Bedburg-Hau

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Bedburg-Hau
Bedburg-Hau
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Bedburg-Hau hervorgehoben
Koordinaten: 51° 46′ N, 6° 11′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Düsseldorf
Kreis: Kleve
Höhe: 20 m ü. NHN
Fläche: 61,31 km²
Einwohner: 13.033 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 213 Einwohner je km²
Postleitzahl: 47551
Vorwahlen: 0 28 21
Kfz-Kennzeichen: KLE, GEL
Gemeindeschlüssel: 05 1 54 004
Gemeindegliederung: 7 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausplatz 1
47551 Bedburg-Hau
Webpräsenz: www.bedburg-hau.de
Bürgermeister: Peter Driessen (parteilos)
Lage der Gemeinde Bedburg-Hau im Kreis Kleve
Niederlande Krefeld Kreis Borken Kreis Viersen Kreis Wesel Bedburg-Hau Emmerich am Rhein Geldern Goch Issum Kalkar Kerken Kevelaer Kleve Kranenburg (Niederrhein) Rees Rheurdt Straelen Uedem Wachtendonk WeezeKarte
Über dieses Bild

Die Gemeinde Bedburg-Hau liegt am unteren Niederrhein im Nordwesten von Nordrhein-Westfalen und ist eine kreisangehörige Gemeinde des Kreises Kleve im Regierungsbezirk Düsseldorf. Sie ist Mitglied der Euregio Rhein-Waal.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Bedburg-Hau gliedert sich in die sieben Ortschaften

  • Hasselt
Hasselt ist unter anderem berühmt für die große Wandmalerei an der Altarwand der katholischen Dorfkirche, welche ein sehr realistisches Bild des Gekreuzigten Jesus Christus zeigt. Sehenswert ist auch der Herrensitz Haus Rosendal aus dem 15. Jahrhundert. Das Haus ging aus einem um 1433 erbauten steinernen Bergfried hervor. Der letzte Umbau an dem Haus erfolgte 1797
Hau mit ca. 6000 Einwohnern der größte Ortsteil der Gemeinde. Der Ortsname ist hergeleitet aus dem Begriff Abhauen oder „Op den Hau“, womit auf die Gründung des Ortes nach Rodungen hingewiesen wird.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Bedburg-Hau grenzt im Westen und Norden an die Stadt Kleve, im Osten an die Stadt Kalkar und im Süden an die Stadt Goch und die Gemeinde Uedem.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ihren Namen verdankt die Gemeinde der Entstehung der Rheinischen Kliniken Bedburg-Hau im Jahre 1908. Auch der für die Kliniken erbaute Bahnhof erhielt den Namen Bedburg-Hau. Hau war die größte Gemeinde des damaligen Amtes Till, Bedburg war die größte Pfarrgemeinde.

Im nahegelegenen Klever Reichswald und im Umfeld des heutigen Bedburg-Hau fand im Februar 1945 die sogenannte Schlacht im Reichswald statt.

Gebietsreform[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bedburg-Hau entstand in der heutigen Form am 1. Juli 1969 beim ersten kommunalen Neugliederungsprogramm in Nordrhein-Westfalen. Die Gemeinden Hau, Louisendorf, Schneppenbaum und Till-Moyland des Amtes Till sowie die Gemeinde Huisberden des Amtes Griethausen wurden zur neuen Gemeinde Bedburg-Hau zusammengeschlossen.[2]

Am 1. Januar 1975 wurde im Zuge des zweiten Neugliederungsprogramms in Nordrhein–Westfalen der Altkreis Kleve mit dem ehemaligen Kreis Geldern und Teilgebieten der Kreise Moers und Rees zum neuen niederrheinischen Großkreis Kleve zusammengefügt.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgenden Angaben beziehen sich auf das heutige Gebiet der Gemeinde Bedburg-Hau.[3]

  • 1975: 13.130 Einwohner
  • 1980: 13.938 Einwohner
  • 1985: 13.324 Einwohner
  • 1990: 12.328 Einwohner
  • 1995: 12.315 Einwohner
  • 2000: 12.417 Einwohner
  • 2005: 12.926 Einwohner
  • 2010: 13.212 Einwohner
  • 2011: 13.231 Einwohner
  • 2012: 12.625 Einwohner
  • 2013: 12.689 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kommunalwahl 2014
(in %) [4]
 %
50
40
30
20
10
0
45,3
28,0
14,9
11,7
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
-4,1
+10,3
-0,7
-5,6
Expression-Fehler: Unerwartete schließende eckige Klammer
Kommunalwahl 2014
    
Von 26 Sitzen entfallen auf:

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit der letzten Kommunalwahl am 25. Mai 2014 sind im Gemeinderat CDU (45,3 %, 12 Sitze), SPD (28,0 %, 7 Sitze), Grüne (14,9 %, 4 Sitze) und FDP (11,7 %, 3 Sitze) vertreten. Die Wahlbeteiligung lag bei 56,93 %.[4]

Die nächste Kommunalwahl findet im Jahr 2020 statt.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister der Gemeinde Bedburg-Hau ist seit 2004 Peter Driessen (parteilos). Er wurde bei der Kommunalwahl 2014 mit 84,0 % wiedergewählt. Sein Gegenkandidat war Hans-Jürgen Wellmanns (CDU, 16,0 %). Die Wahlbeteiligung betrug 56,95 %.[4]

Die nächste Bürgermeisterwahl findet im Jahr 2020 statt.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Moyland

Einen höheren Bekanntheitsgrad bekam die Gemeinde Bedburg-Hau mit dem im Jahre 1997 eröffneten Museum Schloss Moyland. Hier ist gegenwärtig der weltweit größte Bestand an Werken und Archivalien von und zu Joseph Beuys untergebracht. Daneben werden den Besuchern zahlreiche Kunstobjekte des 19. und 20. Jahrhunderts zugänglich gemacht. Alle Werke stammen aus der Sammlung der Gebrüder Hans und Franz Joseph van der Grinten.

In Berg und Tal im Ortsteil Hau befindet sich das Grabmal des Moritz von Nassau, das er selbst im Jahre 1678 neben seinem Wohnhaus errichten ließ. Er wurde nach seinem Tod 1679 allerdings nur vorübergehend dort beigesetzt, bevor sein Leichnam ein Jahr später in die Familiengruft nach Siegen überführt wurde. Das Grabmal besteht aus der gusseisernen, reichverzierten Tumba und viertelkreisförmigen Mauern, in die antike römische Kunstwerke eingearbeitet wurden, die man 1820 in das neu gegründete Antiquitätenmuseum nach Bonn brachte und durch Kopien ersetzte. Das Grabmal wurde mehrfach beschädigt und restauriert.

Die Pfarrkirche St. Markus in Schneppenbaum ist die ehemalige Klosterkirche des Prämonstratenserinnenstiftes Bedbur(g). Von der romanischen kreuzförmigen Kirche aus dem 12. Jahrhundert sind der Turm und das Ostschiff mit dem jüngeren gotischen Chorabschluss im Original erhalten. Die übrigen Gebäudeteile waren Ende des 18. Jahrhunderts abgebrochen worden und wurden von 1900 bis 1902 neuromanisch wiederhergestellt.

Sehenswert sind auch die denkmalgeschützten Gebäude Alte katholische Pfarrkirche St. Antonius Abbas und das Haus Rosendal.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flugverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die nächstgelegenen Flughäfen sind der Flughafen Niederrhein in Weeze und der Flughafen Düsseldorf International.

Schienen- und Busverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof Bedburg-Hau liegt an der linksniederrheinischen Strecke. Er wird montags bis freitags alle 30 Minuten, an Wochenenden und Feiertagen im Stundentakt vom RE 10 Niers-Express Kleve–Düsseldorf über Krefeld bedient. Durchgeführt wird der Schienenpersonennahverkehr von der NordWestBahn (NWB), die Dieseltriebwagen vom Typ LINT 41 in Einzel- bis Dreifachtraktion einsetzt.

Im Kommunalen Personennahverkehr verkehren eine Reihe von Buslinien zur Erschließung der Region und des Stadtgebiets.

Für den gesamten öffentlichen Personennahverkehr gilt der regionale Tarif des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) und der NRW-Tarif.

Straßen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bedburg-Hau ist über die Bundesstraße 9 an die Bundesautobahn 57 (E 31) angebunden.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gemeinschaftsgrundschule St. Markus Bedburg-Hau (Standorte in Schneppenbaum und Hasselt)
  • Katholische Bekenntnisgrundschule St. Antonius Hau
  • Sekundarschule Kleve (Teilstandort Bedburg-Hau)
  • Dietrich-Bonhoeffer-Schule, Rhein. Schule für Körperbehinderte
  • Krankenpflegeschule des LVR
  • Fachschule des LVR für Heilerziehungspflege
  • St. Stephanus Grundschule Hasselt

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Amtliche Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 18. Juli 2016. (Hilfe dazu)
  2. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 79.
  3. Bevölkerung aller Gemeinden in Nordrhein-Westfalen ab dem 31. Dezember 1962 jeweils am Jahresende nach dem jetzigen Gebietsstand
  4. a b c Wahlergebnisse Kommunalwahl 2014 Kommunales Rechenzentrum Niederrhein

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bedburg-Hau – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien