S-Bahn Kärnten

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S-Bahn Österreich
S-Bahn Kärnten
Sbahn kaernten 2015.png
S-Bahn-System mit weiteren Bahnlinien
Staat Österreich
Verkehrs- /
Tarifverbund
VVK, VVT
Linien 4 (+2 S-Bahn-Zubringerbuslinien)
Streckenlänge ca. 325 km (geplant ca. 400 km)
Stationen 81 (geplant 95)
Fernbahnhöfe 11 (geplant 13)
kleinste Taktfolge 20 bis 30 min
Fahrzeuge 4024, 5022, CityShuttle
Betreiber ÖBB

S-Bahnen in Österreich

Die S-Bahn Kärnten ist ein Nahverkehrsprojekt in Kärnten und Osttirol.

Linien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Linie Strecke Streckenname Betriebsführung Inbetriebnahme
S-Bahn Kärnten LienzSpittal-MillstätterseeVillach HbfKlagenfurt HbfFriesach Drautalbahn, Rosentalbahn, Rudolfsbahn ÖBB 12. Dezember 2010 (Spittal-Millstättersee – Friesach)
13. Dezember 2015 (Lienz – Spittal-Millstättersee)
S-Bahn Kärnten Rosenbach – Villach Hbf – Feldkirchen in KärntenSt. Veit an der Glan Bahnstrecke Villach–Rosenbach, Rudolfsbahn ÖBB 11. Dezember 2011 (Villach – St. Veit an der Glan)
10. Juni 2012 (Villach – Rosenbach)
S-Bahn Kärnten Weizelsdorf – Klagenfurt Hbf – Völkermarkt-Kühnsdorf Rosentalbahn ÖBB 1. August 2011 (Klagenfurt – Weizelsdorf)
S-Bahn Kärnten Bus Rosenbach – Feistritz/Rosental – Weizelsdorf – Ferlach getakteter Zubringerbus mit Anschluss von und zu der S3 in Weizelsdorf Postbus (ÖBB) 1. August 2011
S-Bahn Kärnten Villach Hbf – ArnoldsteinHermagor Rudolfsbahn, Gailtalbahn ÖBB 11. Dezember 2016
S-Bahn Kärnten Bus HermagorKötschach-Mauthen getakteter Zubringerbus mit Anschluss von und zu der S4 in Hermagor 11. Dezember 2016

Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

S-Bahn-Linie S1: Lienz ↔ Friesach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

neue Bahnstation Klagenfurt West, Blick vom Bahnsteig 2 Richtung Osten (Stadtzentrum)
neue Bahnstation Klagenfurt West, Blick vom Bahnsteig 2 Richtung Osten (Stadtzentrum)

Seit 2008 verkehrten Nahverkehrszüge im Halbstundentakt (sogenannter Kärnten-Takt) zwischen Villach und Klagenfurt, die offizielle Inbetriebnahme der Linie S1 (Verlängerung des Taktverkehrs bis St. Veit an der Glan) erfolgte am 12. Dezember 2010. Das S-Bahn-System wurde durch das Schließen von Takt-Lücken weiter verbessert. Zwischen Villach und St. Veit an der Glan wird in einem Halbstundentakt, zwischen Lienz – Spittal-Millstättersee – Villach – Klagenfurt am Wörthersee – St. Veit an der Glan – Friesach in einem beinahe Einstundentakt gefahren. Diese Angaben beziehen sich auf Werktage, am Wochenende und an Feiertagen ist das Angebot dünner.

In den Sommermonaten verkehrt samstags, sonntags und feiertags sowie zu Großveranstaltungen die S1-Nightline zwischen Spittal-Millstättersee und St. Veit bis ca. 3:00 Uhr in der Früh im Stundentakt.[1]

Aktuelles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im westlichen Stadtgebiet von Klagenfurt befindet sich seit Fahrplanwechsel 2014/15 eine neue S-Bahn Haltestelle für die S1 mit Namen „Klagenfurt West“. Sie verbindet die Ostbucht des Wörthersees mit der Universität, dem Strandbad, dem Europapark sowie der P&R-Anlage beim Minimundus und fungiert auch als Nahverkehrsknoten (S-Bahn, Postbus, STW-Busse). Die Haltestelle ist derzeit Endstelle der Stadtbuslinie 60 (Montag - Samstag), die über Universität Klagenfurt und Heiligengeistplatz Richtung Steingasse im Halbstundentakt verkehrt.

Die Haltestelle „Gummern“ wurde am 5. Oktober 2014 aufgelöst und wird somit nicht mehr (von der S1) bedient.

Die S1 wurde mit 13. Dezember 2015 bis nach Lienz erweitert, wodurch ein umsteigefreier Stundentakt zwischen Friesach und Lienz eingeführt werden konnte.

S-Bahn-Linie S2: St. Veit an der Glan ↔ Rosenbach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schnellbahn-Garnitur S2 in Richtung Rosenbach, kurz vor dem Bahnhof Ledenitzen
Schnellbahn-Garnitur S2 in Richtung Rosenbach, kurz vor dem Bahnhof Ledenitzen

Der Betrieb der S2 im Abschnitt zwischen Villach und St. Veit an der Glan wurde am 11. Dezember 2011 gestartet. Zwischen Villach und Feldkirchen fahren die Nahverkehrszüge im Einstundentakt, von Feldkirchen weiter nach St. Veit an der Glan im Zweistundentakt. Auf Einstundentakt verdichtet wird dieser Streckenabschnitt durch einen mit dem Verkehrsverbund Kärnten abgestimmten Busfahrplan.

Der zweite Abschnitt der S2 zwischen Villach und Rosenbach ist im Sommer 2012 in Betrieb gegangen und verbindet die Regionen um Ossiacher See, Warmbad Villach und Faaker See miteinander. Hier wird werktags ein fast lückenloser Einstundentakt gefahren. Busse ergänzen das Angebot.

Samstags, sonntags und feiertags gilt auf den beiden Streckenabschnitten jeweils ein Zweistundentakt. Eine durchgehende Fahrt von St. Veit bis Rosenbach ist fahrplantechnisch nicht vorgesehen. Somit wird die Linie an diesen Tagen als zwei separate geführt (St. Veit – Villach, Villach – Rosenbach).

Aktuelles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2015 verkehrt in den Sommermonaten samstags, sonntags und feiertags sowie zum Villacher Kirchtag die S2-Nightline zwischen Feldkirchen in Kärnten und Ledenitzen bis ca. 2:00 Uhr in der Früh im Stundentakt.[2]

S-Bahn-Linie S3: Weizelsdorf ↔ Klagenfurt Hbf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schnellbahn-Garnitur S3 und historischer Schienenbus der NBiK am Bahnhof Weizelsdorf

Der Betrieb der Linie S3 konnte am 1. August 2011 im Abschnitt von Klagenfurt Hbf bis Weizelsdorf aufgenommen werden. Als Endpunkt der S3 war aber ursprünglich Feistritz/Rosental vorgesehen. Auf Grund von Planungsfehlern konnte das nicht realisiert werden, da die Strecke bis Feistritz/Rosental aus einem einzigen, ungesicherten Streckenblock besteht und im Bahnhof Maria Rain alle Weichen und Signale ausgebaut wurden, sodass auf der von der S3 benutzten Strecke Zugkreuzungen nicht möglich sind.

Aktuell wird der Zugverkehr auf der S3 von Montag bis Freitag (wenn Werktag) im Stundentakt (morgens auch im Halbstunden-Takt) betrieben. An Samstagen, Sonn- und Feiertagen verkehrt die S3 nicht. Im Einzugsbereich der S3 werden 6 Gemeinden durch das Anruftaxi „Go-Mobil“ bedient, nämlich Maria Rain, Köttmannsdorf, Ludmannsdorf, Feistritz/Rosental, Rosegg und St. Jakob/Rosental.

Von 1. August 2011 bis 9. Dezember 2016 verkehrte von Rosenbach über Feistritz/Rosental nach Klagenfurt Hbf nur mehr der stark ausgelastete Frühzug (von Montag bis Freitag, wenn Werktag).

Aktuelles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem 27. Oktober 2015 ging die neue Bahnstation zwischen dem Klagenfurter Hauptbahnhof und der ehemaligen Haltestelle Viktring nördlich des Bahnüberganges Mössingerstraße in Betrieb. Zeitgleich wurde die Haltestelle Viktring aufgelassen. Der Name der neuen Station ist „Klagenfurt Süd“. Da sich das Schulzentrum (HTL Mössingerstraße, BG/BRG Mössingerstraße) in unmittelbarer Nähe befindet, dient sie hauptsächlich dem Schülerverkehr.

