Krásno nad Teplou

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Krásno
Wappen von Krásno
Krásno nad Teplou (Tschechien)
Paris plan pointer b jms.svg
Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Karlovarský kraj
Bezirk: Sokolov
Fläche: 2535,9689[1] ha
Geographische Lage: 50° 6′ N, 12° 48′ OKoordinaten: 50° 6′ 30″ N, 12° 48′ 19″ O
Höhe: 688 m n.m.
Einwohner: 692 (1. Jan. 2017)[2]
Postleitzahl: 357 31 – 357 47
Kfz-Kennzeichen: K
Struktur
Status: Stadt
Ortsteile: 1
Verwaltung
Bürgermeister: Josef Havel (Stand: 2018)
Adresse: Radniční 1
357 47 Krásno
Gemeindenummer: 538337
Website: www.mesto-krasno.cz
Lage von Krásno nad Teplou im Bezirk Sokolov
Karte

Krásno (deutsch Schönfeld, früher auch Synfelt) ist eine Stadt im Okres Sokolov in Tschechien. Sie hat 660 Einwohner.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt liegt in Nordwestböhmen im Kaiserwald (Slavkovský les) in der Nähe von Horní Slavkov (Schlaggenwald). Der Ort war einst für seinen Bergbau auf Zinn- und Wolframerz bekannt; der letzte Schacht schloss Anfang der 1990er Jahre.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Stadt Krásno sind keine Ortsteile ausgewiesen. Grundsiedlungseinheiten sind Dolní Hluboká (Untertiefenbach), Háje (Rabensgrün), Krásno (Schönfeld) und Milešov (Müllersgrün).[3]

Das Gemeindegebiet gliedert sich in die Katastralbezirke Dolní Hluboká, Háje nad Teplou, Krásno nad Teplou und Milešov.[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rathaus
Katharinenkirche

Die Stadt entstand aus einer Bergbausiedlung und erhielt 1355 von den Brüdern Slauko und Boresch von Riesenburg 1355 das Recht der Gerichtsbarkeit und der Verwaltung der Zinnförderung in der Region von Petschau.[5] 1380 folgte das Stadtrecht, verliehen von Boresch von Riesenburg. 1547 wurde Schönfeld zur Königlichen Bergstadt erhoben.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Schönfeld der neu geschaffenen Tschechoslowakei zugeschlagen. Aufgrund des s Münchner Abkommen kam der Ort an das Deutsche Reich und gehörte bis 1945 zum Landkreis Elbogen, Regierungsbezirk Eger, im Reichsgau Sudetenland.

Seit dem 12. April 2007 ist Krasno nach vorübergehendem Verlust der Stadtrechte wieder eine Stadt.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis 1945 war Schönfeld überwiegend von Deutschböhmen besiedelt, die vertrieben wurden.

Bevölkerungsentwicklung bis 1945
Jahr Einwohner Anmerkungen
1785 0 k. A. 315 Häuser[6]
1830 2518 in 396 Häusern[7]
1847 2894 in 403 Häusern[8]
1900 3084 deutsche Einwohner[9]
1921 2318 davon 2272 Deutsche[10]
1930 2132 [11]
1939 1995 [11]
Einwohnerzahlen nach Ende des Zweiten Weltkriegs[12]
Jahr 1970 1980 1991 2001 2003
Einwohner 1 250 1 138 1 086 1 002 976

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Bergbaumuseum Krásno befindet sich an der Stelle der historischen Zinngrube Wilhelmschacht (Vilém), die auf dem Gellnauer Gangsystem gegründet ist und mit einigen Unterbrechungen bis in die 1990er Jahre in Betrieb war.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Josef Stark (etwa 1700–1748), Maler aus der Zeit des Barock
  • Joseph Labitzky (1802–1881), Komponist
  • Karl Wilfert (1847–1916), Bildhauer
  • Wilhelm Gerstner (1864–1927), Maler
  • August Roth (1864–1952), österreichischer Maler
  • Franz Floth (* 1868), Dichter und Heimatkundler
  • Willibald Russ (1887–1947), Bildhauer, schuf die Statue Goethes in Marienbad (Mariánské Lázně) sowie Kachelmosaiken, die das Leben auf dem Dorf und die vier Jahreszeiten darstellen. Die Werke sind jetzt im Museum Cheb (Eger) ausgestellt.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.uir.cz/obec/538337/Krasno
  2. Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2017 (PDF; 371 KiB)
  3. http://www.uir.cz/zsj-obec/538337/Obec-Krasno
  4. http://www.uir.cz/katastralni-uzemi-obec/538337/Obec-Krasno
  5. Johann Thaddäus Anton Peithner von Lichtenfels: Versuch über die natürliche und politische Geschichte der böhmischen und mährischen Bergwerke. Wien 1780, S. 69–71, § 74.
  6. Jaroslaus Schaller: Topographie des Königreichs Böhmen. Band 2: Ellbogner Kreis, Prag 1785, S. 159, Ziffer 3).
  7. Jahrbücher des böhmischen Museums für Natur- und Länderkunde, Geschichte, Kunst und Literatur. Band 2, Prag 1831, S. 199, Ziffer 6).
  8. Johann Gottfried Sommer: Das Königreich Böhmen. Band 15: Elbogner Kreis, Prag 1847, S. 265–268, insbesondere S. 267.
  9. Meyers Großes Konversations-Lexikon. 6. Auflage, Band 18, Leipzig und Wien 1909, S. 2–3.
  10. Genealogie-Netz Sudetenland
  11. a b http://www.verwaltungsgeschichte.de/sud_elbogen.html#ew39elbgschoenfeld
  12. Tschechische Bevölkerungsstatistik

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]