Nižné Ružbachy

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Nižné Ružbachy
Wappen Karte
Wappen fehlt
Nižné Ružbachy (Slowakei)
Nižné Ružbachy
Nižné Ružbachy
Basisdaten
Staat: Slowakei
Kraj: Prešovský kraj
Okres: Stará Ľubovňa
Region: Tatry
Fläche: 9,794 km²
Einwohner: 632 (31. Dez. 2018)
Bevölkerungsdichte: 65 Einwohner je km²
Höhe: 555 m n.m.
Postleitzahl: 065 02 (Postamt Vyšné Ružbachy)
Telefonvorwahl: 0 52
Geographische Lage: 49° 17′ N, 20° 35′ OKoordinaten: 49° 16′ 53″ N, 20° 34′ 36″ O
Kfz-Kennzeichen: SL
Kód obce: 526916
Struktur
Gemeindeart: Gemeinde
Verwaltung (Stand: November 2018)
Bürgermeister: Jozef Abrahamovský
Adresse: Obecný úrad Nižné Ružbachy
č. 135
065 02 Vyšné Ružbachy
Webpräsenz: www.nizneruzbachy.sk
Statistikinformation auf statistics.sk

Nižné Ružbachy (slowakisch bis 1927 auch „Nižné Družbachy“; deutsch Unterrauschenbach oder Niederrauschenbach, ungarisch Alsózúgó – bis 1907 Alsóruzsbach, polnisch Drużbaki Niżne) ist eine Gemeinde im Nordosten der Slowakei mit 632 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2018), die zum Okres Stará Ľubovňa, einem Teil des Prešovský kraj, gehört und zur traditionellen Landschaft Zips gezählt wird.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche

Die Gemeinde befindet sich im Popradtal nahe einem kleinen Durchbruch zwischen der Zipser Magura im Westen und den Leutschauer Bergen im Osten, wo der Fluss eine Schleife macht. Hier nimmt der Fluss den linksufrigen Bach Rieka auf. Das Ortszentrum liegt auf einer Höhe von 555 m n.m. und ist fünf Kilometer von Podolínec sowie 12 Kilometer von Stará Ľubovňa entfernt.

Nachbargemeinden sind Vyšné Ružbachy im Norden, Lacková im Nordosten, Forbasy im Osten, Lomnička im Süden, Reľov im Südwesten, Zálesie und Podolínec im Südwesten und Westen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde nach deutschem Recht von einem gewissen Heinrich aus Pudlein gegründet und zum ersten Mal 1287 als Rauschenbach schriftlich erwähnt. Wegen der Nähe gehörte das Dorf zum Herrschaftsgut der Stadt Pudlein. 1412 wurde es zusammen mit Teilen der Gespanschaft Zips an Polen verpfändet und verblieb dort bis 1772. Von 1755 bis zur ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts arbeitete hier ein Papierwerk. 1828 zählte man 120 Häuser und 880 Einwohner.

Bis 1918 gehörte der im Komitat Zips liegende Ort zum Königreich Ungarn und kam danach zur Tschechoslowakei beziehungsweise heute Slowakei.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemäß der Volkszählung 2011 wohnten in Nižné Ružbachy 609 Einwohner, davon 572 Slowaken und jeweils ein Magyare, Tscheche und Ukrainer; ein Einwohner war anderer Ethnie. 33 Einwohner machten diesbezüglich keine Angabe. 553 Einwohner bekannten sich zur römisch-katholischen Kirche, fünf Einwohner zur griechisch-katholischen Kirche und ein Einwohner zur orthodoxen Kirche. Drei Einwohner waren konfessionslos und bei 47 Einwohnern wurde die Konfession nicht ermittelt.[1][2]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • römisch-katholische Kirche, ursprünglich im gotischen Stil im 13. Jahrhundert gebaut, heute barock gestaltet
  • klassizistisches Landschloss, heute Sitz des örtlichen Pfarramts
  • Gebäude des ehemaligen Papierwerks aus dem 18. Jahrhundert
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Nižné Ružbachy

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Nižné Ružbachy verläuft die Straße 1. Ordnung 77 von Spišská Belá nach Stará Ľubovňa. Des Weiteren gibt es hier eine Haltestelle an der Bahnstrecke Poprad–Plaveč.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Volkszählung 2011 nach Ethnie (slowakisch) (Memento vom 6. Oktober 2014 im Internet Archive)
  2. Volkszählung 2011 nach Konfession (slowakisch) (Memento vom 7. September 2012 im Internet Archive)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Nižné Ružbachy – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien