Variobahn

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Variobahn in Helsinki (2004)
Variobahn in Sydney (2005)
Variobahn in Bergen (2010)
Variobahn der London Tramlink

Die Variobahn (auch Variotram) ist ein Niederflur-Straßenbahn-Fahrzeugtyp in Multigelenk-Ausführung mit schwebendem Mittelteil. Durch die Modularisierung ist die Variobahn in unterschiedlichen Längen, Wagenbreiten und Spurweiten, als Ein- oder Zweirichtungsfahrzeug und mit Ausrüstung nach EBO/ESBO für den Einsatz auf Eisenbahnstrecken lieferbar, wie sie im Chemnitzer Modell und bei der Oberrheinischen Eisenbahn-Gesellschaft eingesetzt wird.

Das erste Fahrzeug wurde 1993 als Prototyp gebaut und in Chemnitz als Wagennummer 601 eingesetzt.[1][2]

Der Antrieb erfolgt bei einigen Betrieben getriebelos mittels wassergekühlten Radnaben-Asynchronmotoren.

Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ursprüngliche Entwicklung geht auf ABB Henschel zurück, die 1996 in Adtranz aufging und 2001 mit Bombardier Transportation fusionierte. Stadler Pankow übernahm im Rahmen dieser Fusion nicht nur das moderne Montagewerk in Berlin-Wilhelmsruh (im Stadtbezirk Pankow), sondern erhielt auch die Lizenz zum Vertrieb und Bau der Variobahn.

ABB Henschel bzw. Adtranz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ABB Henschel entwickelte den Prototyp der Variobahn für Chemnitz, der dort ab 1993 getestet wurde. Die Serienfahrzeuge folgten in den Jahren 1998 bis 2001. Der Prototyp in Chemnitz wurde bei einer zwischenzeitlichen Revision mit einer Klimaanlage nachgerüstet, wie sie auch die Serienfahrzeuge aufweisen.

Im Design sehr ähnlich gehaltene Fahrzeuge wurden auch an die Oberrheinische Eisenbahn und nach Sydney geliefert. Ein einzelner Prototyp ging nach Duisburg, der dort jedoch nur für kurze Zeit im Linieneinsatz war. Eine Serie von 40 Fahrzeugen, die in Kooperation mit dem finnischen Hersteller Transtech gebaut wurde, ging nach Helsinki.

Bombardier[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Übernahme von Adtranz durch Bombardier wurde aus kartellrechtlichen Gründen das Produkt Variobahn abgegeben. Die Lizenz für den Vertrieb und den Bau erhielt die Stadler Pankow GmbH. Die Variobahn durfte von Bombardier nicht mehr aktiv vermarktet werden. Bei allen nach 2001 erfolgten Lieferungen von Bombardier handelt es sich um Optionseinlösungen, die im Rahmen von Bestellungen bei der damaligen Adtranz vereinbart worden waren.

Stadler Rail[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2000 sollte das moderne Montagewerk in Pankow nach nur vier Jahren Betriebszeit geschlossen werden. Um den Standort und das vorhandene Know-How zu erhalten, wurde ein Joint Venture zwischen Adtranz und Stadler gegründet, welches im Rahmen der Übernahme von Adtranz durch Bombardier im Jahr 2001 wieder aufgelöst wurde. Stadler Rail übernahm das Werk zu 100 %. Mit dieser hundertprozentigen Übernahme wurden einige Lizenzvereinbarungen getroffen – dies betraf auch die Variobahn.

Seit 2001 wird die Variobahn von der Stadler Pankow GmbH konstruiert, entwickelt und gebaut. Auch die Vermarktung des erfolgreichen Straßenbahn-Fahrzeugtyps liegt allein bei Stadler. Der Erfolg der Variobahn stellte sich im Jahr 2005 ein. Die ersten Aufträge aus den Städten Bochum, Nürnberg und München füllten die Auftragsbücher. Graz, Mainz und Potsdam folgten.

Die Firma Stadler übernahm das Konzept und entwickelte ein neues Design. Dafür erhielt sie im Jahr 2006, mit dem Auftrag für die Bogestra, auch den Design Award.

