Iriomote-Ishigaki-Nationalpark

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Iriomote-Ishigaki-Nationalpark

IUCN-Kategorie II – National Park

Mangrovenwald auf der Insel Iriomote-jima

Mangrovenwald auf der Insel Iriomote-jima

Lage Yaeyama-Inseln, Okinawa, Japan
Fläche 1.221,5 km²
WDPA-ID 747
Geographische Lage 24° 19′ N, 123° 53′ OKoordinaten: 24° 19′ 12″ N, 123° 52′ 48″ O
Iriomote-Ishigaki-Nationalpark (Präfektur Okinawa)
Iriomote-Ishigaki-Nationalpark
Einrichtungsdatum 15. Mai 1972
Verwaltung Japanisches Umweltministerium

Der Iriomote-Ishigaki-Nationalpark (jap. 西表石垣国立公園, Iriomote-Ishigaki Kokuritsu Kōen) ist ein japanischer Nationalpark in der Präfektur Okinawa im Ostchinesischen Meer. Der Park wurde am 15. Mai 1972 als Iriomote-Nationalpark gegründet und 2007 um die Ishigaki-jima Inselregion erweitert, sodass er inzwischen in Iriomote-Ishigaki-Nationalpark umgetauft wurde.

Parkgebiet[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Luftbild der Yaeyama-Inseln mit den Hauptinseln Iriomote-jima im Westen und Ishigaki-jima im Osten

Der Großteil der Landfläche liegt auf den beiden namensgebenden Hauptinseln Iriomote-jima im Westen und Ishigaki-jima im Osten, die zu den Yaeyama-Inseln gehören. Zusätzlich sind in den Park noch die kleineren Inseln Kuroshima, Kohama-jima und Taketomi-jima eingeschlossen, die sich im Bereich der Sekiseishoko-Lagune zwischen beiden Hauptinseln befinden, sowie die Inseln Hateruma-jima und Nakanougan-jima im Süden. Nach einer größeren Erweiterung zum 15. April 2016 umfasst der Park eine Gesamtfläche von 122.150 ha, davon 40.653 ha Land- und 81.497 ha Meeresfläche.[1]

Landmarken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tier- und Pflanzenwelt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als südlichster der japanischen Nationalparks liegt der Iriomote-Ishigaki-Nationalpark bereits in der subtropischen Klimazone und umfasst schützenswerte Korallenriffe und Regenwälder sowie den größten Mangrovenwald Japans. Die vielseitige Natur bietet Lebensraum für unterschiedlichste Tierarten. So ist die zu 80 % mit dichtem Regenwald bedeckte Insel Iriomote beispielsweise die kleinste Insel der Welt, auf der Wildkatzen leben (Iriomote-Katze). Die nur auf dieser Insel vorkommende Unterart der Bengalkatze ist mit noch ca. 100 erwachsenen Tieren als gefährdet eingestuft. Die südlichen Ryūkyū-Inseln sind auch Lebensraum für die seltene Greifvogelart Spilornis cheela perplexus (Schlangenweihe).[3][2]

Auf den Wasserflächen des Nationalparks bieten die Korallenriffe der Sekiseishoko-Lagune eine Artenvielfalt, die mit über 360 verifizierten Korallenarten sogar mit dem Great Barrier Reef (ca. 360 Stein- und 80 Weichkorallenarten) vergleichbar ist. Doch wie dort geht auch hier diese Vielfalt inzwischen zurück, da beide Riffe aufgrund steigender Wassertemperaturen stark von Korallenbleiche betroffen sind[4].

Aus diesen und anderen Gründen wurde die Insel Iriomote-jima daher zuletzt gemeinsam mit den weiter nordöstlich gelegenen Inseln Amami-Oshima, Tokunoshima und dem nördlichen Teil Okinawas als Kandidat für den Status Weltnaturerbe vom japanischen Umweltministerium dem Welterbekomitee der UNESCO vorgeschlagen[5]. Bei erfolgreicher Nominierung wäre dies das fünfte Gebiet innerhalb Japans, das als Welterbe ausgezeichnet wird (Stand: Juli 2017).

Schutzmaßnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gegenmaßnahmen zu invasiven Tierarten, insbesondere der Aga-Kröte und des Grünen Leguans
  • Initiativen wie Geschwindigkeitsbegrenzungen auf den Inseln
  • Behandlung kranker und verwundeter Tiere
  • Fortlaufende ökologische Studien

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. 西表石垣国立公園の大規模拡張について. Umweltministerium Japans, 14. April 2016, abgerufen am 3. September 2017 (japanisch).
  2. a b c Guide of Highlights auf www.env.go.jp. Umweltministerium Japans, abgerufen am 17. Oktober 2017 (englisch).
  3. Verbreitungsgebiet und Einzelsichtungen des Spilornis cheela ssp. perplexus. Abgerufen am 14. Oktober 2017.
  4. Japans größtes Korallenriff stirbt ab. In: Spiegel Online. Abgerufen am 10. Oktober 2017.
  5. Bewerbung um Weltnaturerbe-Status der UNESCO. Japanisches Umweltministerium, Japan Environment Quaterly (JEQ), abgerufen am 25. Juli 2017 (englisch).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Iriomote-Ishigaki Nationalpark – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien