Berneck SG

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SG ist das Kürzel für den Kanton St. Gallen in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Berneckf zu vermeiden.
Berneck
Wappen von Berneck
Staat: Schweiz
Kanton: Kanton St. Gallen (SG)
Wahlkreis: Rheintalw
BFS-Nr.: 3233i1f3f4
Postleitzahl: 9442 Berneck
9435 Heerbrugg
UN/LOCODE: CH BCK (Berneck)
CH HEE (Heerbrugg)
Koordinaten: 763757 / 254975Koordinaten: 47° 25′ 31″ N, 9° 36′ 33″ O; CH1903: 763757 / 254975
Höhe: 427 m ü. M.
Fläche: 5,629 km²
Einwohner: 3956 (31. Dezember 2017)[1]
Einwohnerdichte: 703 Einw. pro km²
Website: www.berneck.ch
Das Zentrum von Berneck vom Schlifisteg aus gesehen

Das Zentrum von Berneck vom Schlifisteg aus gesehen

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Berneck ist eine politische Gemeinde in der Kulturlandschaft St. Galler Rheintal im Kanton St. Gallen in der Ostschweiz. Berneck gehört politisch zum Wahlkreis Rheintal.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Historisches Luftbild aus 600 m von Walter Mittelholzer von 1923

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Berneck liegt im Kanton St. Gallen, einem Kanton der Ostschweiz an der Grenze zu Österreich auf 405 Metern Höhe und erstreckt sich über eine Fläche von 5.629 km². Als Teil des Alpenrheintals ist Berneck eingebettet in mehrere Seitenmulden des St. Galler Rheintals, am Fuss der nordöstlichen Ausläufern der Appenzeller Voralpen, welche je nach Einteilung zu den Zentral- oder Westalpen gerechnet werden.

Ortsgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Berneck umfasst neben dem Dorfkern die Weiler Kobel, Rüden, Taa, Husen, Hinterburg, Buechholz und Teile der Ortschaft Heerbrugg.

Zwischen den nördlichsten Ausläufern der Appenzeller Voralpen im Westen und dem Rosenberg, einem Bergsporn im Süden, liegt der historische Dorfkern welcher auf dem Bundesinventar der Schützenswerten Ortsbilder von nationaler Bedeutung der Schweiz (ISOS) aufgeführt ist. Am südlichen Dorfrand entlang fliesst der Littenbach in östlicher Richtung, zum Rheintaler Binnenkanal. Am nördlichen Dorfrand, bei der Schlifi fliesst der Kübach durch Berneck in Richtung Au. Im Norden, bei der Gemeinde Au auf einem etwas höher gelegenen Plateau, liegt der Weiler Kobel, nordwestlich ebenfalls auf einem Plateau der Weiler Rüden, der in Ober- und Unterrüden geteilt ist. Im Westen an den Hängen des Appenzeller Vorderlandes liegt der Weiler Taa, südlich der Weiler Husen und südöstlich, zwischen den Ausläufern der Appenzeller Voralpen der Weiler Hinterburg.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Berneck teilt sich ihre Gemeindegrenzen mit vier anderen politischen Gemeinden. Von diesen liegen zwei, nämlich Au SG und Balgach, im selben Wahlkreis und die Gemeinde Oberegg im Kanton Appenzell Innerrhoden, sowie die Gemeinde Walzenhausen im Kanton Appenzell Ausserrhoden.

Flächenbilanz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2009 weist Berneck 562,9 ha Gemeindefläche auf. 121 ha sind künstlich angelegte Flächen (Kulturland). Davon sind 51 ha befestigte Flächen, 27 ha Gebäude und 2 ha Beetstrukturen. Die Gras und Krautvegetation nimmt 200 ha Fläche ein. Die Fläche der Gebüschvegetation ist 54 ha gross, darauf wachsen 42 ha Reben. Die Baumvegetation erstreckt sich über 172 ha, wovon 130 ha geschlossene Baumbestände, 10 ha Waldstreifen und 3 ha Waldecken sind. Wasser- und Feuchtflächen erstrecken sich über 2 ha, die vegetationslose Fläche beträgt 9 ha.[2][Anmerkungen 1]

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Berneck unterliegt primär dem allgemeinen Klima im Alpenrheintal. Durch die Berge beidseits liegt Der Dorfkern von Berneck jedoch geschützt im Talwinkel des Rosenberg und dadurch herrscht ein mildes Mikroklima. Dieses und die Einflüsse des Alpenföhn, der ungefähr 38 Tage im Jahr das Wetter beeinflusst, lassen an den zahlreichen Südosthängen des Dorfes sowie am Rosenberg, dem am meisten nach Süden Zugewandten Rebberg, Weintrauben reifen.[3] Ausserdem gedeihen auch Palmen und Süsskartoffeln. Auch für Obstbäume ist das Klima ausgezeichnet. Die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt rund 10,7 °C.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[4][5]

Berneck zählt am 31. Dezember 2018 eine Ständige Wohnbevölkerung von 3963 Einwohnern. Die Geschlechterverteilung ist mit 1980 Männer sowie 1983 Frauen ausgeglichen. 1820 sind Verheiratete sowie 1614 Ledige. 190 sind Verwitwet, 339 geschieden, unverheiratet oder in gerichtlich aufgelöster Partnerschaft.[6]

Schweizer Bürger sind 3175, Staatsangehörige anderer Länder sind 788. Die Wichtigsten Herkunftsländer sind die direkten Nachbarn Deutschland (209), Österreich (183) und Italien (73). Aus dem weiteren Europa sind Mazedonien (31), Serbien (30), Portugal (27), Kosovo(27), Kroatien (26) Ungarn (19), Spanien (15) und die Türkei (10) die häufigsten Herkunftsorte. Syrien (11) und Afghanistan (11) sind weitere Herkunftsländer von Bedeutung. Aus anderen Staaten stammen 116 Einwohner.[7]

3012 sind in der Schweiz geboren, 951 in anderen Staaten.[7]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weinbaugenossenschaft Berneck, Rathausplatz Nr. 7, ehemals Restaurant Hirschen

In Berneck dominiert spätestens seit dem 15. Jahrhundert der Weinbau, welcher bereits in der Urkunde (892) zur ersten Erwähnung belegt ist. Darin ist die Rede von Rebbergen in Farniwang. Noch heute ist Berneck, mit 42 ha Anbaufläche, die grösste Weinbaugemeinde im Kanton St.Gallen. Wie im Vielen anderen Dörfern des St. Galler Rheintals wurde auch in Berneck Bier gebraut. Die zwischen dem 17. und 18. Jahrhundert gegründete Bierbrauerei Berneck gab das Bierbrauen bereits Anfang des 20. Jahrhunderts auf. Nur die Schankstube der Brauerei Berneck, wurde nach dem Dorfbrand von 1848 renoviert und ist als Restaurant Brauerei (kurz Braui) bis heute erhalten geblieben. 1886 wurde der Bernecker Gewerbeverein durch 73 Gewerbetriebe ins leben gerufen.[8] 1903 wurde die Weinbaugenossenschaft Berneck gegründet.[9]

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine der Traditionsreichsten Unternehmen von Berneck ist, bedingt durch den Weinbau, die Küferei Thurnheer, gegründet 1854. Die 1860 von Samuel Thurnheer gegründete Schmid Wetli AG schaut auf eine lange Weinbautradition zurück. Die 1868 gegründeten Sparkassa Berneck ging im Jahr 2000, zusammen mit der 1869 gegründeten Spar- und Leihkasse Balgach, in der Alpha Rheintal Bank auf. Das Bankgebäude an der Auerstrasse 1 wird noch als Zweigstelle betrieben.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schon zur Zeit der Römer war der Rhein der wichtigsten Verkehrsweg. Für die Wirtschaft in der Provinz Raetia war die Verbindung vom Bodensee nach Chur von zentraler Bedeutung. So auch für Berneck und das gesamte Alpenrheintal. Im Jahr 1700 änderte sich das jedoch. In der Folge ist der Rhein nur noch bis Monstein (heute bis Rheineck) schiffbar. Damit gewann der Landweg von Rheineck, an Fuss der Voralpen entlang, nach Chur an Bedeutung. Die gesamte Vogtei Rheintal konnte in der Folge davon profitierte.

Strassenverbindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Berneck verfügte mit der Taastrasse schon seit geraumer Zeit über passable Verbindungen ins Appenzellerland. Die wichtigste führt via Oberegg nach Heiden dem Hauptort des Kanton Appenzell Ausserrhoden. Im Jahre 1700 ist ein Fahrweg Monstein bis Berneck Thalwinkel erwähnt. 1788 sind bereits Fähren im Schmitter (Richtung Hohenems) und im Monstein (Richtung Bregenz) erwähnt, später kam eine im Oberen Far (heute Oberfahr) nach Lustenau hinzu. Monstein (Hof Widnau-Haslach) war als Knotenpunkt Bregenz-Rheineck-Altsätten, ein wichtiger Rheinübergang und die Strasse durch Berneck ins Appenzellerland ein wichtiger Verkehrsweg. In den Folgejahren gewinnt die Verbindung nach Diepoldsau und damit die Alte Landstrasse nach Heerbrugg, am meisten Bedeutung, wegen der direkten Fährverbindung nach Hohenems.

Mit dem Brückenbau, 1867 im Monstein und 1878 im Oberfahr, wurde Berneck zunehmend ein Verkehrsknotenpunkt. Die steile Strasse ins Appenzell machten oft ein Umladen der immer grösser werden Frachten erforderlich. 1864 wurde die Strasse nach Walzenhausen, einem bedeutenden Viehhandelsplatz und aufstrebenden Kurort, fertiggestellt. Nach einjähriger Bauzeit konnte 1867 das erste Teilstück der neuen Strasse nach Obberegg eröffnet werden. Darauf hin wurde das Abwärtsfahren auf der steilen Taastrasse Verboten, weil diese ebenfalls im Sonderegg beginnt. Die komplette und damit wesentlich weniger steile Strasse nach Oberegg konnte 1872 fertiggestellt werden. 1882 wurde die Strasse ins Oberfahr fertiggestellt. Damit entstand eine wichtige Strassenverbindung von Berneck nach Lustenau gerade auch in Hinsicht auf die Besitztümer der Gemeinde Berneck im Lustenauer Riet. 1894 wird die Strasse nach Heerbrugg neu geplant, die Strecke Schlossbrugg bis Unterdorf durch die Tramstrasse begradigt und auch verbreitert um sie auf die ebenfalls geplante Strassenbahn Altstätten-Berneck vorzubereiten. Mit der Eröffnung des Teilstücks St. Margrethen-Widnau der Nationalstrasse 13 (St. Margrethen-Belinzona) 1964, und dem Neubau der Auerstrasse bekam Berneck eine weitere Anbindung für den modernen Individualverkehr.[10]

Schienenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1844 begann das Eisenbahnzeitalter in der Schweiz mit der Eröffnung der ersten Strecke (von Strassburg) nach Basel. Mit der Linie Rorschach–Chur sollte das erste Teilstück einer Eisenbahn vom Bodensee über den Lukmanierpass an den Lago Maggiore mit Anschluss an Italien und mit der Bahnstrecke Sargans–Rapperswil die zweite Zufahrtslinie Richtung Zürich und Basel hergestellt werden. Bereits 1852 begann das Ringen um den Standorte des Bahnhofs für die Gemeinden Berneck, Balgach, Diepoldsau und Widnau der Südostbahn, welche die Rheintallinie plante. Balgach wollte einen Bahnhof im Müllaker, Berneck, Diepoldsau, Rebsteiner und Marbacher hingegen waren für den Standort Heerbrugg. Professor Karl Völker schenke den Berneckern das Land für Bau des Bahnhofs in Heerbrugg wodurch dieser den entscheiden Vorteil bekam.[11] 1885 wurde die Bahnlinie vom Bahnhof Rorschach via Sargans nach Chur unter der inzwischen Vereinigten Schweizer Bahnen eröffnet.[12][13] 1888 wurde die Rhätische Bahn als Landquart–Davos AG (LD) gegründet, welche einen Anschluss nach Italien mit der Berninastrecke nach Chiavenna schlussendlich realisierten konnte.

Öffentliche Verkehrsmittel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Autobuslinie 302 der RTB Rheintal Bus bedient Berneck, von Busbahnhof Heerbrugg aus, jeweils 3-mal die Stunde. Während des Berufsverkehrs morgens, mittags und abends, wird die Linie 302 jeweils viermal bedient. PostAuto Schweiz AG bedient Berneck auf der Linie 226 Heerbrugg–Heiden einmal die Stunde an Wochentagen, am Wochenende ca. jede Zweite. Der Schienenverkehr bedient Berneck mit dem Bahnhof Heerbrugg. Für den Luftverkehr bieten sich die Flugplätze St. Gallen-Altenrhein und Friedrichshafen (DE) an.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Inschrift im Marktgewölbe des Rathauses Berneck.
Die auf dem Rosenberg thronende, gleichnamige Burg war einst Wahrzeichen von Berneck (Wandgemälde an der Kirchgass 8)

Namensfindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort fand 892 erstmals (als Farniwang), in einer Urkunde Erwähnung. Diese Urkunde, ein Pergament von 37 cm × 15,5 cm mit Nummer IV 445 (UBGS Nr. 738), wird in der Stiftsbibliothek St. Gallen aufbewahrt. Bezeugt, am Mittwoch den 20 September des 5. Regierungsjahrs von König Wulfrich, von Solomo. III (Abt von St.Gallen und Bischof von Konstanz) und seinem Vogt Vito, Dekan Folchward, Otwin der Sakristan, Bero der Probst, Windharius der Pförtner sowie Zahlreichen anwesenden Freien Alamannen. Beglaubigt wurde das Dokument von Notker I. von St.Gallen. Es bezeugt die Lehenschaft des Gutes Farniwang an den wohlhabenden Alemannischen Kaufmann Wolfhere, welcher selbiges zuvor dem Kloster St. Gallen übertragen hatte.[14]

Diese Ortsbezeichnung erscheint wegen der Lücken von mehr als 300 Jahren in den Urkunden nicht mehr. Ab 1210 wird daraus Bernanc, Bernang (auch Bernag) und als Produkt der Endsilbenabschwächung setzte sich im 19. Jahrhundert der Name Bernegg und schliesslich Berneck durch.[15]

Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: Auf goldenem Grund, aus grüner Erde, erwächst eine Rebe, an braunem Stock, mit blauer Frucht, gehalten von einem schwarzen Bären. Der schwarze Bär auf goldenem Grund zeugt von der historischen Zugehörigkeit zum Kloster St. Gallen. Die Rebe ist Ausdruck der langen Tradition im Weinbau.

Kunst, Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsgeschichtliche Sammlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das "Haus zum Torggel" (ehemals Färberlis Hus)

1969 schenkte Ulich Frei das von Meister Kaspar Schegg 1706 erbaute Färberlis Hus der Gemeinde. Die Renovation wurde von den Bürgern genehmigt, unter der Auflage eine Ortsgeschichtliche Sammlung aufzubauen. Bei dieser Gelegenheit wurde das Nebengebäude in einen Torggel umgestaltet. Die mächtige Weinpresse, ebenfalls von Kaspar Schegg, stammt aus dem Jahr 1682. Laut Historiker soll das Haus zum Torggel auf den Grundmauern der Alemannensiedlung Kelnhof erbaut worden sein.[16]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Rathaus ist ein dominierender Giebelbau am Dorfplatz. 1501 erstmals als Gmeindhus erwähnt und 1591 neu erbaut. 1943 erfolgte eine Umgestaltung durch Hans Burkard im typischen Heimatstil. Erhalten geblieben ist die offene Marktlaube mit ihren mächtigen Holzbalken in deren inneren sich mehrere Inschriften sowie Gedenktafeln für den Gerichtsschreiber Johannes Dierauer (1842–1920) und den Schriftsteller/Vikar Heinrich Federer (1860–1928) befinden.
Die katholische Pfarrkirche Unserer Lieben Frau. Ostansicht von der Kanzleistrasse
  • Die katholische Pfarrkirche Unserer Lieben Frau wurde im 9. Jahrhundert gegründet und wohl im 12. Jahrhundert neu erbaut. Der Chor stammt aus dem Jahr 1449, die Sebastianskapelle aus dem Jahr 1468. Um 1500 wurde das Schiff verlängert. 1760 bis 1970 erfolgte eine barocke Umgestaltung und 1937 bis 1938 eine Renovation durch Hans Burkard. Im Inneren sind Wandgemälde aus dem 15. bis 17. Jahrhundert zu sehen. Im Glockenturm befindet sich ein monumentales fünfstimmiges Geläute in der Tonfolge f0-a0-c1-d1-f1 (Giesserei Staad, 1938). Die grosse Sakramentsglocke ist die drittschwerste Glocke der Schweiz (ca. 8800 kg und die schwerste im Geläut einer katholischen Kirche). Weil sie für den schlanken Turm im Grunde genommen zu gross ist, müssen beim Läuten die Schallläden aufgeklappt werden, damit der Klöppel voll ausschwingen kann.
  • Südlich der Kirche befindet sich die 1759 erbaute Heiligkreuzkapelle, ein Prunkstück barocker Baukunst. Der zentral orientierte Sakralbau des Vorarlberger Meisters Johann Martin Ilg zeichnet sich durch seine Ausführung mit vierpassförmigem Grundriss und konzentrischer Kuppel.[17]
  • Am Fuss des Rosenberg (Bahnstrasse 2) befindet sich das Fürstenhaus, ein Steinbau mit steilem Giebel. Über dem Rundbogentor befindet sich als Wappenzier der 1686 verliehene Annunziatenorden des Hauses Savoyen. Das im Volksmund schlicht Zentenhaus genannte Gebäude wurde 1729 auf Veranlassung von Abt Joseph von Rudolfi von St. Gallen erstellt. Bis 1798 residierte hier ein äbtischer Untervogt, der für den Einzug des Wein-Zenten besorgt war.[17] Die Liegenschaft steht unter Denkmalschutz. Sie ist in Privatbesitz und wird immer noch bewohnt.
  • Das Chlösterli am Ostrand des Orts ist eine ehemalige Mühle des Katharinenklosters St. Gallen und stammt vermutlich aus dem 15. Jahrhundert.
  • Weitere sehenswerte Häuser sind ein gestricktes Giebelhaus mit Seitenlaube aus dem Anfang des 18. Jahrhunderts sowie ein um 1700 erbauter, teils verschalter Fachwerkbau mit Dekorationsmalerei (Doktorhaus).

Regelmässige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • der Jahrmarkt mit Kilbi findet jeweils im Juli und der Herbstmarkt im Oktober statt.
  • Das Torkelfest in Berneck findet alle zwei Jahre jeweils im September statt.

Kulturelle Vereinigungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Frauenforum Rheintal
  • Kulturforum Berneck
  • Mach mit Treff Berneck
  • Pfadi Mittelrheintal
  • Tipidorf Mittelrheintal

Freizeit und Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Im Sommer bietet sich das Bernecker Schwimmbad Weiher, im Ortsteil Hinterburg am Fusse des Rosenberg, als Ausflugsziel an. Der Sportplatz im Oberdorf (Sportplatzweg 3) umfasst auch einen Fussballplatz mit Naturrasen, welcher auch vom FC Au-Berneck genutzt wird.[18] Ein weiterer Sportplatz mit Turnhalle befindet sich beim Schulhaus Stäpfli. Bereits im Kleinkindalter wird Sport in der Krabbelgruppe, dem Muki-Turnen und im Kinder-Turnen gefördert. 2019 sind in Berneck 62 Vereine und Kulturelle Gesellschaften aktiv.[19]

Sportvereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Badmintonvereinigung Rheintal
  • Beach Volleyball Club Weier
  • Blauring Berneck
  • Fussballclub FC Au-Berneck 05
  • Gymnastikgruppe Berneck
  • Karate und Kickboxing Berneck
  • Kavallerieverein Unterrheintal
  • Männerriege Berneck
  • Schützengesellschaft Berneck
  • Turnverein STV Berneck
  • Unihockeyclub UHC Buffalo Rheintal Berneck
  • Verein Gymnastik und Tanz
  • Volleyball Club VBC Berneck

Musik Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Akkordeon-Club Altstätten-Berneck
  • Evang. Kirchen- und Gospelchor Berneck-Au-Heerbrugg
  • Guggesuuser Berneck
  • Jodelchörli Berneck
  • Katholischer Kirchenchor
  • Männerchor Au-Berneck
  • Musikverein Berneck

Gemeinnützige Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Evangelischer Kirchenverein
  • Feuerwehrverein Berneck
  • Gemeinnütziger Frauenverein Berneck-Heerbrugg
  • Gemeinnütziger- und Verkehrsverein Berneck
  • Help-Jugendsamaritergruppe
  • Katholische Frauengemeinschaft
  • Ornithologischer Verein Berneck-Au
  • Samariterverein Berneck

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Berneck geboren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit sonstigem Bezug zur Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Politische Gemeinde Berneck (Hrsg.): Berneck 1100 Jahre nach der ersten Urkundlichen Erwähnung. Rheintaler Druckerei und Verlag AG, 1992, S. 124.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Berneck SG – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach Jahr, Kanton, Bezirk, Gemeinde, Bevölkerungstyp und Geschlecht (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 31. August 2018, abgerufen am 30. September 2018.
  2. Arealstatistik: Bodenbedeckung (NOLC04) nach Bezirk und Gemeinde, in Hektaren
  3. Erziehungsrat des Kanton St. Gallen (Hrsg.): St.Gallerland. Kantonaler Lehrmittelverlag St.Gallen, 1982, Der Fön hilft, der Fön schadet, S. 244.
  4. STAT-TAB: Die interaktive Statistikdatenbank, Bevölkerungsentwicklung nach Region, 1850–2000. Schweizerische Eidgenossenschaft, abgerufen am 21. Juni 2015.
  5. STAT-TAB: Die interaktive Statistikdatenbank, Bevölkerungsstand. Schweizerische Eidgenossenschaft, abgerufen am 21. Juni 2015.
  6. Ständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Geschlecht, Zivilstand und Altersklasse. Schweizerische Eidgenossenschaft, 31. Dezember 2018, abgerufen am 17. Oktober 2019.
  7. a b Ständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Geburtsort und Staatsangehörigkeit. Schweizerische Eidgenossenschaft, 31. Dezember 2018, abgerufen am 17. Oktober 2019.
  8. Markus Löliger: Handwerk, Gewerbe, Handel, in Berneck 1100 Jahre nach der ersten Urkundlichen Erwähnung. Hrsg.: Politische Gemeinde Berneck. Rheintaler Druckerei und Verlag AG, 1992, S. 36.
  9. Die grösste Weinbaugemeinde des Kantons St. Gallen. Gemeinde Berneck, abgerufen am 21. Juni 2015.
  10. Politische Gemeinde Berneck (Hrsg.): Berneck 1100 Jahre nach der ersten Urkundlichen Erwähnung. Rheintaler Druckerei und Verlag AG, 1992, S. 70 ff.
  11. Vergeblicher Kampf um einen eigenen Bahnhof. (PDF) Gemeinde Balgach, abgerufen am 18. Oktober 2019.
  12. Startschuss für die Rheintalstrecke der Süd-Ost-Bahn. (PDF) Gemeinde Balgach, abgerufen am 18. Oktober 2019.
  13. Politische Gemeinde Berneck (Hrsg.): Berneck 1100 Jahre nach der ersten Urkundlichen Erwähnung. Rheintaler Druckerei und Verlag AG, 1992, S. 73.
  14. Dr. Hans Haselbach: Das Dokument - Erste Urkundliche Erwähnung, in Berneck 1100 Jahre nach der ersten Urkundlichen Erwähnung. S. 10–11
  15. Beda Germann: Die Geschichte und die berühmten Bernecker, in Berneck 1100 Jahre nach der ersten Urkundlichen Erwähnung. S. 12
  16. Walter Dierauer: Die Ortsgeschichtliche Sammlung, in Berneck 1100 Jahre nach der ersten Urkundlichen Erwähnung. S. 109–112
  17. a b Benito Boari: Berneck und seine historischen Bauten, in Berneck 1100 Jahre nach der ersten Urkundlichen Erwähnung. S. 101–108
  18. UNSERE SPORTPLÄTZE. FC Au-Berneck, abgerufen am 18. Oktober 2019.
  19. Sport Kultur Freizet - Vereine. Gemeinde Berneck, abgerufen am 18. Oktober 2019.

Anmerkungen

  1. Die Flächen werden vom Bundesamt für Statistik jeweils in Hektaren (ha) angegeben