Betreiber und Einsatzgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chemnitz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Prototyp der Variobahn in Chemnitz

Neben dem Prototyp mit Fahrzeugnummer 601 betreibt die Chemnitzer Verkehrs AG noch 13 weitere Einrichtungswagen (Typ 6NGT-LDE, Betriebsnr. 601–614) sowie zehn Zweirichtungswagen (Typ 6NGT-LDZ, Nr. 901–910).[3] Die City-Bahn Chemnitz besitzt sechs Wagen vom Typ NGT6-LDZ (Nr. 411–416), die bei der CVAG gewartet werden. Die Wagen der City-Bahn sind mit Kompromissradreifen für den Betrieb auf Straßen- und Eisenbahnoberbau, Zugbeeinflussung (Indusi I60R), Zugfunk und einem Signalhorn ausgestattet. Außerdem erreichen sie mit 80 km/h eine um 10 km/h höhere Maximalgeschwindigkeit im Vergleich zu den normalen Stadtbahn-Wagen.[4]

Rhein-Neckar[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

V6[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

OEG-Variobahn der ersten Serie in Mannheim (1996)

Die ersten Variobahnen im Verkehrsgebiet Rhein-Neckar beschaffte die Oberrheinische Eisenbahn (OEG) ab 1996. Es erhielt die damals noch eigenständige Oberrheinische Eisenbahn Gesellschaft (OEG) sechs fünfteilige Zweirichtungsfahrzeuge für den Verkehr im Städtedreieck Mannheim/Heidelberg/Weinheim mit den Wagennummern 117–122, betriebliche Bezeichnung V6. Sie sind im Außendesign den Chemnitzer Fahrzeugen sehr ähnlich, unterscheiden sich von diesen aber durch die Spurweite (1000 mm), die geringere Fahrzeugbreite (2,5 Meter) und die Anwendung durchgehender Achsen in den Antriebsfahrgestellen. Diese Fahrzeuge kommen heute auf der RNV-Linie 5 sowie auf den Streckenabschnitten zwischen Mannheim Hauptbahnhof und MA-Neuhermsheim/MA-Neuostheim und gelegentlich zwischen MA-Käfertal und Heddesheim zum Einsatz.

Rhein-Neckar-Variobahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Rhein-Neckar-Variobahn
Rhein-Neckar-Variobahn der VBL in Ludwigshafen (2003)

Im Jahr 1998 unternahmen die damals noch selbständigen Verkehrsbetriebe von Mannheim (MVV Verkehr AG), Ludwigshafen (VBL), Oberrheinische Eisenbahn (OEG) und Heidelberg (HSB) den Vorstoß zur Beschaffung eines gemeinsamen Fahrzeugtyps. Die gemeinsam bestellten Wagen tragen den Namen Rhein-Neckar-Variobahn, das Außendesign wurde neu entworfen. Sie gliedern sich in vier Varianten durch unterschiedliche Wagenlängen (fünfteilig oder siebenteilig) und die Ausführung als Ein- und Zweirichtungswagen.

Die HSB erhielt ab 2003 acht siebenteilige, knapp 40 Meter lange Zweirichtungswagen (betriebliche Bezeichnung RNV8ZR, Wagennummern 273–280), die MVV Verkehr AG zehn siebenteilige Einrichtungsfahrzeuge von ca. 42 Metern Länge (RNV8ER, Wagennummern 701–710), die Verkehrsbetriebe Ludwigshafen am Rhein GmbH acht fünfteilige Einrichtungsfahrzeuge von ca. 30,5 Metern Länge (RNV6ER, Wagennummern 215–222), die OEG zehn fünfteilige, 30,5 Meter lange Zweirichtungswagen (RNV6ZR, Wagennummern 123–132).

Drei weitere RNV8ER (Nr. 711–713) sowie drei RNV6ZR (Nr. 761–763) für die MVV entstammen der ersten Optionslieferung und wurden im Mai 2007 in Betrieb genommen,[5][6] ebenso zehn weitere RNV6ZR (Wagennummern 133–142) für die OEG.

