Matthias Kollatz-Ahnen

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Finanzsenator Dr. Matthias Kollatz-Ahnen 2015

Matthias Kollatz-Ahnen (* 24. September 1957 in Jugenheim als Matthias Kollatz) ist ein deutscher Politiker (SPD). Er ist seit dem 11. Dezember 2014 Finanzsenator von Berlin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausbildung und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kollatz-Ahnen studierte Physik an der TH Darmstadt und erlangte den Abschluss Diplom-Physikingenieur. Anschließend studierte er Volkswirtschaftslehre an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main und der TU Berlin, an der er 1988 in Physikalischer Ingenieurwissenschaft promovierte.

Matthias Kollatz-Ahnen arbeitete von 1991 bis 1995 als Gruppenleiter und stellvertretender Abteilungsleiter des Landesentwicklungsministeriums in Hessen. Anschließend wirkte er bis 2006 als Abteilungsleiter, Geschäftsführer und Vorstand der Landestreuhandstelle Hessen und der Investitionsbank Hessen. 2006 bis 2012 war er Vorstand der Europäischen Investitionsbank und anschließend bis 2014 Mitarbeiter der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers.

Er ist verheiratet mit der rheinland-pfälzischen Finanzministerin Doris Ahnen.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Matthias Kollatz war in der Juso-Hochschulgruppe an der TH Darmstadt aktiv. Er gehörte dem dortigen AStA an und war Mitglied im Juso-Bezirksvorstand Hessen-Süd. Von 1984 bis 1988 war er stellvertretender Juso-Bundesvorsitzender. Kollatz galt als einer der Wortführer des undogmatisch-reformsozialistischen Flügels der Jusos und unterlag 1986 bei der Wahl zum Juso-Bundesvorsitz gegen den marxistischen Kandidaten Michael Guggemos.[1]

Im November 2014 wurde er vom neuen Regierenden Bürgermeister Michael Müller als Nachfolger von Ulrich Nußbaum für das Amt des Senators für Finanzen benannt.[2]

Bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin 2016 wurde er in einer Direktwahl über den Wahlkreis Steglitz-Zehlendorf 2 ins Abgeordnetenhaus gewählt.

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kinematik und Kinetik von linearen Fahrzeugmodellen mit wenigen Freiheitsgraden unter Berücksichtigung der Eigenschaften von Reifen und Achsen, Dissertation, TU Berlin, 1988
  • Eine robustere internationale Finanzwirtschaft, NG-FH 04/2012, Bonn, April 2012
  • Euro-Krise – was ist beschlossen, was umgesetzt, was fehlt?, NG-FH 10/2013, Bonn, Oktober 2012
  • EU Structural Funds – The EU’s new concepts for 2014–2020 open up more space for innovative financing, PwC Germany: Trade and Finance, Frankfurt, Oktober 2012
  • A Growth Programme for Europe, International Policy Analysis, Berlin: Friedrich-Ebert-Stiftung
  • Wirkungen messbar machen – Steuerung von Förderbanken und Förderprogrammen, erschienen im Behördenspiegel, Berlin und Bonn Dezember 2012

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jungsozialisten / Neuer Vorsitzender: M.Guggemos. In: Handelsblatt. 2. Juni 1986, S. 4.
  2. Müller holt Banker als Finanzsenator. In: Tagesspiegel. 21. November 2014, S. 1.