Im Zuge dieses Neubaus wurde auch eine neue Bushaltestelle „Klagenfurt Süd“ stadtauswärts gebaut und die bestehende Haltestelle „Feldhofgasse“ stadteinwärts in „Klagenfurt Süd“ umbenannt, um den Anschluss an das Stadtbusnetz zu verbessern. Derzeit sind die Umsteigeverbindungen noch nicht aufeinander abgestimmt, sodass man nur einige wenige wirkliche S3 ↔ Stadtbus-Umstiege in der Früh zur Verfügung hat.

Zwischen Klagenfurt Hauptbahnhof und Klagenfurt Süd wurde mit 13. Dezember 2015 ein Pendelverkehr und damit auch die kürzeste S-Bahn-Linie in Österreich eingeführt. Für diese Fahren werden keine zusätzlichen Fahrzeuge benötigt, da auf der kurzen S3 die Stehzeit des einzigen Fahrzeuges ausgenützt werden kann.

Der Abschnitt Weizelsdorf ↔ Rosenbach wurde im Dezember 2016 komplett auf Busverkehr umgestellt, was bedeutet, dass der letzte Schülerzug von Rosenbach nach Klagenfurt eingestellt wurde.

S-Bahn-Bus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der S-Bahn-Zubringerbus (S-Bahn-Bus) fährt seit August 2011 im Stundentakt zwischen Rosenbach, Feistritz/Rosental, Weizelsdorf und Ferlach. In Weizelsdorf ist der Anschluss von und zu der S3 aus beiden Richtungen gesichert, da dieser Bahnhof als Taktknotenpunkt dient. An Samstagen, Sonn- und Feiertagen verkehren ausschließlich Busse zwischen Klagenfurt und dem Rosental.

Künftige Verlängerung Richtung Osten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge des Ausbaus der Koralmbahn zwischen Graz und Klagenfurt erfolgte auch der Neubau der S-Bahnhaltestelle „Klagenfurt-Ebenthal“. Die neue Haltestelle ist seit dem 1. Jänner 2013 im Vollbetrieb. Sie wird mit der Inbetriebnahme der Verlängerung der S3 Richtung Osten in den nächsten Jahren zur S3-Haltestelle.

Zeitweise bestanden Überlegungen, die Linie S3 von Weizelsdorf nach Ferlach zu verlängern. Das ist derzeit allerdings nicht möglich, da diese von den ÖBB stillgelegte Stichbahn von der „Nostalgiebahn in Kärnten“ übernommen wurde und der bauliche Zustand der Strecke bereits stark vernachlässigt ist.

Im Energiemasterplan des Landes Kärnten ist die Elektrifizierung bis zumindest Weizelsdorf angedeutet.[3][4] Im Dezember 2015 wurde sie explizit in einer Presseaussendung des Landes Kärnten als bis 2023 durchzuführende Maßnahme angekündigt.[5]

Im Abschnitt Klagenfurt HBF ↔ Völkermarkt-Kühnsdorf sind seit Fahrplanwechsel 2016/2017 teilweise im halbstunden Takt Züge unterwegs.

S-Bahn-Linie S4: Hermagor ↔ Villach Hauptbahnhof[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 11. Dezember 2016 ist eine neue Linie S4 auf dem Streckenabschnitt Hermagor ↔ Arnoldstein ↔ Villach Hauptbahnhof eingerichtet. Erste Schritte hierfür gingen mit Fahrplanwechsel 2015/16 an den Start in Form einer Einführung eines teilweisen Taktes zwischen Hermagor und Villach Hauptbahnhof.

Ab Sommer 2017 verkehrt zudem die S4-Nightline zwischen Hermagor und Villach bis ca. 2:00 Uhr.

Der obere Streckenabschnitt Hermagor ↔ Kötschach-Mauthen ist im Dezember 2016 auf Busbetrieb umgestellt worden. In diesem Streckenabschnitt wird ebenfalls wie auf der S3 ein Busverkehr im Stundentakt mit Anschlüssen von und zur S-Bahn betrieben.

Nachtnetz in den Sommermonaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

S-Bahn Kärnten Nachtnetz Sommer 2016
S-Bahn Kärnten Nachtnetz Sommer 2016

In den Sommermonaten bietet die S-Bahn-Betreiberin auf den Linien S1, S2 und S4 jeweils verlängerte Betriebszeiten an Samstagen, Sonn- und Feiertagen sowie zu Großevents (Villacher Kirchtag) an. Das Betriebsende liegt je nach Bahnhof zwischen 2 und 3 Uhr. Nachtzuschläge werden nicht erhoben.

weitere Planungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diese Informationen speisen sich aus einer Pressemitteilung des Landes Kärnten[5] von Mitte Dezember 2015.

S-Bahn-Linie S1: Lienz ↔ Friesach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auflösung der Haltestellen „Penk“ und „Oberfalkenstein“ bis 2019.

S-Bahn-Linie S2: St. Veit an der Glan ↔ Rosenbach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis 2019 soll eine neue Haltestelle „Ledenitzen Ort“ eingerichtet werden, wodurch der Personenverkehr an der Station „Ledenitzen“ eingestellt wird. Der Halt „Winkl im Rosental“ wird ebenfalls in den nächsten Jahren aufgelöst.

Die Haltestelle „Tiffen“ soll ebenfalls in den nächsten Jahren aufgelöst werden.

S-Bahn-Linie S3: (Wolfsberg ↔ Bleiburg ↔) Klagenfurt ↔ Weizelsdorf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen Klagenfurt und Weizelsdorf wird die Strecke modernisiert, der Bahnhof Maria Rain wird verbessert und auf den S-Bahn-Standard umgerüstet. Der Abschnitt soll zudem bis 2023 elektrifiziert werden.

Die Verlängerung der Linie bis nach Bleiburg sollte bereits im Dezember 2016 erfolgen. [6] Eine Weiterführung nach Wolfsberg hängt von der Fertigstellung der Koralmbahn bis 2023 ab. Änderungen sind also vor allem hier noch möglich.

Vom 6. März 2017 bis Fahrplanwechsel 2017/2018 sind zwischen St. Paul im Lavanttal und Wolfsberg in Kärnten keine Züge im Fahrplan vorhanden.

Bei einem Treffen zwischen Landeshauptmann Kaiser und dem slowenischen Außenminister Erjavec am 11. Juli 2017 wurde vereinbart, die Linie S3 über Bleiburg nach Prevalje zu verlängern und somit die slowenische Region Koroška in das Kärntner S-Bahn-Netz einzubinden. Es sollen auch weitere Schienenverbindungen zwischen Klagenfurt und Maribor geschaffen werden. [7]

S-Bahn-Linie S4: Hermagor ↔ Villach Hauptbahnhof[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In weiterer Folge soll die Strecke ausgebaut, die Stationen auf S-Bahn-Standard angehoben sowie elektrifiziert werden. Zudem sind die Auflösungen von ca. 15 Eisenbahnkreuzungen geplant, was den Betrieb sicherer machen soll.

Fahrzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die vier Linien werden mit modernen Triebwagengarnituren der Typen Desiro (hauptsächlich S3 und S4) und Talent (S1, S2) aus dem Fuhrpark der ÖBB betrieben. Zusätzlich werden CityShuttle-Garnituren (alle Linien) für manche Kurse eingesetzt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: S-Bahn Kärnten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. S1-Fahrplan, VKK.
  2. S2-Fahrplan, VKK.
  3. eMAP Kärnten
  4. in Energiemasterplan Kärnten, 2014, Seite 63.
  5. a b 60 Mio. Euro bis 2023: Kärntens Bahnzukunft ist auf Schiene. In: www.ktn.gv.at. Land Kärnten, abgerufen am 1. Januar 2016.
  6. Kleine Zeitung GmbH & Co KG: ÖBB - Neuer Fahrplan: Bahnfahren in Kärnten ist wieder sexy. In: Kleine Zeitung. Abgerufen am 4. Juli 2016.
  7. Erfolgsgeschichte des Gemeinsamen Komitees Kärnten-Slowenien fortgesetzt | Regionews.at. Abgerufen am 26. Juli 2017 (deutsch).