Jan Matura

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Jan Matura Nordische Kombination Skispringen
Jan Matura (2014)
Nation TschechienTschechien Tschechien
Geburtstag 29. Januar 1980
Geburtsort Český KrumlovTschechoslowakeiTschechoslowakei ČSSR
Beruf Sportlehrer
Karriere
Disziplin Nordische Kombination
Skispringen
Verein LSK Lomnice nad Popelkou
Dukla Liberec
Pers. Bestweite 224,5 m (Vikersund 2013)
Status zurückgetreten
Karriereende 2017
Nordische Kombination

Debüt im Weltcup 3. Januar 1999
Gesamtweltcup 36. (1998/99)
Skispringen

Debüt im Weltcup 04. Januar 2002
Weltcupsiege 02
Gesamtweltcup 10. (2012/13)
Skiflug-Weltcup 06. (2012/13)
Nordic Tournament 31. (2006)
Vierschanzentournee 19. (2012/13)
Sommer-Grand-Prix 06. (2005)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Skispringen 2 0 0
 Skifliegen 0 1 1
 

Jan Matura (* 29. Januar 1980 in Český Krumlov) ist ein ehemaliger tschechischer Skisportler, der zuerst in der Nordischen Kombination und anschließend im Skispringen aktiv war. Er ist Sportlehrer und startete für Dukla Liberec. 2012 gewann er die Sommerwertung des Continental Cups.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nordische Kombination[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Schonach debütierte Jan Matura 1999 im Weltcup der Nordischen Kombination. Bis 2001 nahm er an zehn Weltcups teil, konnte aber seine beste Platzierung, einen neunten Rang in einem Gundersenwettbewerb in seinem ersten Wettkampf nie wiederholen. 1997 in Trondheim, 1999 in Ramsau und 2001 in Lahti nahm Matura an Nordischen Skiweltmeisterschaften teil. Seine Starts bei Einzelrennen 1999 und 2001 waren wenig erfolgreich, doch verpasste er 1997 mit der Staffel den Gewinn einer Medaille als Viertplatzierter nur knapp.

Skispringen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Da seine Ergebnisse in der Kombination vor allem wegen schwacher Leistungen im Skilanglauf stagnierten, wechselte Matura zu den Spezialspringern. Bei seinem ersten Wettkampf 2002 während der Vierschanzentournee wurde er Letzter im ersten Durchgang. Erstmals ins Finale kam er 2003 beim Skifliegen in Planica (24.). Seine erste Platzierung unter den besten Zehn in einem Einzelspringen hatte er als Neunter auf der Großschanze am 22. Januar 2006 in Sapporo. Knapp fünf Jahre später konnte er am 16. Januar 2011 mit Platz vier am selben Ort sein bis zu diesem Zeitpunkt bestes Ergebnis in einem Weltcupspringen erreichen.[1] Zwei Jahre später, am 19. Januar 2013, gelang ihm wiederum in Sapporo überraschend sein erster Weltcupsieg.[2] Beim zweiten Springen in Sapporo am Tag darauf war er erneut siegreich.[3]

Beim Skifliegen im tschechischen Harrachov erreichte Matura Anfang Februar 2013 mit einem dritten Platz das erste Mal eine Podiumsplatzierung in dieser Disziplin. Später am selben Tag wurde er auf derselben Schanze hinter Gregor Schlierenzauer Zweiter.

Am 21. Februar 2010 konnte Matura im thüringischen Brotterode erstmals ein Springen des zweitklassigen Continental Cups gewinnen.[4] Sein zweiter Sieg in diesem Wettbewerb gelang ihm am 14. Juli 2012, als er den ersten internationalen Wettkampf auf der neuen Olympiaschanze in Sotschi gewann.[5] Nachdem er im August auch eines der beiden Springen im finnischen Kuopio für sich entscheiden konnte, gewann er durch einen dritten Platz im vorletzten Springen am 22. September in Klingenthal bereits vorzeitig die Sommerwertung des Continental Cups 2012.[6]

Als Skispringer nahm Matura an zwei Olympischen Spielen teil. 2002 in Salt Lake City startete er auf der Normalschanze (47.) und im Team (12.), 2006 in Turin (Pragelato) auf der Normalschanze (21.), Großschanze (22.) und im Teamwettbewerb (9.). Je fünfmal nahm er an Nordischen Skiweltmeisterschaften und Skiflug-Weltmeisterschaften teil. Seine beste Platzierung in einem Einzelwettbewerb war ein 20. Rang auf der Großschanze bei den Welttitelkämpfen 2003 in Val di Fiemme.

15 Jahre nach seinem Weltcupdebüt gab Matura im Mai 2017 bekannt, nach einem letzten Continental-Cup-Springen sowie den Tschechischen Meisterschaften im Sommer seine Karriere zu beenden.[7]

Erfolge im Skispringen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltcupsiege im Einzel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Ort Typ
1. 19. Januar 2013 JapanJapan Sapporo Großschanze
2. 20. Januar 2013 JapanJapan Sapporo Großschanze

Weltcup-Platzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Platz Punkte
2002/03 72. 007
2003/04 51. 032
2004/05 44. 066
2005/06 34. 121
2006/07 57. 033
2007/08 44. 039
2008/09 66. 010
2009/10 53. 045
2010/11 27. 180
2011/12 52. 040
2012/13 10. 631
2013/14 26. 311
2014/15 40. 114
2015/16 33. 118

Grand-Prix-Platzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Platz Punkte
2003 39. 015
2004 45. 013
2005 06. 242
2007 53. 029
2008 63. 014
2009 62. 013
2010 32. 064
2011 48. 036
2012 33. 064
2013 29. 102
2014 44. 040
2015 36. 069

Continental-Cup-Siege im Einzel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Ort Typ
1. 21. Februar 2010 DeutschlandDeutschland Brotterode Normalschanze
2. 14. Juli 2012 RusslandRussland Sotschi Großschanze
3. 11. August 2012 FinnlandFinnland Kuopio Großschanze

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Jan Matura – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ergebnisübersicht bei www.fis-ski.com, abgerufen am 25. Dezember 2011.
  2. Erster Weltcupsieg für Jan Matura bei berkutschi.com, abgerufen am 19. Januar 2013.
  3. Jan Matura gewinnt schwierigen Wettkampf bei berkutschi.com, abgerufen am 20. Januar 2013.
  4. COC-M: Freund und Matura gewinnen bei berkutschi.com, abgerufen am 19. März 2012.
  5. COC-M: Jan Matura erster Sieger in Sotschi. In: berkutschi.com. 14. Juli 2012, abgerufen am 24. Mai 2018.
  6. COC-M: Wolfgang Loitzl dominiert in Klingenthal. In: berkutschi.com. 22. September 2012, abgerufen am 24. Mai 2018.
  7. Jan Matura beendet seine Karriere, auf berkutschi.com, vom 6. Mai 2017. Abgerufen am 20. Mai 2017.