Roman Arkadjewitsch Abramowitsch

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Roman Abramowitsch (2007)

Roman Arkadjewitsch Abramowitsch (russisch Роман Аркадьевич Абрамович, wiss. Transliteration Roman Arkad’evič Abramovič, englische Transkription Roman Arkadyevich Abramovich, Betonung: Román Arkádjewitsch Abramówitsch, hebräisch רומן ארקדיביץ' אברמוביץ'; * 24. Oktober 1966 in Saratow, Russische SFSR, Sowjetunion) ist ein Oligarch mit russischer, israelischer und portugiesischer[1][2] Staatsbürgerschaft. Er war von 2000 bis Juli 2008 Gouverneur der russischen Region Tschukotka. Abramowitsch gilt als reichster Israeli und Portugiese und ist einer der vermögendsten Menschen der Welt.

Herkunft und Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abramowitsch ist jüdischer Herkunft. Seine Familie väterlicherseits stammte aus Belarus und war nach der Oktoberrevolution nach Tauragė in Litauen ausgewandert. Die litauische Schreibweise des Familiennamens ist Abramavičius. Nahim (hebräisch Nahman) Abramowitsch (1887–1942), der Großvater väterlicherseits, wurde in Eržvilkas im Bezirk Tauragė geboren. Nahims Frau, Romans Großmutter väterlicherseits, Tauba, geb. Berkover, stammte aus Jurbarkas.[3] Nach der Annexion Litauens durch die Sowjetunion im Jahr 1940 deportierte das NKWD die Familie nach Sibirien. Nahim Abramowitsch starb im Gulag.[4][5] Die Großeltern mütterlicherseits waren Wassili Michalenko und Faina Grutman. Abramowitschs Eltern lebten bei seiner Geburt in Syktywkar.[6] Roman war 18 Monate alt, als seine Mutter Irina Michalenko an den Folgen einer heimlichen Abtreibung starb. Als er vier Jahre alt war, starb sein Vater Arkadi (hebräisch Aron) Abramowitsch (1937–1970) bei einem Bauunfall. Bis zu seinem achten Lebensjahr wuchs Abramowitsch bei einem Onkel väterlicherseits, Leib Abramowitsch, einem Ölingenieur in Uchta, auf und danach bei einem zweiten Onkel, Abraham, in Moskau. Am Moskauer Gubkin-Öl- und-Gas-Institut studierte Abramowitsch Ingenieurwissenschaft.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Öffnung der sowjetischen Wirtschaft im Zuge der Perestroika gründete Abramowitsch als 21-jähriger Student das Unternehmen Ujut (deutsch: „Gemütlichkeit“). Ujut stellte zunächst profane Dinge wie Gummienten und Fußbälle her. Abramowitschs Einstieg in das Ölgeschäft begann, als er nach dem Zerfall der Sowjetunion zwischen 1993 und 1996 das Moskauer Büro des Schweizer Rohölhändlers Runicom leitete.

Sibneft und Slavneft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über Runicom wickelte er größere Ölgeschäfte mit Raffinerien ab, vor allem mit der größten russischen Raffinerie im sibirischen Omsk. 1992 war Abramowitsch erstmals Boris Beresowski begegnet. Dessen Kontakte zu Boris Jelzin machte er sich zunutze. Mit Beresowski konnte er sich nach dem Zerfall der Sowjetunion ein weitverzweigtes Firmenimperium aufbauen, indem er ehemals staatliche Betriebe aufkaufte. Sibneft kaufte er für etwa 250 Millionen Dollar. Zum Besitz der von ihm kontrollierten Holding Millhouse Capital gehörten schließlich 80 % von Russlands fünftgrößtem Ölkonzern Sibneft, 50 % des Aluminiumkonzerns RUSAL, 26 % der Fluggesellschaft Aeroflot und 37,5 % des Autoproduzenten Ruspromawto. Die Raffinerie im sibirischen Omsk wurde das Kernstück des Sibneft-Konzerns.

Evraz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abramowitsch hält Aktienanteile am zweitgrößten russischen Stahlkonzern Evraz.[7]

Verkäufe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Offenbar unter dem Eindruck des Verfahrens gegen Michail Chodorkowski verkaufte Abramowitsch nach und nach seine Anteile an russischen Unternehmen. Seine Aeroflot-Aktien verkaufte er im März 2003 an den russischen Staat. Die RUSAL-Anteile verkaufte Millhouse in zwei Schritten 2003 und 2004 an die Gruppe „Basowy Element“ von Oleg Deripaska.

Seine Mehrheit an Sibneft verkaufte er Ende 2005 mit sehr großem Gewinn, für 13 Milliarden Dollar[8] an den halbstaatlichen Gaskonzern Gazprom. Westliche Banken gewährten Darlehen über zwölf Milliarden Dollar, etwa die Hälfte davon kam russischen Medienberichten zufolge vom niederländischen Institut ABN Amro und der Dresdner Bank.[9] Gazprom wurde später in Gazprom Neft umbenannt.

Käufe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2003 kaufte Abramowitsch den Londoner Fußballverein FC Chelsea. Abramowitsch soll weltweit 70 Immobilien, zwei Yachten und mehrere Flugzeuge besitzen.

Verhältnis zu Boris Jelzin und Wladimir Putin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lange Zeit galt Abramowitsch als wichtigster Oligarch im Umfeld des damaligen Präsidenten Wladimir Putin.[10] Er gilt als ein Wegbereiter für den Machtwechsel von Ex-Präsident Boris Jelzin zu Putin im Jahr 2000. Im Dezember 2000 wurde Abramowitsch zum Gouverneur des Autonomen Kreises der Tschuktschen gewählt und im Oktober 2005 im Amt bestätigt. Am 3. Juli 2008 akzeptierte der russische Präsident Dmitri Medwedew Abramowitschs mehrfach geäußertes Rücktrittsgesuch und entließ ihn als Gouverneur. Nachfolger wurde sein bisheriger Stellvertreter Roman Kopin.[11]

Anfang 2008 bestellte Infrastruktura, ein Bauunternehmen Abramowitschs, die derzeit weltgrößte Tunnelvortriebsmaschine bei der Herrenknecht AG, um damit eine Nische auf dem russischen Infrastrukturmarkt zu erschließen. Das Gerät wurde vor allem beim Bau von Objekten für die Olympischen Winterspiele 2014 im russischen Schwarzmeer-Badeort Sotschi eingesetzt. Infrastruktura erwartet nach eigenen Angaben Tunnelbauaufträge von einigen Milliarden Dollar pro Jahr.

2011 verklagte Boris Beresowski Abramowitsch auf 5,6 Milliarden US-Dollar. Er warf seinem früheren Geschäftspartner vor, ihn beim Verkauf des Unternehmens Sibneft betrogen und ihn um seine Anteile gebracht zu haben. Abramowitsch beteuerte allerdings, dass Beresowski keine Anteile am Unternehmen hatte. Am 31. August 2012 wurde Beresowskis Klage von einem Londoner Gericht abgewiesen.[12]

Nach dem Beginn des russischen Überfalls auf die Ukraine wurde Abramowitsch Abgesandter für Russland bei den Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland 2022.[13][14]

Herkunft des Vermögens[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abramowitsch profitierte finanziell von der Privatisierung einiger Unternehmen des Staates. Er kaufte günstig Unternehmen und veräußerte sie später mit Gewinn.[15] Er profitierte auch von der Zerschlagung des Yukos-Konzerns.

In Russland blieb er als Unternehmer aktiv. Im Dezember 2007 wurde eine Beteiligung von Millhouse am russischen Goldproduzenten Highland Gold Mining Ltd in Höhe von 40 Prozent bekannt. Am 25. Juli 2016 stellte Roman Abramowitsch ein Gesuch um eine Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz. Er wollte sich in Verbier niederlassen. Das Schweizer Bundesamt für Polizei (Fedpol) urteilte Anfang 2017, dass Abramowitschs Anwesenheit in der Schweiz als Gefährdung der öffentlichen Sicherheit sowie als Reputationsrisiko für die Schweiz einzuschätzen sei. Abramowitsch sei Fedpol wegen Verdachts auf Geldwäsche bekannt. Darüber hinaus würden Fedpol verschiedene polizeiliche Informationen vorliegen, wonach Abramowitsch Kontakte zu russischen kriminellen Organisationen unterhält. Der Ursprung seines Vermögens wurde als mindestens teilweise illegal eingeschätzt. Abramowitsch kontaktierte die Fedpol-Direktorin, die Schweizer Behörden blieben jedoch bei ihrer Einschätzung. Als er erfuhr, dass der Tages-Anzeiger über die Vorgänge rund um sein Gesuch berichten wollte, klagte Abramowitsch zunächst vor dem Zürcher Handelsgericht, wo er scheiterte, und dann beim Bundesgericht. Die Richter wiesen seine Beschwerde im September 2018 ab.[16][17]

