Jesch Atid

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
יש עתיד
Jesch Atid
Es gibt eine Zukunft
YeshAtidLogo.svg
Parteivorsitzender Yair Lapid
Partei­vorsitzender Yair Lapid
Gründung 29. April 2012
Haupt­sitz Jerusalem, Israel
Aus­richtung Zentrismus
Liberalismus
Linksliberalismus
Säkularismus
Zweistaatenlösung
Farbe(n) Blau, Weiß
Parlamentssitze
11/120
Website yeshatid.org.il

Jesch Atid (hebräisch יש עתיד, deutsch „Es gibt eine Zukunft“) ist eine liberale Partei in Israel. Gegründet wurde die Partei im April 2012 vom früheren TV-Journalisten Yair Lapid, dem Sohn des früheren Schinui-Politikers und israelischen Justizministers Josef „Tommy“ Lapid.[1]

Das Parteiprogramm sieht vor, schwerpunktmäßig Probleme in "zivilen" Politikfeldern anzugehen, unter anderem solche der Ausbildung, des Wohnungsbaus und der Gesundheitsversorgung. Außerdem fordert Jesch Atid, die allgemeine Wehrpflicht auch auf charedische („ultraorthodoxe“) Jeschiwa-Studenten auszuweiten, die bisher vom Wehrdienst befreit waren. Im Hinblick auf den Nahostkonflikt strebt die Partei eine Zwei-Staaten-Lösung an, setzt sich allerdings für eine mittelfristige Eingliederung einiger großer Siedlungsblöcke des Westjordanlands in den Staat Israel ein.[2]

Bei der Wahl zur Knesset am 22. Januar 2013 wurde Jesch Atid mit 19 Mandaten zweitstärkste Partei.[3]

Am 15. März 2013 wurde der Koalitionsvertrag unterzeichnet, wobei Lapid das Amt des Finanzministers erhielt. Am 2. Dezember 2014 wurde Yair Lapid von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu entlassen, was zu vorgezogenen Neuwahlen führte.

Bei der Knessetwahl am 17. März 2015 verlor Jesch Atid etwa 5,5 Prozentpunkte und kam somit auf nurmehr 11 Mandate. Hiernach auf die Oppositionsrolle verwiesen stieg Jesch Atid bis 2017 wieder in der Wählergunst und würde Umfragen zufolge bei der nächsten Knessetwahl hinter dem Likud-Block die zweitmeisten Mandate erringen.[4] Vor diesem Hintergrund werden dem Parteivorsitzenden Yair Lapid mitunter Chancen auf das Amt des Ministerpräsidenten eingeräumt.[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Jesch Atid – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Yaakov Katz: Yair Lapid's plan to defeat Netanyahu and become leader of Israel. In: The Jerusalem Post | JPost.com. (jpost.com [abgerufen am 18. August 2017]).
  2. Lapid lays out party platform. In: ynetnews.com. 3. Mai 2012, abgerufen am 23. Januar 2013 (englisch).
  3. Final poll tally: Bayit Yehudi up, UAL-Ta'al down. In: The Jerusalem Post. 24. Januar 2013, abgerufen am 24. Januar 2013 (englisch).
  4. David Rosenberg: Likud surges to double-digit lead in latest poll. Abgerufen am 18. August 2017.