Drautalbahn

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Maribor–Innichen
Streckennummer (ÖBB): 423 01 Staatsgrenze nächst Bleiburg–Bleiburg
410 01 Bleiburg–Klagenfurt Hbf
413 01 Klagenfurt Hbf–Villach Hbf
222 01 Villach Hbf– Abzw Pusarnitz-Süd
407 01 Abzw Pusarnitz-Süd–Grenze nächst Sillian
Kursbuchstrecke (ÖBB): 620 Bleiburg–Klagenfurt
220 Salzburg Hbf–Klagenfurt Hbf
223 Spittal-Millstättersee–Innichen
Streckenlänge: 311 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Stromsystem: Klagenfurt Hbf–Innichen:15 kV 16,7 Hz ~
Maximale Neigung: 27,3 
Minimaler Radius: 266 m
Höchstgeschwindigkeit: 140 km/h
Bahnhof, Station
0,0 Maribor 1943 als Marburg (Drau) Hbf
Brücke über Wasserlauf (groß)
Drau
Bahnhof, Station
0,9 Maribor Tabor 1943 nicht aufgelistet
Bahnhof, Station
1,9 Maribor Studenci 1943 nicht aufgelistet
Bahnhof, Station
2,6 Maribor Sokolska 1943 als Marburg (Drau) Kärntnerbf
Haltepunkt, Haltestelle
4,8 Marles 1943 nicht aufgelistet
Haltepunkt, Haltestelle
5,9 Limbuš 1943 als Marburg-Lembach
Haltepunkt, Haltestelle
8,1 Bistrica ob Dravi 1943 als Feistritz (b Marburg)
Haltepunkt, Haltestelle
11,4 Ruše tovarna
Bahnhof, Station
12,4 Ruše 1943 als Rast
Tunnel – bei mehreren Tunneln in Folge
Tunnel (230 m)
Bahnhof, Station
18,3 Fala 1943 als Fall
Bahnhof, Station
24,8 Ruta 1943 als Lorenzen am Bachern
Haltepunkt, Haltestelle
27,4 Ožbalt 1943 als Kappel (Steierm)
Bahnhof, Station
34,5 Podvelka 1943 als Rottenberg-Fresen
Bahnhof, Station
39,6 Vuhred elektrarna 1943 als Johannesberg
Bahnhof, Station
43,7 Vuhred 1943 als Wuchern-Mahrenberg
Brücke über Wasserlauf (groß)
Viadukt Wucherbach
Bahnhof, Station
47,7 Sveti Vid 1943 nicht aufgelistet
Bahnhof, Station
51,7 Vuzenica 1943 als Saldenhofen
Bahnhof, Station
54,1 Trbonjsko jezero 1943 nicht aufgelistet
Haltepunkt, Haltestelle
56,1 Trbonje 1943 als Trofin
Bahnhof, Station
59,6 Sveti Danijel 1943 nicht aufgelistet
Brücke über Wasserlauf (groß)
Viadukt Rekabach
Bahnhof, Station
63,2 Dravograd 1943 als Unterdrauburg
   
Lavanttalbahn
   
nach Celje
Bahnhof, Station
64,9 Podklanc 1943 nicht aufgelistet
Bahnhof, Station
69,2 Dobrije 1943 nicht aufgelistet
Bahnhof, Station
71,0 Ravne na Koroškem 1943 als Gutenstein-Streiteben
Bahnhof, Station
74,3 Prevalje 1943 als Prävali
Tunnel – bei mehreren Tunneln in Folge
Tunnel
Tunnel – bei mehreren Tunneln in Folge
Tunnel Holmec (338 m)
Haltepunkt, Haltestelle
82,0 Holmec 1943 als Homberg (Kärnten)
Grenze
82,152 Staatsgrenze Slowenien/Österreich
Abzweig – in Gegenrichtung: nach links
Jauntalbahn (von Zeltweg)
Bahnhof, Station
86,334 Bleiburg 486 m ü. A.
Haltepunkt, Haltestelle
89,261 St. Michael ob Bleiburg 1943 nicht aufgelistet 479 m ü. A.
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach links
90,4 Anschlussbahn Mahle Filtersysteme Austria
Haltepunkt, Haltestelle
93,430 Mittlern 482 m ü. A.
Bahnhof, Station
100,027 Völkermarkt-Kühnsdorf 441 m ü. A.
   
Vellachtalbahn (bis 22. Mai 1971)
Bahnhof, Station
107,223 Tainach-Stein 393 m ü. A.
   
