Museum Europäische Kunst

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Schloss Noervenich
Schloss Nörvenich Front 2017

Das Museum Europäische Kunst, Kunst-Museum e. V. befindet sich in Nörvenich, Kreis Düren, Nordrhein-Westfalen. Es wurde 1985 eröffnet. Das kulturelle Engagement konzentriert sich auf die Präsentation von Arbeiten aus dem Bereich Bildende Kunst aus allen Staaten Europas. Es schließt die Förderung zeitgenössischer Kunstschaffender durch Ausstellungen und Beteiligungen ein.

Allgemeines[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Museum Europäische Kunst begann seine überregionale Arbeit 1991. Die erste Ausstellung mit dem Titel „Salvador Dalí und Künstler Europas“ hatten Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher und der damalige spanische Thronfolger Prinz Felipe, dem heutigen König von Spanien, in Nörvenich eröffnet. 1996 wurde eine Ausstellung „Kunst aus Europa“ mit Werken von Allesandra Della Valentina, Salvador Dalí, Ernst Fuchs (Maler), Pierre Peyrolle, Kurt Arentz, Henry Moore und Renate Stendar-Feuerbaum gezeigt.[1]

Die Kultureinrichtung ist im historischen Schloss Nörvenich beheimatet. Sie ist von staatlichen Subventionen und öffentlichen Mitteln unabhängig. Themen-Ausstellungen des Museums werden von der gemeinnützigen Europäischen Kultur Stiftung e.V. (EKS) unterstützt. Das Museum verfügt ferner über Sammlungen zeitgenössischer Künstler wie Kurt Arentz, Siegfried W. Lunau, Birgit Sewekow, Renate Stendar-Feuerbaum, Detlef Krebs, Johannes Günter Patzelt, Rafael Lunau u. a. sowie über Grafik-Sammlungen von Chagall, Miró, Picasso, Dalí, Maillol, Cocteau, Fini, Rainer Arke, Georg Cadora, Christo u. a.,[2] die für Ausstellungen in Kultureinrichtungen und kommunalen Gebäuden als Leihgaben zur Verfügung gestellt werden. Zu den Förderern gehörten dem Europa-Gedanken verbundene Persönlichkeiten wie Hans-Dietrich Genscher und Zeitgenossen, Elfie Wörner, Peter Ludwig, Ruth Zucker, Roger Peyrefitte und andere.

Verkehrsverbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Museum Europäische Kunst ist über Autobahnen und Bundesstraßen zu erreichen. Im öffentlichen Verkehr führt eine direkte Busverbindung der Dürener Kreisbahn von Düren bis unmittelbar an das Museum mit der Haltestelle Schlosspark, in dem sich das Baudenkmal befindet.

Künstler und Künstlerinnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Ausstellungskonzept des Museums ist, international bekannte Namen mit dem Schaffen zeitgenössischer Künstler zusammenzubringen. Dies soll mehr Aufmerksamkeit auf lebende Kunstschaffende in Deutschland und den Staaten der Europäischen Union lenken.

Ausstellungen für zeitgenössische Künstler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Museum gibt seit 2015 zeitgenössischen Künstlern und Künstlerinnen die Möglichkeit, ihre Skulpturen und Objekte in der Freilicht-Ausstellung im Park um das Baudenkmal zu präsentieren. Damit sollen vor allem Werke von Kunstschaffenden aus EU-Ländern den Besuchern bekannt gemacht werden. Informationen erteilt das Museums-Kuratorium.

Die Porträtsammlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Museum verfügt über eine einmalige Sammlung von Porträts bedeutender Zeitgenossen des 20. und 21. Jahrhunderts. Sie wurden von unterschiedlichen Künstlern als Bildnisbüsten, Reliefs, Plaketten, Medaillen, Zeichnungen, Graphiken und Fotografien festgehalten. Zu den Porträtierten gehören die Bundeskanzler Konrad Adenauer, Ludwig Erhard, Willy Brandt, Helmut Schmidt, Helmut Kohl und Gerhard Schröder. Ferner wurden porträtiert: die Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, Roman Herzog, Johannes Rau und der frühere SPD-Bundestagspräsident Wolfgang Thierse. Erwähnenswert ist in der Museums-Sammlung von graphischen Frauenporträts das großformatige Bildnis von Mildred Scheel des US-Pop-Art-Künstlers Andy Warhol sowie das Gemälde Ezra Pound.

Unter den ausländischen Staatsmännern befinden sich die US-Präsidenten Ronald Reagan, George H. W. Bush und Bill Clinton sowie die Bronze-Büsten von Charles de Gaulle und Václav Havel (Tschechien).

Aus dem Bereich des Sports sind es u. a. Büsten von Ulrike Meyfarth, Boris Becker, Steffi Graf und Henry Maske. Unter den religiösen Führern sind u. a. vertreten: Papst Benedikt XVI., Josef Kardinal Frings, der Dalai Lama. Zum Bereich Kunst, Musik, Literatur, Wirtschaft gehören Porträts von Salvador und Gala Dalí, Jean Cocteau, Ernst Fuchs, Richard Wagner, Ludwig van Beethoven, Gerhart Hauptmann, Ernst Jünger, Axel Springer und Ludwig Erhard.

Kulturarbeit und Kooperation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rahmen der europäischen Kulturarbeit bietet das Museum Kunstausstellungen an, die in Kunstvereinen sowie entsprechenden Ausstellungsräumen von Städten und Kommunen, Kurbetrieben, Organisationen, Unternehmen und Banken gezeigt werden können. Hinzu kommen Konzepte für Galerien. Der Zweck der gemeinnützigen Initiative ist vor allem, das Schaffen von Künstler aus dem EU-Raum zu zeigen.[3]

Nach Angaben der Kuratoren sind externe Ausstellungen unter anderem mit Arbeiten folgender Künstler möglich: Salvador Dalí (Dante: Die göttliche Komödie), Ernst Fuchs, Kurt Arentz, Jean Cocteau, Leonor Fini, Peter Hohberger, Lajos Tar (Porträtzeichnungen), Bernhard Rebmann (PsychoArt), Günter Thelen, Detlef Krebs, Heinz Spilker, Christian Peschke, Fernand Mourlot (Original Lithographien als Kunstplakate), Junge Kunst (XXI. Jahrhundert, zeitgenössische Arbeiten), Christliche Kunst ARS SACRA der Nonne Maria Geroldine Dörpinghaus (SND),John Marcó, Elke Seimetz.

Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachfolgend eine Auswahl von Ausstellungen im Museum:

  • 1990 "Amor Vincit Omnia: Arno Breker 90 Jahre", Laudatio Ernst Fuchs.[4]
  • 1991: „Salvador Dalí und Künstler Europa“, Laudatio Felipe VI.(Katalog)[5]
  • 1992: Kurt Arentz: neue Skulpturen (Katalog)
  • 1993: Jean Schmitz (Düren), Kalligraphien
  • 1994: Ernst Barlach und Käthe Kollwitz, Graphik
  • 1995: Von Beuys bis Rückriem – Konträre Kunst
  • 1996: Aristide Maillol, Holzstiche
  • 1997: Gemeinschafts-Ausstellung: Paul Seimetz, Detlef Krebs, Rudolf Liefke; Werkschau Helga Tiemann
  • 1998: Renate Stendar-Feuerbaum, plastische Werke (Katalog)
  • 1999: Kunst aus Frankreich: André Dunoyer Segonzac
  • 2000: Vergangenheit und Gegenwart: Alexander Calder, Joan Miró, Pablo Picasso, Siegfried Lunau, Karolin Donst u. a.
  • 2003: Birgit Sewekow: Eine Malerin in Europa. (Katalog)
  • 2004: Die Göttlichen Düfte: Salvador Dalí und seine Parfums (Katalog)
  • 2007: Binjamin Shalumov: Kunst aus Russland und Dagestan (Katalog)[6]
  • 2008: Hommage à August Erkens zum 100. Geburtstag (Katalog)
  • 2009: Porträts der Zeitgeschichte: Kurt Arentz – Jubiläumsausstellung zum 75. Geburtstag, (Katalog).
  • 2010: Elfriede Luise Vogel – eine deutsche Bildhauerin der Stille. Werkschau.
  • 2011: Birgit Sewekow: Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen, Bronzen. Retrospektive zum 65. Geburtstag.
  • 2012: Jean Cocteau und Arno Breker, eine Künstlerfreundschaft, (Katalog)
  • 2013: Hommage à Günter Thelen, Zum 70. Geburtstag des Bildhauers.
  • 2013: Yukio Mishima, Graphik und Dokumente aus Japan, (Katalog)
  • 2014 Hommage a Kurt Arentz, zum 80. Geburtstag, Mai 2014, (Katalog)
  • 2015 Retrospektive: Joannes Günter Patzelt, Europäische Kultur-Wochen, Patronat Rita Süssmuth.
  • 2015 Lutz Backes: Porträts und Konterfeis, 2015
  • 2016 Rainer Arke: Bilder – Spurensuche, 2016, (Katalog „back home“)
  • 2017 Jubiläums-Ausstellung 30 Jahre internationale Kunst mit Sonderausstellungen für Maria Geroldine Dörpinghaus (Katalog), Rainer Arke (Katalog), Muna Götze (Malerei) und Marc Chagall.[7]

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Henk Verbeek: „Land an der Rur“, Baudenkmäler und europäische Geschichte entlang des Flusses Rur in Belgien, Deutschland und den Niederlanden; 2014 Edition „Kunststrom Rur“, Gemeinde Roerdalen NL.
  • Gerd Schönfeld: „Museen und Sammlungen im Rheinland“, Landschaftsverband Rheinland, 2001. ISBN 3-7927-1843-X

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Europäische Kultur-Wochen – Museum Europäische Kunst. Abgerufen am 6. November 2012 (PDF; 249 kB).
  2. Kunstmuseum Schloß Nörvenich. Abgerufen am 6. November 2012.
  3. Vorstand-Beschluss von Juni 2014
  4. Einladungskarte zum 21. Juli 1990
  5. Offizielle Einladung und Katalog
  6. Jahrbuch Kreis Düren 2008
  7. http://www.schloss-noervenich.de/30-jahre-museum-europaeische-kunst/

Koordinaten: 50° 48′ 29,3″ N, 6° 38′ 41,7″ O