Ötisheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Ötisheim
Ötisheim
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Ötisheim hervorgehoben
Koordinaten: 48° 58′ N, 8° 49′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Landkreis: Enzkreis
Höhe: 243 m ü. NHN
Fläche: 14,26 km2
Einwohner: 4736 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 332 Einwohner je km2
Postleitzahl: 75443
Vorwahl: 07041
Kfz-Kennzeichen: PF
Gemeindeschlüssel: 08 2 36 050
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schönenbergerstraße 2
75443 Ötisheim
Webpräsenz: www.oetisheim.de
Bürgermeister: Werner Henle
Lage der Gemeinde Ötisheim im Enzkreis
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Über dieses Bild
Ötisheim im Forstlagerbuch 1682 von Andreas Kieser
Die evangelische Michaelskirche (St. Michael) in Ötisheim

Ötisheim ist eine Gemeinde im Enzkreis in Baden-Württemberg.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ötisheim liegt etwa 12 km von Pforzheim und 4 km von Mühlacker entfernt.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Gemeinde Ötisheim gehören das Dorf Ötisheim, die Weiler Erlenbach, Corres und Schönenberg und die Höfe Haldenhof und Reithof.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ötisheim (im lokalen Dialekt: Aize) wurde erstmals 783 als Autinesheim im Lorscher Codex urkundlich erwähnt. Während der Zeit der Stammesherzogtümer lag der Ort im Herzogtum Franken. Seit 1285 hatte das Kloster Maulbronn das Vogtrecht, seit 1376 auch die Gerichtsbarkeit über die Güter der Ritter in Ötisheim. In den Jahren 1369 und 1370 gingen weitere Güter, unter anderem der Wald bei Ötisheim, in den Besitz des Klosters über. Damit wurde Maulbronn Grundherr über den Ort.

Im bayerisch-pfälzischen Erbfolgekrieg wurde Ötisheim geplündert und niedergebrannt. Infolge dieses Krieges kam es mit dem Kloster Maulbronn im Jahr 1504 an Württemberg. Mit der Verwaltungsneuordnung, die nach den württembergischen Gebietszuwächsen durch den Reichsdeputationshauptschluss notwendig war, wurde Ötisheim dem Oberamt Maulbronn zugeordnet. Dieses ging 1938 im Landkreis Vaihingen auf, dem der Ort bis zur Kreisreform 1973 angehörte. Seither ist Ötisheim dem Enzkreis zugehörig.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schönenberg wurde 1924 eingemeindet.

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Reformation wurde Ötisheim – wie alle württembergischen Lande – protestantisch. Im Ortsteil Schönenberg gibt es ein Museum, das Glauben und Leben der Waldenser in Ötisheim zeigt. Es existieren drei evangelische Kirchen (in Ötisheim, Schönenberg und Corres) sowie eine katholische und eine neuapostolische Kirche.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1654: 0254 Einwohner
  • 1697: 0009 Einwohner (aufgrund der Pest)
  • 1961: 3433 Einwohner
  • 1970: 4059 Einwohner
  • 1991: 4655 Einwohner
  • 1995: 4759 Einwohner
  • 2004: 4869 Einwohner
  • 2005: 4917 Einwohner
  • 2006: 4869 Einwohner
  • 2007: 4894 Einwohner
  • 2008: 4857 Einwohner
  • 2009: 4831 Einwohner
  • 2010: 4819 Einwohner
  • 2011: 4694 Einwohner
  • 2012: 4703 Einwohner
  • 2013: 4682 Einwohner
  • 2014: 4647 Einwohner
  • 2015: 4736 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in Ötisheim führte zu folgendem amtlichen Endergebnis[3]. Die Wahlbeteiligung lag bei 52,1 % (2009: 56,5 %). Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Partei / Liste Stimmenanteil Sitze Ergebnis 2009
FWV/UBL 43,3 % 6 42,2 %, 7 Sitze
SPD 22,8 % 3 17,1 %, 2 Sitze
Es geht noch mehr… 19,2 % 3 13,2 %, 2 Sitze
Bürgerliste Umwelt und Natur (BUN) 13,5 % 2 16,4 %, 2 Sitze
Alternative für Ötisheim (AfÖ) 1,2 % 0 0,0 %, 0 Sitze
CDU 0,0 % 0 11,2 %, 1 Sitze

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Ötisheim unterhält Partnerschaften mit den nebeneinander im Tal der Durance liegenden südfranzösischen Gemeinden Mérindol, Puget-sur-Durance, Lauris, Puyvert und Lourmarin.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ötisheim besitzt einen Haltepunkt an der württembergischen Westbahn, welcher von der Linie S 9 der Stadtbahn Karlsruhe bedient wird. Außerdem fährt in der Sommerseaison sonntags eine Regionalbahn von Mühlacker nach Maulbronn Stadt; sie hält auch in Ötisheim. Morgens um 6:47 fährt ein Regionalexpress nach Stuttgart HBF.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Henri-Arnaud Kirche

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deutsches Waldenser-Museum im Ortsteil Schönenberg.

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Musikverein Ötisheim veranstaltet jährlich das Serenadenkonzert oder Aizemer Classics. Die größte Veranstaltung ist die MC-Party des Motorradclub in Ötisheim. Es findet jährlich am ersten Septemberwochenende statt. Ältester Verein in Ötisheim ist der Männgergesangverein. Er wurde 1871 gegründet und trägt mit jährlichen Konzerten und dem Sängerbesen zur Kultur in Ötisheim bei.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Henri-Arnaud-Kirche von Christian Friedrich von Leins im Ortsteil Schönenberg.

Sport und Freizeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Freibad Ötisheim am Erlenbach
Gartenbahn Ötisheim
  • Im September 2004 wurde ein 1,5 km langer Barfußpfad eröffnet.
  • Das Ötisheimer Freibad wurde im Jahre 1936 als eines der ersten im damaligen Landkreis Vaihingen/Enz eröffnet und im Jahr 2000 renoviert.
  • Eine weitere Attraktion ist die Gartenbahn Ötisheim, eine Parkeisenbahn.
  • Es gibt folgende Sportvereine: Angelsportverein 1972 Ötisheim e. V.; Boule für Alle e. V.; Indiaca Ötisheim e. V.; Motorradclub (MC) Ötisheim; Schützenverein Ötisheim e. V.; Tennisclub Ötisheim e. V.; Tischtennis-Freunde Ötisheim e. V.; TSV Ötisheim e. V.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Konrad Dussel: Ötisheim. Durch die Geschichte zur Gegenwart. Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2007. ISBN 978-3-89735-503-3
  • Karl Henkelmann, Eduard Anthes: Das Kloster Lorsch. F. Kaufbach, Bensheim 1922.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ötisheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alle politisch selbständigen Gemeinden mit ausgewählten Merkmalen am 30.09.2016 (3. Quartal 2016) (XLS-Datei, 4,86 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band V: Regierungsbezirk Karlsruhe Kohlhammer, Stuttgart 1976, ISBN 3-17-002542-2. S. 565
  3. Kommunalwahldaten 2014 des Statistischen Landesamtes
  4. ShoWTimE – Liquipedia – The StarCraft II Encyclopedia. In: wiki.teamliquid.net. Abgerufen am 4. November 2016.