110,7 Koralmbahn von Graz Hbf (in Bau)
Tunnel
Grüntunnel Grafenstein (633 m)
Bahnhof, Station
114,657 Grafenstein 418 m ü. A.
Haltepunkt, Haltestelle
124,322 Klagenfurt Ebenthal 441 m ü. A.
Bahnhof ohne Personenverkehr
124,092 Klagenfurt Fbf
Abzweig – in Gegenrichtung: nach links
Rosentalbahn (von St. Veit a. d. Glan)
Bahnhof, Station
125,881 Klagenfurt Hbf  S1   S3  440 m ü. A.
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach links
Rosentalbahn (nach Jesenice)
Haltepunkt, Haltestelle
128,394 Klagenfurt Lend  S1  447 m ü. A.
Haltepunkt, Haltestelle
129,693 Klagenfurt West (seit 14. Dezember 2014)  S1 
   
130,788 Klagenfurt See (aufgelassen 21. Mai 1952)
Bahnhof, Station
133,257 Krumpendorf  S1  445 m ü. A.
Haltepunkt, Haltestelle
137,630 Pritschitz  S1  448 m ü. A.
Bahnhof, Station
139,727 Pörtschach am Wörthersee  S1  448 m ü. A.
   
141,302 Leonstein (aufgelassen 1. Oktober 1967)
Haltepunkt, Haltestelle
142,549 Töschling  S1  445 m ü. A.
Bahnhof, Station
147,883 Velden am Wörthersee  S1  469 m ü. A.
Haltepunkt, Haltestelle
151,676 Lind-Rosegg  S1  500 m ü. A.
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach rechts
152,040 Anschlussbahn (Awanst) Bildstein
Bahnhof, Station
155,036 Föderlach  S1  505 m ü. A.
Haltepunkt, Haltestelle
162,207 Villach Seebach  S1  492 m ü. A.
Abzweig – in Gegenrichtung: nach links
Rudolfsbahn (von St. Veit a. d. Glan)
Bahnhof ohne Personenverkehr
163,450 Villach Hbf-Ostbf Güterverladebahnhof
Bahnhof, Station
164,264 Villach Hbf  S1   S2  498 m ü. A.
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach links
Rudolfsbahn (nach Tarvisio Boscoverde)
Abzweig – in Gegenrichtung: nach links
Tauernschleife Strecke 415 01 (von Villach Westbf)
Blockstelle, Awanst, Anst etc.
166,483 Abzw Gummern 2
Abzweig – in Gegenrichtung: nach links
171,384 Anschlussbahn (Awanst) Omya
   
172,799 Gummern(aufgelassen am 13. Dezember 2014)[1]
Haltepunkt, Haltestelle
174,013 Puch  S1  505 m ü. A.
Haltepunkt, Haltestelle
177,688 Weißenstein-Kellerberg  S1  506 m ü. A.
Abzweig – in Gegenrichtung: nach links
178,744 Anschlussbahn (Awanst) EVONIK
Haltepunkt, Haltestelle
Paternion-Feistritz Haltestelle  S1  (seit 14. 12. 2014)
Bahnhof ohne Personenverkehr
183,163 Paternion-Feistritz 513 m ü. A.
Haltepunkt, Haltestelle
185,684 Markt Paternion  S1  525 m ü. A.
Haltepunkt, Haltestelle
187,000 Ferndorf  S1  527 m ü. A.
Abzweig – in Gegenrichtung: nach links
188,062 Anschlussbahn (Awanst) Knauf Insulation
Bahnhof, Station
191,710 Rothenthurn  S1  520 m ü. A.
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach rechts
192,324 Anschlussbahn (Awanst) Danicek
Bahnhof, Station
200,135 Spittal-Millstätter See  S1  544 m ü. A.
Blockstelle, Awanst, Anst etc.
206,504 Pusarnitz-Süd (Abzww Strecke 407 01)
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach rechts
Tauernbahn (nach Schwarzach-St. Veit)
Haltepunkt, Haltestelle
206,652 Lendorf  S1  548 m ü. A.
Bahnhof, Station
210,639 Möllbrücke-Sachsenburg  S1  558 m ü. A.
Haltepunkt, Haltestelle
213,057 Markt Sachsenburg  S1  562 m ü. A.
Abzweig – in Gegenrichtung: nach rechts
213,148 Anschlussbahn (Awanst) Hasslacher
Bahnhof, Station
219,574 Kleblach-Lind  S1  572 m ü. A.
Bahnhof, Station
226,460 Steinfeld im Drautal  S1  582 m ü. A.
Bahnhof, Station
232,075 Greifenburg-Weißensee  S1  590 m ü. A.
Haltepunkt, Haltestelle
237,365 Berg im Drautal  S1  594 m ü. A.
Bahnhof, Station
241,780 Dellach im Drautal  S1  608 m ü. A.
Haltepunkt, Haltestelle
246,640 Irschen  S1  609 m ü. A.
Bahnhof, Station
249,856 Oberdrauburg  S1  621 m ü. A.
Grenze
Landesgrenze Kärnten / Tirol
Haltepunkt, Haltestelle
257,013 Nikolsdorf  S1  637 m ü. A.
Bahnhof, Station
263,235 Dölsach  S1  653 m ü. A.
Abzweig – in Gegenrichtung: nach rechts
265,280 Awanst Verbund
Abzweig – in Gegenrichtung: nach links
265,354 Awanst Rossbacher
Abzweig – in Gegenrichtung: nach rechts
266,170 Awanst Liebherr
Abzweig – in Gegenrichtung: nach rechts
266,222 Awanst Landwirt
Haltepunkt, Haltestelle
266,680 Lienz Peggetz  S1  (seit Dezember 2011)
Bahnhof, Station
268,381 Lienz  S1  674 m ü. A.
Bahnhof, Station
278,334 Thal 812 m ü. A.
Abzweig – in Gegenrichtung: nach links
280,253 Awanst Theurl Leimholz
Haltepunkt, Haltestelle
284,497 Mittewald an der Drau Ladestelle 882 m ü. A.
Bahnhof, Station
291,504 Abfaltersbach 1036 m ü. A.
Haltepunkt, Haltestelle
295,406 Tassenbach 1070 m ü. A.
Abzweig – in Gegenrichtung: nach links
295,656 Awanst Nordpan
Bahnhof, Station
298,627 Sillian 1090 m ü. A.
Haltepunkt, Haltestelle
301,400 Weitlanbrunn 1111 m ü. A.
Abzweig – in Gegenrichtung: nach links
302,246 Awanst Holzhof Arnbach
Grenze
303,000
72,568
Staatsgrenze Österreich / Italien
   
71,668 Winnebach/Prato Drava 1125 m s.l.m.
   
70,632 Vierschach I †ca. 1960er
BSicon STR.svg
Haltepunkt, Haltestelle
69,115 Vierschach-Helm/Versciaco-Elmo *2014 1137 m s.l.m.
BSicon STR.svg
   
68,819 Vierschach II †1989 1138 m s.l.m.
   
64,509 Innichen/San Candido Bahnstromwechsel 1176 m s.l.m.
Strecke – geradeaus
Pustertalbahn nach Franzensfeste

Die Drautalbahn – wie diese Eisenbahnlinie heute bezeichnet wird – ist eine Ost-West-Eisenbahnverbindung entlang der Drau. Sie reicht von Maribor (Marburg a. d. Drau, Anschluss an die alte Südbahn) bis Innichen, wo sie in die Pustertalbahn nach Franzensfeste übergeht. Sie nimmt somit im nördlichen Slowenien ihren Anfang, durchquert Kärnten und Osttirol und endet in Südtirol. Der Streckenteil KlagenfurtBleiburg soll als Teil der Koralmbahn ausgebaut werden, die ab Bleiburg der Jauntalbahn folgt. Dieser Streckenteil ist, genauso wie der restliche in Slowenien, eingleisig und nicht elektrifiziert.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die heutige Drautalbahn setzt sich aus der Kärntnerbahn (Marburg–Villach), der ursprünglichen Drautalbahn (Villach–Lienz) sowie dem östlichen Teil der ursprünglichen Pustertalbahn (die von Lienz bis Franzensfeste reichte) zusammen. Ihre jetzige Bezeichnung erhielt sie infolge der Teilung der Pustertalstrecke in einen österreichischen und einen italienischen Teil nach 1918.

Kärntner Bahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kärntner Bahn wurde als Flügelstrecke von der k.k. priv. Südbahngesellschaft errichtet und reichte von Marburg bis Villach.

Die ursprüngliche Konzession (1856: Marburg–Villach–Brixen mit Zweig Villach–Görz) hatte eine AG inne, welche das Baukapital für dieses große Projekt jedoch nicht aufbringen konnte. Es blieb beim „Klagenfurter Spatenstich“ 1857.

