Michael von Melas

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Michael von Melas

Michael Friedrich Benedikt Freiherr von Melas (* 12. Mai 1729 in Radeln (rumänisch Roadeș) nahe Schäßburg in Siebenbürgen; † 31. Mai 1806 in Elbeteinitz in Böhmen), war ein österreichischer General.

Wirken[Bearbeiten]

Von Melas trat 1746 als Kadett in ein Infanterieregiment, nahm als Adjutant des Feldmarschalls Daun am Siebenjährigen Krieg teil, wurde 1781 Oberst und 1789 Generalmajor, befehligte 1793 an der Sambre eine Brigade, 1794 als Feldmarschallleutnant am Niederrhein, 1795 am Mittelrhein und 1797 in Italien, wo er nach Beaulieus Abgang eine Zeit lang den Oberbefehl führte. An der Spitze der Österreicher focht er 1799 gemeinschaftlich mit Suworow und siegte bei Cassano d’Adda[1], an der Trebbia und bei Novi Ligure[2].

Nachdem Suworow gegen Masséna in die Schweiz abgezogen war, schlug er am 4. November an der Spitze von 40.000 Österreichern, Jean-Étienne Championnet bei Genola[3] (nahe Fossano) und bemächtigte sich Cuneos. 1800 drang er bis zum Var vor und rüstete sich eben zu einem Einfall in die Provence, als Bonaparte in seinem Rücken über die Alpen vordrang und Melas von der Kommunikation mit Österreich abschnitt. Zwar versuchte dieser am 14. Juni bei Marengo durchzubrechen, errang auch zuerst den Sieg, verließ aber zu früh das Schlachtfeld, worauf sich der anfängliche Sieg in eine völlige Niederlage verwandelte, und schloss in völliger Mutlosigkeit die Konvention von Alessandria, wonach er Italien räumen und sich hinter den Mincio zurückziehen musste. Bald darauf wurde er Kommandierender General in Böhmen, zog sich 1803 in den Ruhestand zurück und starb am 31. Mai 1806 in Elbeteinitz in Böhmen.

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vgl. Meyers-Artikel zu Cassano
  2. Vgl. Meyers-Artikel zu Novi Ligure
  3. In der angegebenen Quelle (Meyers) steht (nur) Genolo, aber Vergleich z.B. mit dem Artikel zu Fossano macht klar, daß es sich um Genola (bei Fossano) handelt.