Saitama

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Dieser Artikel befasst sich mit der seit 2001 existierenden Stadt Saitama (Saitama-shi), der Artikel über die gleichnamige Präfektur (Saitama-ken) seit 1871 befindet sich unter Präfektur Saitama, für den vom 8. Jahrhundert bis 1879 bestehenden Landkreis, siehe Saitama-gun.
Saitama-shi
さいたま市
Saitama
Geographische Lage in Japan
Saitama (Japan)
Red pog.svg
Region: Kantō
Präfektur: Saitama
Koordinaten: 35° 52′ N, 139° 39′ OKoordinaten: 35° 51′ 42″ N, 139° 38′ 44″ O
Basisdaten
Fläche: 217,49 km²
Einwohner: 1.272.716
(1. Juni 2016)
Bevölkerungsdichte: 5852 Einwohner je km²
Gemeindeschlüssel: 11100-7
Symbole
Flagge/Wappen:
Flagge/Wappen von Saitama
Baum: Japanische Zelkove
Blume: Siebolds Primel
Blühender Baum: Kirsche
Lied: Kibō no machi (Stadt der Hoffnung)
Rathaus
Adresse: Saitama City Hall
6-4-4, Tokiwa
Urawa-ku, Saitama-shi
Saitama 330-9588
Webadresse: http://www.city.saitama.jp/
Lage Saitamas in der Präfektur Saitama
Lage Saitamas in der Präfektur

Saitama (jap. さいたま市, -shi) ist die jüngste Millionenstadt Japans mit 1.272.716 Einwohnern (1. Juni 2016) auf einer Fläche von 217,49 Quadratkilometern. Sie liegt nördlich der japanischen Hauptstadt Tokio, im Süden der gleichnamigen Präfektur Saitama in der Kantō-Ebene und ist Sitz der Präfekturverwaltung.

Saitama gehört zum großen Ballungsgebiet von Tokio, es ist mit dem Shinkansen nur 15 Minuten von Tokio entfernt. Die größten Zentren des öffentlichen Lebens konzentrieren sich um die Bahnhöfe Omiya (mit 310.400 Passagieren pro Tag der größte Bahnhof der Präfektur), Shintoshin (mit der Saitama Super Arena) und Urawa. Einige Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft 2002 wurden im Saitama Stadium ausgetragen, das auch Heimat der Erstliga-Mannschaft Urawa Reds ist.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verwaltungsgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ku von Saitama

Die Stadt ist in zehn Stadtbezirke ( -ku) unterteilt, von denen jeder seit April 2005 eine offizielle Farbe besitzt:

vormals Stadt Ōmiya:

vormals Stadt Yono:

vormals Stadt Urawa:

vormals Stadt Iwatsuki:

Das Verwaltungszentrum mit dem Rathaus liegt in Urawa-ku. Ansonsten ist Saitama sehr dezentral, hat als zusammengewachsener Städteteppich weder ein städtebauliches Zentrum noch irgendeine andere ablesbare Stadtstruktur (sein geographisches Zentrum liegt ungefähr in Saitama-Shintoshin), auch geht es an seinen Grenzen nahtlos in die Nachbarstädte über.

Angrenzende Städte und Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Saitama fließt der Arakawa.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saitama entstand per Dekret am 1. Mai 2001 aus den Städten Urawa, Ōmiya und Yono. Am 1. April 2005 wurde außerdem die angrenzende Stadt Iwatsuki einverleibt. Damit ist heute Saitama die zehntgrößte Stadt Japans.

Mit der Vereinigung der Städte Urawa, Omiya und Yono sollte die neu entstandene Präfekturhauptstadt auch einen neuen Namen erhalten. In einer öffentlichen Befragung setzte sich der Präfekturname Saitama (埼玉), geschrieben in den üblichen chinesischen Schriftzeichen Kanji, durch. Trotzdem entschieden sich die Offiziellen für die in der Silbenschrift Hiragana geschriebene Version (さいたま) mit identischer Aussprache, die bei der Umfrage den zweiten Platz belegte. Platz drei belegte der Name Omiya, Platz vier Saitama (彩玉), geschrieben mit einem alternativen Kanji für sai (), das bunt bedeutet. Saitama ist die einzige Präfekturhauptstadt, die sich in nur Hiragana schreibt und ein Mitglied der Hiraganastädte.

Der Name Saitama leitet sich vom Namen des Landkreises Sakitama (埼玉郡, Sakitama-gun) her, Sakitama lag im nördlichen Teil der heutigen Präfektur Saitama und heißt mittlerweile Gyōda. Sai () ist eine seltenere Version des Schriftzeichens (sai) und bedeutet Bergausläufer, tama () steht für Ball oder Kugel.

Saitama-Shintoshin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits 1986 begann man mit Überlegungen zum Bau eines neuen, gemeinsamen Zentrums für die neue Präfekturhauptstadt Saitama, Saitama-Shintoshin (さいたま新都心), dem Neuen Stadtzentrum Saitama. Ab 1991 entstand bis zur Eröffnung im Jahr 2000 auf einem über 47 Hektar großen Areal im Süden von Ōmiya, an der Grenze zu Urawa und Yono, ein (im städtebaulich normalerweise planlosen Japan) einzigartiges und markantes städtebauliches Ensemble, von vier Büro- und Hotelhochhäusern, einem Fernmeldeturm, einer neuen S-Bahn-Station, einem Einkaufszentrum und der Veranstaltungshalle Saitama Super Arena um dem öffentlichen Platz Keyaki-Hiroba. Saitama-Shintoshin zählt zu den bedeutenden japanischen innerstädtischen Projekten, vergleichbar mit Tokios Hochhausbezirk Nishi-Shinjuku und Minato Mirai 21 in Yokohama.

Insgesamt wurden rund 1.800.000 Quadratmeter neu gebaut. Der Fernmeldeturm NTT DoCoMo Saitama Building (NTTドコモ埼玉ビル) ist mit 218,50 Metern das höchste Bauwerk der ganzen Präfektur Saitama, der Land Axis Tower (ランド・アクシス・タワー) mit seinen 168,30 Metern das höchste Gebäude. Die benachbarten Saitama Government Tower 1 (153,90 Meter), Saitama Government Tower 2 (138,70 Meter) und Saitama-Shintoshin MPT Building (129,80 Meter) folgen auf den Plätzen zwei, drei und vier der höchsten Gebäude. Der geplante Bau des über 300 Meter hohen Saitama Towers (und damit theoretisch höchsten Gebäude Japans) wurde bis heute nicht realisiert.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saitama ist mit 1.193.926 Einwohnern aktuell die zehntgrößte Stadt in Japan, 599.037 Männer und 594.889 Frauen leben in insgesamt 494.112 Haushalten. Das Durchschnittsalter beträgt 39,8 Jahre (bei Männern 38,9 und bei Frauen 40,7).

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fraktionen im Stadtparlament
(Stand: 2016)[1]
     
Von 60 Sitzen entfallen auf:
  • LDP: 23
  • Minshin kaikaku („DP, Reform“): 16
  • Kōmeitō: 11
  • KPJ: 8
  • Fraktionslos: 2

Bürgermeister von Saitama (Saitama shichō) ist in zweiter Amtszeit Hayato Shimizu. Er wurde am 19. Mai 2013 gegen einen LDP-Kōmeitō-gestützten Gegenkandidaten im Amt bestätigt.[2]

Das Stadtparlament von Saitama (Saitama shigikai) hat regulär 60 Mitglieder, die in zehn mit den Stadtbezirken deckungsgleichen Wahlkreisen zuletzt bei den einheitlichen Wahlen im April 2015 gewählt wurden. Die Liberaldemokratische Partei blieb stärkste Kraft.

Ins 93-köpfige Präfekturparlament von Saitama (Saitama kengikai) wählt die Stadt Saitama 14 Abgeordnete, auch dabei dienen die Stadtbezirke als Wahlkreise: sechs Einmandats- und vier Zweimandatswahlkreise.[3] Bei der ebenfalls als Teil der einheitlichen Wahlen durchgeführten Präfekturparlamentswahl 2015 gingen davon neun Sitze an Liberaldemokraten und vier an Demokraten, einer an einen Parteilosen.[4]

Für das Unterhaus des nationalen Parlaments erstreckt sich die Stadt seit einer Neuordnung der Wahlkreise 2002 in die Wahlkreise 1 (im Nordosten), 5 (im Nordwesten) und 15 (im Süden, umfasst auch die Nachbarstädte Warabi und Toda) der Präfektur Saitama, die nach der Wahl 2014 unverändert durch die Liberaldemokraten Hideki Murai und Ryōsei Tanaka sowie den Demokraten Yukio Edano vertreten werden.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saitama unterhält mit folgenden Städten internationale Partnerschaften:

Und Partnerschaften mit folgenden Ortschaften in Japan:

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saitama Stadium

Saitama ist die Heimat zweier Fußballvereine, die in der Profiliga J. League spielen: Der aktuelle Meister Urawa Reds spielt im anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft 2002 errichteten Saitama Stadium und im kleineren Urawa Komaba Stadion, der Lokalrivale Omiya Ardija im Omiya Park-Stadion.

Die zweite Mannschaft der Baseballmannschaft Chiba Lotte Marines ist seit 1989 im Lotte-Urawa-Baseballstadion (Lotte Urawa Kyūjō) beheimatet.

Universitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zug[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof Urawa

U-Bahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Saitama-Kōsoku-Bahn

Straße[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Saitama shigikai: Abgeordnete nach Fraktion (japanisch)
  2. さいたま市長に清水氏が再選. In: Nihon Keizai Shimbun Online. 20. Mai 2013, abgerufen am 28. Juli 2016 (japanisch).
  3. Saitama kengikai: Wahlkreise
  4. Yomiuri Shimbun, Ergebnisse der einheitlichen Lokalwahlen 2015: Präfekturparlament Saitama, Wahlkreise Süd 3 bis 12

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Saitama – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien