Quecken

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Quecken
Elymus glaucus

Elymus glaucus

Systematik
Commeliniden
Ordnung: Süßgrasartige (Poales)
Familie: Süßgräser (Poaceae)
Unterfamilie: Pooideae
Tribus: Triticeae
Gattung: Quecken
Wissenschaftlicher Name
Elymus
L.

Die Quecken (Elymus), manche Arten auch Haargerste genannt, sind eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Süßgräser (Poaceae). Sie sind in den gemäßigten Gebieten fast weltweit verbreitet.[1]

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Illustration der Kriech-Quecke (Elymus repens)
Kriech-Quecke (Elymus repens): Ein einzelnes Ährchen: am Grund des Ährchens befinden sich zwei Hüllspelzen (Glu, Gluma), darüber sitzen auf der Ährchenachse mehrere Blüten, die jeweils in eine Deckspelze (Lem, Lemma) und eine Vorspelze (Pal, Palea) gehüllt sind. Die Hüllspelzen sind scharf zugespitzt bzw. mit einer kurzen Granne versehen.
Illustration aus Flora Batava Volume 19 der Dünen-Quecke (Elymus athericus)
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Vegetative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei Elymus-Arten handelt sich um ausdauernde krautige Pflanzen. Nur einige Arten bilden lange unterirdische Rhizome,[1] die an jedem Knoten neu wurzeln können, so dass auch kleine Teilstücke neue Pflanzenexemplare hervorbringen können. Die meisten Arten bilden Horste.[1] Die Halme sind meist aufrecht.[1]

Generative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Elymus-Arten sind Ährengräser. Die drei- bis achtblütigen Ährchen sind zweizeilig in schlanken ährigen Blütenständen angeordnet, wobei sie ihre Breitseite der Ährenachse zuwenden. Sie stehen steif aufrecht und sind an die Ährenachse angedrückt. Die meisten Elymus-Arten sind mehr oder weniger grannenlos, es gibt jedoch auch Arten mit kurzen Grannen.

Standortbedingungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Viele Elymus-Arten ziehen mehr oder weniger offene Standorte wie Sandböden, Ruderalstellen, Schotterfluren oder Trockenrasen vor. Der Nährstoffbedarf ist von Art zu Art sehr unterschiedlich.

Etymologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bezeichnung „Quecke“ kommt vom althochdeutschen Wort queck für „kräftig“, „lebendig“ und deutet den starken Ausbreitungsdrang und die schwierige Bekämpfung einiger Arten an.

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gattung Elymus wurde 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, Seite 83 aufgestellt. Synonyme für Elymus L. sind: Sitospelos Adans. nom. superfl., Terrellia Lunell nom. superfl., Asperella Humb., Hystrix Moench, Elytrigia Desv., Gymnostichum Schreb., Sitanion Raf., Polyantherix Nees, Braconotia Godr., Cryptopyrum Heynh. nom. inval., Roegneria K.Koch, Crithopyrum Steud., Elytrigium Benth., Goulardia Husn., Clinelymus (Griseb.) Nevski, Campeiostachys Drobow, Semeiostachys Drobow, Lophopyrum Á.Löve, Pascopyrum Á.Löve, Pseudoroegneria (Nevski) Á.Löve, Psammopyrum Á.Löve, Connorochloa Barkworth, S.W.L.Jacobs & H.Q.Zhang, ×Elymotrigia Hyl., ×Elysitanion Bowden, ×Terrelymus B.R.Baum, ×Pseudelymus Barkworth & D.R.Dewey.[2]

Die Gattung Elymus enthält je nach Auffassung 40 bis 235 Arten. Manchmal teilt man sie allerdings je nach der Existenz von Rhizomen in zwei Gattungen, den Hundsquecken (Roegneria) mit der überwiegenden Anzahl von Arten ohne Rhizome, und Echte Quecken (Elytrigia) auf.

Kanada-Quecke (Elymus canadensis)
Kriech-Quecke (Elymus repens)

Elymus-Arten gedeihen in allen gemäßigten bis subtropischen Gebieten der Nordhalbkugel, außerdem kommen sie in Zentralamerika sowie im südlichen Südamerika vor. In Mitteleuropa kommen u. a. die folgenden Arten und Unterarten vor: Dünen-Quecke auch Dichtährige Quecke oder (wie eine andere Grasart einer anderen Gattung) Strand-Quecke genannt (Elymus athericus), Hunds-Quecke[3] (Elymus caninus), Binsen-Quecke auch Strand-Quecke oder Strandweizen genannt (Elymus farctus), Kriech-Quecke oder Gemeine Quecke genannt (Elymus repens (L.) Gould subsp. repens).

