Ober-Mörlen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Ober-Mörlen
Ober-Mörlen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Ober-Mörlen hervorgehoben

Koordinaten: 50° 22′ N, 8° 41′ O

Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Landkreis: Wetteraukreis
Höhe: 173 m ü. NHN
Fläche: 37,65 km2
Einwohner: 5760 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 153 Einwohner je km2
Postleitzahl: 61239
Vorwahl: 06002
Kfz-Kennzeichen: FB, BÜD
Gemeindeschlüssel: 06 4 40 018
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Frankfurter Straße 31
61239 Ober-Mörlen
Website: www.ober-moerlen.de
Bürgermeister: Kristina Paulenz (SPD)
Lage der Gemeinde Ober-Mörlen im Wetteraukreis
ButzbachMünzenbergRockenbergOber-MörlenBad NauheimFriedberg (Hessen)Rosbach vor der HöheWöllstadtKarbenBad VilbelWölfersheimReichelsheim (Wetterau)NiddatalFlorstadtEchzellReichelsheim (Wetterau)NiddaHirzenhainGedernRanstadtGlauburgAltenstadt (Hessen)LimeshainOrtenberg (Hessen)KefenrodBüdingenLahn-Dill-KreisLandkreis GießenVogelsbergkreisHochtaunuskreisFrankfurt am MainMain-Kinzig-KreisKarte
Über dieses Bild

Ober-Mörlen ist eine Gemeinde in der westlichen Wetterau im hessischen Wetteraukreis.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt an der Usa etwa 35 Kilometer nördlich von Frankfurt am Main und grenzt an den Hochtaunuskreis. Die höchste Erhebung auf dem Gemeindegebiet ist der Winterstein. Auf dem Berg, nach dem auch die örtliche Grundschule benannt ist, befindet sich ein Fernmeldeturm sowie ein Aussichtsturm.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ober-Mörlen grenzt im Norden an die Stadt Butzbach, im Nordosten an die Gemeinde Rockenberg, im Osten an die Stadt Bad Nauheim, im Süden an die Stadt Friedberg (alle im Wetteraukreis) und die Gemeinde Wehrheim sowie im Westen an die Stadt Usingen (beide im Hochtaunuskreis).

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Ober-Mörlen und Langenhain-Ziegenberg. Das ehemalige Wochenendgebiet Maiberg sowie das einstige Hofgut Hasselheck sind Bestandteile der Gemeinde Ober-Mörlen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von den Anfängen bis zur Gebietsreform in Hessen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Ober-Mörlen erfolgte unter dem Namen Moruller marca im Jahr 790 im Lorscher Codex, einem Güterverzeichnis des Reichklosteres Lorsch.[2]

Ober-Mörlen gehörte zum Kurfürstentum Mainz und blieb deshalb römisch-katholisch. 1803 kam der Ort zur Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, die kurz darauf zum Großherzogtum Hessen avancierte. 1821 wurden dort auch auf der unteren Ebene die Rechtsprechung von der Verwaltung getrennt.

Die bisher von den Ämtern wahrgenommenen Aufgaben wurden Landräten (zuständig für die Verwaltung) und Landgerichten (zuständig für die Rechtsprechung) übertragen.[3] Ober-Mörlen kam so zum Landratsbezirk Butzbach, dessen Sitz 1829 nach Friedberg verlegt und der in Landratsbezirk Friedberg umbenannt wurde. Ab 1832 gehörte es zum Kreis Friedberg. Hinsichtlich der Rechtsprechung gehörte der Ort ab 1821 zum Landgericht Friedberg, ab 1843 zum Landgericht Butzbach, ab 1853 erneut zum Landgericht Friedberg, ab 1867 zum Landgericht Nauheim, ab 1879 zum Amtsgericht Nauheim und seit 1968 zum Amtsgericht Friedberg.[2]

Gebietsreform[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum 1. Februar 1971 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Langenhain, bestehend aus den Orten Langenhain und Ziegenberg, im Zuge der Gebietsreform in Hessen auf freiwilliger Basis eingemeindet.[4][5] Für den dadurch entstandenen Ortsteil Langenhain-Ziegenberg wurde ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet.[6]