Diese Konzession ging sodann an die Creditanstalt, welche sie zum Teil (Marburg–Villach) an die k.k. priv. Südbahngesellschaft weitergab. Die restlichen Projekte ließ man vorerst fallen. Der Streckenabschnitt von Marburg bis Klagenfurt wurde am 1. Juni 1863 eröffnet. Am 30. Mai 1864 wurde die Strecke dann bis Villach dem Betrieb übergeben.

Alte Drautalbahn; Pustertalbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An eine Fortsetzung war vorerst nicht gedacht. Erst aufgrund politischer und strategischer Überlegungen entschloss man sich später, auch eine Verbindung von Villach über Lienz nach Franzensfeste zu errichten, um eine Verbindung der Südbahn mit der Brennerbahn herzustellen. Dies erfolgte mit der Anlage der alten Drautalbahn und der Pustertalbahn, die beide am 20. November 1871 eröffnet wurden. Das Projekt Villach-Franzensfeste wurde mit finanzieller Stützung des Staates hergestellt.

Drautalbahn zwischen Marburg (rechts unten) und Franzensfeste, 1899

Neuorientierung nach 1918[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch den Zerfall der Donaumonarchie lag die Strecke plötzlich in drei unterschiedlichen Staaten und verlor somit ihre historische Einheit. Mit der Teilung der Pustertalbahn wurde deren österreichische Strecke mit der alten Drautalbahn und der Kärntner Bahn zur aktuellen Drautalbahn zusammengefasst, während die italienische Pustertalstrecke ihren Namen behielt. Der österreichische Abschnitt ist immer noch von Marburg aus kilometriert. Zwischen der Abzweigung der Rosentalbahn in Klagenfurt und der Abzweigung der Rudolfsbahn Richtung Tarvis in Villach wurde sie Teil der neuen Südbahnführung.

Da die Abzweigung der Lavanttalbahn im nun slowenischen Unterdrauburg lag, war für Züge von der Lavanttalbahn Richtung Klagenfurt (und umgekehrt) ein Korridorverkehr notwendig, bis in den 1960er Jahren die neu erbaute Jauntalbahn die entstandene inländische Lücke schloss.

Aktueller Verkehr und Fahrzeugeinsatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Abschnitt Maribor–Bleiburg verkehren nur noch vereinzelt Regionalzüge, einige dieser Züge fahren auch nur bis Prevalje, sie werden von der Slovenske železnice betrieben. Ab Bleiburg nutzen vor allem aus Wolfsberg kommende Züge die Strecke zur Weiterfahrt nach Klagenfurt Hauptbahnhof. Zum Einsatz kommen Wendezüge zusammen mit der Reihe 2016 oder Dieseltriebwagen der Reihe 5022.

Im Abschnitt KlagenfurtSpittal an der Drau verkehren auch ÖBB-Fernverkehrszüge der Relationen Wien–Villach, WienLienz und Klagenfurt–Salzburg. Diese RJ, EC, IC oder EN werden von Lokomotiven der Reihen 1144 und 1116 gezogen oder geschoben. Weiters kommen im Abschnitt mit elektrisch betriebener Traktion auch moderne Triebwagen der Reihe 4024 zum Einsatz als REX, R oder S-Bahn.

Bis zum Fahrplanwechsel 2013/14 gab es täglich zwei ÖBB-Direktverbindungen von Lienz nach Innsbruck, die als Korridorzüge über die Pustertal- und über die Brennerbahn geführt und mit Lokomotiven der Reihe 1216 bespannt wurden.

Seit dem Fahrplanwechsel 2014/15 verkehren täglich vierzehn FLIRT-Züge der SAD Nahverkehr im Stundentakt von Lienz nach Franzensfeste[2], mit Umsteigemöglichkeit(en) zur Weiterfahrt nach Innsbruck oder Bozen. Die sechsteiligen ETR170 sind für den Betrieb unter 3 kV Gleichstrom (IT) und 15 kV/16.7 Hz Wechselstrom (AT) ausgerüstet.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ausgedient OBB-sucht-Kaeufer-für-Bahnhof-Gummern kleinezeitung.at verfasst am 25. Dezember 2014, abgerufen am 17. März 2016
  2. Direkte Zugverbindung Franzensfeste-Lienz. Abgerufen am 23. September 2015.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Drautalbahn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien