Machine Gun Kelly (Rapper)

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Machine Gun Kelly (2017)

Machine Gun Kelly, auch MGK (* 22. April 1990 in Houston, Texas; bürgerlich Colson Baker), ist ein US-amerikanischer Rapper und Schauspieler aus Cleveland, Ohio. Er steht bei Sean Combs’ Label Bad Boy Entertainment unter Vertrag und ist bekannt für eine Vermischung von Hip-Hop mit Rock- bzw. Metalelementen.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baker wurde am 22. April 1990 in Houston, Texas als Richard Colson Baker geboren. Er änderte später seinen Namen zu Colson Baker. Seine Eltern sind Missionare, weswegen er bereits in jungen Kinderjahren mehrfach umziehen musste. So wuchs er unter anderem einige Zeit lang in Deutschland, in Ägypten, als auch in Denver, Chicago, Los Angeles und in Cleveland auf.[1] Aufgrund der Tatsache, dass er während seiner ersten vier Lebensjahre in Ägypten aufwuchs, lernte er Arabisch zu sprechen.[2] Als die Familie zurück in die Staaten zog, besuchte er in Denver die sechste und siebte Klassenstufe der Hamilton Middle School.[2] Zu diesem Zeitpunkt kam er durch die Musik von DMX und Ludacris erstmals mit Hip-Hop und Rap in Kontakt. Im Alter von 14 Jahren zog Baker nach Cleveland, Ohio, wo er die Shaker Heights High School besuchte.[2]

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2009 nahm Baker an einem Talentwettbewerb teil, den er zwei Mal gewinnen konnte. Erste Bekanntheit erlangte er durch einen Auftritt bei MTV2, als er Teil der Sucker Free Freestyle-Sendung war. Im Februar 2010 erschien das erste Mixtape 100 Words and Running.[1] Sein Debüt auf nationaler Ebene feierte er mit der Single Alice in Wonderland, welche auf einer Midwest-Block-Starz-Kompilation des Labels Block Starz Music erschien. Im November des gleichen Jahres folgte mit Lace Up das zweite Mixtape. Auf dieser ist das Lied Cleveland enthalten, welches einige Zeit lang bei Heimspielen der Cleveland Cavaliers gespielt wurde.[2] Als Dank erhielt er 2016 einen Championship Ring der Cavaliers.

Im Jahr 2011 wurde er im XXL gefeaturet.[3] Im März 2011 spielte er auf dem SXSW in Austin, Texas wo er von Sean Combs entdeckt wurde. Dieser nahm ihn bei seinem Label Bad Boy Records unter Vertrag.[4] Im November 2011 erschien die Single Wild Boy mit Waka Flocka Flame als Gastrapper. Im Februar 2012 gab Baker, welcher sich inzwischen Machine Gun Kelly nennt, an, eine EP unter dem Namen Half Naked and Almost Famous veröffentlichen zu wollen. Diese erschien im März 2012. Im Oktober 2012 folgte mit Lace Up das Debütalbum, welches sich prompt auf Platz 4 in den US-Albumcharts platzierte.[5] Zeitweilig fungierte Machine Gun Kelly als MGK, wechselte seinen Namen jedoch wieder. Im Juni 2013 erschien mit Black Flag ein weiteres Mixtape auf dem unter anderem Kellin Quinn von Sleeping with Sirens, French Montana, Dub-O, Sean McGee und Tezo zu hören sind.[6] Die Zusammenarbeit mit Kellin Quinn kam zustande, da Machine Gun Kelly im selben Jahr bereits mit seiner Band in dem Lied Alone aus dem Album Feel zusammenarbeitete.

Anfang 2014 hieß es, dass Machine Gun Kelly mit den Arbeiten an seinem zweiten Album beginnen wird.[7] 2014 trat er als Schauspieler in Beyond the Lights in Erscheinung. 2015 spielte er Wesley „Wes“ Mason in der Showtime-Serie Roadies. Am 16. Oktober 2015 erschien sein zweites Studioalbum General Admission. Zur Promotion des Albums veröffentlichte er vor Release die beiden Singles Till I Die und A Little More. Im Jahr 2016 trat er als Schauspieler in Nerve auf. Dort spielt er Tyler, der mit Ian um den Sieg kämpft und waghalsige Stunts vollführt. Ebenfalls 2016 erschien eine Single namens Bad Things in Zusammenarbeit mit Camila Cabello. 2017 erschien sein drittes Album Bloom. Dieses hielt sich in Deutschland eine Woche an 43. Stelle der Charts. 2018 erschien zwei Wochen nach seiner Single Rap Devil die dazugehörige EP Binge. Im selben Jahr spielte er neben Sandra Bullock und Trevante Rhodes als Felix in Bird Box – Schließe deine Augen mit. In The Dirt – Sie wollten Sex, Drugs & Rock’n’Roll, der Netflix-Verfilmung der gleichnamigen Bandbiografie über Mötley Crüe, verkörperte er 2019 Tommy Lee.

Anfang Juli 2019 veröffentlichte Machine Gun Kelly sein viertes Studioalbum Hotel Diablo, das Platz 75 der deutschen Charts erreichte. Im Mai 2020 erschien die Single Bloody Valentine. In dem dazugehörigen Musikvideo ist die US-amerikanische Schauspielerin Megan Fox zu sehen. Im Laufe des Jahres 2020 soll voraussichtlich sein neues Album Tickets to My Downfall, an dem auch Travis Barker mitgewirkt hat, erscheinen.[8]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[9]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
DE DE AT AT CH CH UK UK US US
2012 Lace Up US4
Gold
Gold

(12 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 9. Oktober 2012
Verkäufe: + 500.000
2015 General Admission DE94
(1 Wo.)DE
CH72
(1 Wo.)CH
US4
Gold
Gold

(5 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 16. Oktober 2015
Verkäufe: + 500.000
2017 Bloom DE43
(1 Wo.)DE
AT36
(1 Wo.)AT
CH28
(1 Wo.)CH
UK37
(1 Wo.)UK
US8
Gold
Gold

(18 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 12. Mai 2017
Verkäufe: + 500.000
2019 Hotel Diablo DE75
(1 Wo.)DE
AT37
(1 Wo.)AT
CH36
(2 Wo.)CH
UK43
(2 Wo.)UK
US5
(20 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 5. Juli 2019

EPs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[9]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
DE DE AT AT CH CH UK UK US US
2012 Half Naked & Almost Famous US46
(3 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 20. März 2012
2018 Binge US24
(2 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 21. September 2018

Mixtapes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Anmerkungen
2007 Stamp of Approval Erstveröffentlichung: 12. Oktober 2007
2009 Homecoming Erstveröffentlichung: 1. April 2009
2010 100 Words and Running Erstveröffentlichung: 11. Februar 2010
Lace Up Erstveröffentlichung: 18. November 2010
2011 Rage Pack Erstveröffentlichung: 14. Oktober 2011
2012 EST 4 Life Erstveröffentlichung: 13. August 2012
mit Dub-O
2013 Black Flag Erstveröffentlichung: 26. Juni 2013
2015 Fuck It Erstveröffentlichung: 23. Juli 2015

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[9]
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
DE DE AT AT CH CH UK UK US US
2011 Wild Boy
Lace Up
US98
Doppelplatin
×2
Doppelplatin

(1 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 27. September 2011
feat. Waka Flocka Flame; Verkäufe: + 2.000.000
2016 Bad Things
Bloom
DE58
(7 Wo.)DE
AT48
(7 Wo.)AT
CH43
(12 Wo.)CH
UK16
Gold
Gold

(12 Wo.)UK
US4
Vierfachplatin
×4
Vierfachplatin

(23 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 14. Oktober 2016
mit Camila Cabello; Verkäufe: + 4.510.000
2017 At My Best
Bloom
AT71
(1 Wo.)AT
US60
Platin
Platin

(8 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 17. März 2017
feat. Hailee Steinfeld; Verkäufe: + 1.000.000
Home
Bright: The Album
DE27
(19 Wo.)DE
AT32
(16 Wo.)AT
CH39
(21 Wo.)CH
UK64
(5 Wo.)UK
US90
Gold
Gold

(5 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 17. November 2017
mit X Ambassadors & Bebe Rexha; Verkäufe: + 500.000
2018 Rap Devil
Binge
UK15
(5 Wo.)UK
US13
Gold
Gold

(4 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 8. September 2018
Verkäufe: + 500.000
2019 I Think I’m Okay
Hotel Diablo
UK90
Silber
Silber

(3 Wo.)UK
US
Platin
Platin
US
Erstveröffentlichung: 7. Juni 2019
mit Yungblud & Travis Barker; Verkäufe: + 1.200.000
2020 Bloody Valentine UK79
(2 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 1. Mai 2020

Weitere Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2010: Alice in Wonderland
  • 2011: Invincible (feat. Ester Dean, US: GoldGold )
  • 2012: Hold On (Shut Up) (feat. Young Jeezy)
  • 2012: Wild Boy (Remix) (feat. Meek Mill, 2 Chainz, French Montana, Mystikal, Steve-O & Yo Gotti)
  • 2013: Breaking News
  • 2014: Sail
  • 2015: Till I Die (US: PlatinPlatin )
  • 2015: A Little More (feat. Victoria Monet)
  • 2016: Young Man (feat. Chief Keef)
  • 2017: Let You Go (US: GoldGold )
  • 2017: Trap Paris (US: GoldGold )
  • 2017: Go for Broke (feat. James Arthur)
  • 2017: Habits
  • 2018: Alpha Omega (US: GoldGold )
  • 2018: Bad Mother F*cker (US: GoldGold )
  • 2018: The Break Up (US: GoldGold )
  • 2018: 27
  • 2018: Loco
  • 2018: Lately
  • 2019: Hollywood Whore
  • 2019: El diablo
  • 2019: Glass House (feat. Naomi Wild)
  • 2019: Sorry Mama (mit Phem)
  • 2019: Why Are You Here
  • 2019: Candy (feat. Trippie Redd, US: GoldGold )
  • 2020: Bullets with Names (feat. Young Thug, RJmrLA & Lil Duke)
  • 2020: Misery Business (mit Travis Barker)
  • 2020: Concert for Aliens
  • 2020: My Ex’s Best Friend (mit blackbear)

Gastbeiträge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen für Musikverkäufe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Goldene Schallplatte

  • BelgienBelgien Belgien
    • 2017: für die Single Bad Things
  • ItalienItalien Italien
    • 2017: für die Single Bad Things
  • KanadaKanada Kanada
    • 2019: für die Single I Think I’m Okay

Platin-Schallplatte

  • AustralienAustralien Australien
    • 2017: für die Single Bad Things

Anmerkung: Auszeichnungen in Ländern aus den Charttabellen bzw. Chartboxen sind in ebendiesen zu finden.

Land/Region Silver record icon.svg Silber Gold record icon.svg Gold Platinum record icon.svg Platin Ver­käu­fe Quel­len
Aus­zeich­nung­en für Mu­sik­ver­käu­fe
(Land/Region, Auszeichnungen, Verkäufe, Quellen)
Australien (ARIA) Australien (ARIA) 0! S 0! G Platinum record icon.svg Platin1 70.000 aria.com.au
Belgien (BEA) Belgien (BEA) 0! S Gold record icon.svg Gold1 0! P 15.000 ultratop.be
Italien (FIMI) Italien (FIMI) 0! S Gold record icon.svg Gold1 0! P 25.000 fimi.it
Kanada (MC) Kanada (MC) 0! S Gold record icon.svg Gold1 0! P 40.000 musiccanada.com
Vereinigte Staaten (RIAA) Vereinigte Staaten (RIAA) 0! S Gold record icon.svg 12× Gold12 Platinum record icon.svg 9× Platin9 15.000.000 riaa.com
Vereinigtes Königreich (BPI) Vereinigtes Königreich (BPI) Silver record icon.svg Silber1 Gold record icon.svg Gold1 0! P 600.000 bpi.co.uk
Insgesamt Silver record icon.svg Silber1 Gold record icon.svg 16× Gold16 Platinum record icon.svg 10× Platin10

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b XXL Mag April 2011; „Show & Prove“ (Machine Gun Kelly)
  2. a b c d Cleveland’s own Machine Gun Kelly is riding a wave of ‘raging’ rap, cleveland.com, abgerufen am 24. August 2011
  3. “Who Can Get Busy”: XXL’s Feature On the Growing Trend of White Rappers [April 2011 Magazine Excerpt. Xxlmag.Com. Abgerufen am 24. August 2011
  4. Video: Machine Gun Kelly – Naked & Almost Famous (Ep.1) (Memento des Originals vom 24. Juli 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.thesource.com. The Source (20. März 2011). Abgerufen am 24. August 2011
  5. Keith Caulfield: Macklemore & Ryan Lewis Score Top Billboard 200 Debut, Mumford Still No. 1. In: Billboard. Nielsen Business Media. 17. Oktober 2012. Abgerufen am 17. Oktober 2012.
  6. Machine Gun Kelly ‘Black Flag’ (Artwork & Tracklist) – XXL. Xxlmag.com. 11. Juni 2013. Abgerufen am 25. August 2013.
  7. http://www.hiphopdx.com/index/news/id.27193/title.mgk-says-he-s-scared-to-listen-to-eminem-s-mmlp2-
  8. Machine Gun Kelly & Travis Barker covern Rage Against The Machines „Killing In The Name“. Musikexpress.de, 5. Juni 2020, abgerufen am 18. Juni 2020.
  9. a b c Chartquellen: DE AT CH UK US1 US2

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Machine Gun Kelly (Rapper) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien