Lienzingen

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Koordinaten: 48° 58′ 37″ N, 8° 51′ 38″ O

Lienzingen
Wappen von Lienzingen
Höhe: 236,4–367,4 m ü. NN
Fläche: 11,09 km²
Einwohner: 2097 (2010)
Bevölkerungsdichte: 189 Einwohner/km²
Eingemeindung: 5. Juli 1975
Postleitzahl: 75417
Vorwahl: 07041
Ansicht von Lienzingen, Mühlacker, aus den Forstlagerbüchern von Andreas Kieser (1684)

Ansicht von Lienzingen, Mühlacker, aus den Forstlagerbüchern von Andreas Kieser (1684)

Lienzingen ist ein Stadtteil von Mühlacker im baden-württembergischen Enzkreis, Deutschland. Der Ort war bis zum 5. Juli 1975 eine selbstständige Gemeinde und wurde im Zuge der Gebietsreform in Baden-Württemberg zwangseingemeindet. Im Jahr 2000 hatte Lienzingen etwa 2377 Einwohner[1]. Lienzingen ist bekannt durch seinen einzigartigen historischen Ortskern, der als Etterdorf[2] geschützt ist. Außerdem liegt es an der Württemberger Weinstraße.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lienzingen liegt nördlich von Mühlacker. Wiederum nördlich von Lienzingen liegt das zu Maulbronn gehörende Zaisersweiher, nordwestlich das ebenfalls zu Maulbronn gehörende Schmie, westlich die eigenständige Gemeinde Ötisheim, östlich die Gemeinde Illingen (Württemberg) und nordöstlich, das zu Illingen gehörende Schützingen. Der niedrigste Punkt der Gemarkung liegt auf 236,4 m ü. NN am Ausfluss des von Schmie her kommenden und südsüdostwärts durch Lienzingen fließenden Schmiebachs auf die Gemarkung von Illingen. Der Schmiebach ist einer von zwei Dorfbächen. Der zweite ist der Scherbentalbach, der im Ort von Nordwesten her in den Schmiebach fließt. Der höchste Punkt der Gemarkung liegt an der nördlichen Markungsgrenze zu Zaisersweiher auf dem Kamm des Eichelbergs in einer Höhe von 367,4 m ü. NN.[3] Der Südhang des Eichelbergs ist zugleich der Weinberg für Lienzingen, Zaisersweiher und Schmie.

Lienzingen liegt östlich des Kraichgaus zwischen den Ausläufern des Strombergs, zu denen der Eichelberg gehört.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühe Siedlungsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lienzingen kann auf eine lange Siedlungsgeschichte zurückblicken. Gräberfunde aus der Früheisenzeit und der La-Tène-Zeit zeigen, dass schon damals hier Menschen lebten. Die Kelten errichteten auch die „Alte Burg“ auf dem heute noch „Burgberg“ genannten Bergplateau knapp jenseits der Gemarkungsgrenze zu Schützingen.

Um 85 n. Chr. kamen die Römer in die Gegend und prägten die Region bis in die heutige Zeit. Aus dieser Zeit wurden Scherben und ein Diana-Relief im Scherbentalbach gefunden. Ca. Ende des 3. Jahrhunderts wurden die Römer von den Alemannen überrannt, die hier eine Siedlung gründeten, aus der das heutige Lienzingen hervorgegangen ist. Urkundlich ist das zwar nicht belegt, allerdings lässt sich der alemannische Ortsname als „Bei den Leuten von Luizi bzw. Leonzi“ deuten. Danach geriet Lienzingen unter fränkische Herrschaft.

Die erste urkundliche Erwähnung unter dem Namen Laizhingen (fränkische Schreibweise auch: Lentzencheim oder Letzenheim) stammt aus dem Jahr 766 und betrifft die Schenkung an das Kloster Lorsch. Im Jahr 1186 wird zum ersten Mal eine Kirche urkundlich erwähnt, als Lienzingen dem Kloster Sinsheim übereignet wird.

Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Da Lienzingen an einer wichtigen Durchgangs- und Handelsstraße lag, wurde es im Mittelalter ab dem 13. Jahrhundert und bis ins 16. Jahrhundert hinein nicht selten Zeuge von Kriegshandlungen zwischen Pfalz und Württemberg um die Oberherrschaft über das Kloster Maulbronn und wechselte dabei auch mehrfach die Herrschaft. Aus dieser Zeit stammen die Wehranlagen der Peterskirche. Am Ende blieb es, wie das Kloster, in württembergischem Besitz.

Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1525 gab es nach Jahren des Hungers, der Not und wachsender Unterdrückung einen Bauernaufstand, der jedoch blutig niedergeschlagen wurde. Auch die folgenden Jahre brachten viele Kriege und Not, wie z.B. den Dreißigjährigen Krieg, während dessen Lienzingen oft Opfer von Plünderungen wurde. Später, während der Raubkriege Frankreichs, wurde Lienzingen auch des Öfteren geplündert und 1692 sogar von der Soldateska niedergebrannt. Zur Ruhe kam Lienzingen erst nach den Revolutions- und napoleonischen Kriegen.

Während des 19. Jahrhunderts wanderten wie in anderen deutschsprachigen Gebieten viele Menschen aus, hauptsächlich nach Nordamerika.

20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der nächste Einschnitt kam mit dem Ersten und dem nicht lange danach folgenden Zweiten Weltkrieg. In diesen Kriegen starben viele Lienzinger. An die Gefallenen und Vermissten erinnert heute eine Gedenktafel auf dem Friedhof.

Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es eine große Zuwanderungswelle aus den „ehemaligen Ostgebieten“, und so wurde ein ganz neuer Dorfteil Lienzingens gebaut – das Brühlgebiet südlich des Schmiebachs. Die Straßen dort erinnern an die Geschichte Lienzingens, da sie nach Alemannen, Franken, Merowingern, Karolingern, Saliern und Hohenstaufen benannt sind.

Eingemeindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lienzingen wurde unter großem Protest und Widerstand am 5. Juli 1975 zwangseingemeindet und der Stadt Mühlacker zugesprochen.[4] Bis zum heutigen Tag ist dadurch das Verhältnis vor allem alter Lienzinger gegenüber der Stadt Mühlacker angespannt.

Der historische Ortskern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Etterdorf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Typisches Lienzinger Fachwerkhaus

Der Ortskern im Mündungswinkel der Dorfbäche besteht aus einem fast gänzlich geschlossenen Scheunenring, vielen gut erhaltenen Fachwerkhäusern und der imposanten Kirchenburg. Zum Gesamtensemble des Etterdorfs[5] gehören außerdem die Schrebergärten, sowie der Weg um den gesamten Ortskern. Die Kirchengaden sowie die schönen Fachwerkhäuser waren und sind Teil mehrerer Sanierungsmaßnahmen.

Das älteste bekannte ländliche Wohnhaus im Regierungsbezirk Karlsruhe, gebaut um 1441, ist Teil des Ensembles in der Knittlinger Straße. Das Gebäude wurde in den 1990er Jahren aufwändig und unter Beibehaltung von möglichst viel historischer Substanz restauriert und zur Gaststätte Zum Nachtwächter umgebaut.[6] Die Bemühungen wurden 1996 mit dem Denkmalschutzpreis Baden-Württemberg geehrt. Auch das Gebäude Knittlinger Straße 20 gehört zu diesem Ensemble.

Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Kirche in Lienzingen wird im Jahr 1186 urkundlich erwähnt. Die heutige Peterskirche ist bis heute Bestandteil der sehr gut erhaltenen Wehranlage, mit der um 1400 die Errichtung einer Ringmauer, der dazugehörigen Gaden (Kirchkammern oder Fruchtvorratskammern) und damit der Ausbau zu einer Fluchtburg begonnen wurde. Das Steinmaterial soll der Überlieferung nach die Ruine der „Alten Burg“ vom Burgberg bei Schützingen geliefert haben. Die bis dahin romanische Peterskirche wurde Ende des 15. Jahrhunderts im spätgotischen Stil umgebaut.

Ansicht der Liebfrauenkirche aus Südosten

Des Weiteren gibt es die Frauenkirche, eine ehemalige Wallfahrtskirche. Sie steht am südlichen Ortsrand auf einer kleinen Anhöhe, ist dadurch weithin sichtbar und wird heute als Beerdigungskirche und – aufgrund der guten Raumakustik – für Konzerte des seit über dreißig Jahren stattfindenden „Musikalischen Sommers“ genutzt.

Die Kirchengemeinde Lienzingen zählt ca. 1000 Evangelische und hat ein reges Gemeindeleben. Sie unterhält neben der Peterskirche den Friedrich-Münch-Kindergarten und ein Gemeindehaus. Die Liebfrauenkirche sowie ein weiterer Kindergarten sind in städtischem Besitz.

Dorfleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorfleben ist geprägt durch einige Feste, Konzerte und andere kulturelle Angebote. Gelegenheit für sportliche Betätigung bieten zwei Sportplätze, ein Bolzplatz, eine Turn- und Festhalle sowie eine Tennishalle. Daneben bietet auch die freie Natur reichlich Platz.

Außerdem gibt es eine Freiwillige Feuerwehr und auch das Technische Hilfswerk Mühlacker hat hier Räumlichkeiten. Lienzingen hat einen Bäcker mit Lebensmittelladen.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt in Lienzingen einen Fußballverein, einen Turn- und Sportverein Lienzingen, den Verein der Tennisfreunde und den Männergesangverein „Freundschaft“. Seit 2014 gibt es den Gaden e. V., einen Verein zum Erhalt der Kirchengaden und zur Austragung des jährlichen mittelalterlichen Weihnachtsmarktes "Weihnachts-Gaden Lienzingen".

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kommunalwahl 2014 Lienzingen[7][8]
Wahlbeteiligung: 43,22 % (2009: 44,57 %)
 %
50
40
30
20
10
0
41,09 %
15,48 %
15,27 %
15,59 %
12,57 %
LMUd
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   2
   0
  -2
  -4
-2,33 %p
+0,88 %p
+0,96 %p
+0,13 %p
+0,36 %p
LMUd
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
d Liste Mensch und Umwelt

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Lienzinger Wappen ist ein rotes Schild, in dem ein an der Vertikalen gespiegeltes, goldenes S mit fischschwanzähnlichen Enden steht.[9]

Vertretung im Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter der Unechten Teilortswahl stellte Lienzingen im Gemeinderat der Stadt Mühlacker nach der Wahlordnung 3 Gemeinderäte. Nach der Abschaffung dieser Wahlart und den Kommunalwahlen im Jahre 2014 vertreten derzeit 4 Lienzinger Bürger das Dorf im Gemeinderat der Stadt Mühlacker:

Name Partei Stimmenzahl[10]
Günther Bächle CDU 7.641
Matthias Trück CDU 3.845
Bernd Obermeier CDU 3.135
Elli Marx SPD 2.637

Bürgermeister[11][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der selbständigen Gemeinde führte der Chef der Ortsverwaltung anfangs den Titel Schultheiß, ab 1929 dann Bürgermeister. Seit der Eingemeindung nach Mühlacker am 5. Juli 1975 ist der Oberbürgermeister der Stadt Amtschef der für Lienzingen zuständigen untersten Verwaltungsebene.

Schultheißen von Lienzingen:

soweit bekannt
  • 1446: Hans Klebsattel
  • 1476, 1482: Jakob Windhofen
  • 1506: Jakob Klingeisen
  • 1533: Jakob Steiger, Vogt
  • 1539: Konrad Schweitzer, Schultheiß
  • 1542, 1545: Hans Kostfrey
  • 1551–1567: Veit Conlin
  • 1570: Michael Kraus
  • 1571/72: Martin Gaupp
  • 1576: Martin Haakh
  • 1595, 1602: Konrad Schweitzer, reisiger Schultheiß
  • 1625: Hans Knodel
  • 1635–1661: Hans Sidler
  • 1670: Simon Hettler
  • 1692: Hans Jakob Geißler
  • 1693: Keller
  • 1735–1751: Jakob Herzog
  • 1751–1755: Joh. Jakob Schmidgall
  • 1772: Johann Jakob Romig
  • 1801, 1819: Christian Geißler
  • 1828: Neuffer
  • 1829, 1834: Fehleisen
  • 1836–1867: Steußing
  • 1867–1880: Fischer
  • 1880–1907: Link
  • 1907–1920: Adolf Fallscheer
  • 1920–1929: Brodbeck (danach Bürgermeister)

Bürgermeister von Lienzingen:

  • 1929–1945: Brodbeck (zuvor Schultheiß)
  • 1945–1947: Jakob Straub
  • 1947–1975: Richard Allmendinger

Oberbürgermeister von Mühlacker:

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Lienzingen gibt es mehrere kleine bis mittlere Betriebe hauptsächlich der Metallverarbeitung (Geissel GmbH, Lepple Druckguss GmbH) sowie Handwerker und Läden. In der nahen Umgebung liegen einige größere bis große Industriestandorte, etwa in Mühlacker.

Landwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ackerbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lienzingen war ursprünglich ein landwirtschaftlich geprägtes Dorf. Heute gibt es neben mehreren Nebenerwerbs- nur noch drei Haupterwerbslandwirte. Die Fläche der Gemarkung Lienzingen beträgt heute 11,09 km².[12] Davon waren 1853–1873 634 ha Feldfläche, bis 1965 stieg diese auf 648 ha[13] an. Mit der Ausweisung des Neubaugebietes "Raith" in den 1990ern nahm sie wieder um einige Hektar ab.

Angebaut werden hauptsächlich Mais, Raps, Kartoffeln und Getreide.

Der Mais wird zum Großteil in der Biomethananlage in Mühlacker verwertet, die in sechs Silos insgesamt etwa 30.000 t organische Frischmasse einlagern kann und mit 5 MW Gasleistung bzw. 2 MW elektrischer Leistung eine Einspeisekapazität in das Erdgasnetz von 46.000.000 kWh im Jahr hat.[14] Der übrige Mais wird für Viehfutter siliert.

Nutztierhaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt einen Hof mit Milchproduktion und Rindfleisch-Erzeugung. außerdem einen Stall zur Schweinemast. Vereinzelt findet man Hühner, Gänse, Enten und Puten, ebenso Stallhasen und Pferde. Daneben werden natürlich Haustiere wie Katzen und Hunde gehalten.

Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Waldnutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ortsbuch wird die Waldfläche für 1853–1873 mit 476 ha angegeben. Bis 1965 verringerte sie sich auf 462 ha[15] und hat seither wieder um ca. 6 %[16] zugenommen.

Holz wird in den letzten Jahren im Ortsteil wieder verstärkt als Heizstoff genutzt. Der größte Teil des aus dem Wald entnommenen Holzes geht jedoch weiterhin in die Holzwirtschaft.

Wild[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Wäldern findet man Rehwild, Feldhasen, Füchse sowie Schwarzwild, dessen Bestand in den vergangenen Jahren stark zunahm, und viele andere Waldbewohner.

Naturschutz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf der Gemarkung Lienzingen gibt es ein Naturschutzgebiet, den Trinkweiher (0,18 ha), der seit 1986 als Naturdenkmal geschützt ist[17]. Nachdem dort der seltene Deutsche Sandlaufkäfer gefunden wurde, soll das 5 ha große sogenannte Ziegelhäule auch Naturschutzgebiet werden.[18]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lienzingen hat drei Kindergärten und drei Schulhäuser. Von den zwei Kindergärten innerorts ist einer evangelisch und einer städtisch, außerorts gibt es noch einen Waldkindergarten. Von den Schulhäusern wird nur die Grundschule Lienzingen noch als Schule genutzt, die anderen zwei Gebäude sind heute in Privatbesitz. Erstes Schulhaus am Ort war das Fachwerkhaus Kirchenburggasse 14. Das zweite, das hauptsächlich aus Sandstein gemauerte Gebäude Kirchenburggasse 15, wurde bis zur Eröffnung der heutigen Grundschule als Schulgebäude genutzt. Das heutige Schulgebäude an der Ecke Friedrich-Münch-Straße/Dr-Otto-Schneider-Straße wurde in den späten 90er Jahren um einen Anbau erweitert und seither immer wieder erneuert.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straßenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lienzingen liegt direkt an der B 35, die in Germersheim am Rhein weit im Nordwesten beginnt und im südöstlichen Nachbardorf Illingen endet, von wo die B 10 in ca. 40 Minuten weiter in die Landeshauptstadt Stuttgart führt. Über die B 35 erreicht man nach ca. 25 km nordwestlicher Fahrt die Anschlussstelle Bruchsal der A 5, die dreimal so nahe Anschlussstelle Pforzheim-Ost an der A 8 im Südwesten in ca. 15 Minuten über Mühlacker und die B 10 in Richtung Pforzheim. In ihrer anderen, südöstlichen Richtung fährt man über die B 10 in ca. 30 Minuten die ca. 27 km zur Anschlussstelle Zuffenhausen der A 81.

Die L 1134 durchquert Lienzingen in Nord-Süd-Richtung, sie verbindet Kürnbach über das nördliche Nachbardorf Zaisersweiher mit der B 10 im Hauptort Mühlacker dicht im Süden.

Busverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lienzingen hat eine gute Busanbindung durch zwei Buslinien. Die Linie 700 Mühlacker – Bretten und die Linie 702 Mühlacker – Oberderdingen/Flehingen/Kürnbach.[19] Für den Schülerverkehr wird zusätzlich die Linie 107 des Stadtbusses Mühlacker punktuell eingesetzt.

Bahnverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An das Schienennetz ist Lienzingen nicht direkt angebunden, man benutzt den Bahnhof Mühlacker oder die Haltestelle Mühlacker-Rößlesweg.[20] Über ihn besteht eine sehr gute Verbindung nach Karlsruhe, Pforzheim, Stuttgart und zu anderen Städten und Gemeinden.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Friedrich Christian Münch, Fabrikant[21], nach ihm ist eine Straße und ein Kindergarten in Lienzingen benannt
  • Richard Allmendinger, letzter Bürgermeister von Lienzingen bis zur Eingemeindung 1975, nach ihm ist eine Straße in Lienzingen benannt

Söhne und Töchter des Ortsteils[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Friedrich Wissmann: Das Ortsbuch von Lienzingen (Kreis Vaihingen/Enz), Walter-Verlag GmbH, Ludwigsburg 1970.[29]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lienzingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Einwohnerzahlen der Stadt Mühlacker
  2. Das Mühlacker Tagblatt zum Etterdorf
  3. Geographische Daten der Stadt Mühlacker
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 491.
  5. Das Mühlacker Tagblatt zum Etterdorf
  6. Geschichte des Gebäudes Hotel Zum Nachtwächter
  7. Ergebnisse der Kommunalwahl 2014 für Lienzingen
  8. Ergebnisse der Kommunalwahl 2009 für Lienzingen
  9. Ortswappen und Ortsfarben
  10. Stimmenverteilung bei der Gemeinderatswahl Mühlacker
  11. Liste der Schultheißen und Bürgermeister von Lienzingen siehe Wissmann 1970, S. 177
  12. Wissmann 1970, S. 197. → Literatur Hier wird die Fläche geringfügig abweichend oder auch nur gerundet mit 1.110 ha angegeben.
  13. Siehe Wissmann 1970, S. 197
  14. Daten der Biomethananlage Mühlacker
  15. Siehe Wissmann 1970, S. 197
  16. Nach eigener Messung auf www.geoportal-bw.de
  17. Verordnung des Landratsamts Enzkreis zum Naturdenkmal "Trinkweiher"
  18. Die Pforzheimer Zeitung zum Stand der Planung des Naturschutzgebiets "Ziegelhäule" am 27. März 2014
  19. Busfahrpläne des VPE
  20. Bahnlinien im VPE
  21. Firma Friedrich Münch GmbH + Co KG
  22. Katalogeintrag zu Joseph Schlotterbeck bei www.leo-bw.de.
  23. Nennung von Joseph Schlotterbeck in einem Dokument bei Wikisource
  24. Katalogeintrag zu Johann Gottfried Zeller bei www.leo-bw.de.
  25. Katalogeintrag zu Catharina Wedderkopf bei www.leo-bw.de.
  26. Artikel des Mühlacker Tagblatts zu wichtigen Frauen in der Stadtgeschichte
  27. Dokument zur Drehleiter von Andreas Scheck
  28. Katalogeintrag zu Johann Gottlieb Frohnmeyer bei www.leo-bw.de.
  29. Katalogeintrag des Ortsbuchs von Lienzingen bei www.leo-bw.de.