Territorialgeschichte und Verwaltung im Überblick[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgende Liste zeigt im Überblick die Territorien, in denen Ober-Mörlen lag, bzw. die Verwaltungseinheiten, denen es unterstand:[2][7][8]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Ober-Mörlen 5760 Einwohner. Darunter waren 307 (5,3 %) Ausländer, von denen 113 aus dem EU-Ausland, 136 aus anderen Europäischen Ländern und 58 aus anderen Staaten kamen.[11] Bis zum Jahr 2019 erhöhte sich die Ausländerquote auf 10,5 %. Nach dem Lebensalter waren 966 Einwohner unter 18 Jahren, 2421 zwischen 18 und 49, 1233 zwischen 50 und 64 und 1140 Einwohner waren älter.[12] Die Einwohner lebten in 2577 Haushalten. Davon waren 777 Singlehaushalte, 708 Paare ohne Kinder und 822 Paare mit Kindern, sowie 213 Alleinerziehende und 54 Wohngemeinschaften. In 504 Haushalten lebten ausschließlich Senioren/-innen und in 1755 Haushaltungen leben keine Senioren/-innen.[12]

Einwohnerzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ober-Mörlen: Einwohnerzahlen von 1834 bis 2020
Jahr  Einwohner
1834
  
1.748
1840
  
1.801
1846
  
1.939
1852
  
1.954
1858
  
1.999
1864
  
1.955
1871
  
1.862
1875
  
1.860
1885
  
1.908
1895
  
1.965
1905
  
2.161
1910
  
2.196
1925
  
2.267
1939
  
2.291
1946
  
3.121
1950
  
3.289
1956
  
3.178
1961
  
3.297
1967
  
3.707
1970
  
3.676
1973
  
4.612
1975
  
4.809
1980
  
5.007
1985
  
5.003
1990
  
5.257
1995
  
5.730
2000
  
5.993
2005
  
5.986
2010
  
5.813
2011
  
5.760
2015
  
5.720
2020
  
5.760
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: LAGIS[2]; Hessisches Statistisches Informationssystem[13]; Zensus 2011[11]
Ab 1971 einschließlich der im Zuge der Gebietsreform in Hessen eingegliederten Orte.

Religionszugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

• 1961: 484 evangelische (= 14,68, %), 2781 katholische (= 84,34 %) Einwohner[2]
• 1987: 1721 evangelische (= 34,1 %), 2845 katholische (= 56,4 %), 482 sonstige (= 9,5 %) Einwohner[14]
• 2011: 1886 evangelische (= 32,7 %), 2229 katholische (= 38,7 %), 1645 sonstige (= 28,6 %) Einwohner[14]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 14. März 2021 lieferte folgendes Ergebnis,[15] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[16][17][18]

Sitzverteilung in der Gemeindevertretung 2021
    
Insgesamt 31 Sitze
Parteien und Wählergemeinschaften 2021 2016 2011 2006 2001
% Sitze % Sitze % Sitze % Sitze % Sitze
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 37,0 11 37,7 12 37,1 11 37,9 12 41,4 13
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 25,8 8 29,2 9 24,8 8 32,8 10 33,0 10
FWG Freie Wählergemeinschaft Ober-Mörlen 25,3 8 24,4 7 18,3 6 15,3 5 13,4 4
Grüne Bündnis 90/Die Grünen 11,9 4 8,7 3 13,9 4 6,4 2 7,3 2
FDP Freie Demokratische Partei 6,0 2 5,7 2 5,0 2
NPD Nationaldemokratische Partei Deutschlands 1,8 0
Gesamt 100,0 31 100,0 31 100,0 31 100,0 31 100,0 31
Wahlbeteiligung in % 59,9 53,9 49,7 53,0 50,6

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die vergangenen Bürgermeisterwahlen lieferten folgende Ergebnisse:[19]

Jahr Kandidaten Partei %
Ergebnis
2018 Matthias Heil CDU 39,1
Kristina Paulenz SPD 60,9
Wahlbeteiligung in % 57,3
2012 Jörg Wetzstein CDU 50,7
Joachim Reimertshofer SPD 24,3
Jan Wölfl FWG 25,1
Wahlbeteiligung in % 61,3
2006 Sigbert Steffens parteilos 83,5
Wahlbeteiligung in % 52,9
2000 Sigbert Steffens parteilos 87,4
Wahlbeteiligung in % 43,7
Jahr Kandidaten Partei %
Ergebnis
1997(1) Erika Schäfer SPD 50,3
Sigbert Steffens parteilos 49,7
Wahlbeteiligung in % 68,3
1997 Erika Schäfer SPD 49,2
Thomas Senger CDU 16,9
Harald Stipp-Lass GRÜNE 4,5
Sigbert Steffens parteilos 29,3
Wahlbeteiligung in % 69,2

(1)Stichwahl

Bei der Bürgermeisterwahl am 4. März 2018 wurde Kristina Paulenz im ersten Wahlgang mit 60,9 % zur Bürgermeisterin gewählt. Die Wahlbeteiligung betrug 57,3 %.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Altes Wappen

Das alte Wappen wurde nach einem Gerichtssiegel von 1716 gestaltet. Es wird als redendes Wappen bezeichnet. Es zeigt in der oberen Hälfte die roten Sparren der Herren von Eppstein, belegt mit einem roten Kurmainzer Rad (Kurfürstentum Mainz) und unten einen rechtsgewendeten Kopf eines Mohren.

Aktuelles Wappen

Am 17. Juli 1967 wurde der Gemeinde Ober-Mörlen im damaligen Landkreis Friedberg ein Wappen mit folgender Blasonierung verliehen: In Silber über drei roten Sparren je ein rechtsgewendeter Mohrenkopf, im Schildfuß ein rotes sechsspeichiges Mainzer Rad.[20] Die Verleihung erfolgte im Zuge der hessischen Wappenreform, in der alle Wappen die typische Schildform erhielten. Hierbei wurden die bereits erwähnten Wappenfiguren beibehalten, der Mohrenkopf wurde aus gestalterischen Gründen verdoppelt und in der oberen rechten und linken Ecke platziert.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Katholische Marienkapelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Katholische Marienkapelle

Außerhalb des Ortes, an der B 275 von Bad Nauheim kommend rechts, liegt die katholische Marienkapelle. Der eingeschossige Achteckbau mit spitzem Zeltdach wurde Anfang des 18. Jahrhunderts erbaut. Er und das vor der Kapelle stehende Wegekreuz kennzeichneten einen historisch bedeutsamen Verkehrsknotenpunkt. 2009 wurde die Kapelle saniert. Im gleichen Jahr erhielt sie ein geschnitztes Marienbild.[21][22]

Katholische Pfarrkirche St. Remigius[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Katholische Pfarrkirche St. Remigius

In einer Urkunde vom 19. Oktober 1213 wird erstmals eine Kirche in Ober-Mörlen erwähnt. Darin bestätigt König Friedrich II. die Übertragung der Hälfte des Patronats der Kirche von (Ober-)Mörlen durch König Philipp an die Deutschordensherren. Im Jahre 1220 erhielt der Deutsche Orden auch die andere Hälfte von Heinrich von Ysenburg und Euphemia, der Gräfin von Cleeberg. Bis 1814 stellte der Deutsche Orden nahezu alle Pfarrer des Ortes.

Die alte Kirche wurde 1591 durch durchziehende anhaltische Truppen in Brand gesteckt und zerstört und 1607 wieder aufgebaut. Ober-Mörlen war auch nach der Reformation ein katholischer Ort geblieben.

Am 27. Juli 1716 wurde der Ort durch einen Großbrand nahezu vollständig zerstört. Auch die Kirche wurde ein Raub der Flammen. Von 1716 bis 1728 wurde die heutige Kirche neu erbaut und 1728 durch den Mainzer Weihbischof Caspar Adolph Schnernauer geweiht. Die Kirche war ein Saalbau, der den im Unterbau noch mittelalterlichen Westturm des Vorgängerbaus einschloss. Der gestaffelte Haubenhelm des Turms stammt von 1723.

Um dem Zuwachs der Einwohnerschaft Rechnung zu tragen, wurde die Kirche 1929 nach einem Entwurf des Mainzer Dombaumeisters Professor Ludwig Becker zu einer kreuzförmigen Kirche mit neuem Querschiff und neuem Chor mit Sakristeianbau erweitert.

Am Tag des Kirchenpatrons des Remigius von Reims 1929 wurde die Kirche durch den Mainzer Bischof Ludwig Maria Hugo geweiht.

Im Langhaus ist die barocke Stuckierung teilweise noch erhalten. Die Altäre aus der Zeit des Kirchenneubaus von 1716 bis 1728 befinden sich jetzt in den Seitenschiffen, der Hochaltar im Chor stammt aus dem Jahr 1861. Der noch von einer Bruchsteinmauer umgebene Kirchhof wurde bis Mitte des 19. Jahrhunderts als Friedhof genutzt. Auf der Westseite des Kirchhofes befindet sich ein Gefallenendenkmal für die Ober-Mörler Gefallenen des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 und ein Prozessionskreuz aus dem Jahr 1752.[23]

Evangelische Gustav-Adolf-Kapelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gustav-Adolf-Kapelle

Auch wenn Ober-Mörlen überwiegend katholisch war, stieg im 19. Jahrhundert die Zahl der Protestanten an und es gab schon vor dem Ersten Weltkrieg erste Überlegungen für eine protestantische Kirche. Die Gustav Adolf Kapelle, benannt nach dem ehemaligen Schwedenkönig Gustav Adolf, wurde südöstlich vor der geschlossenen Ortslage in den Jahren 1925/26 erbaut. Am 13. Mai 1926 wurde die Kirche geweiht.

Die Pläne für die Kirche stammten vom Architekten und Denkmalpfleger Heinrich Walbe. Er entwarf eine neobarocke Kapelle mit abgerundeten Ecken, Walmdach und Dachreiter in Firstmitte als augenfälligste Kennzeichen.[24]

Die Kirche wurde 1991/92 außen und innen restauriert und bekam einen neuen Altar sowie eine neue Kanzel. Das angrenzende evangelische Gemeindehaus wurde 1992 eingeweiht und heißt seit dem 2. August 2000 „Albert-Schweitzer-Haus“.[25]

Weitere Kulturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Elvis Presley-Memorial am ehemaligen US-Panzerplatz Eichkopf bei Ober-Mörlen

Naturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Überregional bekannt ist die Ober-Mörler Fassenacht, die von den beiden Karnevalsvereinen (1. KG „Mörlau“ und Mörlauer Carneval Club) gepflegt wird, und die Figur des Mohren von Mörlau. Das Freizeitangebot der Gemeinde wird durch rund 60 verschiedene Vereine aus unterschiedlichen Betätigungsfeldern realisiert.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaftsstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursprünglich landwirtschaftlich geprägt, erfährt die Gemeinde durch die günstige Lage zum Rhein-Main-Gebiet einen Wandel hin zum Standort von Zulieferindustrie. Die Deutschlandzentrale von Manitou befindet sich in Ober-Mörlen. Weiterhin sind in Ober-Mörlen Haase Food, sowie Bechtle in Langenhain-Ziegenberg vertreten.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehrstechnisch erschlossen ist die Gemeinde durch die Bundesstraße 275 und die Autobahn A 5 mit der Anschlussstelle Ober-Mörlen. Seit rund 35 Jahren geplant ist eine Ortsumgehung. Die neueste Variante sieht nun vor, die Gemeinde südlich zu umgehen. Dies würde bedeuten, dass die neue B 275a die bisherige Trasse westlich (in Höhe des Maiberges) der Gemeinde nach Süden verlassen, die A 5 queren, danach parallel, östlich der A 5 in Höhe der Anschlussstelle Ober-Mörlen zur alten Trasse zurückführen würde. Außerdem besteht unter anderem die Planung, die Umgehung mit der im Juli 2009 eröffneten Ortsumgehung Friedberg (B 3) zu verbinden. Dann würde in Höhe der Autobahnraststätte „Wetterau“ eine neue Anschlussstelle entstehen.

Südöstlich der Gemeinde liegt der Flugplatz Ober-Mörlen, auf dem Segelflugzeuge, Motorflugzeuge und Hubschrauber nach vorheriger Genehmigung starten und landen dürfen. Auf dem Flugplatz ist der Aeroclub Bad Nauheim e. V. zu Hause.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kurt Rupp (1939–2013), Heimatforscher
  • Vera Rupp (* 1958), Archäologin
  • Jakob Schmidt (1871–1964), deutscher Kirchenhistoriker, Autor, Offizial und Professor

Mit dem Ort verbunden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kurt Rupp: Ober-Mörlen – Erinnerungen in alten Bildern
  • Kurt Rupp: Das ehemalige Führerhauptquartier „Adlerhorst“ mit den Bunkeranlagen in Langenhain-Ziegenberg. Ober-Mörlen 1997.
  • Kurt Rupp: Von Herbergen und Gasthäusern – Die Geschichte der Gastwirtschaften von Ober-Mörlen, Ober-Mörlen 1999
  • Literatur über Ober-Mörlen In: Hessische Bibliographie[26]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Ober-Mörlen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Ober-Mörlen – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hessisches Statistisches Landesamt: Bevölkerung in Hessen am 31.12.2020 nach Gemeinden (Landkreise und kreisfreie Städte sowie Gemeinden, Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. a b c d e Ober-Mörlen, Wetteraukreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 14. April 2020). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  3. Die Eintheilung des Landes in Landraths- und Landgerichtsbezirke betreffend vom 14. Juli 1821. In: Großherzoglich Hessisches Ministerium des Inneren und der Justiz. (Hrsg.): Großherzoglich Hessisches Regierungsblatt. 1821 Nr. 33, S. 403 ff. (Online bei der Bayerischen Staatsbibliothek).
  4. Gemeindegebietsreform: Zusammenschlüssen und Eingliederungen von Gemeinden vom 20. Januar 1971. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1971 Nr. 6, S. 248, Abs. 4 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 6,2 MB]).
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 360.
  6. Gremien der Gemeinde Ober-Mörlen. In: Webauftritt. Gemeinde Ober-Mörlen, abgerufen im September 2020.
  7. Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Land Hessen. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  8. Grossherzogliche Centralstelle für die Landesstatistik (Hrsg.): Beiträge zur Statistik des Großherzogtums Hessen. Band 13. G. Jonghause's Hofbuchhandlung, Darmstadt 1872, DNB 013163434, OCLC 162730471, S. 12 ff. (Online bei google books).
  9. Wilhelm von der Nahmer: Handbuch des Rheinischen Particular-Rechts: Entwickelung der Territorial- und Verfassungsverhältnisse der deutschen Staaten an beiden Ufern des Rheins : vom ersten Beginnen der französischen Revolution bis in die neueste Zeit. Band 3. Sauerländer, Frankfurt am Main 1832, OCLC 165696316, S. 17 (Online bei google books).
  10. Neuste Länder und Völkerkunde. Ein geographisches Lesebuch für alle Stände. Kur-Hessen, Hessen-Darmstadt und die freien Städte. Band 22. Weimar 1821, S. 418 (online bei Google Books).
  11. a b Bevölkerung nach Staatsangehörigkeitsgruppen: Stadt Friedberg. In: Zensus2011. Statistisches Bundesamt, abgerufen im September 2021.
  12. a b Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,8 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 54 und 108;.
  13. Hessisches Statistisches Informationssystem In: Statistik.Hessen.
  14. a b Ausgewählte Strukturdaten über die Bevölkerung am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden. (PDF; 1,6 MB) In: Zensus2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 195;.
  15. Ergebnis der Gemeindewahl am 14. März 2021. In: Webauftritt. Hessisches Statistisches Landesamt, abgerufen im April 2021.
  16. Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016. In: Webauftritt. Hessisches Statistisches Landesamt, abgerufen im April 2016.
  17. Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011. In: Webauftritt. Hessisches Statistisches Landesamt, archiviert vom Original; abgerufen im April 2011.
  18. Ergebnis der Gemeindewahl am 26. März 2006. (Nicht mehr online verfügbar.) In: Webauftritt. Hessisches Statistisches Landesamt, archiviert vom Original; abgerufen im April 2006.
  19. Direktwahlen in Ober-Mörlen. Hessisches Statistisches Landesamt, abgerufen im Januar 2019.
  20. Genehmigung eines Wappens der Gemeinde Ober-Mörlen im Landkreis Friedberg, Regierungsbezirk Darmstadt vom 17. Juli 1967. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1967 Nr. 31, S. 933, Punkt 771 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 5,3 MB]).
  21. Landesamt für Denkmalpflege Hessen (Hrsg.): Kath. Marienkapelle und Wegekreuz In: DenkXweb, Online-Ausgabe von Kulturdenkmäler in Hessen
  22. Gießener Anzeiger vom 18. Juni 2009
  23. Landesamt für Denkmalpflege Hessen (Hrsg.): Katholische Pfarrkirche St. Remigius In: DenkXweb, Online-Ausgabe von Kulturdenkmäler in Hessen
  24. Landesamt für Denkmalpflege Hessen (Hrsg.): Evangelische Gustav-Adolf-Kapelle In: DenkXweb, Online-Ausgabe von Kulturdenkmäler in Hessen
  25. Gemeinde Ober-Mörlen (Memento vom 5. September 2012 im Webarchiv archive.today)
  26.  Info: Bitte auf Vorlage:HessBib umstellen, um auch nach 2015 erfasste Literatur zu selektieren!