Ostheim (Liebenau)

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Koordinaten: 51° 30′ 22″ N, 9° 19′ 16″ O

Ostheim
Stadt Liebenau
Höhe: 146 m ü. NHN
Einwohner: 402
Eingemeindung: 1. Februar 1971
Postleitzahl: 34396

Ostheim (Liebenau) ist ein Stadtteil der nordhessischen Kleinstadt Liebenau.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt gut einen Kilometer südöstlich des rechten Ufers der Diemel. Die Kernstadt von Liebenau liegt drei Kilometer südwestlich, Hofgeismar vier km ostsüdöstlich, Borgentreich neun km nordwestlich und Trendelburg gut zehn km nordöstlich. Warburg befindet sich zwölf km südöstlich und die nordhessische Großstadt Kassel 24 km südöstlich.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über 4000 Jahre alte Grabanlagen und Bodenfunde deuten auf eine Besiedlung der Gegend seit mindestens der ausgehenden Jungsteinzeit am Übergang zur Bronzezeit hin.

Der Ort wurde erstmals zu Beginn des 12. Jahrhunderts als villa Asthem in einer Urkunde der Abtei Helmarshausen urkundlich erwähnt.[1] Zu dieser Zeit gehört er zur Grafschaft Dassel. 1220 wird er bei der Hochzeit von Adelheid, Tochter des Grafen Ludolf II. von Dassel auf Berthold von Schöneberg übertragen.
siehe auch Burg Stenderberg

Ostheim ist seit dem 1. Februar 1971 ein Stadtteil von Liebenau.[2] Vor der Eingemeindung, im Jahr 1970, hatte der Ort 491 Einwohner[1].

Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirche von Ostheim wurde in den Jahren 1889/1890 im neugotischen Stil erbaut.[3], sie gehört zum Pfarramt Liebenau. Die Kirche in Liebenau gehörte bis 1747 ursprünglich als Filialkirche zu Ostheim, danach gehörte Ostheim als Filiale zu Liebenau. Erste Patronatsherren waren die Groppe von Gudensberg[1].

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einige Kilometer von Ostheim entfernt verlaufen drei Bundesstraßen; südlich bzw. westlich die B 7, östlich die B 83 und nördlich die B 241. Die nächsten Autobahnabfahrten befinden sich bei Warburg und Breuna an der A 44. In Liebenau, Hümme, und Hofgeismar befinden sich Regionalbahnhöfe. In Warburg und Kassel halten darüber hinaus auch IC/ICE-Züge

Der nächste Regionalflughafen ist der Flughafen Paderborn/Lippstadt.

Wirtschaft und Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ostheim ist auch heute noch stark von der Landwirtschaft geprägt und besitzt keine Industrie sondern lediglich Landwirtschafts- und Handwerksbetriebe und ein Autohaus. Im Ort gibt es bisher kaum touristische Infrastruktur.

In der näheren Umgebung befinden sich jedoch zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie die historischen Stadtbilder von Warburg, Hofgeismar und Bad Karlshafen, die Großstadt Kassel (Herkules und documenta-Stadt) oder die Burgen im benachbarten Reinhardswald wie z. B. die Saba-, die Trendel- oder die Krukenburg. Außerdem liegt Ostheim nahe dem Tierpark Sababurg, welcher der viertgrößte Tierpark Europas ist

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c „Ostheim, Landkreis Kassel“, in: Historisches Ortslexikon (Stand: 22.4.2016)
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 398.
  3. Ev. Kirchenkreis Hofgeismar, Ostheim

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]