Rheurdt

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Rheurdt
Rheurdt
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Rheurdt hervorgehoben
Koordinaten: 51° 28′ N, 6° 28′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Düsseldorf
Kreis: Kleve
Höhe: 30 m ü. NHN
Fläche: 30,03 km²
Einwohner: 6709 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 223 Einwohner je km²
Postleitzahl: 47509
Vorwahlen: 02845, 02833
Kfz-Kennzeichen: KLE, GEL
Gemeindeschlüssel: 05 1 54 048
Gemeindegliederung: 2 Ortschaften
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausstraße 35
47509 Rheurdt
Webpräsenz: www.rheurdt.de
Bürgermeister: Klaus Kleinenkuhnen (parteilos)
Lage der Gemeinde Rheurdt im Kreis Kleve
Niederlande Krefeld Kreis Borken Kreis Viersen Kreis Wesel Bedburg-Hau Emmerich am Rhein Geldern Goch Issum Kalkar Kerken Kevelaer Kleve Kranenburg (Niederrhein) Rees Rheurdt Straelen Uedem Wachtendonk WeezeKarte
Über dieses Bild

Die Gemeinde Rheurdt [ʁøɐt] liegt am unteren Niederrhein im Westen von Nordrhein-Westfalen und ist eine kreisangehörige Gemeinde des Kreises Kleve im Regierungsbezirk Düsseldorf.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Räumliche Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rheurdt liegt linksrheinisch im niederrheinischen Tiefland auf einer Höhe von 30 bis 80 m ü. NN. Durch das Gemeindegebiet fließen die Nenneper Fleuth, der Littardsche Kendel und der Landwehrbach. In Nord-Süd-Richtung verlaufen die Schaephuysener Höhen, eine Endmoräne aus der Saaleeiszeit.

Gemeindegebiet[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindefläche umfasst 30 km². Die Gemeinde Rheurdt gliedert sich in die zwei Ortschaften Rheurdt und Schaephuysen (sprich: Schaphüsen). Zur Ortschaft Rheurdt gehört der Ortsteil Kengen, zu Schaephuysen gehören die Ortsteile Finkenberg, Lind, Neufeld und Saelhuysen (sprich: Saalhüsen).

Nachbargemeinden/-städte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Rheurdt grenzt im Norden an die Gemeinde Issum, im Osten an die Städte Kamp-Lintfort und Neukirchen-Vluyn (beide Kreis Wesel), im Süden an die Stadt Kempen (Kreis Viersen) und im Westen an die Gemeinde Kerken.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Rheurdt wurde zum ersten Mal 1294 als Rurde oder Rorde erwähnt. Bis 1713 gehörten die einzelnen Gemeinden und Dörfer Rheurdts zum Herzogtum Geldern, kamen dann zu Preußen und standen von 1798 bis 1814 unter französischer Herrschaft. Nach dem Wiener Kongress 1815 kamen die zugehörigen Ortschaften zum Kreis Rheinberg, der 1823 mit dem Kreis Geldern vereinigt wurde. Diese Vereinigung wurde bereits 1857 rückgängig gemacht und der Sitz des Kreises nach Moers verlegt.

Gebietsreform[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Rheurdt entstand in der heutigen Form am 1. Juli 1969 beim ersten kommunalen Neugliederungsprogramm in Nordrhein-Westfalen. Die Gemeinden Rheurdt und Schaephuysen wurden zur neuen Gemeinde Rheurdt zusammengeschlossen.[2]

Am 1. Januar 1975 wurde im Zuge des zweiten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen der Altkreis Kleve mit dem ehemaligen Kreis Geldern und Teilgebieten der Kreise Moers und Rees zum neuen niederrheinischen Großkreis Kleve zusammengefügt.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgenden Angaben beziehen sich auf das heutige Gebiet der Gemeinde Rheurdt.[3]

  • 1961: 4239 Einwohner (Rheurdt: 2371 Einwohner, Schaephuysen: 1868 Einwohner)[4]
  • 1975: 5508 Einwohner
  • 1980: 5604 Einwohner
  • 1985: 5617 Einwohner
  • 1990: 5511 Einwohner
  • 1995: 5983 Einwohner
  • 2000: 6433 Einwohner
  • 2005: 6651 Einwohner
  • 2010: 6736 Einwohner
  • 2011: 6742 Einwohner
  • 2012: 6670 Einwohner
  • 2013: 6665 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kommunalwahl 2014
(in %) [5]
 %
50
40
30
20
10
0
42,4
28,7
11,6
17,1
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
-2,7
+4,4
-4,1
+2,2
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Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rat der Gemeinde Rheurdt besteht aus insgesamt 20 Mitgliedern. Seit der letzten Kommunalwahl am 25. Mai 2014 sind im Gemeinderat CDU (42.4 %, 9 Sitze), SPD (28,7 %, 6 Sitze), FDP (11,6 %, 2 Sitze) und Grüne (15,7 %, 3 Sitze) vertreten.[5]

Die nächste Kommunalwahl findet im Jahr 2020 statt.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Bürgermeister der Gemeinde Rheurdt wurde 2015 Klaus Kleinenkuhnen (Parteilos / Kandidat der CDU) mit 79,4 % der Stimmen wiedergewählt. Es gab keinen Gegenkandidaten.

Die nächste Bürgermeisterwahl findet im Jahr 2020 statt.

Wappen und Banner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindebanner

Der Gemeinde Rheurdt wurde mit Urkunde des Regierungspräsidenten in Düsseldorf vom 11. August 1970 die Genehmigung zur Führung eines Wappens, eines Siegels und eines Banners erteilt.

Die heraldische Beschreibung lautet: „In Blau ein silberner Hirschkopf mit einem schwebenden goldenen Kreuz zwischen dem Geweih; im Schildhaupt balkenweise drei goldene Äpfel.“

Das Wappen wurde nach der kommunalen Neugliederung 1969 entworfen und verbindet Elemente des Rheurdter Pfarrpatrons St. Nikolaus, die goldenen Äpfel, mit der Legende des Schaephuysener Pfarrpatrons St. Hubertus. Die Farben Gold und Blau sind die des Herzogtums Geldern.

Bannerbeschreibung: Im Verhältnis 1 : 2 : 1 blau-gold (gelb) - blau längs gestreift, im oberen Drittel in Blau freistehend ein silberner (weißer) Hirschkopf im Visier mit schwebendem goldenen (gelben) Kreuz zwischen dem Geweih, darüber balkenweis drei goldene (gelbe) Äpfel.[6]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rheurdt verfügt über eine Reitanlage, ein Hallenbad (Schwimmerbecken und Nichtschwimmerbecken), zwei Sportplätze (Rheurdt und Schaephuysen), einen Tennisplatz, zwei Turnhallen (Rheurdt und Schaephuysen) und eine Sportschützenbahn.

Parks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Burgerpark[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick auf den Burgerpark von Nord-Westen

Der Burgerpark ist eine öffentliche Grünfläche im Herzen Rheurdts, die direkt neben der katholischen Kirche liegt und auf der traditionell das Osterfeuer, das Martinsfeuer und auch das jährliche Vogelschießen der Schützen veranstaltet werden. Des Weiteren wird er für andere Sonderveranstaltungen diverser Vereine genutzt. Seit einigen Jahren steht dort auch der Rheurdter Vereinsbaum.

Oermter Berg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Oermter Berg ist eine der größten Endmoränen am linken Niederrhein. Heute ist er ein beliebtes Ausflugsziel und Naherholungsgebiet. Bis ins 16. Jahrhundert wurde der Berg sogar als Weinanbaugebiet vom nahegelegenen Kloster Kamp genutzt. Der Wein soll allerdings nur als Messwein gedient haben. Dort findet sich auch die Bürgerbegegnungsstätte, in der die "Naturkundliche Sammlung Niederrhein" ausgestellt ist.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gebiet der Gemeinde Rheurdt liegt das Naturschutzgebiet Staatsforst Rheurdt/Littard sowie das Schloss Leyenburg, der ehemalige Landsitz der Familie von der Leyen.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Busverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Innerhalb des Gemeindegebiets und in die angrenzenden Kommunen fahren Buslinien, welche Verbindungen u. a. nach Neukirchen-Vluyn und weiter bis Moers anbieten.

Bahnverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der nächstgelegene Bahnhof ist in Aldekerk. Die durch Rheurdt verlaufende Bahnstrecke Moers-Neukirchen-Vluyn- Hoerstgen- Sevelen ist teilweise stillgelegt und wird derzeit nur auf dem Abschnitt Moers-Vluyn befahren, der seit April 2008 für Güterverkehre reaktiviert ist.

Straßenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rheurdt ist über die Bundesstraßen 9 und die 510 sowie die Bundesautobahnen 40 (E 34) und 57 (E 31) an das überregionale Straßennetz angebunden.

Flugverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die nächstgelegenen Flughäfen sind der Flughafen Düsseldorf und der Flughafen Niederrhein in Weeze.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gemeinde Rheurdt (Hrsg.): Rheurdt und Schaephuysen – ein Jahrhundert in Bildern. Rheurdt 2007.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hugo Hammans (1927–2012), Pädagoge, Entwicklungshelfer und Politiker (CDU)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rheurdt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Amtliche Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 18. Juli 2016. (Hilfe dazu)
  2. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 103.
  3. Bevölkerung aller Gemeinden in Nordrhein-Westfalen ab dem 31. Dezember 1962 jeweils am Jahresende nach dem jetzigen Gebietsstand
  4. Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X, S. 241 und 245.
  5. a b Wahlergebnisse Kommunalwahl 2014 Kommunales Rechenzentrum Niederrhein
  6. Hauptsatzung der Gemeinde Rheurdt: http://www.rheurdt.de/C12570A5003DBF08/files/s00-01_hauptsatzung.pdf/$file/s00-01_hauptsatzung.pdf?OpenElement