Métro Rennes

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Logo der Métro Rennes

Die Métro Rennes ist die U-Bahn der französischen Stadt Rennes. Im Jahr 2002 ging dort die dritte automatische U-Bahn des Systems Véhicule automatique léger (VAL) Frankreichs in Betrieb.

Vorgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straßenbahntriebwagen vor dem Opernhaus. ca. 1909

Von 1897 bis 1952 betrieben die Tramways électriques rennais (TER) ein meterspuriges elektrisches Straßenbahnnetz. Es bestand aus fünf Linien mit zunächst 14,84 km Länge bei einer Streckenlänge von 12,98 km und wurde 1906 noch geringfügig erweitert. 1948 wurde die erste Linie durch eine Omnibuslinie ersetzt, die letzte Straßenbahn verkehrte in Rennes am 6. Februar 1952.

Bereits in den 1960er Jahren wurde eine Wiedereinführung der Straßenbahn erwogen, die Pläne wurden aufgrund der beengten Verhältnisse in der Altstadt zunächst nicht weiter verfolgt. In den 1980er Jahren standen drei Verkehrssysteme zu Diskussion: Straßenbahn (1985 in Nantes neu eröffnet), Métro léger des Typs VAL (seit 1983 in Lille in Betrieb) und Mégabus (dreiteiliger Doppelgelenkbus). Nachdem man in Lille und Toulouse mit dem VAL-System gute Erfahrungen gemacht hatte, wurde auch in Rennes der Bau einer derartigen U-Bahn beschlossen.

Linie a[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karte der Métro Rennes: rot die Linie a, grün die Linie b

Die erste Métro (Linie a) in Rennes, von Siemens Transportation Systems erbaut und betreut, ist eine Nord-Süd-Linie zwischen den Endpunkten J.F. Kennedy nach La Poterie, die am 16. März 2002 eröffnet wurde. Das ganze Métroprojekt kostete 2,942 Milliarden Francs, das sind 449 Millionen Euro, und ist in eine Restrukturierung des ÖPNVs der Metropolregion Rennes eingebettet. Auch wurden mehrere Parc-relais (Park+Ride-Plätze) gebaut, die die Métro mit dem motorisierten Individualverkehr verknüpfen.

Acht Kilometer der Strecke liegen im Tunnel, ein Kilometer befindet sich an der Oberfläche. Der durchschnittliche Stationsabstand beträgt 611 Meter, alle 15 Stationen sind für Rollstuhlfahrer zugänglich. Die Züge fahren montags bis samstags von 5:15 bis 0:45 Uhr, von 7:00 bis 21:00 Uhr in einem 2–4-Minuten-Takt. Sonntags fährt die U-Bahn erst ab 7:30 Uhr, zudem ist der Takt leicht reduziert.[1] Die 16 Zwei-Wagen-Züge vom Typ VAL 208, die 28 Tonnen schwer und 26 Meter lang sind, können maximal 158 Fahrgäste befördern (50 Sitz- und 108 Stehplätze). Derzeit fahren durchschnittlich 140.000 Fahrgäste pro Tag mit der 9,4 km langen Métro, die ursprüngliche Planung ging von lediglich 77.000 Passagieren täglich aus. Aufgrund des großen Erfolgs soll die Linie im Süden über die Stadtgrenze hinaus bis zum Bahnhof Rive du Blosnes in der Gemeinde Chantepie verlängert werden.

Linie b[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2014 wird eine zweite automatische Linie (Linie b) gebaut. Diese Strecke wird von Nordost nach Südwest führen, von Cesson-Sévigné (Station Cesson-Viasilva) bis Saint-Jacques-de-la-Lande (Station Saint-Jacques-Gaîté), und damit an beiden Enden das Stadtgebiet Rennes verlassen. Sie wird insgesamt 15 Stationen umfassen, wobei sie an den Stationen Sainte-Anne und Gares die Linie a kreuzen wird. Die Inbetriebnahme ist für 2020 vorgesehen.[2] Auf dieser Linie sollen Fahrzeuge des Typs Cityval von Siemens verkehren.[3] Im September 2018 wurde einer der zweiteiligen neuen Züge auf der InnoTrans in Berlin vorgestellt.[2] Abweichend von den Zügen der Linie a werden die der Linie b nach dem Translohr-System spurgeführt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Métro Rennes – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Christoph Groneck: Metros in Frankreich. 1. Auflage. Robert Schwandl Verlag, Berlin 2006, ISBN 3-936573-13-1, S. 130 ff.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Fahrplan der Metro Rennes (Memento vom 5. Oktober 2011 im Internet Archive) (PDF).
  2. a b Blickpunkt Straßenbahn 6/2018, S. 150.
  3. QUEL SYSTÈME POUR LA LIGNE b ? (Nicht mehr online verfügbar.) metro-rennes-metropole.fr, archiviert vom Original am 12. August 2014; abgerufen am 21. Juli 2014. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.metro-rennes-metropole.fr