Sonnenberg (Brandenburg)

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Sonnenberg führt kein Wappen
Sonnenberg (Brandenburg)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Sonnenberg hervorgehoben
Koordinaten: 53° 1′ N, 13° 5′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Oberhavel
Amt: Gransee und Gemeinden
Höhe: 64 m ü. NHN
Fläche: 50,56 km²
Einwohner: 823 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 16 Einwohner je km²
Postleitzahl: 16775
Vorwahl: 033082
Kfz-Kennzeichen: OHV
Gemeindeschlüssel: 12 0 65 301
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Baustraße 56
16775 Gransee
Webpräsenz: Gemeinde Sonnenberg
Bürgermeister: Ralf Wöller (CDU)
Lage der Gemeinde Sonnenberg im Landkreis Oberhavel
Fürstenberg/Havel Zehdenick Liebenwalde Oranienburg Mühlenbecker Land Glienicke/Nordbahn Birkenwerder Hohen Neuendorf Hohen Neuendorf Hennigsdorf Leegebruch Velten Oberkrämer Kremmen Löwenberger Land Gransee Gransee Schönermark Sonnenberg Großwoltersdorf Stechlin Großwoltersdorf Berlin Mecklenburg-Vorpommern Mecklenburg-VorpommernKarte
Über dieses Bild

Sonnenberg ist eine Gemeinde im Norden des Landkreises Oberhavel in Brandenburg und gehört zum Amt Gransee und Gemeinden.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im südlichen Teil der Gemeinde liegen der Salchowsee, der Kirchsee, der Kleine und der Große Dölschsee sowie der Huwenowsee, die über Gräben miteinander verbunden sind. Der Ortsteil Schulzendorf liegt im Naturpark Stechlin-Ruppiner Land.

Die Gemeinde hat fünf Ortsteile:

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonnenberg entstand in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts im Zuge der deutschen Ostexpansion und -kolonisation als typisches Bauerndorf deutscher Siedler. Dies belegt schon die noch bis heute sichtbare Siedlungsstruktur eines Straßendorfes. Sonnenberg wurde als Sunnenberg 1318 zum ersten Mal erwähnt. 1524 lag es wie fast alle Dörfer des damaligen Landes Ruppin "wüst". Die Feldmark gehörte zu dieser Zeit anteilig dem Kloster Lindow sowie verschiedenen Adelsgeschlechtern. Nach der Reformation kam es in den Besitz derer von Bredow zu Rheinsberg und wurde in wenigen Jahren. 1581 wird der Ort als "neulich wieder aufgebaut" erwähnt. In dieser Zeit entstand auch die massive Feldsteinkirche des Ortes, deren Turmaufsatz in späterer Zeit eine Veränderung erfuhr und dessen Mauerwerk nachträglich verputzt wurde. 1687 befand sich Sonnenberg zum Teil im Besitz der Herren von Zernikow[2]. Im 18. Jahrhundert fiel es als Kammergut (Staatsdomäne) an die Könige von Preußen und wurde 1857 noch als solches geführt[3].

Die Gemeinde Sonnenberg wurde am 27. September 1998 durch den Zusammenschluss der ehemaligen Gemeinden Sonnenberg und Baumgarten neu gebildet.[4] Am 26. Oktober 2003 wurden die ehemaligen Gemeinden Rönnebeck und Schulzendorf (hier fand die Schlacht bei Schulzendorf im Jahre 1316 statt) als Ortsteile in die Gemeinde Sonnenberg eingemeindet.[5]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1875 479
1890 551
1910 466
1925 504
1933 461
1939 433
1946 868
1950 777
1964 531
1971 510
Jahr Einwohner
1981 453
1985 436
1989 416
1990 395
1991 386
1992 387
1993 389
1994 376
1995 375
1996 377
Jahr Einwohner
1997 368
1998 459
1999 467
2000 476
2001 464
2002 474
2003 938
2004 934
2005 921
2006 904
Jahr Einwohner
2007 911
2008 890
2009 891
2010 888
2011 855
2012 855
2013 841
2014 828

Gebietsstand des jeweiligen Jahres[6][7], ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

37 % der Einwohner sind evangelisch, 2 % katholisch.[8]

Die evangelische Kirchengemeinde Baumgarten gehört zum Pfarrsprengel Gutengermendorf; die Kirchengemeinden Rönnebeck, Sonnenberg (mit Rauschendorf) und Schulzendorf gehören zum Pfarrsprengel Gransee. Beide Sprengel liegen im Kirchenkreis Oberes Havelland der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz.

Die wenigen Katholiken gehören zur Pfarrei St. Hedwig in Fürstenberg/Havel, Dekanat Oranienburg, Erzbistum Berlin; die nächste Filialkirche ist Mariä Himmelfahrt (Gransee).

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindevertretung von Sonnenberg besteht aus zehn Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister.

Wählergruppe Sitze
Wählergemeinschaft Sonnenberg 4
Freie Wählergemeinschaft Schulzendorf 2
Wählergemeinschaft Baumgarten 1
Einzelbewerber Joachim Nettelbeck 1
SPD 1
Einzelbewerber Christoph Grabow 1

(Stand: Kommunalwahlen am 25. Mai 2014)[9]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ralf Woller (CDU) wurde in der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014 mit 89,9 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von fünf Jahren [10] gewählt.[11]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Sonnenberg stehen die in die Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Baudenkmale der Gemeinde. Der ehemalige preußische Landsitz Schloss Rauschendorf im Ortsteil Rauschendorf wurde 1723 von Hermann Graf von Wartensleben erbaut, im 19. Jahrhundert im Stil der Neorenaissance überformt und 1921 durch einen Brand zerstört. 1923 erfolgte der Wiederaufbau als zweigeschossiges Barockschloss.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Private Motorisierung in Sonnenberg 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015
nichtgewerblich zugelassene PKW (zum 1.1.)[12] 486 502 492 497 493 508 499 515
nichtgewerbliche PKW je 1.000 Einwohner (31.12.Vj.) 533 564 552 560 577 594 593 622
Vergleichswert Land Brandenburg 475 479 486 493 506 508 510 512

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sonnenberg (Brandenburg) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur- und Quellennachweis: Dipl.-Hist. Carsten Dräger (Chronist und Heimatforscher): Chronik der Gemeinde Sonnenberg.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2015 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Friedrich Bratring: Die Grafschaft Ruppin, Berlin 1799
  3. Handmatrikel der Rittergüter 1857
  4. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1998
  5. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2003
  6. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Oberhavel. S. 22–25
  7. Bevölkerung im Land Brandenburg nach kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden 1991 bis 2014
  8. Zensusdatenbank
  9. Ergebnis der Kommunalwahl am 25. Mai 2014
  10. § 73 des Brandenburgischen Kommunalwahlgesetzes
  11. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014
  12. Kraftfahrt-Bundesamt Statistik Fz3