Ardagger

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Ardagger
Wappen von Ardagger
Ardagger (Österreich)
Ardagger
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Amstetten
Kfz-Kennzeichen: AM
Hauptort: Ardagger Markt
Fläche: 46,9 km²
Koordinaten: 48° 10′ N, 14° 49′ OKoordinaten: 48° 10′ 0″ N, 14° 49′ 0″ O
Höhe: 250 m ü. A.
Einwohner: 3.515 (1. Jän. 2017)
Postleitzahl: 3321
Vorwahl: 07479
Gemeindekennziffer: 3 05 03
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Markt 55
3321 Ardagger
Website: www.ardagger.gv.at
Politik
Bürgermeister: Johannes Pressl (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(23 Mitglieder)
17
3
2
1
17 
Von 23 Sitzen entfallen auf:
Lage der Marktgemeinde Ardagger im Bezirk Amstetten
Amstetten Ardagger Aschbach-Markt Behamberg Biberbach Ennsdorf Ernsthofen Ertl Euratsfeld Ferschnitz Haag Haidershofen Hollenstein an der Ybbs Kematen an der Ybbs Neuhofen an der Ybbs Neustadtl an der Donau Oed-Oehling Opponitz Seitenstetten Sonntagberg St. Georgen am Reith St. Georgen am Ybbsfelde St. Pantaleon-Erla St. Peter in der Au St. Valentin Strengberg Viehdorf Wallsee-Sindelburg Weistrach Winklarn Wolfsbach Ybbsitz Zeillern Allhartsberg NiederösterreichLage der Gemeinde Ardagger im Bezirk Amstetten (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Ardagger ist eine Marktgemeinde mit 3515 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) im Mostviertel in Niederösterreich.

Ardagger wird auch als das Tor zum Strudengau bezeichnet.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Ardagger liegt im südwestlichen Niederösterreich, eingebettet zwischen der Donau und dem Hügelland des Mostviertels, an der Moststraße. Oft wird das Auengebiet von Ardagger bei Hochwasser überflutet. Zum Schutz gegen diese Bedrohung ist Ardagger Markt mit einem befahrbaren Schutzdamm ausgestattet, der 1979 fertiggestellt wurde.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende vier Ortschaften und gleichnamigen Katastralgemeinden (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2015[1]):

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saxen (OÖ) Grein (ÖO)
Wallsee-Sindelburg Nachbargemeinden Neustadtl an der Donau
Zeillern Amstetten Viehdorf

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Altertum war das Gebiet Teil der Provinz Noricum.

Die erste Erwähnung des heutigen Marktes Ardagger erfolgte im Jahr 823 in einer Urkunde, in der Karl der Große dem Bischof von Passau den Ort ad artagrum („bebaubarer Acker“) überlässt. Am 7. Jänner 1049 wurde das Kollegiatstift Ardagger gegründet. Die vier 1850 gegründeten politischen Gemeinden Ardagger Markt, Ardagger Stift, Kollmitzberg und Stephanshart wurden 1971 zur Gemeinde Ardagger zusammengefasst. Die Katastralgemeinden bewahren jedoch eine starke Eigenständigkeit.

Im Jahr 2012 wurden das Hausnummernsystem, sowie Straßen- und Rottennamen umgestellt, da das alte System im Laufe der Jahre durch zahlreiche Zu- und Neubauten zu unübersichtlich wurde. Außerdem wurden die Postleitzahlen in der gesamten Gemeinde auf eine gemeinsame umgestellt (Ausnahme: Es bleibt „3300“ nur in den Rotten Betriebsgebiet Nord, Hauersdorf und Schüsselhub).[2]

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über 97 % der Bevölkerung ist katholisch.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister
  • bis 2005 Johann Weichinger (ÖVP)
  • seit 2005 Johannes Pressl (ÖVP)

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemalige Stiftskirche, Innenansicht
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Ardagger
  • Stift Ardagger: Das Stift wurde 1049 gegründet und 1784 durch Kaiser Josef II. aufgehoben. Das Stiftsgebäude, mit Bauten des 17. Jahrhunderts, wurde 1813 in ein Schloss umgewandelt.
  • Die ehemalige Stiftskirche und heutige Katholische Pfarrkirche zur Heiligen Margareta, eine spätromanische Basilika, wurde 1063 geweiht und im 2. Viertel des 13. Jahrhunderts umgebaut. 1529 wurde das Gotteshaus bei den Türkeneinfällen stark beschädigt. Die Kirche zeigt heute eine üppige barocke Stuckausstattung von 1678 durch Giovanni Colomba. Das Margaretenfenster (1230-40) ist die älteste figürliche Glasmalerei Österreichs.
  • Pfarrkirche Ardagger Markt

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ardagger und sein über 950 Jahre altes Stift Ardagger liegen an der sogenannten Moststraße. Diese erschließt das größte geschlossenen Mostbirnbaumgebiet Europas, das Mostviertel südlich der Donau in Niederösterreich. Die etwa 200 km lange Moststraße, die in einem Rundkurs durch die hügelige Landschaft des Mostviertels führt, ist als „Erlebnisstraße“ konzipiert, mit bestens ausgeschilderten Strecken zu zahlreichen Mostwirtshäusern, Moststraßenheurigen und bäuerlichen „Ab-Hof-Betrieben“, die vor Ort produzierten Most anbieten. Weiters laden Aussichtspunkte, Themenwanderwege und Lehrpfade zu Ausflügen zu Fuß oder mit dem Fahrrad ein.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Donaubrücke: Bei Tiefenbach, einem Ortsteil von Kollmitzberg, führt eine Brücke über die Donau nach Grein.
  • Donauhafen: Ardagger Markt hat auch einen Hafen und eine Anlegestelle für Donauschiffe wie die MS Donaunixe.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der zur Gemeinde gehörenden Dorfgemeinschaft Moos wurde im Jahre 2004 in Eigenregie der Bewohner genossenschaftlich die zurzeit größte Pflanzenkläranlage des Bundeslandes gebaut.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ardagger – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Bevölkerung am 1.1.2015 nach Ortschaften
  2. Hausnummern- und Adressumstellung (PDF; 203 kB) auf der Gemeindeseite vom 1. März 2012, abgerufen am 5. März 2012