Südwestbank

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Dieser Artikel beschreibt das bestehende Unternehmen Südwestbank AG; bis 1956 bestand unter dem gleichen Namen ein regionales Vorgängerinstitut der Deutsche Bank AG, das mit diesem Unternehmen nichts zu tun hat.
  Südwestbank AG
Logo der SÜDWESTBANK AG
Sitz der SÜDWESTBANK in Stuttgart-West
Sitz Stuttgart
Rechtsform Aktiengesellschaft
Bankleitzahl 600 907 00[1]
BIC SWBS DESS XXX[1]
Gründung 1922
Website www.suedwestbank.de
Geschäftsdaten 2016[2]
Bilanzsumme 7.439 Mio. Euro
Einlagen 5.613 Mio. Euro
Kundenkredite 4.853 Mio. Euro
Mitarbeiter 649
Geschäftsstellen 28
Leitung
Vorstand Wolfgang Kuhn (Sprecher)
Andreas Maurer
Wolfgang Jung
Aufsichtsrat Andreas Strüngmann (Vorsitz)
Peter Gaugg (stellv. Vorsitz)

Die Südwestbank AG (Eigenschreibweise: SÜDWESTBANK) ist eine filialorientierte Privatbank im Südwesten Deutschlands mit Sitz in Stuttgart. Das Kreditinstitut wird in der Form einer Aktiengesellschaft betrieben und unterhält 28 Standorte in Baden-Württemberg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Südwestbank wurde ursprünglich 1922 als Württembergische Landwirtschaftsbank GmbH in Stuttgart gegründet. Im Jahr 1954 wurde sie als Südwestdeutsche Landwirtschaftsbank GmbH fortgeführt. Ab dem Jahr 1964 firmierte sie als Südwestbank GmbH. Durch Wechsel der Rechtsform wurde 1970 hieraus die Südwestbank AG. Organisatorisch war die Bank an den Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) angebunden. Der Haupteigentümer war die DZ Bank.

Im Jahr 2004 kaufte die Santo Holding (Deutschland) GmbH von Andreas und Thomas Strüngmann den Anteil der DZ Bank von 89,6 %.[3] In der Folge schied die Südwestbank aus dem Verbund der Genossenschaftsbanken aus und trat am 1. Januar 2005 dem Bundesverband deutscher Banken sowie dessen Einlagensicherungsfonds bei. Im Frühjahr 2008 wurde ihr Vorstandssprecher entlassen und die Strategie auf vermögende Privatkunden umgestellt.[4] Anfang 2010 gab die Santo Holding (Deutschland) GmbH ihren Anteil von nunmehr 94 % an die Santo Vermögensbeteiligung GmbH ab.[5] Durch eine Eigenkapitalzuführung in Höhe von 386 Mio. Euro der Eigentümer hat sich das Eigenkapital der Südwestbank zum Ende des Jahres 2013 mehr als verdoppelt.[6] Am 25. August 2016 erhielt die Südwestbank von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht die Erlaubnis zur Emission von Pfandbriefen. Die unabhängige Privatbank ist damit von nun an auch Pfandbriefbank und zählt zu den vier Prozent der deutschen Banken, die Pfandbriefbanken sind. [7]

Tochtergesellschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Südwestbank AG ist Eigentümerin der SWB Treuhand GmbH und der ESG Entwicklungsgesellschaft mbH.[8] 2013 gründete die Südwestbank zwei weitere Tochtergesellschaften: Die Vertiva Family Office GmbH und die Tresides Asset Management GmbH. Die Vertiva widmet sich der Verwaltung von privaten und unternehmerischen Vermögenswerten im deutschsprachigen Raum.[9] Tresides konzentriert sich auf das institutionelle Asset Management.[10] Anfang 2015 gründete die Südwestbank mit der SWB Immowert GmbH eine weitere Tochtergesellschaft, die sich auf den Erwerb von Immobilien als stabile Kapitalanlage spezialisiert hat.[11]

Vertriebspartner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die unabhängige Südwestbank arbeitet mit einer Vielzahl von Vertriebspartnern zusammen, unter anderem: Allianz, Allianz Global Investors, Bausparkasse Schwäbisch Hall, Dr. Ellwanger & Kramm, equinet, Ethenea, Flossbach von Storch, GEFA Bank, Kloepfel Consulting, MIBAV Consulting, Münchener Hypothekenbank, R+V Versicherung, Spitzmüller, Süddeutsche Krankenversicherung, Targo Commercial Finance, Tresides, Union Investment, UVW-Leasing, WL Bank, Württembergische Lebensversicherung.[12]

Seit dem 1. April 2004 ist die Südwestbank Mitglied im Cashpool mit über 3.000 Geldautomaten in Deutschland.

Technik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Südwestbank AG ist dem genossenschaftlichen Rechenzentrum der Fiducia & GAD IT AG angeschlossen und nutzt als Kernbankensystem deren Software agree.[13]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Stammdaten des Kreditinstitutes bei der Deutschen Bundesbank
  2. [1]
  3. Privater Investor wird Mehrheitsaktionär der Südwestbank AG. DZ Bank. Abgerufen am 3. November 2012.
  4. Südwestbank setzt auf Strategiewechsel. Stuttgarter Zeitung. 19. Mai 2008. Archiviert vom Original am 27. September 2013. Abgerufen am 3. November 2012.
  5. Offenlegungsbericht 2010 (PDF; 271 KB) Südwestbank AG. Abgerufen am 3. November 2012.
  6. Südwestbank verdoppelt ihr Eigenkapital. Stuttgarter Zeitung. 22. Januar 2014. Abgerufen am 25. Juli 2014.
  7. Südwestbank erhält Pfandbrief-Lizenz. Die Bank. 21. September 2016. Abgerufen am 22. Oktober 2016.
  8. Offenlegungsbericht 2014 (PDF; 516 KB) Südwestbank AG. Abgerufen am 3. November 2012.
  9. Südwestbank gründet Family Office. Cash Online. 26. April 2013. Abgerufen am 25. Juli 2014.
  10. Acht Ex-Mitarbeiter der LBBW gründen neuen Asset Manager. Fonds Professionell Online. 24. Januar 2014. Abgerufen am 25. Juli 2014.
  11. Happy Read Publishing Ltd: DEAL – Magazine | Real Estate | Investment | Finance. In: www.deal-magazin.com. Abgerufen am 18. April 2016.
  12. Unsere Partner – Ihre SÜDWESTBANK – Ihre SÜDWESTBANK. In: www.suedwestbank.de. Abgerufen am 22. Oktober 2016.
  13. Vgl. Internetbanking der Bank unter https://finanzportal.fiducia.de/

Koordinaten: 48° 46′ 13″ N, 9° 9′ 33″ O