La Roux

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Eleanor Jackson von La Roux (2010)
Eleanor Jackson von La Roux (2010)
Chart­plat­zie­rungen
Erklärung der Daten
Alben[1]
La Roux
 DE5410.07.2009(13 Wo.)
 AT3431.07.2009(15 Wo.)
 CH5412.07.2009(10 Wo.)
 UK2 
Platin
Platin
11.07.2009(43 Wo.)
 US7010.10.2009(21 Wo.)
Trouble in Paradise
 DE3301.08.2014(1 Wo.)
 AT5001.08.2014(1 Wo.)
 CH1727.07.2014(1 Wo.)
 UK602.08.2014(4 Wo.)
 US2009.08.2014(1 Wo.)
Supervision
 DE8514.02.2020(1 Wo.)
 UK2020.02.2020(1 Wo.)
Singles[1]
In for the Kill
 DE9224.06.2009(1 Wo.)
 AT5314.08.2009(4 Wo.)
 UK2 
Doppelplatin
×2
Doppelplatin
28.03.2009(50 Wo.)
Bulletproof
 DE13 
Gold
Gold
14.08.2009(25 Wo.)
 AT314.08.2009(31 Wo.)
 CH4213.09.2009(20 Wo.)
 UK1
Platin
Platin
04.07.2009(25 Wo.)
 US8 
Doppelplatin
×2
Doppelplatin
20.03.2010(27 Wo.)
I’m Not Your Toy
 UK2726.09.2009(6 Wo.)
All of the Lights (Kanye West feat. Various Artists)
 AT6825.03.2011(1 Wo.)
 CH4613.03.2011(8 Wo.)
 UK15 
Doppelplatin
×2
Doppelplatin
05.03.2011(26 Wo.)
 US18 
Fünffachplatin
×5
Fünffachplatin
11.12.2010(25 Wo.)
Uptight Downtown
 UK6302.08.2014(1 Wo.)
IFTK (mit Tion Wayne)
 UK6 
Platin
Platin
26.05.2022(22 Wo.)
La Roux beim Melt! Festival 2015
La Roux Logo

La Roux (sprich Laruh) ist das Pseudonym der britischen Singer-Songwriterin und Musikproduzentin Eleanor „Elly“ Jackson (* 12. März 1988).[2]

Ursprünglich war La Roux ein Electropop-Duo bestehend aus Eleanor Jackson, Tochter der englischen Schauspielerin Trudie Goodwin, und dem Produzenten Ben Langmaid. Dieser hatte vorher schon mit Bands wie Faithless gearbeitet. In die Arbeit an dem bei Polydor erschienenen Album La Roux (2009) und dessen Produktion brachte Langmaid seine Beziehungen und musikalischen Erfahrungen ein. Jackson schrieb die Kompositionen und verfasste alle Songtexte.[3] Als Duo wurden sie Grammy-Preisträger. Mit der Single In for the Kill erreichten sie erste Erfolge, mit Bulletproof gelang der internationale Durchbruch. Die Single erreichte in Großbritannien sogar Platz 1.

Der Bandname, welcher der französischen Grammatik widerspricht („die Rothaarige“ hieße auf Französisch eigentlich la rousse), bezieht sich, wie Jackson erklärte, auf ihre roten Haare und ihr eher androgynes, jungenhaftes Äußeres. In der franko-kanadischen TV Show „Tout le monde en parle“[4] erklärt Elly, dass sie La Roux in einem Buch für Babynamen gefunden habe. Den Grammatikfehler erklärte sie nonchalant mit: „It was an English book!“

Den großen kommerziellen Erfolg verkraftete Elly Jackson psychisch schlecht, sie litt zeitweise unter Stimmverlust und Panikattacken.[5] Langmaid, der schon im folkigen Vorgängerprojekt Automan ihr Duo-Partner gewesen war, wollte nicht länger ihr Wegbegleiter bleiben. Die Plattenfirma wollte weiter am Erfolgsprojekt La Roux verdienen und überbrückte die Durststrecke mit zweitrangigem Material für Sidetracked und einer Neuausgabe als La Roux (Gold Edition).

2014 erschien Trouble in Paradise, das zweite Album von Eleanor Jackson als La Roux, bei dem sie auch als Musikproduzentin tätig war – fünf Jahre nach dem zwei Millionen Mal verkauften Erstling. Das Album enthält neun Songs, an fünf davon wirkte Langmaid als Co-Autor mit. Er war zunächst auch an der Produktion beteiligt, bis sich das Duo trennte. Trouble in Paradise weckt laut Rolling Stone erneut Erinnerungen an The Human League und Yazoo, an Tom Tom Club und Tears for Fears. Die 1980er-Retromanie sei diesmal aber lockerer und zudem angereichert „um einige funkige Elemente“.[5] Jackson ist es mit ihrem Co-Produzenten Ian Sherwin gelungen, ein „neoromantisches“ Album zu schaffen, in dem sich alles um Sex und Liebe dreht.[3] Es konnte jedoch bezüglich der Charterfolge nicht an das Debütalbum anknüpfen.

Bereits im Vorfeld zur Produktion von Trouble in Paradise gab es musikalische Differenzen zwischen Polydor und Elly Jackson, da die Künstlerin sich nicht mehr mit dem Sound identifizieren konnte, der sie ursprünglich bekannt gemacht hatte. Während der Arbeit an einem dritten Album kam es erneut zu Spannungen und Jackson fühlte sich dabei nach eigenen Angaben in manchen Situationen „etwas manipuliert“. Nach einer Panikattacke trennte sie sich von dem Label. Stattdessen brachte sie 2020 ihr erstes reines Soloalbum Supervision bei ihrem eigenen Label Supercolour Records heraus. Der musikalische Stil des Albums wurde von Kritikern unter anderem mit dem von George Michael verglichen. Es hatte mäßigen kommerziellen Erfolg und kam auf Platz 20 der UK-Charts, die drei Singles gelangten nicht in die Charts. Mit Erscheinen ihres dritten Albums begann Elly Jackson sich offener über ihre Homosexualität zu äußern und gab an, sich zuvor von einer langjährigen Lebenspartnerin getrennt zu haben.[6]

Im Mai 2022 erzielte Tion Wayne mit einer UK-Drill-Version des La-Roux-Hits In for the Kill unter dem Titel IFTK einen Charterfolg. Elly Jackson wirkt daran als Featuring mit und tritt in dem zugehörigen Musikvideo auf[7].

Musikalischer Stil

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Der Sound von La Roux ist in erster Linie geprägt von den britischen Synth-Pop-Bands der frühen bis mittleren 1980er Jahre wie Depeche Mode, Erasure, The Human League, Yazoo und den Eurythmics.[8] Mit letzteren lässt sich auch das androgyne Erscheinungsbild Jacksons in Verbindung bringen. Allerdings steht das Album La Roux auch aktueller elektronischer Musik wie der von Zoot Woman und Robyn musikalisch nahe.

  • 2009: La Roux
  • 2010: Sidetracked
  • 2011: La Roux (Gold Edition)
  • 2014: Trouble in Paradise
  • 2020: Supervision
  • 2008: Quicksand
  • 2009: In for the Kill
  • 2009: Bulletproof
  • 2009: I’m Not Your Toy
  • 2009: Quicksand (Re-release)
  • 2008: Tigerlily
  • 2010: Under My Thumb
  • 2010: Armour Love
  • 2014: Uptight Downtown
  • 2019: International Woman of Leisure
  • 2022: IFTK (mit Tion Wayne)

Auszeichnungen für Musikverkäufe

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Goldene Schallplatte

  • Australien Australien
    • 2009: für das Album La Roux
  • Danemark Dänemark
    • 2023: für die Single Bulletproof
  • Italien Italien
    • 2024: für die Single Bulletproof
  • Neuseeland Neuseeland
    • 2009: für die Single Bulletproof
    • 2011: für die Single All of the Lights

Platin-Schallplatte

  • Australien Australien
    • 2015: für die Single In for the Kill
  • Danemark Dänemark
    • 2022: für die Single All of the Lights
  • Irland Irland
    • 2009: für das Album La Roux
  • Kanada Kanada
    • 2010: für die Single Bulletproof

2× Platin-Schallplatte

  • Australien Australien
    • 2014: für die Single Bulletproof
    • 2015: für die Single All of the Lights

Anmerkung: Auszeichnungen in Ländern aus den Charttabellen bzw. Chartboxen sind in ebendiesen zu finden.

Land/RegionAus­zeich­nung­en für Mu­sik­ver­käu­fe
(Land/Region, Aus­zeich­nungen, Ver­käu­fe, Quel­len)
Gold Platin Ver­käu­fe Quel­len
 Australien (ARIA) Gold1 5× Platin5385.000aria.com.au
 Dänemark (IFPI) Gold1 Platin1135.000ifpi.dk
 Deutschland (BVMI) Gold10! P250.000musikindustrie.de
 Irland (IRMA)0! G Platin115.000irishcharts.ie
 Italien (FIMI) Gold10! P50.000fimi.it
 Kanada (MC)0! G Platin140.000musiccanada.com
 Neuseeland (RMNZ) 2× Gold20! P15.000nztop40.co.nz
 Vereinigte Staaten (RIAA)0! G 7× Platin77.000.000riaa.com
 Vereinigtes Königreich (BPI)0! G 7× Platin73.760.000bpi.co.uk
Insgesamt  6× Gold6  22× Platin22
  1. a b Chartquellen: DE AT CH UK US
  2. http://www.stars-celebrites.com/LA-ROUX/printable-la-roux.htm
  3. a b Oh, wie schön waren die Achtzigerjahre!, Rezension von Michael Pilz in Die Welt vom 4. Juli 2014, abgerufen am 11. Juli 2014.
  4. „Tout le monde en parle“
  5. a b Trouble In Paradise Elly Jackson macht auch allein verführerischen Dance-Pop, Rezension von Alexander Müller im Rolling Stone Deutschland vom 3. Juli 2014, abgerufen am 11. Juli 2014.
  6. La Roux: ‘The gay community are dying for you to label yourself’. In: The Independent. 5. Februar 2020. Abgerufen am 26. August 2022.
  7. La Roux’ 2009er-Hit "In For The Kill" als UK-Drill-Neuauflage: Tion Wayne serviert "IFTK". In: warnermusic.de. Abgerufen am 27. August 2022.
  8. Bandwatch-La Roux (Memento vom 31. Januar 2009 im Internet Archive)
Commons: La Roux – Sammlung von Bildern