Jürgen Stars

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Jürgen Stars
Personalia
Geburtstag 24. Juni 1948
Position Torhüter
Junioren
Jahre Station
1956–1965 TSV Schlutup
1965–1967 TSV Kücknitz
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1967–1971 Phönix Lübeck
1971–1977 SV Röchling Völklingen 137 (0)
1977–1980 Hamburger SV 2 (0)
1980–1981 VfR Bürstadt 25 (0)
1981–1982 Hamburger SV
1981 Calgary Boomers
1982–1984 Tampa Bay Rowdies
1984 Tulsa Roughnecks
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

Jürgen Stars (* 24. Juni 1948) ist ein ehemaliger deutscher Fußballtorwart.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beim Lübecker Amateurverein TSV Schlutup begann mit acht Jahren die fußballerische Laufbahn des Schülers Jürgen Stars. Ab 1965 schlossen sich zwei Jahre beim TSV Kücknitz an. Zur Runde 1967/68 wurde er von Trainer Reinhold Ertel zum Regionalligaaufsteiger Phönix Lübeck geholt. Am vierten Spieltag, den 3. September 1967, debütierte der junge Torhüter beim Auswärtsspiel gegen den VfL Wolfsburg in der Fußball-Regionalliga Nord. Peter Nogly spielte bei der 0:3-Niederlage als linker Verbinder im Sturm von Phönix. Mit der Mannschaft vom Stadion an der Travemünder Allee belegte Stars 1968 und 1969 jeweils den sechsten Rang. Während dreier Jahre beim Bundesgrenzschutz gewann er mit der deutschen Polizeiauswahl die Europameisterschaft. Nach seiner vierten Saison bei Phönix schloss er sich Röchling Völklingen in der Regionalliga Südwest an. Der Wechsel in das Saarland hatte auch mit der beruflichen Perspektive zu tun. Beim Stahlwerk Röchling-Burbach war er in der Lehrwerkstätte als Maschinenschlosserausbilder tätig und bildete sich später zum Techniker weiter. Stars spielte ab 1971 beim SV Röchling Völklingen, zunächst in der Regionalliga Südwest und ab 1974 in der 2. Bundesliga Süd. Unter Trainer Helmuth Johannsen zog Völklingen zweimal als Südwestvizemeister 1972 und 1973 in die Bundesligaaufstiegsrunde ein. In der Runde 1972/73 kassierte die Röchling-Abwehr in 30 Ligaspielen lediglich 19 Gegentore. Stars absolvierte alle 16 Spiele in den zwei Aufstiegsrunden zur Fußball-Bundesliga. Gegen die Klasse von Kickers Offenbach und Rot-Weiss Essen konnte Völklingen aber auch nicht mit einem guten Torhüter konkurrieren. In den drei Zweitligajahren von 1974 bis 1977 war er weiterhin Stammtorhüter bei Völklingen und hütete in 112 Ligaspielen das Tor der Saarländer. Danach spielte er von 1977/78 – weitere Neuzugänge beim HSV waren Kevin Keegan und Ivan Buljan – bis 1980 beim Erstligisten Hamburger SV, bestritt dabei zwei Bundesligaspiele und wurde 1979 Deutscher Meister. Zu seinen zwei Erstligaspielen kam er 1979/80 als Vertreter von Rudi Kargus.

1980 wechselte Stars zum Zweitligisten VfR Bürstadt. Für die Hessen absolvierte er unter Trainer Lothar Kleim 25 Zweitligaspiele und rangierte mit dem VfR am Rundenende auf dem 13. Tabellenplatz. Da es aber die letzte Runde der zweistaffeligen 2. Bundesliga war, gehörte Bürstadt zur Debütrunde der eingleisigen 2. Liga 1981/82 der Amateur-Oberliga Hessen an. Im darauffolgenden Jahr kehrte er zum HSV zurück, mit dem er 1982 als Ersatztorhüter hinter Uli Stein zum zweiten Mal deutscher Meister wurde. Stars war auch in der US-Soccer-Liga bei den Vereinen Calgary Boomers, Tampa Bay Rowdys und Tulsa Rougnecks im Einsatz. In Deutschland beendete er bei Altona 93 und dem VfL Pinneberg seine Vereinskarriere. Neben Namen wie Franz Beckenbauer, Wolfgang Kleff, Wolfgang Overath und Uwe Seeler nahm Stars 1988 in Sao Paulo an der „Oldie-WM“ teil.

Titel und Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Röchling Völklingen

Hamburger SV

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • B. F. Hoffmann: Das große Lexikon der Bundesligatorhüter. Mehr als 300 Biographien – von den Anfängen bis zur Gegenwart. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2003, ISBN 3-89602-526-0.
  • Matthias Weinrich: Zweitliga-Almanach. Alle Spieler. Alle Vereine. Alle Ergebnisse. AGON Sportverlag, Kassel 2001, ISBN 3-89784-190-8.
  • Ulrich Homann (Hrsg.): Höllenglut an Himmelfahrt. Die Geschichte der Aufstiegsrunden zur Fußballbundesliga 1963–1974. Klartext, Essen 1990, ISBN 3-88474-346-5.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]