Nordostdeutschland

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Als Nordostdeutschland wird heute ein Teil von Norddeutschland bezeichnet. Bis 1945 galt als Nordostdeutschland der nördliche Teil Ostdeutschlands.

Gebietsdefinitionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Norden der ehemaligen DDR und Berlin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die gängigste Definition knüpft an der Aufteilung Norddeutschlands auf die Bundesrepublik Deutschland und die DDR an. Nach dieser Definition besteht Nordostdeutschland aus den früher in der DDR gelegenen Ländern Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Teilen von Sachsen-Anhalt (dort besonders der Landschaft Altmark). Auch Berlin liegt nach dieser Definition in Nordostdeutschland.

Im frühen Mittelalter von Slawen bewohnter Teil Norddeutschlands[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine andere Definition knüpft an der Deutschen Ostsiedlung in Norddeutschland an, für die die Verbreitung der ostniederdeutschen Sprache ein wichtiges Merkmal ist. Nach dieser Definition ist Nordostdeutschland der nördliche Teil von Germania Slavica. Demzufolge liegen alle Teile Norddeutschlands, die bei Amtsantritt Heinrichs I. von Slawen bewohnt wurden, in Nordostdeutschland, also auch die östlich des Limes Saxoniae gelegenen Teile Schleswig-Holsteins.

Nördlicher Teil des Ostens des Deutschen Reiches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zum Zweiten Weltkrieg verstand man unter Nordostdeutschland vor allem den nördlichen Teil des damaligen Ostdeutschland, also Ostpreußen, die Grenzmark Posen-Westpreußen, Pommern und die Mark Brandenburg, die (bis auf den westlichen und den mittleren Teil der Mark Brandenburg) heute zu Polen bzw. zu Russland gehören. Diese Begriffsverwendung wurde mit der Auffassung hinfällig, dass die Oder-Neiße-Grenze die Ostgrenze Deutschlands bilde.

Landschaftsbeschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Allen Definitionen ist gemeinsam, dass Nordostdeutschland im Süden an der Mittelgebirgsschwelle endet. Nordostdeutschland liegt im Landschaftsgroßraum Norddeutsches Tiefland. Auf beiden Seiten der deutsch-polnischen Grenze liegen die bis 1945 vollständig zum Deutschen Reich gehörenden Landschaften Lebus, Lausitz und Oderbruch, an die sich Teltow und Barnim anschließen. Von dort in Richtung Nordwesten folgen die Schorfheide, die Uckermark, das Ruppiner Land, die Mecklenburgische Seenplatte und die Mecklenburgische Schweiz. An der Ostseeküste liegen mehrere Bodden, die Inseln Usedom und Rügen, die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst und die Regionen Vorpommern, Mittleres Mecklenburg und Westmecklenburg, an die sich im Osten ähnlich gegliederte Landschaften anschließen. Im Nordwesten Nordostdeutschlands liegt die Prignitz, im Westen die Altmark, der Elbe-Havel-Winkel und die Magdeburger Börde, im Südwesten der Fläming und im Südosten der Spreewald, die Lieberoser Heide und die oben genannte Lausitz. Auch der Osten Holsteins ist landschaftlich ähnlich strukturiert wie das angrenzende Mecklenburg.

Der Begriff Ostelbien verbindet das bis 1945 als Nordostdeutschland bezeichnete mit dem heute so bezeichneten Gebiet.