Lukoil

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LUKoil (russisch ЛУКОЙЛ)
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Rechtsform Offene Aktiengesellschaft (OAO)
Aktiengesellschaft (Russland)
ISIN RU0009024277
US6778621044 (ADR)
Gründung 1991
Sitz Moskau, RusslandRussland Russland

Leitung

  • Wagit Alekperow, Gründer, größter Aktionär und Vorstandsvorsitzender
  • Waleri Graifer, Vorsitzender des Aufsichtsrats (Совета директоров)
Mitarbeiter 110.300 (2014)[1]
Umsatz 144,1 Mrd. US-Dollar (2014)[2][1]
Branche Öl und Gas
Website www.lukoil.com
Eine Lukoil-Tankstelle in Tula
Eine Lukoil-Tankstelle in den USA

Lukoil (eigene Schreibweise LUKOIL, russisch ЛУКОЙЛ) ist ein russischer Mineralölkonzern. Das heute international aufgestellte Unternehmen ist im RTS Index gelistet.

Positionierung auf dem Markt[Bearbeiten]

Lukoil ist der sechstgrößte börsennotierte Ölkonzern der Welt und der erste in Russland, der vertikal integriert ist.

Lukoil förderte 2014 pro Tag 2,31 Millionen Barrel Öl und Gas. Der Konzern verfügt über ein Öläquivalent von 17,6 Milliarden Barrel. Damit liegt er weltweit auf Platz zwei nach ExxonMobil und vor BP. Bei den Rohölreserven übertrifft er alle anderen an der Börse gehandelten Unternehmen der Welt. Sie betragen 16 Milliarden Barrel; das sind 0,4 Prozent der weltweiten Ölreserven.

Eigentumsverhältnisse[Bearbeiten]

Der Lukoil-Konzern gehört mehrheitlich seinen russischen Managern. Der US-Ölkonzern ConocoPhillips hält 20 Prozent der Anteile. Nach Angaben von Moskauer Medien hält Wagit Jussufowitsch Alekperow einen Anteil von 13 Prozent.

Geschichte[Bearbeiten]

Am 25. November 1991 wurde auf Anordnung des Ministerrates der Sowjetunion der staatliche Ölkonzern LangepasUraiKogalymneft (LUKOIL) (ЛангепасУрайКогалымнефть (ЛУКОЙЛ)) aus mehreren kleineren Erdölförder- und -verarbeitungsbetrieben geschaffen. Benannt wurde er nach den drei westsibirischen Städten Langepas, Urai und Kogalym, in deren Gebiet die drei damaligen Haupt- und auch heute noch wichtigen Fördergebiete des Konzerns lagen. 1993 erfolgte die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft unter dem nunmehr alleinigen Namen Lukoil und im Folgejahr begann die Privatisierung.

Lukoil Ölproduktion nach Region in Millionen Tonnen[Bearbeiten]

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Region 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011
Russland 82.720 86.277 89.561 91.100 89.945 91.868 89.767 84.966
Westsibirien 56.351 58.469 59.764 59.917 56.187 52.962 50.934 49.102
Ural 10.082 10.307 10.923 11.257 11.625 12.042 12.500 12.937
Wolga 3.175 3.210 3.214 3.240 3.263 3.072 3.137 3.426
Timan-Petschora-Ölfeld 11.732 12.476 13.601 14.576 16.685 21.662 21.175 17.547
Andere 1.380 1.815 2.059 2.110 2.185 2.130 2.021 1.954
International 3.480 3.881 5.674 5.545 5.295 5.747 6.225 5.951
Gesamt 86.200 90.158 95.235 96.645 95.240 97.615 95.922 90.917
Quelle[3]

Die Ölförderung des Unternehmens stieg von 2004 bis 2009 um über 10 Prozent. 2011 jedoch sank die Fördermenge des Unternehmens, v.a. in Russland spürbar. Die Internationale Förderung sank ebenfalls, macht aber nur einen kleinen Teil der Gesamtproduktion aus. Lukoil zufolge liegt der Rückgang 2011 einerseits an der Erschöpfung einiger Felder in Sibirien, andererseits daran, dass man die modernsten Fördertechnologien an vielen Förderanlagen installiert, während dieser Zeit kann dort nicht gefördert werden. Die Förderrate hatte sich laut Lukoil in der 2. Jahreshälfte 2011 in West-Sibirien wieder erholt.

Ölraffinerien und petrochemischen Anlagen[Bearbeiten]

Lukoil Neftochim Burgas- größte Raffinerie Südosteuropas

Lukoil besitzt sieben ölverarbeitenden Unternehmen in Osteuropa mit einer Gesamtkapazität von 54,1 Millionen Jahrestonnen und hält 49 % Anteil der ISAB Raffinerie-Komplex in Sizilien sowie 45 % der Anteile der TRN-Raffinerie in den Niederlanden:

Staat Name Ort Gebaut v. Lukoil erworben Kapazität, mln tpa
RusslandRussland Lukoil-Nischegorodnefteorgsintes Kstowo 1958 2000 15,0
RusslandRussland Lukoil-Permnefteorgsintes Perm 1958 1991 12,0
RusslandRussland Lukoil-Wolgogradneftepererabotka Wolgograd 1957 1991 9,9
RusslandRussland Lukoil-Uchtaneftepererabotka Uchta 1934 2000 3,7
UkraineUkraine Lukoil-Odesski NPS Odessa 1937 1999 3,6
BulgarienBulgarien LUKOIL Neftochim Burgas Burgas 1964 1999 7,5
RumänienRumänien Petrotel-Lukoil Ploiești 1904 1998 2,4
ItalienItalien ISAB Priolo Gargallo 1975 2008* 16,0*
NiederlandeNiederlande TRN Vlissingen 1973 2009* 7,9*

* – 49 % und 45 % der Anteile

Lukoil Neftechim betreibt mehrere petrochemische Werke in Budjonnowsk (Stawrolen), Saratow (Saratoworgsintes) und Kalusch (Karpatneftechim).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Geschäftsbericht 2014
  2. Gewinneinbruch beim zweitgrößten russischen Ölkonzern, Handelsblatt, 3. März 2015
  3. lukoil.com

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: LUKOIL – Sammlung von Bildern, Videos und AudiodateienVorlage:Commonscat/Wartung/P 2 fehlt, P 1 ungleich Lemma

55.766737.6361Koordinaten: 55° 46′ 0,1″ N, 37° 38′ 10″ O