Nachdem die britische Regierung im Zuge des versuchten Mordes an Sergei Skripal schärfere Kontrollen zum finanziellen Hintergrund von Investoren einführte, zog Abramowitsch seinen Antrag auf Verlängerung seiner Aufenthaltserlaubnis in Großbritannien zurück.[17][18]

Abramowitsch ließ sich danach in Israel nieder. Israelische Medien berichteten, dass er schon 2017 ein Anwesen in Tel Aviv erworben habe.[19] Ende Mai 2018 erhielt er die israelische Staatsbürgerschaft; als Kind jüdischer Eltern hat er nach dem Rückkehrgesetz Anspruch auf einen israelischen Pass.[20] Als israelischer Bürger benötigt er für einen Besuch in der Europäischen Union, anders als russische Staatsbürger, kein Visum. Wenn er in Großbritannien arbeiten oder leben möchte, müsste er wieder ein britisches Visum beantragen und sich strengeren Kontrollen zur Herkunft seines Vermögens unterziehen.[17][21] Ende 2021 erhielt Abramowitsch die portugiesische Staatsbürgerschaft aufgrund eines Gesetzes, wonach Portugal Menschen, deren jüdische Vorfahren im 15. Jahrhundert vertrieben wurden, die Staatsbürgerschaft gewährt.[22] Die Umstände seiner Einbürgerung werden aktuell untersucht.[23] Seit Mitte März 2022 ist ihm die Einreise in das Vereinigte Königreich aufgrund von Sanktionen verwehrt. Abramowitsch lebt heute wieder in Moskau.

Reichtum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vermögen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Infolge der Finanzkrise ab 2007 verlor er einen Großteil seines Vermögens. Sein Vermögen verringerte sich damals von geschätzten 23,5 Milliarden US-Dollar auf 3,3 Milliarden US-Dollar. Abramowitsch hatte 2013 nach Angaben des Wirtschaftsmagazins Forbes ein geschätztes Netto-Vermögen von 10,2 Milliarden US-Dollar[24] und war damit auf Platz 13 der reichsten Menschen in Russland und auf Platz 107 der reichsten Personen überhaupt (Liste der reichsten Menschen der Welt).

Auf der Forbes-Liste 2021 wurde das Vermögen von Roman Abramowitsch mit ca. 14,5 Milliarden US-Dollar angegeben. Damit belegte er Platz 142 auf der Forbes-Liste der reichsten Menschen der Welt.[25]

Nach dem Beginn des russischen Überfalls auf die Ukraine fielen der Kurs des Rubel und der russischen Aktien stark. An der Londoner Börse fiel die Evraz-Aktie stark; der Handel wurde am 10. März ausgesetzt.
Am gleichen Tag verhängte die britische Regierung Sanktionen gegen Abramowitsch und weitere Oligarchen. Abramowitsch verlor die Kontrolle über seine Villa in London (in den Kensington Palace Gardens).[26]

US-Präsident Joe Biden kündigte am 4. März das Aufspüren von Besitztümern der Oligarchen und eine diesbezügliche Koordination mit Kanada und mehrerer europäischer Länder an.[27] Am 14. März 2022 verhängte auch die Europäische Union Sanktionen gegen Abramowitsch und fror dessen Vermögen in der EU ein.[23]

FC Chelsea[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2003 kaufte Abramowitsch für 210 Millionen Euro den englischen Fußballclub FC Chelsea. Bis 2008 hatte er geschätzte 764 Millionen Euro in den Club investiert, hauptsächlich für Ablösesummen und Gehälter.[28] Er selbst ist häufig im Chelsea-Stadion Stamford Bridge anwesend. Sein Verein gewann 2012 gegen den FC Bayern München erstmals die UEFA Champions League.

Nach dem russischen Überfall auf die Ukraine am 24. Februar 2022 übergab Abramowitsch die Verwaltung des FC Chelsea an die Treuhänder seiner gemeinnützigen Stiftung.[29] Am 2. März 2022 gab Abramowitsch ebenfalls bekannt, den Verein verkaufen zu wollen[30]. Der Erlös solle Kriegsopfern des Ukraine-Konfliktes zugutekommen. Der FC Chelsea, auf dem ein Kredit von 1,5 Milliarden Pfund lastet, ist nach Schätzungen mindestens zwei Milliarden Pfund wert.[31][32]

Yachten und Flugzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Yacht Eclipse
Die Pelorus zur Wartung in der Werft Blohm & Voss, Hamburg
Roman Abramovich's B787-8 Dreamliner P4-BDL[33]
Château de la Croë in Cap d’Antibes

Abramowitsch ist bekannt für den Besitz von extrem teuren Yachten. 2010 erwarb er die 162,5 Meter lange Eclipse für 590 Millionen US-Dollar. Die von der Hamburger Werft Blohm + Voss für ihn gebaute Megayacht war damals die längste Yacht der Welt (heute Platz 3 in der Liste der längsten Motoryachten). Außerdem besitzt er die rund 140 Meter lange Solaris (Baujahr 2021), deren Wert auf 600 Millionen US-Dollar geschätzt wird.[34][35] Um den Sanktionen des Vereinigten Königreiches und der EU von Anfang März 2022 zu entgehen, beförderte Abramowitsch die Yachten Eclipse und Solaris in den Hafen von Bodrum, Türkei.[36][37]

Früher besaß Abramowitsch folgende Yachten:[34]

  • Le Grand Bleu, 108,3 Meter lang. Abramowitsch kaufte sie 2002 vom Erstbesitzer Paul Allen und verkaufte sie im 2006 an seinen Freund Jewgeni Schwidler.[38]
  • Pelorus, 115 Meter lang. Die Kröger-Werft baute sie für den saudischen Geschäftsmann Abdulmohsen Abdulmalik Al-Scheich, der sie 2003 erwarb und schon im nächsten Jahr an Abramowitsch verkaufte. Dieser ließ sie von Blohm + Voss umbauen und markant neu lackieren (Rumpf sandfarben, Aufbau reinweiß). 2011 Verkauf an David Geffen für 300 Millionen US-Dollar.
  • Ecstasea, 86 Meter lang, gebaut 2004 bei Feadship-Royal van Lent. Mit einer Gasturbine LM2500 von General Electric und vier Dieselmotoren erreicht sie Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 30 Knoten.[39] 2009 Verkauf.
  • Luna, 115 Meter lang. Erstbesitzer Abramowitsch kaufte sie 2010 und verkaufte sie 2014 an den russischen Unternehmer Farkhad Akhmedov.
  • Sussurro, 49,5 Meter lang, Baujahr 1998. Wie bei der Pelorus war Abdulmohsen Abdulmalik Al-Scheich der erste Besitzer.

Abramowitsch ist ferner im Besitz mehrerer Flugzeuge, darunter ein Dreamliner.

Die britische Regierung schloss Ende Februar 2022 den Luftraum für russische Flugzeuge sowie Schiffe aus Russland und solche, die sich in russischem Besitz befinden. Davon betroffen waren auch die Yachten und Privatjets einiger russischer Oligarchen.[40] Zwei seiner Yachten waren danach verschwunden, bzw. wurden in Montenegro gesichtet.[41][42]

Immobilien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Garmisch-Partenkirchen erwarb Abramowitsch das Leitenschlössl und ließ es von 1999 bis 2002 renovieren, erweitern und künstlerisch ausgestalten. Seit 2004 besitzt er das Château de la Croë bei Antibes, das inzwischen aufwändig renoviert wurde.[43] 2006 erwarb er das Waldschlössl in Burgau am Attersee.[44]

2009 kaufte er an der 'Milliardärsstraße' (Kensington Palace Gardens) in London eine Villa (Hausnr. 16) mit 15 Schlafzimmern für 90 Millionen Pfund.[45]

Außerdem kaufte er in Manhattan (New York City) für 74 Millionen US-Dollar vier Stadthäuser in der Upper East Side (East 75th Street Nr. 9, 11, 13 und 15).[46] Sie haben zusammen eine Fläche von 19,400 square feet.[46]

Gemälde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2008 kaufte er zwei Gemälde zu Rekordpreisen: Triptych, 1976 von Francis Bacon (1976) für 57,2 Millionen Euro (Höchstpreis für ein Kunstwerk der Nachkriegszeit) und Benefits Supervisor Sleeping von Lucian Freud (1995) für 22,36 Millionen Euro (damaliger Höchstpreis für ein Werk eines lebenden Künstlers).

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abramowitschs erste Ehefrau war von 1987 bis 1989 Olga, die ein Kind mit in die Ehe brachte. Von 1991 bis März 2007 war er mit der ehemaligen Aeroflot-Stewardess Irina verheiratet, mit der er fünf Kinder hat.[47] Danach war Darja Schukowa, die im September 2008 in Moskau das Garage Museum of Contemporary Art eröffnet hat, seine Lebensgefährtin. Mit ihr hat er zwei Kinder. Das erste wurde am 4. Dezember 2009 in Los Angeles geboren, das zweite am 15. April 2013 in New York.[48] Am 7. August 2017 gab das Paar seine Trennung bekannt.[47]

CO2-Fußabdruck[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abramowitschs verschwenderischer Lebensstil spiegelt sich in seinem CO2-Fußabdruck. Laut einer Untersuchung aus dem Jahr 2021 zum geschätzten CO2-Fußabdruck von 20 bekannten Milliardären setzte er mit seinem Konsumverhalten (inklusive Wohnsituation, Yachtreisen, Reisen im Privatjet) 31.198,8 Tonnen CO2e frei (2018). Mit diesen Emissionen belegte er mit deutlichem Abstand Platz 1.[49] Sie entsprechen den energiebedingten, für 2019 errechneten CO2-Emissionen von 1017 Einwohnern Katars (Katar war 2019 das Land mit dem höchsten Pro-Kopf-Ausstoß), 2161 US-Amerikanern, 4027 Deutschen oder 18.461 Indern.[50]

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abramowitsch engagierte sich finanziell für die Verpflichtung von Guus Hiddink als Trainer der russischen Fußballnationalmannschaft (2006 bis 2010).[51]

Die Figur Juri Omovich in dem Film Rock N Rolla von Guy Ritchie (2008) ist ihm nachempfunden.[52]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dominic Midgley: Der Milliardär aus dem Nichts – Roman Abramowitsch. Biografie. Murmann-Verlag, Hamburg 2005, ISBN 3-938017-30-9.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Roman Arkadjewitsch Abramowitsch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Rabbiner von Porto festgenommen, Justiz ermittelt nach Abramowitsch-Einbürgerung, www.n-tv.de, abgerufen am 12. März 2022
  2. The Moscow Times: Russian Billionaire Abramovich Obtains Portuguese Citizenship. 24. Dezember 2021, abgerufen am 16. März 2022 (englisch).
  3. Litvak SIG (Lithuanian Jewish Special Interest Group Database – https://www.litvaksig.org/) Lithuania Marriage and Divorces, Record from Taurage Raseinai Kaunas, August 20th 1925, LVIA/1817/1/322.
  4. ↑ Геноцид жителей Литвы 1939–1941. — Вильнюс: Центр исследования геноцида и резистенции жителей Литвы, 1999. — С. 78—79.
  5. ↑ Родовое гнездо Абрамовича нашлось в Литве // — Радио Свобода, 2010.
  6. ↑ Неизвестные страницы жизни Романа Абрамовича КП — Саратов
  7. Marketsscreener: Vorstand des Stahlherstellers Evraz tritt nach Abramowitsch Sanktion zurück, März 2022
  8. Gasprom kauft Sibneft für 13 Milliarden Dollar www.faz.de, abgerufen am 18. März 2022
  9. Ukraine-Krieg: Schmutziges Geld im Fußball? „Markus Lanz“ diskutiert den Fall von Putin-Freund Abramowitsch, www.merkur.de, abgerufen am 18. März 2022
  10. BBC Dokumentation BBC Panorama - Roman Abramovich's Dirty Money, BBC, abgerufen am 18. März 2022
  11. Russland: Medwedew entlässt Milliardär Abramowitsch als Gouverneur – Spiegel online
  12. Richter schmettern Klage gegen Abramowitsch ab, Spiegel Online, 31. August 2012, abgerufen am 3. September 2012.
  13. Christoph Rottwilm, manager magazin: Roman Abramowitsch: Wie der Multimilliardär zwischen Russland und der Ukraine vermittelt. Abgerufen am 26. April 2022.
  14. ORF at red: „WSJ“: Vergiftungssymptome bei Abramowitsch und Verhandlern. 28. März 2022, abgerufen am 26. April 2022.
  15. BBC Dokumentation BBC Panorama - Roman Abramovich's Dirty Money, BBC, abgerufen am 18. März 2022
  16. Fedpol sieht in Abramowitsch eine Gefahr für die Schweiz. In: Tagesanzeiger, 25. September 2018.
  17. a b c Roman Abramovich posed threat to public security, Swiss police said. In: The Guardian, 25. September 2018.
  18. Warum Abramowitsch auf sein britisches Visum warten muss. In: Neue Zürcher Zeitung, 22. Mai 2018.
  19. Der neue Pass macht den Oligarchen zum reichsten Israeli. In: Welt Online, 29. Mai 2018.
  20. Der russische Oligarch Abramowitsch wird Israeli. In: nzz.ch. Neue Zürcher Zeitung, 28. Mai 2018, abgerufen am 28. Mai 2018.
  21. Beneide mich, ich bin ein Bürger!, Nowaja Gaseta, 1. Juni 2018.
  22. Sabine Brandes: Weltraum, Medaillen, Helikopter. Kurzmeldungen aus Israel. In: www.juedische-allgemeine.de. 21. Dezember 2021, abgerufen am 26. Dezember 2021.
  23. a b n-tv: EU will Abramowitsch Vermögen einfrieren, März 2022
  24. Forbes.com – The World's Richest People (englisch)
  25. Forbes: Liste von Milliardären
  26. Oligarchen in der Sanktionsfalle auf faz.net.
  27. Philipp Eckstein: Gemeinsam gegen russische Vermögen tagesschau.de, abgerufen am 4. März 2022
  28. Abramowitsch investiert 764 Millionen Euro in Chelsea
  29. Abramowitsch gibt Kontrolle über den FC Chelsea ab
  30. Panik bei russischen Oligarchen in LondonChristoph Prössl, Tagesschau.de, abgerufen am 4. März 2022
  31. Dan Mangan: Russian oligarch Roman Abramovich says he will sell Chelsea soccer club amid Ukraine war. 2. März 2022, abgerufen am 2. März 2022 (englisch).
  32. Philip Plickert, London: Verkauf des Klubs: Abramowitsch verspricht, Chelsea-Milliarden für Ukraine zu spenden. In: FAZ.NET. ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 3. März 2022]).
  33. Abramovich verkauft seine Boeing 767 und kauft Dreamliner. In: Aerotelegraph. 28. Dezember 2021, abgerufen am 14. März 2022 (englisch).
  34. a b From ‘Solaris’ to ‘Eclipse’, comparing Roman Abramovich’s yachts by size and amenities lifestyleasia.com, 11. September 2021.
  35. Beschreibung der Solaris auf luxurylaunches.com, August 4, 2021.
  36. Was passiert mit Oligarchen-Prunk in Deutschland?, www.n-tv.de, abgerufen am 25. März 2022
  37. Focus.de: Focus.de: Jetzt jagt ein junges Superhirn russische Mega-Yachten, 15. März 2022
  38. https://apnews.com/article/2da1989d4c1a43ee8c861037062ce3d5
  39. Ecstasea feadship.nl
  40. Christoph Prössl: Panik bei russischen Oligarchen in London, Tagesschau.de, abgerufen am 4. März 2022
  41. Abramowitsch-Yacht verschwunden: Spur zu Montenegros Mafia? | Exxpress. Abgerufen am 16. März 2022 (österreichisches Deutsch).
  42. Abramowitschs Megajacht in Montenegro gesichtet - Oligarchen wollen Schiffe in Sicherheit bringen. Abgerufen am 16. März 2022 (deutsch).
  43. Eine halbe Milliarde für eine Villa. In: Tagesspiegel, abgerufen am 4. März 2012
  44. Reichster Russe will Schloss am Attersee: Waldschlössel für Roman Abramowitsch. In: news.at, 15. Dezember 2006.
  45. Roman Abramovich hastily selling UK properties, MP claims auf theguardian.com.
  46. a b Roman Abramovich $180M UES "Urban Castle" Construction has Begun.
  47. a b Russischer Oligarch: Roman Abramowitsch trennt sich von dritter Ehefrau. In: Spiegel Online. 7. August 2017, abgerufen am 9. Juni 2018.
  48. Roman Abramowitsch erwartet siebtes Kind (Memento vom 16. April 2015 im Internet Archive) // Stimme Russlands 26 Dezember 2012, 21:31
  49. B. Barros, R. Wilk: The outsized carbon footprints of the super-rich. Sustainability: Science, Practice and Policy 2021; 17(1): 316–322.
  50. CO2-Ausstoß pro Kopf weltweit nach Ländern. Abgerufen am 2. März 2022.
  51. Abramowitsch versucht Russland flott zu machen welt.de, 16. Oktober 2007.
  52. "RocknRolla" macht Abramowitsch lächerlich welt.de, 20. März 2009.