Katja Suding

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Katja Suding

Katja Rita Suding (* 30. Dezember 1975 als Katja Rita Surmann in Vechta) ist eine deutsche Politikerin (FDP). Sie ist seit März 2011 Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft und darin Vorsitzende der FDP-Fraktion.[1] Im Jahr 2014 übernahm sie auch den Landesvorsitz der FDP Hamburg. Seit 2015 hat sie den stellvertretenden Bundesvorsitz ihrer Partei inne. Seit 2017 ist sie Mitglied des Deutschen Bundestages.

Berufliches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur an der Liebfrauenschule Vechta 1996 begann Suding ein Studium der Kommunikations- und Politikwissenschaft sowie der Romanistik an der Universität Münster, das sie 2003 als Magistra Artium abschloss. Nach ihrem Umzug nach Hamburg arbeitete sie von 1999 bis 2001 neben dem Studium als Leiterin der Abteilung Marketing und PR bei der music-licence.com AG, dem Unternehmen ihres Mannes. Nach der Insolvenz des Unternehmens im Jahr 2001 arbeitete sie bis 2002 als Projektleiterin Verkaufsförderung bei der Otto Office GmbH. Von 2004 bis 2010 war sie als freiberufliche PR- und Kommunikationsberaterin in Hamburg tätig.[2] 2011 nahm sie eine leitende Position bei der PR-Firma Edelman Deutschland in Hamburg an, die während des Wahlkampfs zur Bürgerschaft 2011 ruhte.[3]

Politischer Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2006 trat Suding in die FDP ein. Im Jahr darauf wurde sie Vorstandsmitglied im FDP-Kreisverband Blankenese. Von 2007 bis 2009 arbeitete sie ehrenamtlich als Chefredakteurin des Magazins Große Freiheit, der Mitgliederzeitschrift der FDP Hamburg. 2008 bis 2011 war sie als zugewählte Bürgerin Mitglied der Fraktion im Bezirk Altona und im Haushalts- und Vergabeausschuss der Bezirksversammlung Altona vertreten. Von 2008 bis 2011 war sie Beisitzerin im Landesvorstand Hamburg und Fachsprecherin des Landesverbandes für Haushalt und Finanzen; seit 2011 Mitglied im Präsidium der FDP Hamburg. Bei der Bundestagswahl 2009 trat sie im Bundestagswahlkreis Hamburg-Altona an, schaffte jedoch mit 8,2 % der Erststimmen und Platz 6 der Landesliste nicht den Einzug in den Deutschen Bundestag.[2]

Bei der Bürgerschaftswahl in Hamburg 2011 war Suding Spitzenkandidatin ihrer Partei.[3] Nach den Bürgerschaftswahlen 2004 und 2008, bei denen es der FDP nicht gelungen war, die Fünf-Prozent-Hürde zu überspringen, schaffte sie 2011 unter der Führung Sudings mit 6,7 %, dem besten Wahlergebnis seit 37 Jahren, den Wiedereinzug in die Bürgerschaft.[4] Seit dem 7. März 2011 ist Suding damit Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft und Vorsitzende der FDP-Fraktion. Als einzige FDP-Politikerin erreichte sie ein Direktmandat (Wahlkreis Blankenese).[5] Im Dezember 2013 wurde sie als Beisitzerin in das Präsidium der FDP gewählt.

Im Juli 2014 wurde Suding von der Hamburger FDP wieder als Spitzenkandidatin zur Wahl der Hamburgischen Bürgerschaft aufgestellt.[6] Am 8. November 2014 wurde sie außerdem mit 70,6 % der Stimmen zur neuen Landesvorsitzenden der FDP Hamburg gewählt.[7] Bei der Bürgerschaftswahl im Februar 2015 konnte sie im Wahlkreis Blankenese ihr Direktmandat verteidigen und erhielt dabei 30.366 Wahlkreisstimmen.[8] Für die FDP war der Einzug in die Hamburger Bürgerschaft unter der Führung Sudings die erste erfolgreiche Wahl seit dem Ausscheiden aus dem Bundestag 2013. In der konstituierenden Sitzung der FDP-Fraktion wurde Katja Suding in ihrem Amt als Fraktionsvorsitzende bestätigt.[1]

Am 15. Mai 2015 wurde Suding beim Bundesparteitag in Berlin ohne Gegenkandidaten mit 85,6 % der Stimmen zu einer der drei stellvertretenden Bundesvorsitzenden gewählt.[9] Sie ist hier die Nachfolgerin von Uwe Barth und damit das erste FDP-Mitglied aus Hamburg seit Willy Max Rademacher Ende der 1950er Jahre in diesem Amt. Am 18. November 2016 wurde sie mit 158 zu 51 Stimmen bei zwei Enthaltungen gegen den früheren Bundestagsabgeordneten Burkhardt Müller-Sönksen zur Spitzenkandidatin der Landesliste der FDP Hamburg für die Bundestagswahl 2017 gewählt,[10] zudem trat sie als FDP-Kandidatin im Bundestagswahlkreis Hamburg-Altona an. Mit der Bundestagswahl am 24. September 2017 gelang ihr der Einzug in den 19. Deutschen Bundestag. In der Folge legte sie ihr Bürgerschaftsmandat nieder.[11]

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Suding ist geschieden und lebt mit ihren beiden Söhnen im Hamburger Stadtteil Groß Flottbek. [12] [13] Sie ist mit Udo Riglewski liiert.[14]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Bürgerschaftskanzlei: Abgeordnetenprofil von Katja Suding. Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg. 7. März 2011. Abgerufen am 10. Februar 2017.
  2. a b Angaben auf abgeordnetenwatch.de abgerufen am 14. Februar 2011
  3. a b Annett Meiritz, Severin Weiland: FDP-Kandidatin Suding: Westerwelles next Topmodel. Spiegel Online. 19. Januar 2011. Abgerufen am 3. März 2015.
  4. Jana Werner: Katja Suding führt die FDP zurück in die Bürgerschaft. In: Hamburger Abendblatt. 20. Februar 2011; abgerufen am 21. Februar 2011.
  5. Andereas Dey, Sascha Balasko: Wahlrecht sorgt für Überraschungen in der Bürgerschaft. In: WeltN24 GmbH. 18. Februar 2015; abgerufen am 10. Februar 2017.
  6. Suding als Spitzenkandidatin der Hamburger FDP gewählt. 7. Juli 2014; abgerufen am 20. Dezember 2014.
  7. Jana Werner: Hamburger FDP setzt voll auf Suding. In: Hamburger Abendblatt. 8. November 2014, archiviert vom Original am 11. November 2014; abgerufen am 20. Dezember 2014.
  8. Endgültiges Ergebnis der Bürgerschaftswahl 2015: Gewählte Kandidatinnen und Kandidaten auf den Seiten des Statistikamtes Nord, abgerufen am 3. März 2015
  9. http://www.tagesschau.de/inland/fdp-parteitag-105.html (Memento vom 17. Mai 2015 im Internet Archive)
  10. „Hamburger FDP setzt Suding auf Platz eins“ auf www.ndr.de, abgerufen am 20. November 2016.
  11. „Dr. Kurt Duwe ist neuer Vizepräsident der Hamburgischen Bürgerschaft“ auf www.hamburgische-buergerschaft.de, abgerufen am 9. November 2017.
  12. Deutscher Bundestag: Deutscher Bundestag - Katja Rita Suding. In: Deutscher Bundestag. Abgerufen am 20. September 2017 (deutsch).
  13. (HA): FDP Politikerin Suding gibt Trennung von Ehemann bekannt. In: Hamburger Abendblatt. 17. Juli 2012; abgerufen am 3. Februar 2013.
  14. http://www.focus.de/kultur/vermischtes/katja-suding-ex-tennis-star-udo-riglewski-ist-ihr-neuer_id_5195726.html