Ab Dezember 2009 wurden in Heidelberg weitere acht bereits von der RNV beschaffte Variobahnen aus der zweiten Optionslieferung (Wagennummern 3281–3288) mit dem Energiespeicher-System MITRAC Energy Saver in Betrieb genommen.[7] Ebenfalls aus dieser Lieferung stammen drei RNV8ER (Nr. 5714–5716) für Mannheim und acht RNV6ZR (Wagennummern 4143–4150) für die OEG, die ebenfalls mit Energy Savern ausgerüstet sind.[8]

Als dritte und letzte Optionslieferung wurden zwischen Januar und Juli 2013 zwölf weitere RNV6ZR für die OEG geliefert (Wagennummern 4151–4162).

Bochum/Gelsenkirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG (Bogestra) kaufte dreißig Fahrzeuge. Am 5. März 2008 lieferte Stadler Rail die erste der 30 Variobahnen für die Bogestra an die Betriebswerkstatt Engelsburg (Bochum) aus; im Dezember 2011 wurde der letzte dieser dreißig Triebwagen ausgeliefert.[9] Zudem wurde eine Option auf 15 weitere Fahrzeuge eingelöst, deren Auslieferung 2013 begann.[10] Nach wiederholten Problemen mit den Wagen vom Typ NF6D entschloss sich die Bogestra im März 2015, kurzfristig 42 Neufahrzeuge zur vorzeitigen Ersatzbeschaffung dieser Bahnen auszuschreiben. Die Ausschreibung enthielt auch eine Option über acht zusätzliche Fahrzeuge.[11] Im Juli 2015 wurde mitgeteilt, dass auf Grund dieser Ausschreibung ebenfalls Variobahnen von Stadler beschafft werden. Die ersten acht Fahrzeuge sollen in der zweiten Jahreshälfte 2016 ausgeliefert werden.[12]

Nürnberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An die VAG Nürnberg wurden insgesamt acht Fahrzeuge geliefert. Wie auch in München mussten die Fahrzeuge allerdings wegen Zulassungsproblemen wieder aus dem Betrieb genommen werden. Mittlerweile sind sie wieder im Einsatz[13]

München[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Variobahn-Wagen 2302 in München (2012)

Die MVG München hat bislang insgesamt 14 Fahrzeuge bestellt. Der erste Münchner Wagen Nr. 2301 wurde im September 2008 auf der Fachmesse InnoTrans in Berlin präsentiert und sollte noch im gleichen Jahr geliefert werden. Der Variobahn-Wagen erreichte München jedoch erst am 11. März 2009.[14] Am 19. März 2009 wurde der als S 1.4 bezeichnete Zug vom Münchner Oberbürgermeister Christian Ude der Öffentlichkeit vorgestellt. Am 19. Juli 2010 gingen die Fahrzeuge wegen fehlender Zulassung bis auf weiteres außer Betrieb.[15] Zum Fahrplanwechsel Dezember 2011 erteilte die Regierung von Oberbayern kurzfristig eine vorläufige Betriebsgenehmigung.[16] Aufgrund von technischen Problemen an den Rädern mussten die Züge bereits im März 2012 wieder außer Betrieb genommen werden. Die Gummikörper zwischen Radreifen und Radscheibe weisen bei allen Bahnen Risse auf und gelten als Serienschaden.[17][18] Die MVG plant daher eine Option für weitere Bestellungen nicht zu nutzen.[19][20] Eine vorläufige Betriebserlaubnis wurde bis zum 31. Mai 2013 erteilt.[21]

Zur Erprobung wurde von der MVG eine der 14 bestellten Variobahn-Wagen mit zusätzlichem Energiespeicher bestellt, die bis 2010 ausgeliefert wurde. Mit diesem Speicher soll es möglich sein, eine Distanz von 900–1000 Metern ohne Oberleitung zurückzulegen. Dies soll den Bau der Nordtangente durch den Englischen Garten ohne Installation einer Oberleitung ermöglichen.[22] Allerdings kann ohne die Betriebserlaubnis für die Variobahnen auch kein Testbetrieb stattfinden, bei dem es insbesondere auch um die starken Steigungen in dem Abschnitt der Nordtangente geht.[23] Ein Akku-Betrieb auf ebener Strecke über 18,98 km wurde am 23. Mai 2011 bei Velten erfolgreich absolviert[24], der Weltrekord bestätigt.[25]

Mitte Dezember 2014 hat die MVG sieben von insgesamt 13 Variobahnen wegen Rissen an Schweißnähten erneut aus dem Betrieb nehmen müssen. Später zeigte sich, dass auch an den sechs anderen Bahnen die Nähte ausgebessert werden müssen.[26]

Graz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Variobahn-Wagen in Graz (2011)

2007 konnte auch die Stadt Graz durch die Holding Graz Linien als neuer Kunde gewonnen werden. Bis zum Jahre 2015 sollen nach Graz insgesamt 45 Variobahn-Wagen in mehreren Tranchen geliefert werden. Derzeit sind sechs Variobahnen in Graz im Einsatz. Dabei sind Probleme hinsichtlich deutlich höherer Erschütterungen und Schallemissionen gegenüber den bisherigen Straßenbahngarnituren der Grazer Linien aufgetreten, welche seit Beginn 2011 gemeinsam mit dem Lieferanten Stadler untersucht wurden.[27] Als Ergebnis der Untersuchung wurden folgende Maßnahmen zur Senkung des Vibrations- und Geräuschpegels beschlossen: Weichere Primär- und Sekundärfedern im Lauffahrwerk, neue Räder mit weicherer Dämpfungscharakteristik und einem neuen Tilgersystem in Form dynamischer Dämpferelemente sowie Austausch der Metallelemente der Anlenkung gegen Polyurethan-Elemente. Das erste derart nachgebesserte Fahrzeug wird bis Frühjahr 2012 erprobt, bei Bewährung werden alle Grazer Variobahn-Wagen entsprechend umgerüstet bzw. geändert ausgeliefert.[28]

Potsdam[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Variobahn-Wagen in Potsdam (2011)

Der Aufsichtsrat der ViP Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH entschied sich im Oktober 2008 zum Kauf vom 18 Variobahn-Wagen. Beginnend im ersten Halbjahr 2011 wurden zunächst zehn Fahrzeuge geliefert, für die restlichen acht Fahrzeuge besaß die ViP eine Option.[29] Das erste Fahrzeug wurde am 13. Mai 2011 bei einem feierlichen „Roll-In“ übernommen.[30] Die Option für das nächste Los von vier weiteren Fahrzeugen löste die ViP im Sommer 2011 fristgerecht ein. Der Abruf des noch fehlenden Loses von weiteren vier Fahrzeugen wurde am 26. Januar 2012 durch ViP-Geschäftsführer Martin Grießner angekündigt.[31] Letztendlich wurde Mitte November 2014 die letzte der insgesamt 18 Bahnen an die ViP ausgeliefert.[32]

Im Mai 2012 trat an vier der zu diesem Zeitpunkt sieben Potsdamer Variobahnen derselbe Serienschaden auf wie wenige Monate zuvor bei den Münchner Variobahnen, der zu Rissen in Gummikörpern der Räder führte. Anders als in München konnten die Bahnen weiterfahren. Es wurde festgelegt, dass alle 5000 km oder rund vier Wochen eine Sichtprüfung durchzuführen war und bei zu großen Rissen ein Radaustausch zu erfolgen hatte, was pro Bahn etwa einen Tag dauerte.[33]

2013 trat ein Kupplungsschaden bei 8 der 10 gelieferten Fahrzeuge auf, der dazu führte, dass alle Kupplungsanlagen überarbeitet werden mussten.[34]

Ein bisher nur in Potsdam aufgetretener Fehler, der zu einer Entgleisungsgefahr führte, wurde bei einer Routinekontrolle im Januar 2014 an 13 der damals 14 ausgelieferten Variobahnen festgestellt. Durch eine Toleranzunterschreitung bestand zu wenig Spiel zwischen Rad und Schiene, Probleme bestanden vor allem an den nicht angetriebenen Achsen. Alle fehlerhaften Bahnen wurden umgehend aus dem Verkehr gezogen, nur das jüngste Exemplar war nicht betroffen.[34][35] Später stellte sich heraus, dass es sich um eine geringe Radschrägstellung handelte, so dass zwei gegenüberliegende Räder eine leichte V-förmige Stellung zueinander besaßen. Nach einer Neuprofilierung der Räder in der ViP-Werkstatt konnten die betroffenen Bahnen wieder für den Linienverkehr eingesetzt werden. Zusätzlich wurde ein stark verkürzter Inspektionsrhythmus von 1000 km (etwa 3 Tage) festgelegt.[36]

Mainz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Vertrag zwischen Stadler Rail und der Mainzer Verkehrsgesellschaft sah die Lieferung von neun Fahrzeugen ab September 2011 vor. Eine Option auf weitere Fahrzeuge sollte bei einer Realisierung der geplanten Netzerweiterung zum Tragen kommen. Die Bestellung erfolgte in Kooperation mit den Grazer Linien, hierdurch konnten sich die Mainzer einen Preisvorteil sichern, der erst die Neuanschaffung möglich machte.[37] Das erste Fahrzeug erreichte in der Nacht vom 8. auf den 9. September 2011 den Betriebshof der Mainzer Verkehrsgesellschaft. Es ist seit dem 19. Dezember 2011 im Linieneinsatz.[38] Die Mainzer Verkehrsgesellschaft hat die Option auf 10 weitere Variobahnen eingelöst. Die Auslieferung der Optionsfahrzeuge begann Ende Oktober 2015.[39]

London[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 18. August 2011 gab Transport for London die Vertragsunterzeichnung im Wert von 16,3 Millionen Pfund über 6 Variobahn-Fahrzeuge für das Stadtbahnnetz Tramlink Croydon im Süden der Stadt bekannt. Die 32 m langen Fahrzeuge entsprechen denen der Stadtbahn Bergen. Das erste Fahrzeug soll Anfang 2012 geliefert werden und im Frühjahr in Betrieb gehen.[40] Die ersten drei Garnituren werden von einer eingelösten Option für Bergen abgezweigt.

Typenüberblick[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Betreiber
Ort Land Hersteller
Baujahr
Fzg-Nr. Anz.
Typ*1
Spur
mm
Länge
in m
Breite
in m
Strom
V DC
NF*2 Werk Sonstiges
CVAG Chemnitz Deutschland ABB
Henschel/
Adtranz
1993
1999/2000
1998–2000
601
602–614
901–910
24 ER
ER
ZR
1.435 31,38 2,65 600 100 % Wilhelmsruh (601), Bautzen 601 Prototyp
Achsfolge:
Bo+2+Bo
City Bahn Chemnitz Deutschland Adtranz 2001 411–416 6 ZR 1.435 31,38 2,65 600/750 100 % Bautzen EBO-tauglich
RNV (ehem. HSB) Heidelberg Deutschland Bombardier
Bombardier
2002/2003
2009/2010
3273–3280
3281–3288
16 ZR 1.000 39,42 2,4 750 70 % Bautzen
RNV (ehem. VBL)[41] Ludwigshafen Deutschland Bombardier 2003 2215–2222 8 ER 1.000 30,53 2,4 750 70 % Bautzen
RNV (ehem. MVV) Mannheim Deutschland Bombardier
Bombardier
Bombardier
Bombardier
2002/2003
2007
2010
2007
5701–5710
5711–5713
5714–5716
5761–5763
19 ER
ER
ER
ZR
1.000 42,78
42,78
42,78
30,53
2,4 750 70 % Bautzen ESBO-tauglich
RNV (ehem. OEG)[42] Mannheim Deutschland Adtranz
Bombardier
Bombardier
Bombardier
Bombardier
Bombardier
1996
2002
2006
2010
2010
2013
4117–4122
4123–4132
4133–4142
4143–4148
4150, 4349
4151–4162
46 ZR 1.000 32,20
30,53
30,53
30,53
30,53
30,53
2,5
2,4
2,4
2,4
2,4
2,4
750 70 % Bautzen ESBO-tauglich;
4349 Fahrschulwagen
in Bombardier-Eigentum
Metro
Light Rail[43]
Sydney Australien Adtranz 1997 2101–2107 7 ZR 1.435 29 2,7 750 300 mm, 100 % Dande-
nong
DVG Duisburg Deutschland Adtranz 1996 2000 1 ZR 1.435 2,3 100 % nur 1 Fz. beschafft
HKL[44] Helsinki Finnland Adtranz
Transtech
1999–2003 201–240 40 ER 1.000 24,4 2,3 600 100 % Otanmäki
Bogestra Bochum und Gelsenkirchen Deutschland Stadler 2008–2011
2013–2015
2016-
501–530
531–545
 
