterstellt war. Im Zuge der kommunalen Neugliederung des Raumes Bonn wurde Hoholz am 1. August 1969 Teil der Stadt Bonn.

Heute gibt es in Hoholz eine Ladenzeile, eine Gaststätte, einen städtischen Kindergarten, die Grundschule Om Berg mit Mehrzweckhalle, einen Bestatter, einen Blumenhändler, einen Friedhof und mehrere gut erhaltene Fachwerkhäuser. Zum Ortsteil gehört auch das Gut Ettenhausen.

Der Bürgerverein Hoholz wurde am 27. November 1959 gegründet. Er hat etwa 350 Mitglieder (Stand Mai 2015) und ist überparteilich sowie wirtschaftlich und konfessionell ungebunden.

Kirchlich gehört Hoholz seit 1970 zur katholischen Pfarrei Christ König in Holzlar, die jetzt Teil der Pfarreiengemeinschaft Am Ennert ist (zuvor zur Pfarrei Stieldorf) und seit dem 1. Januar 1972 zur damals gegründeten Evangelischen Kirchengemeinde Bonn-Holzlar (vorher seit dem 1. Januar 1971 zu Hangelar, davor zu Oberpleis).[3]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Josef Schrattenholz (* 19. Oktober 1847 in Hoholz, † 22. Mai 1909 in Berlin), Musikschriftsteller, der gegen den Antisemitismus eintrat

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hoholz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung in Bonn nach Ortsteilen (lt. Hauptsatzung) am 31.12.2017, Bundesstadt Bonn – Statistikstelle, Januar 2018
  2. Friedrich Falk: Die ersten bekannt gewordenen Bewohner von Hoholz. In: Bürgerverein Hoholz e.V. (Hrsg.): 50 Jahre Bürgerverein Hoholz e.V. 1959 - 2009. Bonn 2009, S. 30–34.
  3. Friedrich Gebhardt: Daten zur Geschichte der Gemeinden Hangelar und Holzlar. In: mitteilungen / Evangelische Gemeinden Hangelar und Bonn-Holzlar. Nr. 139, Juli 1990, S. 2–4.