Rebstein

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Rebstein
Wappen von Rebstein
Staat: Schweiz
Kanton: Kanton St. Gallen (SG)
Wahlkreis: Rheintalw
BFS-Nr.: 3255i1f3f4
Postleitzahl: 9445
Koordinaten: 761828 / 251955Koordinaten: 47° 23′ 55″ N, 9° 34′ 57″ O; CH1903: 761828 / 251955
Höhe: 423 m ü. M.
Fläche: 4,26 km²
Einwohner: 4501 (31. Dezember 2017)[1]
Einwohnerdichte: 1057 Einw. pro km²
Website: www.rebstein.ch
Blick nach Rebstein

Blick nach Rebstein

Karte
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Rebstein ist eine politische Gemeinde in der Kulturlandschaft St. Galler Rheintal im Kanton St. Gallen in der Ostschweiz. Rebstein gehört politisch zum Wahlkreis Rheintal.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Historisches Luftbild von Walter Mittelholzer von 1927

Als Teil des St. Galler Rheintal liegt Rebstein in der Region Alpenrheintal. Das Gemeindegebiet reicht vom Rheintaler Binnenkanal im Osten bis zur Grenze des Appenzeller Vorderland im Westen. Die Nachbargemeinden sind Balgach im Norden, Marbach SGim Süden, Reute AR im Westen und Oberriet im Osten. Der Dorfkern liegt an den Hängen der Appenzeller Voralpen. Der höchste Punkt liegt Nord-östlich im Lom bei gut 680 m.ü.M unterhalb vom Sturzenhard (726 m. ü. M.). Nördlich davon bildet das Rappentobel die Grenze zur Gemeinde Balgach. Südlich ist Rebstein mit Marbach und nördlich mit Balgach nahe zu nahtlos verschmolzen. Im Osten bildet der Rheintaler Binnenkanal (kurz Binnenkanal) die Grenze. Der tiefste Bereich von Rebstein liegt auf 407 m. ü. M., zwischen der Rietaach und dem Binnenkanal.

Gewässer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben dem Binnenkanal ist die Ländernach ein wichtiger Entwässerungskanal der durch die Ebene in Rebstein fliesst. Von Marbach kommend fliesst er durch Balgach, nach Widnau wo er schliesslich den Binnenkanal erreicht. Durch Rebstein fliesst ausserdem der Rebsteiner Bach (auch Räbster Bach). Er entspringt in Oberegg (Ramstel) als Schlipfbach und mündet auf der Kalbwoad (407 mü.M) in die Ländernaach.

Rebstein hat wie alle Gemeinden im Alpenrheintal einen grossen Bezug zum Alpenrhein.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einwohner von Rebstein werden Räbster genannt.

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1900 1940 1950 1960 1970 1980
Einwohner 1'936 2'126 2'419 2'737 3'414 3'315
Jahr 1990 1995 2000 2005 2010 2015
Einwohner 3'568 3'952 4'067 4'181 4'294 4'431
«Burg» Rebstein
evang.-ref. Kirche


Am 31. Dezember 2018 umfasste die ständige Wohnbevölkerung Rebsteins 4494 Einwohner. Die Geschlechterverteilung ist mit 2286 Männern und 2208 Frauen ausgeglichen. Von den Einwohnern waren 1827 ledig, 2019 verheiratet oder in eingetragener Partnerschaft, 241 verwitwet oder in durch Tod aufgelöste Partnerschaften sowie 407 geschieden, unverheiratet oder in gerichtlich aufgelöste Partnerschaft.[2]

Die Altersverteilung ergibt sich wie folgt:[2]

  • 0–14 Jahre: 618
  • 15–24 Jahre: 528
  • 25–49 Jahre: 1504
  • 50 oder mehr Jahre: 1844 wovon 41 über 90 Jahre alt sind.

Herkunft – Nationalität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von den Einwohnern Von Rebstein sind 3039 in der Schweiz und 1455 im Ausland geboren. 3072 sind Schweizer Staatsangehörige und 1422 (31,6 %.) Angehörige anderer Länder oder machten keine Angaben über ihre Herkunft (2).[3]

Aus den direkten Nachbarländer stammen 554.[4]

Aus anderen Staaten stammen 866.

Die wichtigsten Herkunftsländer sind: Serbien (189), Kosovo (143), Nordmazedonien (140), Türkei (50), Portugal (30), Rumänien (26), Spanien (23), Slowakei (20), Afghanistan (17), Griechenland (16), Sri Lanka (14), Somalia (14), Eritrea (8), Brasilien (7), Philippinen (5) und Thailand (5). Aus weiteren Staaten stammen 159.[4]


Religionen – Konfessionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die heutige katholische Kirche St. Sebastian aus dem Jahre 1960 wurde von Architekt Fritz Metzger errichtet und steht an derselben Stelle wie der 1886 errichtete Vorgängerbau, der 1956 einem Brand zum Opfer fiel.[5] Die reformierte Kirche wurde 1782 erbaut. Seit den 1990er Jahren existiert in Rebstein die islamisch-albanische Gemeinschaft «Al-Shems». Die Moschee Al-Shems wird von Muslimen aus der Region des St. Galler Rheintals besucht.[6]


Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursprünglich wurde in Rebstein – daher auch der Ortsname – hauptsächlich Rebbau betrieben, ehe er im 19. Jahrhundert von der Stickerei verdrängt wurde. Nach der Melioration der Rheinebene 1941–1953 wurden produktive Flächen frei und die Landwirtschaft wie auch das Gewerbe konnten sich auf der Ebene ansiedeln. Heute wird auf insgesamt 3 Hektaren Rebbau betrieben.

Die Bierbrauerei Sonnenbräu, die letzte Privatbrauerei im St. Galler Rheintal, ist in Rebstein beheimatet. Mit der Firma Züco hat eine in Europa führende Bürodrehstühle- und Sitzmöbelherstellerin ihren Hauptsitz in Rebstein.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rebstein ist mit der Eisenbahn über den Bahnhof Rebstein-Marbach erschlossen. Rebstein wird durch die Autobuslinie 301 der RTB Rheintal Bus bedient. Diese ist Nachfolgerin des 1977 eingestellten Trolleybus Altstätten–Berneck, der wiederum 1940 die 1897 eröffnete Strassenbahn Altstätten–Berneck ablöste.


Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: Eine grüne Rebe mit blauen Trauben erwächst aus dunklem Grund und rankt sich an einem braunen Stock

Die Rebe und der dunkle Grund zeigten deutlich den Bezug zum Namen Rebstein.

Kunst, Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eduard Graf (1845–1918), Unternehmer und Politiker
  • Jacob Rohner (1852–1926), Unternehmer und Politiker
  • Carl Eugen Keel (1885–1961), expressionistischer Holzschneider und Maler, in Rebstein gestorben
  • Fritz Schedler (1889–1937), Komponist, in Rebstein gestorben
  • Diogo Graf (1896–1966), Maler und Lehrer, Bürger von Rebstein
  • Walter Rohner (1923–2002), Politiker
  • Adam Keel (1924–2018), figürlicher zeitgenössischer Maler und Papierschneider
  • Jolanda Spirig (* 1953), Kommunikationsberaterin und Autorin
  • Gian Michele Graf (* 1962), mathematischer Physiker, Bürger von Rebstein
  • Shem Thomas (* 1978), Sänger, Rapper und Songwriter


Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rebstein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach Jahr, Kanton, Bezirk, Gemeinde, Bevölkerungstyp und Geschlecht (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 31. August 2018, abgerufen am 30. September 2018.
  2. a b Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Geschlecht, Zivilstand und Altersklasse. Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 12. November 2019.
  3. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Staatsangehörigkeit (Kategorie), Geburtsort, Geschlecht und Altersklasse. Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 12. November 2019.
  4. a b Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Geburtsort und Staatsangehörigkeit. Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 12. November 2019.
  5. Kurze Geschichte unserer Pfarrei auf kathrebstein.ch, abgerufen am 6. März 2016
  6. Moschee: «Es gab nie Klagen» auf tagblatt.ch, Artikel vom 26. Mai 2012