Krieg der Welten (Fernsehserie, 2019)

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Seriendaten
Deutscher TitelKrieg der Welten
OriginaltitelWar of the Worlds
ProduktionslandVereinigte Staaten,
Frankreich
OriginalspracheEnglisch, Französisch
Jahr(e)seit 2019
Produktions-
unternehmen
Fox Networks Group,
Studiocanal,
Urban Myth Films
Länge49 Minuten
Episoden8 in 1+ Staffeln (Liste)
GenreScience-Fiction, Drama
RegieGilles Coulier,
Richard Clark
IdeeHoward Overman
Erstausstrahlung28. Oktober 2019 (Frankreich) auf Canal+
Deutschsprachige
Erstveröffentlichung
6. November 2019 auf FOX
Besetzung
Synchronisation

Krieg der Welten (Originaltitel: War of the Worlds) ist eine US-amerikanisch-französische Science-Fiction-Drama-Fernsehserie von acht Folgen. Die Verfilmung des Romans Der Krieg der Welten von H. G. Wells verlegt die Handlung in die Gegenwart nach Frankreich und England und erzählt die Geschichte anhand der Schicksale mehrerer Einzelpersonen und Familien. In den Hauptrollen spielen Gabriel Byrne, Elizabeth McGovern und Léa Drucker. In Deutschland ist die auf drei Staffeln angelegte Serie[1] seit dem 6. November 2019 auf FOX und MagentaTV zu sehen.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die französische Astronomin Catherine Durand entschlüsselt ein Signal aus dem Weltraum, das erkennbar intelligenten Ursprungs ist. Bereits kurz nachdem sie die NATO informiert hat und Streitkräfte mobilisiert werden, gerät die Erde unter Beschuss. Unzählige, zunächst für Meteore gehaltene Objekte treffen alle wichtigen Zentren der Erde. Der Neurologe Bill Ward erkennt, dass die elektromagnetische Strahlung, die von den Objekten ausgeht, für Menschen tödlich ist und warnt seinen Sohn, der in der Kommandozentrale der britischen Regierung arbeitet.

Alle Menschen, die es nicht geschafft haben, rechtzeitig unter der Erde Schutz zu suchen, in Kellern, Tiefgaragen oder in U-Bahn-Stationen, sind der Strahlung ausgeliefert und sterben. Die Überlebenden, unter ihnen auch Sarah Greshman mit ihren Kindern Tom und Emily, der Flüchtling Kariem Gat Wich Machar, der im Inneren eines Tanklasters überlebt hat, sowie Bill Ward und seine Ex-Frau Helen Brown, versuchen zurechtzukommen und den Invasoren, die sich zunächst in Gestalt vierbeiniger hundeähnlicher Roboter zeigen, auszuweichen.

Nachdem Bill und Helen ihren Sohn tot in der Kommandozentrale gefunden haben, treffen sie auf Sarah, Tom und Emily sowie auf Kariem, der sich aus Calais nach England durchgeschlagen hat, und auf Ash, der sich in einem Krankenhaus um Säuglinge kümmert. Als das Krankenhaus von den Robotern angegriffen wird, muss die Gruppe fliehen. Später stellt sich heraus, dass die Invasoren starkes Interesse an Säuglingen und an Föten zeigen, die sie Schwangeren entnehmen. Die blinde Emily entwickelt eine merkwürdige geistige Verbindung zu den Außerirdischen, die sich unter anderem darin zeigt, dass sie ein pulsierendes Signal hört und ihre Sehkraft zurückerlangt, wenn sich die Vierbeiner nähern.

Zur gleichen Zeit versucht Jonathan, Mann von Sarah und Stiefvater von Emily und Tom, von Frankreich wieder nach England zu gelangen. Er trifft auf Chloe und ihren Sohn Sacha, die sich ihm anschließen. Sacha verspürt einen ähnlichen, jedoch nicht ganz so starken Kontakt zu den Außerirdischen wie Emily. Auch scheint zwischen den beiden Jugendlichen eine Verbindung zu bestehen, obwohl sie sich noch nie gesehen haben.

In den französischen Alpen oberhalb von Grenoble findet Catherine zusammen mit Colonel Mokrani und seiner Truppe ein zerstörtes Raumschiff mit Überresten biologischer Organismen. Sie erkennen, dass ein Signal, das sie selbst von ihrem Observatorium aus geschickt haben, die Systeme des Schiffes gestört und es zum Absturz gebracht hat. Diese Erkenntnis hilft ihnen, um auch die Roboter, die sie immer wieder angreifen, abzuwehren.

Emily bricht mit Kariem, zu dem sie eine Beziehung aufgebaut hat, auf, um Antworten zu finden und die Außerirdischen zu suchen. Die beiden finden in der Themse liegend ein havariertes Raumschiff, das Emily betritt. Sie findet auf einer Art Kommandostuhl ein menschenähnliches Wesen, das am Handgelenk das gleiche kreisförmige Tattoo hat wie sie selbst (und das sie sich zu Beginn der Handlung hat stechen lassen).

Besetzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Synchronisation erfolgte durch die EuroSync GmbH nach einem Dialogbuch von Michael Nowka und unter der Dialogregie von Ronald Nitschke.[2]

Rolle Schauspieler Synchronsprecher
Bill Ward Gabriel Byrne Klaus-Dieter Klebsch
Catherine Durand Léa Drucker Christin Marquitan
Helen Brown Elizabeth McGovern Heide Domanowski
Colonel Mustafa Mokrani Adel Bencherif Sascha Rotermund
Sophia Durand Emilie de Preissac Vivien Gilbert
Sarah Gresham Natasha Little Marieke Oeffinger
Emily Gresham Daisy Edgar Jones Daniela Molina
Tom Gresham Ty Tennant Paul-Lino Krenz
Kariem Gat Wich Machar Bayo Gbadamosi Konrad Bösherz
Jonathon Gresham Stephen Campbell Moore Michael Deffert
Chloe Dumont Stéphane Caillard Jessica Walther-Gabory
Ash Daniel Aaron Heffernan Marcel Collé

Episodenliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Deutscher Titel Original­titel Erstaus­strahlung Frankreich Deutsch­sprachige Erst­veröffent­lichung (D) Regie Drehbuch
1 Angriff Episode 1 28. Okt. 2019 6. Nov. 2019 Gilles Coulier Howard Overman
2 Der Tag danach Episode 2 28. Okt. 2019 6. Nov. 2019 Gilles Coulier Howard Overman
3 Bedrohung Episode 3 4. Nov. 2019 13. Nov. 2019 Gilles Coulier Howard Overman
4 Sie sind da Episode 4 4. Nov. 2019 13. Nov. 2019 Gilles Coulier Howard Overman
5 Nahkampf Episode 5 11. Nov. 2019 20. Nov. 2019 Richard Clark Howard Overman
6 DNA Episode 6 11. Nov. 2019 20. Nov. 2019 Richard Clark Howard Overman
7 Das Foto Episode 7 18. Nov. 2019 27. Nov. 2019 Richard Clark Howard Overman
8 Rettung? Episode 8 18. Nov. 2019 27. Nov. 2019 Richard Clark Howard Overman

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Joachim Huber lobt die Serie im Tagesspiegel für ihren „harten Realismus“, für „beste Science Fiction“, für „überraschend wenig Heldenpathos“ und konstatiert, dass sie sich durchaus an den großen Vorbildern der vorangegangenen Adaptionen messen lassen könne.[3] Dagegen vermisst Martin Seng auf Quotenmeter.de „eine lebhaftere Inszenierung“ und bezeichnet Krieg der Welten als „überwiegend spannungsarm“, wenn auch „die Ängste der Charaktere durchaus spürbar“ seien.[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Michael Tokarski: Neue Serie „Krieg der Welten“: Menschen vs. Aliens, goldenekamera.de, 5. November 2019, abgerufen am 2. Dezember 2019
  2. Quelle: Abspann der Serie
  3. Joachim Huber: Sci-Fi, nicht Hokuspokus, Welt.de, 6. November 2019, abgerufen am 26. November 2019
  4. Martin Seng: «Krieg der Welten» – Das unspektakuläre Ende der Menschheit, Quotenmeter.de, 10. November 2019, abgerufen am 26. November 2019