Graz Linien

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Graz Linien
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Basisinformationen
Unternehmenssitz Graz
Webpräsenz Homepage Graz Linien
Bezugsjahr 2007
Eigentümer Holding Graz
Vorstand Wolfgang Malik/ Barbara Muhr/ Gert Heigl
Betriebsleitung interim. Andreas Solymos
Verkehrsverbund Verbund Linie
Mitarbeiter 809
Linien
Straßenbahn 8, davon
  • 6 regulär (tagsüber)
  • 2 Sonderlinien (abends, Sonn- und Feiertags)
Bus 26, davon
  • 7, die auch von anderen Unternehmen gefahren werden
  • 7 Schülerlinien
  • 8 Nachtlinien
Sonstige Linien Schloßbergbahn
Schloßberglifte
Anzahl Fahrzeuge
Straßenbahnwagen 69
Omnibusse 72 Solobusse
34 15-Meter-Busse
21 Gelenkbusse
4 Midi-/City-Busse
Sonstige Fahrzeuge 1 Cabriobus
3 Reisebusse
1 Informationsbus
Statistik
Fahrgäste 92,7 Mio. pro Jahr
Haltestellen ca. 800
Betriebseinrichtungen
Betriebshöfe 2

Die Graz Linien (früher: Grazer Verkehrsbetriebe, Graz AG Verkehrsbetriebe und Holding Graz Linien, kurz GL) sind ein Grazer Omnibus- und Straßenbahn-Verkehrsunternehmen und Teil der Holding Graz. Sie sind in den Steirischen Verkehrsverbund eingegliedert. Die Graz Linien beschäftigen rund 800 Mitarbeiter.

Die Graz Linien befördern jährlich ca. 50,5 Mio. Fahrgäste mit der Straßenbahn, ca. 41,5 Mio. Fahrgäste mit Bussen und ca. 0,7 Mio. Fahrgäste mit der Schlossbergbahn und den Schlossbergliften, das sind in Summe jährlich 92,7 Mio. Fahrgäste. Die Fahrzeuge der GL umrundeten im Jahr 2003 (damals noch GVB) mit ihren gefahrenen Kilometern von Omnibussen und Straßenbahnfahrzeugen ca. 481 Mal die Erde (entspricht ca. 19,9 Mio. km).

Insgesamt umfasst das Liniennetz der GL eine Länge von 369 Kilometern. Der GL-Fuhrpark besteht seit 2016 – bis auf zehn Straßenbahnwagen, die nur zur Hauptverkehrszeit als Verstärker eingesetzt werden – vollständig aus Niederflur-Bussen und -Straßenbahnwagen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gegründet wurde der Vorläufer der GVB im Jahr 1878 als Grazer Tramway (GT) mit Inbetriebnahme der ersten Pferdebahn-Strecken. 1885 erfolgte die Neugründung als Grazer Tramway Gesellschaft (GTG), die ab 1899 elektrische Straßenbahn-Strecken in Betrieb nahmen. 1894 nahm die Grazer Schloßbergbahn ihren Betrieb auf. Zwischen 1941 and 1948 nannte sich der Betrieb Grazer Verkehrs-Gesellschaft (GVG). Dann erlosch der Vertrag mit der Stadt und die Gesellschaft ging in den GVB auf. Seit 1949 ist sie Teil der Graz AG (früher Grazer Stadtwerke). Seit der Umbenennung der Grazer Stadtwerke zu Graz AG hießen die Grazer Verkehrsbetriebe entsprechend Graz AG Verkehrsbetriebe. Der Name wurde nach der Umstrukturierung der Graz AG zur Holding Graz GmbH erneut angepasst. Die Verkehrsbetriebe heißen daher offiziell nun Holding Graz Linien. Im Jahr 2017 erfolgte die erneute Umbenennung in Graz Linien.

Viele Exponate aus der Geschichte der Grazer Straßenbahn sind im Tramway Museum Graz ausgestellt.

Geschichte der GL (Auszug)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Logo als Grazer Verkehrsbetriebe
Logo als Graz AG Verkehrsbetriebe

Die erste Pferdebahnstrecke auf der Strecke Südbahnhof – Jakominiplatz wurde 1878 eröffnet. 1894 folgte die Inbetriebnahme der Grazer Schloßbergbahn, 1899 die der elektrischen Grazer Straßenbahnen. Die ersten Autobuslinien nahmen 1929 ihren Betrieb auf. 1941 folgten Umspurung und Einbindung der elektrischen Kleinbahn Zinzendorfgasse–Mariatrost ins Straßenbahnnetz, die größte Netzausdehnung betrug ca. 40 Kilometer. Im gleichen Jahr wurde die erste O-Bus-Linie nach Straßgang eröffnet.[1]

1949 wurden die Verkehrsbetriebe ein Teil der Stadtwerke Graz. Nach der Gründung der Grazer Stadtwerke AG 1960 wurden die GVB in diese eingegliedert. 1967 wurde die letzte O-Bus-Linie umgestellt. Der schaffnerlose Betrieb begann ein Jahr später. 1969 wurden die ersten Fahrscheinautomaten aufgestellt. 1971 gründete sich der Verein Tramway-Museum Graz. Die ersten Gelenkbusse wurden 1977 in Betrieb genommen. 1988 traten die ersten Straßenbahnfahrerinnen ihren Dienst an. Der erste Niederflurbus wurde 1990 angeschafft. 1994 wurden die GVB-Kooperationspartner im Verkehrsverbund Steiermark. Der Umbau des Jakominiplatzes mit Wendeschleifen 1996 ermöglichte den Straßenbahnbetrieb auch bei gesperrter Herrengasse.

2001 wurden die ersten Niederflur-Straßenbahnwagen vom Typ Cityrunner in Betrieb genommen, 2003 folgten 7 Nachtbuslinien. Die erste Verlängerung seit über 15 Jahren zum neuen Nahverkehrsknoten Graz-Puntigam wurde 2006 vorgenommen. Eine Verlängerung zum Einkaufszentrum und Nahverkehrsknoten Murpark und die Verlängerung der Linie 6 ins Peterstal folgten 2007.

Bis Ende 2012 wurden alle Durchsagen in den Fahrzeugen der Graz Linien von der Autorin, Moderatorin und ausgebildeten Sprecherin Christine Brunnsteiner gesprochen. 2012 wurden englische Ansagen allerdings von der aus Amerika stammenden Universitätsprofessorin Majorie Rosenberg neu übersetzt und eingesprochen.

Linien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straßenbahn-Gelenkwagen 502 auf der Linie 1 bei der Haltestelle Tegetthofplatz (April 2006)
Straßenbahn-Gelenkwagen der Type 600 mit Niederflur-Mittelteil auf der Linie 5 am Hauptplatz (November 2006)

Die Graz Linien bedienen mit zurzeit 8 Straßenbahn- und 26 Autobuslinien den Großteil des innerstädtischen Nahverkehrsnetzes. Als weiterer Service werden am Freitag und Samstag sowie vor Feiertagen 8 Nachtbuslinien angeboten, die von 0 bis 3 Uhr früh auf vom Zentrum in die Außenbezirke sowie neuerdings auch außerhalb von Graz führenden Strecken verkehren.

Den Hauptverkehrsknotenpunkt stellt der Jakominiplatz dar, auf dem alle Nachtbus- und Straßenbahnlinien sowie 8 der 33 regulären Buslinien zusammentreffen. Weitere Verkehrsknotenpunkte sind der Hauptplatz (alle Straßenbahnlinien außer 13 und 26) und der Hauptbahnhof (Endstation von sieben Buslinien). Im Zuge des Baus der Verkehrsdrehscheibe Hauptbahnhof wurde am 26. November 2012, erstmals in Graz, eine Straßenbahn-Tunnelhaltestelle eröffnet. Somit wird der Hauptbahnhof nun direkt von allen durch die Annenstraße geführten Linien angefahren. Die zuvor am Hauptbahnhof wendenden Linien 3 und 6 fahren daher nun die neue Endstelle „Laudongasse“ an, die sich drei Stationen nach der bisherigen Endstelle befindet und zu diesem Zweck 2010 neu errichtet wurde.

Die letzten Erweiterungen des Netzes waren der Ausbau der Linie 7 mit den zwei neuen Haltestellen St. Leonhard / Klinikum Mitte und LKH Med Uni / Klinikum Nord, der Linie 4 von Liebenau entlang dem Autobahnzubringer Ost zum neuen Einkaufszentrum Murpark inklusive Park+Ride-Parkplatz mitten im Stadtteil Liebenau und die Verlängerung der Linie 5 zum neuerrichteten Bus- und S-Bahnhof Puntigam. Auch die Linie 6 wurde von St. Peter in Richtung Peterstal verlängert (Eröffnung am 9. November 2007). Mit insgesamt etwa 3½ km Neubaustrecke sind dies die größten Ausbauarbeiten am Grazer Straßenbahnnetz seit über 40 Jahren (nachdem in den 1950er und 1960er Jahren rund 15 Kilometer des damals in der größten Netzausdehnung etwa 41 Kilometer umfassenden Netzes eingestellt worden waren).

Liniennummern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Schema der Grazer Linienbezeichnungen umfasst drei Liniennummernbereiche:

  • reguläre Straßenbahnlinien erhalten Nummern von 1 bis 9 (wobei 2, 8 und 9 derzeit nicht verwendet werden)
  • für Straßenbahn-Sonderlinien sind die Nummern 11 bis 27 vorgesehen. Die 10er-Linien überqueren den Jakominiplatz, die 20er-Linien wenden am Jakominiplatz. Die Einerstelle bezeichnet einen (bzw. den) befahrenen Linienast einer regulären Linie. Spätestens mit der Einführung der Linie 12 (die, bis sie 2009 wieder eingestellt wurde, am Wochenende auf jeweils einer Teilstrecke der Linien 4/5 und 7 verkehrte) wurde dieses Schema jedoch durchbrochen, da die Bezeichnungen 14, 15 und 17 bereits für andere Sonderlinien verwendet worden waren.
  • Buslinien werden von 30 aufwärts nummeriert; dabei werden die Nummern 30 bis 40 für jene Linien vergeben, die über den Jakominiplatz führen. Tangentiallinien haben Nummern im 60er-Bereich, einige Zubringerlinien zu Straßenbahn(end)stationen führen Liniennummern im 70er-Bereich, wobei die Einerstelle die betreffende Straßenbahnlinie angibt (z. B. 74 als Zubringer von Dörfla zur Endstation Liebenau/Murpark der Straßenbahnlinie 4). Bei linienmäßigen Kurzführungen wird die Liniennummer um ein 'E' ergänzt (z. B. befahren die Busse der Linie 34E nur eine Teilstrecke der Linie 34). Überquert eine Linie die Kernzonengrenze, wird die Nummer um ein 'U' (für Umland) ergänzt (z. B. Linie 76U von Schulzentrum St. Peter nach Grambach bzw. Hausmannstätten). Diese Bezeichnung ist notwendig, um die Linien als Stadtbusse, die die Stadt- bzw. Kernzonengrenze überqueren, zu kennzeichnen und dennoch ein Unterscheidungsmerkmal zu Regionalbussen zu bieten, da Regionalbusse nicht für Fahrten innerhalb von Graz genutzt werden dürfen, die Stadtbuslinien mit einem U in der Liniennummer allerdings schon.

Darüber hinaus werden für außerplanmäßige Einschubkurse (z. B. nach Betriebsstörungen) und auf Fahrzeugen, für die es keine entsprechenden Linientafeln gibt oder auf denen sie nur schwierig zu wechseln sind, (z. B. Straßenbahnwagen mit Blech-Liniennummer) auch die Kennzeichnungen E (Straßenbahn und Bus) und 88 oder 99 (Innenanzeigen in Bussen) verwendet.

Straßenbahn-Linienplan 2008

Straßenbahnlinien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Straßenbahn Graz

Die Farben der Straßenbahnlinien entsprechen der Farbgebung des offiziellen Liniennetzplans. Die Beschriftung der Straßenbahngarnituren ist einheitlich Grün auf schwarzem Grund bei LCD- oder Orange auf schwarzem Grund bei LED-Anzeigen.

Buslinien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straßenbahn- und Buslinienplan GVB (Stand :2008)
Citaro-Gelenkbus auf der Linie 41
  • Liste der Linien der Graz Linien Gebietskrankenkasse – Geidorf Verlauf Linie 30
  • Liste der Linien der Graz Linien Webling – Uni-ReSoWi Verlauf Linie 31 (*)
  • Liste der Linien der Graz Linien Webling – Jakominiplatz (Abend- und Wochenendverkehr)
  • Liste der Linien der Graz Linien Jakominiplatz – Seiersberg Verlauf Linie 32
  • Liste der Linien der Graz Linien Jakominiplatz – Eggenberger Allee Verlauf Linie 33
  • Liste der Linien der Graz Linien Don Bosco Bahnhof – Eggenberger Allee (nur abends sowie sonntags)
  • Liste der Linien der Graz Linien Jakominiplatz – Thondorf Verlauf Linie 34
  • Liste der Linien der Graz Linien Jakominiplatz – Theyergasse Verlauf Linie 34E
  • Liste der Linien der Graz Linien Jakominiplatz – Citypark – Don Bosco Bahnhof Verlauf Linie 35 (betrieben von Firma Watzke)
  • Liste der Linien der Graz Linien Wirtschaftskammer – Urnenfriedhof Verlauf Linie 39 (*)
  • Liste der Linien der Graz Linien Gösting – Jakominiplatz Verlauf Linie 40
  • Liste der Linien der Graz Linien St. Leonhard / Klinikum Mitte – Dürrgrabenweg Verlauf Linie 41 (Postbus / Graz Linien)
  • Liste der Linien der Graz Linien Dürrgrabenweg – Andritz (nur abends sowie sonn- und feiertags)
  • Liste der Linien der Graz Linien Andritz – Seminarstraße (betrieben von Firma Gersin)
  • Liste der Linien der Graz Linien Andritz – Saumgasse (Fa. Gersin)
  • Liste der Linien der Graz Linien Andritz – St. Veit – Ranach (betrieben von Firma Handl)
  • Liste der Linien der Graz Linien Gösting – Thal – Kötschberg Verlauf Linie 48
  • Liste der Linien der Graz Linien Zentralfriedhof – Hauptbahnhof Verlauf Linie 50
  • Liste der Linien der Graz Linien Hauptbahnhof – Ziegelstraße Verlauf Linie 52
  • Liste der Linien der Graz Linien Hauptbahnhof – Stattegg-Fuß der Leber Verlauf Linie 53
  • Liste der Linien der Graz Linien Andritz – Stattegg-Fuß der Leber (nur abends sowie sonn- und feiertags)
  • Liste der Linien der Graz Linien Hauptbahnhof – Ragnitz Verlauf Linie 58 (**)
  • Liste der Linien der Graz Linien Krenngasse – Lustbühel Verlauf Linie 60
  • Liste der Linien der Graz Linien Berliner Ring – Krenngasse Verlauf Linie 61 (Fa. Watzke)
  • Liste der Linien der Graz Linien Puntigam – Carnerigasse Verlauf Linie 62
  • Liste der Linien der Graz Linien Puntigam – Webling (nur abends sowie sonn- und feiertags)
  • Liste der Linien der Graz Linien Hauptbahnhof – Schulzentrum St. Peter Verlauf Linie 63
  • Liste der Linien der Graz Linien Stifting – Puntigam
  • Liste der Linien der Graz Linien Stifting – Liebenau/Murpark (nur abends sowie sonn- und feiertags)
  • Liste der Linien der Graz Linien Puntigam – Wetzelsdorf
  • Liste der Linien der Graz Linien Puntigam – Kapellenwirt (nur montags bis freitags abends)
  • Liste der Linien der Graz Linien Zentralfriedhof – Zanklstraße Verlauf Linie 67
  • Liste der Linien der Graz Linien Jakominiplatz – Zanklstraße (nur abends sowie sonntags)
  • Liste der Linien der Graz Linien Schulzentrum St. Peter – Lustbühel Verlauf Linie 68 (Fa. Watzke)
  • Liste der Linien der Graz Linien St. Peter – Petri Au Verlauf Linie 69 (Fa. Watzke)
  • Liste der Linien der Graz Linien Ostbahnhof – Schulzentrum St. Peter (Fa. Watzke)
  • Liste der Linien der Graz Linien Liebenau/Murpark – Walter Percy Chrysler Platz – Schulzentrum St. Peter (Graz Linien / Watzke)
  • Liste der Linien der Graz Linien Schulzentrum St. Peter – Raaba Kreisverkehr – Pachern P+R (nur abends sowie sonntags) (Graz Linien / Watzke)
  • Liste der Linien der Graz Linien Liebenau/Murpark – Dörfla Verlauf Linie 74 (Graz Linien / Watzke)
  • Liste der Linien der Graz Linien Liebenau/Murpark – Thondorf Verlauf Linie 74E (Graz Linien / Watzke)
  • Liste der Linien der Graz Linien Liebenau/Murpark – Pachern P+R Verlauf Linie 69 (Graz Linien / Watzke)
  • Liste der Linien der Graz Linien Schulzentrum St. Peter – Grambach/Hausmannstätten (Graz Linien / Watzke)
  • Liste der Linien der Graz Linien Gedersberg Kirchweg/Pirka – Puntigam Verlauf Linie 78 (Grünerbus / Watzke)
  • Liste der Linien der Graz Linien Pirka – Seiersberg – Pirka – Gedersberg bzw. Seiersberg Mitte – Schule Puntigam (Grünerbus)
  • Liste der Linien der Graz Linien Puntigam Bahnhof – Rudersdorf – Feldkirchen Raiffeisenplatz (Fa. Watzke)
  • Liste der Linien der Graz Linien Mariagrün – Pfeifferhof – Seniorenzentrum (Fa. Gersin)
  • Liste der Linien der Graz Linien Mariagrün – Volksschule Mariagrün (Fa. Gersin)
  • Liste der Linien der Graz Linien Hauptbahnhof – Gösting Verlauf Linie 85

(*) Am 6. September 2014 wurden die Endhaltestellen der Linien 31 und 39 (Uni-ReSoWi und Wirtschaftskammer) getauscht. Die Graphiken zum Linienverlauf zeigen die alte Linienführung.

(**) Am 9. September 2017 wurde die Linie 77 eingestellt und die Linie 58 als Ersatz auf die Relation Hauptbahnhof – Ragnitz verlängert.[2]

Nachtbuslinien

Nightlines[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Nightlines der GL verkehren in den Nächten von Freitag auf Samstag, Samstag auf Sonntag sowie vor Feiertagen, jeweils um 0:30, 1:30 und 2:30 Uhr ab Jakominiplatz. Die Nachtbuslinien verkehren hauptsächlich entlang von Straßenbahnlinien oder stark ausgelasteten Buslinien.

  • N1 Gösting – Jakominiplatz – Mariatrost – P+R Fölling
  • N2 Wirtschaftskammer – Webling
  • N3 Gösting – Jakominiplatz – P+R Pachern
  • N4 Jakominiplatz – Dörfla – Hausmannstätten – Fernitz – Gössendorf
  • N5 Werndorf – Kalsdorf b. Graz – Puntigam – Jakominiplatz – Andritz – Oberandritz
  • N6 Unterpremstätten Steg – Seiersberg – Jakominiplatz – St. Peter
  • N7 Karl-Etzel-Weg – Wetzelsdorf – Jakominiplatz – Stifting – Ragnitz
  • N8 Jakominiplatz – Thondorf

Schienenersatzverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Falls eine Straßenbahnlinie wegen Bauarbeiten oder in Folge eines Unfalles nicht befahren kann, erhält der Ersatzverkehr die Liniennummer E+Liniennummer(n) der Straßenbahnlinie(n), die er ersetzt, z. B. im Frühjahr 2017 E4,5 als Ersatz für die Linien 4 und 5 zwischen Andritz und Jakominiplatz oder im Sommer 2017 E1 als Ersatz für die Linie 1 zwischen Hilmteich / Botanischer Garten und Mariatrost.

Wagenpark[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Busse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die neuen Linienbusse, die ab 1999 beschafft wurden, sind Mercedes-Benz Citaro-Modelle. Seit Ende 2004 fährt die Busflotte mit Biodiesel, Ausnahme sind vier Busse mit Erdgasantrieb und weitere vier Busse mit Elektroantrieb.

Aktuell verfügen die Verkehrsbetriebe über:

Seit 2004 sind alle Linienbusse Niederflurbusse. 2010 ging der erste serienreife Hybridbus von Volvo in eine dreijährige Testphase.[5]

Ein besonderes Angebot stellt der sogenannte „Cabrio-Bus“ dar, ein früherer Linienbus, dem das Dach abgenommen wurde, und der in den Sommermonaten für Stadtrundfahrten zu historischen Orten in Graz und für „Vollmondfahrten“ genutzt wird. Bei schlechtem Wetter dient eine Plastikplane als Schutz. Außerdem gibt es einen Infobus, der für Einsätze zu Beratungstätigkeiten gemietet werden kann.[6]

Zwischen 1. Oktober 1941 und 26. August 1967 gab es auch eine O-Bus-Strecke mit zwei Linien (O1, O2) nach Straßgang und zwischen dem 19. Jänner 1952 und dem 13. Dezember 1964 eine weitere Strecke mit zwei Linien (O3, O4) nach Liebenau/Dörfla.[7] 2007 wurde im Grazer Gemeinderat die Wiedereinführung von O-Bussen diskutiert. Eine Studie ergab, dass der Parallelbetrieb eines dritten Transportsystems aus Kostengründen für das Verkehrsunternehmen nicht sinnvoll ist.[8]

Grazer Elektrobus Nr. 8 beim Nachladen an der Ladestation Zentralfriedhof

Elektrobusse in Graz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Linie 50 (Hauptbahnhof SZentralfriedhof) wird seit dem 18. April 2017 im Probebetrieb elektrisch betrieben. Die beiden 12 Meter langen E-Busse werden dabei zusätzlich zu normalen Dieselbussen als Verstärker eingesetzt. Sie sind gut durch ihre von der restlichen Busflotte der Graz Linien abweichende Gestaltung erkennbar. Der Einsatz von Elektrobussen auf der Linie 34E begann im Dezember 2017. Dafür kommen Systeme vom bulgarischen Hersteller Chariot Motors und von der chinesischen Firma CRRC zum Einsatz.[9][10]

Ursprünglich war geplant, beide Linien bereits ab Oktober 2016 im Testbetrieb elektrisch zu betreiben. Aufgrung technischer Probleme (Lenkung, Türsteuerung, Verkabelung etc.) verzögerte sich der Einsatz im Fahrgastbetrieb um 14 (Linie 34E) bzw. 7 Monate (Linie 50).[11]

Elektrobusse sollen auch als Zubringer zu den Stadtentwicklungsgebieten Reininghaus und SmartCity fungieren.[12]

Besonderheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Straßenbahnlinie 2, die einst ringförmig um das Zentrum verkehrte, wurde im Jahr 1971 eingestellt. Der Grazer Gemeinderat möchte jedoch wieder eine solche Ringlinie zur Universität einrichten lassen.

Der Jakominiplatz ist der Innenstadt-Knotenpunkt der Verkehrsbetriebe, den alle Straßenbahnlinien passieren und von dem einige Buslinien ausgehen. Wendeschleifen, die dort 1996 errichtet wurden, erlauben nun einen Weiterbetrieb der Straßenbahn südlich der etwa für Großveranstaltungen gesperrten Herrengasse.

Von den GL wird auch die Standseilbahn auf den Schlossberg betrieben; die Nutzung erfolgt mit Fahrscheinen des steirischen Verkehrsverbundes ohne einen Extra-Tarif. Einer anderen Sparte der Holding Graz, den Freizeitbetrieben untersteht der Aufzug im Schlossberg. Für diesen müssen eigene Fahrscheine gelöst werden.

Die im Herbst 2014 eröffnete Grazer Märchenbahn im Schlossberg, Nachfolgerin der Märchengrottenbahn, wird autonom vom Kindermuseum Graz betrieben.

Gestückelter Tunnel für Bim[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Tieferlegung der Straßenbahn am Hauptbahnhof am 26. November 2012 wurde der Bahnhofgürtel auch für Kfz durchlässiger gemacht. Passagiere der Straßenbahn finden allerdings keinen niveaugleichen Anschluss an die Unterführung zu den Bahnsteigen des Bahnhofs oder zur Annenpassage mit Geschäften vor, sondern müssen für diese Ziele hinauf und wieder hinunter. Das Bauwerk kommt mit zwei relativ kurzen Untergrundpassagen aus, da es sich im Bereich der Haltestelle nach oben öffnet. Dadurch konnten hohe Kosten für Sicherheitsauflagen, die für „echte“ (= längere) Tunnels gelten, vermieden werden.

Straßenbahn ehemals auch für Gütertransport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laut einem Exkursionsführer zu historischen Wohnbauten in Graz wurde die Straßenbahnlinie 7 auch für Transporte von Schotter genutzt.[13] In einer historischen Darstellung der Einrichtungen des Landeskrankenhauses/Klinikum Graz sind Fotos der Kohleversorgung des Heizhauses des LKH zu sehen. Es sind spezielle Waggons abzweigend von der Linie 7 vom alten Eingang/Einfahrt des LKH (gegenüber ehemaligem „Schanzlwirt“) bergauf an der ehemaligen Konsulatsvilla Jugoslawiens vorbei geschoben/gezogen von zuletzt auf Linie 2 fahrenden Straßenbahnwagen mit Doppelführerstand verwendet worden. Geholt wurden diese Waggons direkt aus dem Graz-Köflacher Bahnhof (mit Kohlelager) in den Gleiskörper der Linien 1 und 7 an der Stelle der Landesstelle Graz der PVA (Sozialversicherung) westlich der sogenannten Eggenberger Unterführung und dann weiter entlang der Linie 7.

Zukunft des Straßenbahnnetzes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Derzeit wird die Linie 1 im Abschnitt Mariagrün bis Mariatrost zweigleisig ausgebaut. Bis 2023 sind folgende Erweiterungen geplant[14]:

  • Linie 1: Zweigleisiger Ausbau im Abschnitt Hilmteich bis Mariagrün
  • Verlängerung der Linie 3 oder 6 zur Smart City
  • Linie 5: Zweigleisiger Ausbau des Abschnittes Zentralfriedhof bis Brauquartier Puntigam
  • Entlastungsstrecke durch Neutorgasse und Belgiergasse zur Entlastung der Herrengasse
  • Erschließung des Stadtteiles Reininghaus mit einer neuen Linie

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans Sternhart: Straßenbahn in Graz. Verlag Josef Otto Slezak, Wien 1979, ISBN 3-900134-54-5.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Graz Linien – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. O-Bus Graz
  2. Diese Buslinien werden jetzt maßgeblich verändert.
  3. Bestandsliste Autobus - Seite 12. Abgerufen am 27. Juni 2017.
  4. Eventverkehr
  5. Geschichte der Linien (Memento des Originals vom 3. September 2011 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.gvb.at
  6. Sonderverkehr
  7. O-Bus Graz
  8. Styria mobile
  9. Graz: Elektrobus-Testphase ab Ende September
  10. Graz startet Pilotprojekt mit E-Bussen aus China
  11. Was ist da los? E-Busse dürfen nicht auf Grazer Straßen auf kleinezeitung.at
  12. Tram Ausbau - Die Linie 8 in Graz steht vor der Absage auf kleinezeitung.at
  13. http://www.firmenabc.at/projekt-kooperatives-wohnen_JfbB Marlis Nograsek, AK Wohnbau SS 2012, Exkursionsführer: Wohnqualität im Wandel der Zeit am Beispiel Graz
  14. Fünf Grazer Tram-Projekte sind auf Schiene, Bericht der Kleinen Zeitung vom 5. Februar 2018, abgerufen am 28. Mai 2018