S-Bahn Kärnten

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S-Bahn Österreich
S-Bahn Kärnten
Sbahn kaernten 2015.png

S-Bahn-System mit weiteren Bahnlinien

Staat Österreich
Verkehrsverbund
Tarifverbund
VVK
Linien 3 (+1 S-Bahn-Buslinie)
Streckenlänge ca. 143 (geplant ca. 255)
Stationen 57 (geplant 64)
Fernbahnhöfe 11 (geplant 13)
kleinste Taktfolge 20 min
Fahrzeuge 4024, 5022, CityShuttle
Betreiber ÖBB

Die S-Bahn Kärnten ist ein Nahverkehrsprojekt in Kärnten.

Bereits der Kärnten-Takt brachte eine Angebotserweiterung um 30 Prozent mit sich. Im Vollausbau soll die S-Bahn zusätzliche 60 Verbindungen täglich anbieten. Parallel zum Projekt S-Bahn ist geplant, das Bus-Angebot zu erweitern. Entlang der Linie S1 existieren bereits über 700 Park+Ride-Stellplätze. Weitere Park+Ride-Anlagen sind im Aufbau.

Linien[Bearbeiten]

Linie Strecke Streckenname Betriebsführung Inbetriebnahme
 S1  Spittal-MillstätterseeVillach HbfKlagenfurt HbfFriesach Drautalbahn, Rosentalbahn, Rudolfsbahn ÖBB 12. Dezember 2010
 S2  Rosenbach – Villach Hbf – Feldkirchen in KärntenSt. Veit an der Glan Bahnstrecke Villach–Rosenbach, Rudolfsbahn ÖBB 11. Dezember 2011 (Villach-St. Veit an der Glan)
10. Juni 2012 (Villach-Rosenbach)
 S3  Weizelsdorf – Klagenfurt Hbf – Bleiburg Rosentalbahn, Drautalbahn ÖBB 1. August 2011 (Klagenfurt-Weizelsdorf)
 S3  Bus Rosenbach Bhf. – Feistritz/Rosental Bhf. – Weizelsdorf – Ferlach getakteter Zubringerbus mit Anschluss von und zu der S3 in Weizelsdorf Postbus (ÖBB) 1. August 2011

Entwicklung[Bearbeiten]

S-Bahn-Linie 1: Spittal-Millstättersee ↔ Friesach[Bearbeiten]

neue Bahnstation Klagenfurt West, Blick vom Bahnsteig 2 Richtung Osten (Stadtzentrum)
neue Bahnstation Klagenfurt West, Blick vom Bahnsteig 2 Richtung Osten (Stadtzentrum)

Seit 2008 verkehrten Nahverkehrszüge im Halbstundentakt (sogenannter Kärnten-Takt) zwischen Villach und Klagenfurt, die offizielle Inbetriebnahme der Linie S1 (Verlängerung des Taktverkehrs bis St. Veit an der Glan) erfolgte am 12. Dezember 2010. Das S-Bahn-System wurde durch das Schließen von Takt-Lücken weiter verbessert. Zwischen Villach und St. Veit an der Glan wird in einem Halbstundentakt, zwischen Spittal-Millstättersee - Villach - Klagenfurt am Wörthersee - St. Veit an der Glan - Friesach in einem beinahe Einstundentakt gefahren. Diese Angaben beziehen sich auf Werktage, am Wochenende und an Feiertagen ist das Angebot dünner.

In den Sommermonaten verkehrt samstags, sonntags und feiertags sowie zu Großveranstaltungen die S1-Nightline zwischen Spittal-Millstättersee und St. Veit bis ca. 3:00 Uhr in der Früh im Stundentakt.[2]

Aktuelles[1][Bearbeiten]

Im westlichen Stadtgebiet von Klagenfurt befindet sich seit Fahrplanwechsel 2014/15 eine neue S-Bahn Haltestelle für die S1 mit Namen "Klagenfurt West". Sie verbindet die Ostbucht des Wörthersees mit der Universität, dem Strandbad, dem Europapark sowie der P&R-Anlage beim Minimundus und fungiert auch als Nahverkehrsknoten (S-Bahn, Postbus, STW-Busse). Die Haltestelle ist derzeit Endstelle der Stadtbuslinie 62, die zwischen der Universität Klagenfurt und Klagenfurt West pendelt.

Die Haltestelle "Gummern" wurde zum Fahrplanwechsel 2014/15 aufgelöst und wird somit nicht mehr (von der S1) bedient.

S-Bahn-Linie 2: St. Veit an der Glan ↔ Rosenbach[Bearbeiten]

Schnellbahn-Garnitur S2 in Richtung Rosenbach, kurz vor dem Bahnhof Ledenitzen
Schnellbahn-Garnitur S2 in Richtung Rosenbach, kurz vor dem Bahnhof Ledenitzen

Der Betrieb der S2 im Abschnitt zwischen Villach und St. Veit an der Glan wurde am 11. Dezember 2011 gestartet. Zwischen Villach und Feldkirchen fahren die Nahverkehrszüge im Einstundentakt, von Feldkirchen weiter nach St. Veit an der Glan im Zweistundentakt. Auf Einstundentakt verdichtet wird dieser Streckenabschnitt durch einen mit dem Verkehrsverbund Kärnten abgestimmten Busfahrplan.

Der zweite Abschnitt der S2 zwischen Villach und Rosenbach ist im Sommer 2012 in Betrieb gegangen und verbindet die Regionen um Ossiacher See, Warmbad Villach und Faaker See miteinander. Hier wird werktags ein fast lückenloser Einstundentakt gefahren. Busse ergänzen das Angebot.

Samstags, sonntags und feiertags gilt auf den beiden Streckenabschnitten jeweils ein Zweistundentakt. Eine durchgehende Fahrt von St. Veit bis Rosenbach ist fahrplantechnisch nicht vorgesehen. Somit wird die Linie an diesen Tagen als zwei separate geführt (St. Veit - Villach, Villach - Rosenbach).

Aktuelles[1][Bearbeiten]

In den Sommermonaten 2015 verkehrt erstmals samstags, sonntags und feiertags sowie zum Villacher Kirchtag die S2-Nightline zwischen Feldkirchen in Kärnten und Ledenitzen bis ca. 2:00 Uhr in der Früh im Stundentakt.[3]

S-Bahn-Linie 3: Weizelsdorf ↔ Klagenfurt Hbf[Bearbeiten]

Schnellbahn-Garnitur S3 und historischer Schienenbus der NBiK am Bahnhof Weizelsdorf

Der Betrieb der Linie S3 konnte am 1. August 2011 im Abschnitt von Klagenfurt Hbf bis Weizelsdorf aufgenommen werden. Als Endpunkt der S3 war aber ursprünglich Feistritz/Rosental vorgesehen. Auf Grund von Planungsfehlern konnte das nicht realisiert werden, da die Strecke bis Feistritz/Rosental aus einem einzigen, ungesicherten Streckenblock besteht und im Bahnhof Maria Rain alle Weichen und Signale ausgebaut wurden, sodass auf der von der S3 benutzten Strecke Zugkreuzungen nicht möglich sind.

Aktuell wird der Zugverkehr auf der S3 von Montag bis Freitag (wenn Werktag) im Stundentakt (morgens auch im Halbstunden-Takt) betrieben. An Samstagen, Sonn- und Feiertagen verkehrt die S3 nicht. Im Einzugsbereich der S3 werden 6 Gemeinden durch das Anruftaxi „Go-Mobil" bedient, nämlich Maria Rain, Köttmannsdorf, Ludmannsdorf, Feistritz/Rosental, Rosegg und St. Jakob/Rosental.

Seit 1. August 2011 verkehrt von Rosenbach über Feistritz/Rosental nach Klagenfurt Hbf nur mehr der stark ausgelastete Frühzug (von Montag bis Freitag, wenn Werktag).

S-Bahn-Bus[Bearbeiten]

Der S-Bahn-Zubringerbus (S-Bahn-Bus) fährt seit August 2011 im Stundentakt zwischen Rosenbach, Feistritz/Rosental, Weizelsdorf und Ferlach. In Weizelsdorf ist der Anschluss von und zu der S3 aus beiden Richtungen gesichert, da dieser Bahnhof als Taktknotenpunkt dient. An Samstagen, Sonn- und Feiertagen verkehren ausschließlich Busse zwischen Klagenfurt und dem Rosental.

Zukunft[Bearbeiten]

Mittelfristig ist eine neue Bahnstation zwischen dem Klagenfurter Hauptbahnhof und Viktring südlich des Bahnüberganges Mössingerstraße vorgesehen. Der Name wird voraussichtlich "Klagenfurt Süd" sein. Da sich das Schulzentrum in unmittelbarer Nähe befindet, wird sie hauptsächlich dem Schülerverkehr dienen.

Im Zuge des Ausbaus der Koralmbahn zwischen Graz und Klagenfurt erfolgte auch der Neubau der S-Bahnhaltestelle „Klagenfurt-Ebenthal“. Die neue Haltestelle ist seit dem 1. Jänner 2013 im Vollbetrieb. Sie wird mit der Inbetriebnahme der Verlängerung der S3 in den nächsten Jahren zur S3-Haltestelle.

Im Energiemasterplan des Landes Kärnten ist die Elektrifizierung bis zumindest Weizelsdorf angedeutet.[4][5]

Zeitweise bestanden Überlegungen, die Linie S3 von Weizelsdorf nach Ferlach zu verlängern. Das ist derzeit allerdings nicht möglich, da diese von den ÖBB stillgelegte Stichbahn von der "Nostalgiebahn in Kärnten" übernommen wurde und der bauliche Zustand der Strecke bereits stark vernachlässigt ist.

Nachtnetz in den Sommermonaten[Bearbeiten]

S-Bahn Kärnten Nachtnetz Sommer 2015
S-Bahn Kärnten Nachtnetz Sommer 2015

In den Sommermonaten bieten die S-Bahn-Betreiber auf den Linien S1 und S2 jeweils verlängerte Betriebszeiten an Samstagen, Sonn- und Feiertagen sowie zu Großevents an.[1] Das Betriebsende liegt je nach Bahnhof zwischen 2 und 3 Uhr. Nachtzuschläge werden nicht erhoben.

Fahrzeuge[Bearbeiten]

Die drei Linien werden mit modernen Triebwagengarnituren der Typen Desiro (hauptsächlich S3) und Talent (S1, S2) aus dem Fuhrpark der ÖBB betrieben werden. Zusätzlich werden CityShuttle-Garnituren (alle Linien) für manche Kurse eingesetzt.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: S-Bahn Kärnten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e Aktuelles zum Regionalverkehr gibt es auf der ÖBB-Seite.
  2. S1-Fahrplan, VKK.
  3. S2-Fahrplan, VKK.
  4. eMAP Kärnten
  5. in Energiemasterplan Kärnten, 2014, Seite 63.