30
15
42
ZR 1.000 29,62 2,3 600/750 350 mm, 100 % Pankow Option auf 8 St.
VAG[45] Nürnberg Deutschland Stadler 2007–2009 1201–1208 8 ER 1.435 33,94 2,3 600 350 mm, 100 % Pankow
MVG München Deutschland Stadler 2008–2011 2301–2304
2311–2320
14 ER 1.435 33,94 2,3 750 100 % Pankow Option auf 8 St.
Holding Graz Linien Graz Österreich Stadler 2009– 201– 45 ER 1.435 27,468 2,3 600 350 mm, 100 % Pankow
Bybanen Bergen Norwegen Stadler 2009/2010
2011–2012
201–212
213–217
12
5
ZR 1.435 32,18 2,65 750 350 mm, 100 % Pankow Option auf 15 St.
ViP[46] Potsdam Deutschland Stadler ab 2011 421–438 18 ER 1.435 29,62 2,3 600 350 mm, 100 % Pankow
MVG Mainz Deutschland Stadler 2011–2012
2015–2016
217–225
227–236
19 ER 1.000 30,068 2,3 600 350 mm, 100 % Pankow
TfL London Großbritannien Stadler ab 2011 2554– 6 ZR 1.435 32,37 2,65 750 385 mm, 100 % Pankow Option auf 8 St.
*1 Fahrzeugtyp: ER = Einrichtungs-Fahrzeug, ZR = Zweirichtungs-Fahrzeug
*2 Niederfluranteil

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Martin Pabst: Straßenbahn- und Stadtbahnfahrzeuge, GeraMond-Verlag, 2007, ISBN 978-3-7654-7371-5
  2. Informationsblatt der CVAG Chemnitz von 1993: Vorderseite und Rückseite (PDF)
  3. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVariobahn Chemnitz. CVAG, abgerufen am 2. Februar 2010.
  4. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatDie Variobahn NGT6-LDZ. City-Bahn, abgerufen am 2. Februar 2010.
  5. Pressemitteilung RNV, 27. Juli 2006: Die Fahrzeugflotte mit Niederflurkomfort auf Erweiterungskurs
  6. Pressemitteilung RNV, 14. Juni 2007: Neue Fahrzeugfamilie bietet mehr Komfort für ÖPNV-Kunden
  7. Pressemitteilung Bombardier, 18. Dezember 2009: Neue Bombardier Straßenbahnen der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH gehen mit innovativem Energiespeicher an den Start
  8. Pressemitteilung RNV, 21. Dezember 2009: Erste RNV-Energiespeicherbahnen gehen in den Einsatz
  9. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatErste Serie komplett – 30. Variobahn bei BOGESTRA eingetroffen. Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG, 8. Dezember 2011, abgerufen am 29. Dezember 2011.
  10. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatBogestra löst Option auf 15 Variobahnen ein. Eisenbahnjournal Zughalt.de, 24. Juni 2010, abgerufen am 19. Juli 2010.
  11. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatLieferauftrag über 42+8 Straßenbahnfahrzeuge. TED.europa.eu, 18. März 2015, abgerufen am 26. Juli 2015.
  12. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatAktuelles zur Ersatzbeschaffung für NF6D-Straßenbahnen. Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG, 24. Juli 2015, abgerufen am 26. Juli 2015.
  13. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatAuch Nürnberg nimmt die Variobahn aus dem Verkehr. Eisenbahnjournal Zughalt.de, 21. Juli 2010, abgerufen am 23. Juli 2010.
  14. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatDie Variobahn ist in München. Tramgeschichten, 11. März 2009, abgerufen am 12. März 2009.
  15. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatMünchen: Variobahnen gehen vorübergehend aus dem Betrieb. Eisenbahnjournal Zughalt.de, 18. Juli 2010, abgerufen am 19. Juli 2010.
  16. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatVariobahn offenbar kurz vor der Zulassung. MVG, 9. Dezember 2011, abgerufen am 29. Mai 2012 (PDF; 52 kB).
  17. Zurück aufs Abstellgleis. In: Süddeutsche Zeitung. 27. März 2012, abgerufen am 24. September 2012.
  18. MVG-Fahrplan 2013: Volle Kraft voraus! 5. September 2012, abgerufen am 24. September 2012.
  19. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatVariobahn: Herstellerfirma Stadler wegen Serienschaden in der Pflicht. MVG, 26. März 2012, archiviert vom Original am 17. Oktober 2013, abgerufen am 29. Mai 2012 (PDF; 53 kB).
  20. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatProbleme bei der MVG – Gesucht: gebrauchte Trambahnen. Süddeutsche Zeitung, 29. Mai 2012, abgerufen am 29. Mai 2012.
  21. Variobahn: Vorläufige Zulassung verlängert. 31. August 2012, abgerufen am 24. September 2012.
  22. Die Akku-Alternative. In: Süddeutsche Zeitung. 23. Mai 2011, abgerufen am 24. September 2012.
  23. Neue Tramzüge stehen ungenutzt im Depot. In: Süddeutsche Zeitung. 4. November 2010, abgerufen am 24. September 2012.
  24. Variobahn 2301 auf Weltrekordfahrt. 25. Mai 2011, abgerufen am 24. September 2012.
  25. Neuer Guinness-Weltrekord Titel: Stadler Variobahn fährt Weltrekord mit Batterie. 16. August 2011, abgerufen am 24. September 2012.
  26. München hat zu wenige Trambahnen. 7. Januar 2015, abgerufen am 8. Januar 2015.
  27. Kleine Zeitung, 7. März 2011: www.kleinezeitung.at
  28. Eisenbahn Österreich, 12/2011, Seite 612: Stadler-Probleme in Österreich vor der Lösung?
  29. Potsdam bestellt 19 Straßenbahnen bei Stadler. In: Potsdamer Neueste Nachrichten. 20. Januar 2009, abgerufen am 28. April 2015.
  30. Pressemitteilungen: „Roll-in“ für die erste Variobahn in Potsdam. Stadtwerke Potsdam, 13. Mai 2011, abgerufen am 28. April 2015.
  31. Rainer Schüler: ViP stockt auf 18 Vario-Bahnen auf. Fazit nach vier Monaten Testbetrieb: Alles läuft bestens / Nachrüstung lediglich bei den Stehplatzgriffen. In: Märkische Allgemeine. 27. Januar 2012, archiviert vom Original am 4. August 2012, abgerufen am 28. April 2015.
  32. Carola Hein: Letzte von 18 Vario-Bahnen in Dienst gestellt. In: Märkische Allgemeine. 24. November 2014, abgerufen am 28. April 2015.
  33. Sabine Schicketanz: Potsdam: Serienschaden bei der Variobahn: Risse in Radgummis. In: Potsdamer Neueste Nachrichten. 31. Mai 2012, abgerufen am 3. Mai 2015.
  34. a b Marco Zschieck: Tram-Krise: Hoffen auf ein schnelles Ende. In: Potsdamer Neueste Nachrichten. 25. Januar 2014, abgerufen am 3. Mai 2015.
  35. Nadine Fabian: Variobahnen in Potsdam stillgelegt. In: Märkische Allgemeine. 24. Januar 2014, abgerufen am 3. Mai 2015.
  36. Rainer Schüler: Weiter Unklarheit über Vario-Trams. In: Märkische Allgemeine. 5. Februar 2014, abgerufen am 3. Mai 2015.
  37. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatNeue Straßenbahnen bieten mehr Komfort. Mainzer Allgemeine Zeitung, abgerufen am 26. Dezember 2009.
  38. Pressemitteilung der Mainzer Verkehrsgesellschaft
  39. Erste echte Mainzelbahn ist da – Pressemitteilung der Mainzer Verkehrsgesellschaft
  40. Transport for London – Tramlink to aid regeneration of Croydon Abgerufen am 21. August 2011.
  41. Fahrzeugliste VBL
  42. Fahrzeugliste MVV OEG AG
  43. Light Rail Tech Sheet (PDF; 349 kB)
  44. Datenblatt Variobahn Helsinki auf der Seite der Finnish Tramway Society
  45. VAG Unternehmen / Fahrzeuge / Straßenbahn
  46. Stefan Klotz: Niederflurstraßenbahn Typ Variobahn für die Verkehrsbetriebe Potsdam VIP. Stadtwerke Potsdam GmbH, 30. Januar 2009, abgerufen am 15. Dezember 2011 (PDF (143,86 KB)).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Variobahn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien