Langenhain-Ziegenberg

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Koordinaten: 50° 21′ 54″ N, 8° 38′ 12″ O

Langenhain-Ziegenberg
Gemeinde Ober-Mörlen
Höhe: 218 (207–250) m ü. NHN
Fläche: 10,19 km² [LAGIS]
Einwohner: 1391
Bevölkerungsdichte: 137 Einwohner/km²
Postleitzahl: 61239
Vorwahl: 06002
Evangelische Kirche von Langenhain-Ziegenberg

Langenhain-Ziegenberg ist ein Ortsteil von Ober-Mörlen im Wetteraukreis in Hessen.

Lage und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Langenhain-Ziegenberg liegt im Osten des östlichen Hintertaunus, am Rande der westlichen Wetterau im Naturpark Taunus am Waldrand westlich von Ober-Mörlen. Südlich des Ortes treffen sich die Bundesstraße 275 und die Landesstraße L3056.

Im ÖPNV ist der Ort Teil des Rhein-Main-Verkehrsverbundes und mit der diesem zugeordneten Buslinie FB-35 der Verkehrsgesellschaft Oberhessen zu erreichen.

Durch den Ort führt der Deutsche Limes-Radweg. Dieser folgt dem Obergermanisch-Raetischen Limes über 818 km von Bad Hönningen am Rhein nach Regensburg an der Donau. Daneben verläuft durch Langenhain-Ziegenberg auch der Limesweg als Teilabschnitt des Deutschen Limes-Wanderwegs.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stich von Merian 1655

Langenhain-Ziegenberg entstand um 1820 aus dem Zusammenschluss der bis dahin selbständig geführten Orte Langenhain und Ziegenberg. Die Namensform Hayn wurde zuerst im Jahre 1280 urkundlich nachgewiesen, für Langenhayn gibt es eine Erwähnung aus dem Jahr 1341,[1] und die Ortsbezeichnung vom Czigenberge ist aus dem Jahr 1388 überliefert.[2] Besiedelt war die Gegend schon viel früher: Davon zeugt u.a. der Limes mit dem römischen Kastell Langenhain. Südlich hiervon befindet sich auf dem Gaulskopf ein rekonstruierter römischer Wachturm.

Die Pfarrkirche wurde 1630 erbaut.

Am 1. Februar 1971 wurde die Gemeinde Langenhain in die Nachbargemeinde Ober-Mörlen eingegliedert.[3]

Burg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Schloss Ziegenberg

Die ehemalige Turmburg in Ziegenberg wurde Mitte des 14. Jahrhunderts von den Herren von Falkenstein erbaut. Nach mehrfachem Besitzerwechsel und teilweiser Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg wurde die Anlage im Jahre 1747 von Eitel von Diede zu einem Barockschloss mit schlichter Fassade ausgebaut. Nur der runde Bergfried der ursprünglichen Burg blieb erhalten. Im Zweiten Weltkrieg (März 1945) wurde das Schloss bei einem Luftangriff nahezu völlig zerstört, da es als Teil des Führerhauptquartiers Adlerhorst zu einem militärischen Ziel der Alliierten geworden war. Das Schloss wurde nach dem Krieg wieder aufgebaut. Heute befinden sich Eigentumswohnungen in der Anlage.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Langenhain, Wetteraukreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  2. Ziegenberg, Wetteraukreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 360.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Langenhain-Ziegenberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien