Menosgada

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Rekonstruktion einer spätkeltischen Pfostenschlitzmauer auf dem Staffelberg, 2010

Menosgada (Stadt über dem Maintal)[1] war eine vom griechischen Geographen Claudius Ptolemäus erwähnte keltische Metropole am Obermain, die sich wahrscheinlich auf dem Staffelberg (nahe Bad Staffelstein im oberfränkischen Landkreis Lichtenfels) befand.

Schon seit der Hallstattzeit siedelten Kelten auf dem Staffelberg. Während der Latènezeit, um etwa 200 v. Chr., wurde die einfache frühkeltische Wehranlage zu einem 49 Hektar[1] großen Oppidum ausgebaut, das mit einer 2800 Meter langen Schutzmauer und Fallgruben gegen das benachbarte Albgelände gesichert war. Menosgada war das nördlichste Oppidum im heutigen Bundesland Bayern. Aus seiner Mitte ragte eine ca. drei Hektar große Akropolis hervor.

Menosgada ging um 50 v. Chr.[1] unter, als die Römer erfolglos versuchten, durch den Maingraben nach Osten bis zur Elbe vorzudringen und dort auf massive Widerstände germanischer Stämme stießen. Die Zeiten wurden zu unruhig. Im Jahr 50 n. Chr. war Menosgada am nördlichsten Zipfel des Ausbreitungsgebietes der Narisker gelegen. In geringerem Umfang wurde das Gebiet später, nach der Völkerwanderungszeit, wiederbesiedelt.

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Motschmann 2006, S. 10

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Josef Motschmann: Altenkunstadt – Heimat zwischen Kordigast und Main. Gemeinde Altenkunstadt. Altenkunstadt 2006.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 50° 5′ 32″ N, 11° 1′ 29″ O