Matthias Matuschik

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Matthias Matuschik als Moderator auf dem Jahrhundertsud Festival 2016
Dieser Artikel behandelt den DJ und Moderator Matthias Matuschik. Der namensähnliche Journalist und Publizist findet sich dagegen unter Matthias Matussek.

Matthias Matuschik (* 8. Januar 1965 in Weiden in der Oberpfalz) ist ein deutscher DJ sowie Hörfunk- und Fernsehmoderator. Er ist auch unter seinem Künstler- oder Spitznamen Matuschke bekannt.

Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Matuschik begann seine Rundfunk-Karriere 1989 beim Privatsender Radio Ramasuri. Zwischen 1994 und 1998 war er Moderator bei SWF3, bevor er zu Bayern 3 wechselte. Hier moderierte er zunächst die Nachmittagssendung, bevor er eine eigene Abendsendung erhielt.

2003 arbeitete er kurze Zeit als Moderator der ProSieben-Fernsehsendung Do It Yourself – S.O.S.. Nach einiger Zeit als Moderator der Morgensendung beim Ulmer Privatradio Donau 3 FM ist er seit 2007 wieder bei ARD-Hörfunkwellen zu hören.

Von April 2007 bis Oktober 2008 arbeitete er bei WDR 2. Hier moderierte er zunächst eine Personality-Show am Sonntagvormittag (Matuschik am Sonntag), ehe er seit Januar 2008 vorwiegend wochentags in den abendlichen Musiksendungen und in der Nacht zu hören war. Im selben Monat kehrte er zu Bayern 3 zurück, wo er zunächst in den Nächten auf Samstag und Sonntag mit der Bayern 3-Kultnacht auf Sendung war. Am 2. Oktober 2008 moderierte er letztmals den Musikclub auf WDR 2, seit dem 6. Oktober ist er auf Bayern 3 Montag bis Donnerstag in seiner eigenen Abendshow Matuschke – Der andere Abend in Bayern 3 zu hören; die Bayern 3-Kultnacht lief seitdem nur noch in der Nacht auf Samstag. Ab Mai 2013 bis Ende Juli 2015 lief in der Nacht auf Samstag in Bayern 3 der neue Radiosender Puls (Radiosender). Seit August 2015 läuft auf dieser Sendestrecke Bayern 3 - die Nacht.

Oft spricht er während seiner Sendungen mit seinem österreichischen Musikredakteur „Kerby“ Wolfgang Kerber. Diese Gespräche sind jedoch lediglich als Monologe „on Air“ (man hört nur Matuschiks Stimme), da Kerby laut Matuschik sehr medienscheu ist und im Hintergrund arbeiten möchte.

Für den Deutschen Radiopreis 2011, der am 8. September 2011 in Hamburg stattfand, war Matthias Matuschik in der Kategorie „Bester Moderator“ nominiert.[1]

Seit 2013 ist Matuschik auch als Kabarettist unterwegs: nach dem ersten erfolgreichen Programm "Heilige Scheiße" ging er 2014 auch mit BR-Kollegin Susanne Rohrer auf Tour ("Wir müssen reden"). Im Herbst 2015 feiert sein neuestes Satireprogrammm Premiere: "Entartete Gunst".

Im Juli 2015 moderierte er das Wolfratshausener Flussfestival und setzte dabei in einer Ansage die Schaffung von Raucherzonen mit antisemitischen Zwangsmaßnahmen gleich („wie so ein Judenkarree“). Auf Kritik daran erwiderte er, dass er diesen Vergleich schon über 100-mal auf der Bühne gebracht habe.[2] Kurz darauf torpedierte er eine Veranstaltung der rechtsextremen Splitterpartei Die Rechte, indem er spontan Gegendemonstranten und Passanten zum Niedersingen der Neonazis animierte.[3]

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kabarett Soloprogramm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2015: Heilige Scheiße (DVD)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Matthias Matuschik – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.deutscher-radiopreis.de/preis/nominierte/nominiertemoderator101.html
  2. Bayern-3-Moderator vergleicht Raucher mit Juden, Süddeutsche Zeitung vom 5. Juli 2015
  3. Stefanie Wegele: Radiomoderator Matuschik bringt Neonazi aus dem Konzept, Münchner Merkur vom 24. August 2015