Leithe (Bochum)

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Wappen von Bochum
Leithe
Stadtteil von Bochum
Lage von Leithe im Wattenscheid
Koordinaten 51° 28′ 54″ N, 7° 6′ 40″ OKoordinaten: 51° 28′ 54″ N, 7° 6′ 40″ O
Höhe 63 m ü. NN
Fläche 0,85 km²
Einwohner 7430 (31. Dez. 2013)
Bevölkerungsdichte 8741 Einwohner/km²
Eingemeindung 1. Jan. 1975
Postleitzahl 44866
Bezirk Wattenscheid
Quelle: [1][2]
Weststraße in Bochum-Leithe

Leithe ist ein Stadtteil von Bochum im Stadtbezirk Wattenscheid.[3]

Der Stadtteil wurde vor seiner Eingemeindung nach Wattenscheid am 1. April 1926 offiziell als Leithe (Westf.) und in Schriftstücken oft auch als Westfälisch Leithe bezeichnet. Ein Teil der aufgelösten Gemeinde wurde nach Gelsenkirchen umgegliedert.[4] Durch die Eingemeindung Wattenscheids kam Leithe am 1. Januar 1975 zu Bochum.[5] Das rheinische Leithe liegt auf der anderen Seite des Leither Bachs.

An der Stadtgrenze zu Essen liegt die ehemalige Kornbrennerei Schulte Kemna, die unter anderem den westfälischen klaren Schnaps Weizenjunge hergestellt hat.

An der Gelsenkirchener Straße steht im Vorgarten der Evangelischen Gemeinde ein 1,5 Tonnen schweres Denkmal des Stahlgussverfahrens von Glocken, mit denen der Bochumer Verein sich seine große Bekanntheit erarbeitete. Die Glocke „Auguste Viktoria“ wurde 1893 gegossen, und auf der Weltausstellung 1894 in Chicago ausgestellt. Später wurde sie von ihrer Namensgeberin, der Kaiserin Auguste Viktoria, der Berliner Gnadenskirche zur Einweihung gestiftet. Dank des Berliner Pfarrers Merkel entging die Glocke der Zerstörung auf einem Schrottplatz, auf dem sie nach dem Zweiten Weltkrieg und nach der Zerstörung der Kirche gelandet war. Über Umwege durch Berliner Privatbesitz und Thüringen kam die Glocke am 2. März 1990 nach Leithe.

Der örtliche Fußballverein Rot Weiß Leithe spielt zurzeit in der Kreisliga.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Jahrbuch der Stadt Bochum 2006 (pdf)
  2. Die Einwohnerzahlen sind nach statistischen Bezirken und nicht nach den Gemarkungen angegeben, die Zahlen hierfür sind im Artikel Einwohnerentwicklung von Bochum
  3. Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X.
  4. Stephanie Reekers: Die Gebietsentwicklung der Kreise und Gemeinden Westfalens 1817–1967. Aschendorff, Münster Westfalen 1977, ISBN 3-402-05875-8, S. 256.
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 329.