Joe Heck

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Joe Heck (2011)

Joseph John „Joe“ Heck (* 30. Oktober 1961 in New York City) ist ein amerikanischer Politiker (Republikanische Partei). Seit 2011 vertritt er den Bundesstaat Nevada im US-Repräsentantenhaus. Er bewirbt sich um einen Sitz im US-Senat bei der Wahl 2016.

Ausbildung und Beruf[Bearbeiten]

Joe Heck wuchs in Pennsylvania auf. Er studierte bis 1984 an der Pennsylvania State University und danach bis 1988 am Philadelphia College of Osteopathic Medicine. Dabei wurde er zum Facharzt für Osteopathie ausgebildet. In den folgenden Jahren war er in diesem Beruf auch in der Forschung tätig und gehört mehreren medizinischen Fakultäten an. Bis 2011 betrieb er zudem eine eigene Firma.

Seit 1991 gehört er auch der United States Army Reserve an, er ist Brigadegeneral. Im Jahr 2006 absolvierte er das Army War College in Carlisle (Pennsylvania) mit einem Master in Strategic Studies und war dreimal im aktiven Einsatz, darunter einmal im Irakkrieg. Er gehört der Amerikanischen Legion an.[1]

Politische Laufbahn[Bearbeiten]

Zwischen 2004 und 2008 saß Heck für die Republikaner im Senat von Nevada.

Bei den Kongresswahlen des Jahres 2010 wurde Heck im dritten Wahlbezirk von Nevada in das US-Repräsentantenhaus in Washington, D.C. gewählt, wo er am 3. Januar 2011 die Nachfolge der ihm zuvor unterlegenen Demokratin Dina Titus antrat. Dort ist er Mitglied im Streitkräfteausschuss, im Ausschuss für Bildung und Arbeit und im Geheimdienstausschuss sowie in vier Unterausschüssen. Er gehört auch dem Republican Steering Committee an.

Bei den Kongresswahlen 2012 setzte Heck sich mit 50 zu 43 Prozent der Stimmen gegen den Demokraten John Oceguera, den damaligen Sprecher der Nevada Assembly, durch.[2] Hecks Wahlkreis gilt als einer der wenigen verbliebenen Swing Districts, der also nach der Wählerstruktur keine klare Tendenz zu einer der beiden großen Parteien aufweist. Deshalb sahen die Demokraten hier eine ihrer besten Sitzgewinn-Gelegenheiten vor der Kongresswahl 2014.[3] Heck besiegte jedoch seine Herausforderin Erin Bilbray in einem generell für die Republikaner günstigen politischen Klima deutlich mit 61 zu 37 Prozent der Stimmen.[4]

Anfang Juli 2015 gab Heck bekannt, für den Sitz im US-Senat bei der Wahl 2016 zu kandidieren, den bisher der nicht wieder antretende demokratische Minority Leader Harry Reid innehat. Heck war von der Bundespartei dazu gedrängt worden und hat beste Aussichten auf die Nominierung in der republikanischen Primary, nachdem Gouverneur Brian Sandoval eine Kandidatur abgelehnt hat. Heck gilt als aussichtsreicher Kandidat in einem Wahlkampf, der für die Partei bei einer strukturell nachteiligen Senatswahl eine der wenigen Möglichkeiten bietet, einen bisher von Demokraten gehaltenen Sitz in einem Swing State zu erobern. Seine demokratische Gegenkandidatin wird voraussichtlich Catherine Cortez Masto, die frühere Attorney General des Bundesstaates, sein.[5]

Privates[Bearbeiten]

Seit 1992 lebt Heck im südlichen Nevada und hat seinen Hauptwohnsitz in Henderson. Dort lebt er mit seiner Frau, mit der er drei Kinder hat.[1] Heck ist Katholik und gehört der Laienorganisation Knights of Columbus an.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Full Biography. In: Heck.House.gov.
  2. CNN Election Center: U.S. House: Nevada District 3.
  3. In a rare swing district, Republican Rep. Joe Heck faces test from Democrat Erin Bilbray. In: Las Vegas Sun, 26. Juni 2014.
  4. Samantha Lachman: Joe Heck Midterm Election Results. In: HuffingtonPost.com, 4. November 2014; Ross Miller: Silver State Election Night Results 2014. Zuletzt aktualisiert am 15. Dezember 2014.
  5. Reid Wilson: Why Nevada Could Decide Who Controls the Next U.S. Senate. In: MorningConsult.com, 6. Juli 2015.