Naturpark Stechlin-Ruppiner Land

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Naturpark Stechlin-Ruppiner Land
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Naturpark Stechlin-Ruppiner Land (Deutschland)
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53.10371944444413.050147222222Koordinaten: 53° 6′ 13″ N, 13° 3′ 1″ O
Lage: Brandenburg, Deutschland
Nächste Stadt: Rheinsberg
Fläche: 680 km²
Gründung: 7. Juli 2001
Adresse: Naturparkverwaltung

Am Friedensplatz 9
16775 Stechlin, OT Menz

Der Stechlinsee
Der Stechlinsee
i2i3i6

Der Naturpark Stechlin-Ruppiner Land ist die Region um den Stechlinsee, die Ruppiner Schweiz und das Rheinsberger Seengebiet. Das Gebiet um den Stechlinsee hat bereits seit 1938 auf einer Fläche von 1.774 Hektar den Status eines Naturschutzgebietes. Das „Naturschutzgebiet Stechlin“ wurde am 15. November 2002 mit einer Gesamtgröße von 8.760 Hektar durch Festsetzung der Rechtsverordnung geschützt. Im Jahr 2001 wurde der Naturpark bekannt gemacht [1] und ist seitdem das 15. Großschutzgebiet des Bundeslandes Brandenburg. Nach dem Brandenburgischen Naturschutzgesetz bestehen Naturparke zum überwiegenden Teil aus Naturschutzgebieten und Landschaftsschutzgebieten. Der Naturpark Stechlin-Ruppiner Land beherbergt flächenanteilig mehr als die Hälfte der natürlichen Klarwasserseen in Brandenburg und daneben einige Besonderheiten, wie das Vorkommen dystropher Moorseen, vielfältiger Moorflächen und Wälder, insbesondere Rotbuchenwälder. Der Naturpark hat eine Fläche von ca. 680 km², die zu ca. 62 % von Wäldern, ca. 7 % von Seen (mehr als 100) und Flüssen, ca. 17 % von Äckern, ca. 9 % von Grünland und ca. 5 % von Infrastruktur und Wohnflächen eingenommen werden.

Lage und Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Der Naturpark liegt in den Landkreisen Oberhavel (ca. 1/3) und Ostprignitz-Ruppin (ca. 2/3) im Norden des Bundeslandes Brandenburg und grenzt an die Landesgrenze zu Mecklenburg-Vorpommern und im Osten an den Naturpark Uckermärkische Seen. Der Naturpark befindet sich auf dem Gebiet der Städte Fürstenberg/Havel, Gransee, Lindow (Mark), Neuruppin, Rheinsberg und Wittstock/Dosse sowie der Gemeinden Großwoltersdorf, Herzberg (Mark), Sonnenberg, Stechlin, Storbeck-Frankendorf und Vielitzsee.

Durch den Naturpark führt die Bundesstraße 122, an seinem östlichen Rand verläuft die Bundesstraße 96 und an seinem südlichen Rand die Bundesstraße 167.

NaturParkHaus[Bearbeiten]

Das Besucherzentrum des Naturparks befindet sich in Menz. Im NaturParkHaus wird eine interaktive Ausstellung präsentiert, die besonders für Kinder interessant ist und in der die charakteristischen Lebensräume des Gebietes - Buchenwälder, Moore und Klarwasserseen - mit ihren Bewohnern vorgestellt werden. Träger des NaturParkHauses ist der Förderverein „Naturlandschaft Stechlin und Menzer Heide e. V.“, der auch ein umfangreiches Programm an Umweltbildungsveranstaltungen anbietet.

Siehe auch[Bearbeiten]

Belege[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Erklärung zum Naturpark „Stechlin-Ruppiner Land“ (PDF; 1,5 MB) Bekanntmachung des Ministeriums für Landwirtschaft, Umweltschutz und Raumordnung vom 13. Juni 2001. Amtsblatt für Brandenburg, 12. Jahrgang, 2001, Nummer 27, Potsdam, 4. Juli 2001, S.450/1.

Literatur[Bearbeiten]

  • Tom Kirschey, Silke Oldorff (2002): Das Naturschutzgebiet Stechlin im Naturpark Stechlin-Ruppiner Land Jahrbuch Ostprignitz-Ruppin, Jahrgang 12, Seiten 136-140.
  • Manfred Lütkepohl, Martin Flade (Hrsg.): Das Naturschutzgebiet Stechlin. Natur und Text, Rangsdorf 2004, 267 S., ISBN 3-9807627-8-5

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Naturpark Stechlin-Ruppiner Land – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien