Nina Gladitz

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Nina Gladitz (* 1946 in Kirchzarten) ist eine deutsche Dokumentarfilm-Regisseurin.

Fragmentarische Ausschnitte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nina Gladitz nahm um 1975 aktiv am Kampf gegen das Kernkraftwerk Wyhl in Baden teil und drehte darüber 1976 den Dokumentarfilm Lieber heute aktiv als morgen radioaktiv, der erst 1980 in Dänemark uraufgeführt wurde.[1][2]

1982 dokumentierte sie für den Westdeutschen Rundfunk (WDR) die Entstehungsgeschichte des Spielfilms Tiefland von Leni Riefenstahl, mit dem Fokus auf das Schicksal der dort als Komparsen eingesetzten rund hundert Sinti und Roma. 1985 wurde sie deshalb von Leni Riefenstahl verklagt, die mehrere Streichungen von Filmpassagen durchsetzen wollte. 1987 wies das Oberlandesgericht Karlsruhe die Klage in mehreren Punkten ab, in zwei Punkten gab es der Klage statt.[3][4][5][6][7]

Ein 2020 von ihr veröffentlichtes Buch vertieft die Vorwürfe gegen Riefenstahl unter anderem wegen der Ausnutzung des Regisseurs Willy Zielke.[8][9][10][11][12][13][14]

Filmwerke (Auszug)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Lieber heute aktiv als morgen radioaktiv, Dokumentarfilm, 1976/1980[15]
  • Zeit des Schweigens und der Dunkelheit, Historischer Dokumentarfilm für den WDR, 1981/82[16]
  • Perlasca – Die Wasser des Lebens, Historischer Dokumentarfilm, 1993[17]

Buchveröffentlichung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gut Freund. In: Der Spiegel, 48/1976, 22. November 1976, S. 220
  2. Philipp Osten, Gabriele Moser, Christian Bonah, Alexandre Sumpf, Tricia Close-Koenig und Joël Danet (Hrsg.): Das Vorprogramm – Lehrfilm, Gebrauchsfilm, Propagandafilm, unveröffentlichter Film in Kinos und Archiven am Oberrhein, 1900–1970 (PDF-Datei; 25,0 Megabyte), auf: uni-heidelberg.de. A25 Rhinfilm, Heidelberg / Strasbourg 2015, ISBN 978-3-00-049852-7, S. 60
  3. Leni Riefenstahl und ihr Film »Tiefland«, auf: derfunke.at
  4. Hanno Kühnert: Recht für Unrecht. In: Die Zeit, 32 (1985), 2. August 1985, auf: zeit.de
  5. Hanno Kühnert: Wenn Juristen Vergangenheit klären. In: Die Zeit, 14 (1987), 27. März 1987
  6. Petra Sorge: Die Sklavenhalterin (PDF-Datei; 916 Kilobyte), auf: petra-sorge.de
  7. Nina Gladitz: Ich stelle gern meine Körpermasse zur Verfügung, Offener Brief an Leni Riefenstahl. In: Die Tageszeitung, 31. Oktober 2000, auf: taz.de
  8. Leni Riefenstahl – Das Ende eines Mythos Arte 22. Oktober 2020 : auf arte.tv/de, auf youtube, auf facebook
  9. |Nina Gladitz: Leni Riefenstahl – Karriere einer Täterin. , von Anne Kohlick, Deutschlandfunk Kultur 30. Oktober 2020 Audio-Version
  10. Martin Doerry, DER SPIEGEL: So skrupellos war Leni Riefenstahl wirklich: Neue Studie zur Regisseurin und Hitler-Vertrauten - DER SPIEGEL - Kultur. Abgerufen am 18. Oktober 2020.
  11. Leni Riefenstahl: Mit Hitler befreundet, von Goebbels gelobt, von Susan Vahabzadeh, Süddeutsche Zeitung 10. Dezember 2020
  12. Leni Riefenstahl: Das Ende eines Mythos Filmdienst.de 15. November 2020
  13. Gnadenlose Abrechnung mit Regie-Diva von Oliver Schulz, 18. November 2020, Nordwest-Zeitung
  14. Schonungslose Recherchen zur NS-Vergangenheit einer legendären Regisseurin von Albrecht Götz von Olenhusen, Literaturkritik.de
  15. Lieber heute aktiv als morgen radioaktiv, auf: filmportal.de
  16. Zeit des Schweigens und der Dunkelheit, auf: filmportal.de
  17. Perlasca – Die Wasser des Lebens, auf: filmportal.de
  18. Reinhold-Schneider-Preis – Preisträger, auf: freiburg.de