Die Gattung Elymus enthält etwa 176 Arten:[2]

Nicht mehr zur Gattung Elymus gehören beispielsweise:

Eine weitere europäische ebenfalls „Quecke“ genannte Art ist die nicht zur Gattung Elymus gehörende

Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle Elymus-Arten sind gute Futterpflanzen.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Christian Heitz: Schul- und Exkursionsflora für die Schweiz. Mit Berücksichtigung der Grenzgebiete: Bestimmungsbuch für die wildwachsenden Gefässpflanzen. Begründet von August Binz. 19. Auflage. Schwabe & Co., Basel 1990, ISBN 3-7965-0892-8.
  • Gordon Cheers (Hrsg.): Botanica. Das ABC der Pflanzen. 10.000 Arten in Text und Bild. Könemann, Köln 2003, ISBN 3-8331-1600-5.
  • Henning Haeupler, Thomas Muer: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. Hrsg.: Bundesamt für Naturschutz (= Die Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. Band 2). Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2000, ISBN 3-8001-3364-4.
  • Rudolf Schubert, Klaus Werner, Hermann Meusel (Hrsg.): Exkursionsflora für die Gebiete der DDR und der BRD. Begründet von Werner Rothmaler. 13./14. Auflage. Band 2: Gefäßpflanzen. Volk und Wissen, Berlin 1987, ISBN 3-06-012539-2.
  • Shou-liang Chen, De-Zhu Li, Guanghua Zhu, Zhenlan Wu, Sheng-lian Lu, Liang Liu, Zheng-ping Wang, Bi-xing Sun, Zheng-de Zhu, Nianhe Xia, Liang-zhi Jia, Zhenhua Guo, Wenli Chen, Xiang Chen, Guangyao Yang, Sylvia M. Phillips, Chris Stapleton, Robert J. Soreng, Susan G. Aiken, Nikolai N. Tzvelev, Paul M. Peterson, Stephen A. Renvoize, Marina V. Olonova, Klaus Ammann: Poaceae.: Elymus, S. 400-426 - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China, Volume 22 – Poaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2006, ISBN 1-930723-50-4.
  • Dietmar Aichele, Heinz-Werner Schwegler: Unsere Gräser. Süßgräser Sauergräser, Binsen (= Kosmos-Naturführer). 7. Auflage. Franckh'sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart 1984, ISBN 3-440-05284-2.
  • Otto Schmeil, Jost Fitschen, Werner Rauh, Karlheinz Senghas: Flora von Deutschland und seinen angrenzenden Gebieten. Ein Buch zum Bestimmen der wildwachsenden und häufig kultivierten Gefäßpflanzen. 84. durchgesehene Auflage. Quelle & Meyer, Heidelberg 1968.
  • Urania Pflanzenreich. Band 4: Franz Fukarek (Red.): Blütenpflanzen. Teilband 2. Urania-Verlag, Leipzig 1994, ISBN 3-332-00497-2.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i j k l m n o p q r Shou-liang Chen, De-Zhu Li, Guanghua Zhu, Zhenlan Wu, Sheng-lian Lu, Liang Liu, Zheng-ping Wang, Bi-xing Sun, Zheng-de Zhu, Nianhe Xia, Liang-zhi Jia, Zhenhua Guo, Wenli Chen, Xiang Chen, Guangyao Yang, Sylvia M. Phillips, Chris Stapleton, Robert J. Soreng, Susan G. Aiken, Nikolai N. Tzvelev, Paul M. Peterson, Stephen A. Renvoize, Marina V. Olonova, Klaus Ammann: Poaceae.: Elymus, S. 400-426 - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China, Volume 22 - Poaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2006, ISBN 1-930723-50-4.
  2. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z aa ab ac ad ae af ag ah ai aj ak al am an ao ap aq ar as at au av aw ax ay az ba bb bc bd be bf bg bh bi bj bk bl bm bn bo bp bq br bs bt bu bv bw bx by bz ca cb cc cd ce cf cg ch ci cj ck cl cm cn co cp cq cr cs ct cu cv cw cx cy cz da db dc dd de df dg dh di dj dk dl dm dn do dp dq dr ds dt du dv dw dx dy dz ea eb ec ed ee ef eg eh ei ej ek el em en eo ep eq er es et eu ev ew ex ey ez fa fb fc fd fe ff fg fh fi fj fk fl fm fn fo fp fq fr fs ft fu fv fw fx fy fz ga gb gc gd ge gf gg gh gi gj gk gl gm gn go gp gq gr gs gt gu gv gw gx gy gz ha hb hc hd he hf hg hh hi hj hk hl hm hn ho hp hq hr hs ht hu hv hw hx hy hz ia ib ic id Rafaël Govaerts (Hrsg.): Elymus. In: World Checklist of Selected Plant Families (WCSP) – The Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew. Abgerufen am 3. September 2018.
  3. a b c d e f g h Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Enzyklopädie der Pflanzennamen. Band 2. Arten und Sorten. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Quecken (Elymus) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien