SIBMAS

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SIBMAS
Sibmas AFSV-90 im Heeresmuseum in Port Dickson, Malaysia

Sibmas AFSV-90 im Heeresmuseum in Port Dickson, Malaysia

Allgemeine Eigenschaften
Besatzung 3 (Kommandant, Fahrer, Richtschütze)
Länge 7,32 m
Breite 2,50 m
Höhe 2,77 m (Turmoberkante)
Masse maximal 16,5 Tonnen
Panzerung und Bewaffnung
Hauptbewaffnung 1 × 90-mm-Kanone Cockerill Mk3
Sekundärbewaffnung 2 × 7,62-mm-Maschinengewehre
Beweglichkeit
Antrieb 6-Zylinder-Turbodiesel MAN D 2566 MK
239 kW (320 PS)
Federung Federn
Höchstgeschwindigkeit 110 km/h (Straße), 11 km/h (Wasser)
Leistung/Gewicht 14,5 kW/Tonne
Reichweite Straße: 1.100 km

SIBMAS ist die Bezeichnung einer militärischen Fahrzeugfamilie sechsrädriger (6×6), allradgetriebener, amphibischer Radpanzer aus Belgien, die in den 1970er-Jahren entwickelt und für den Export angeboten wurde. Der SIBMAS befindet sich ausschließlich bei den Streitkräften von Malaysia im Dienst.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die belgische Gesellschaft BN Constructions Ferroviaries et Métalliques begann 1975 in Eigeninitiative mit der Entwicklung des Fahrzeugs. Der erste Prototyp wurde 1976 fertiggestellt. Das Fahrzeug wurde ausschließlich für den Export produziert. Als einziger Kunde konnte das malaysische Heer gewonnen werden, das insgesamt 186 Exemplare bestellte, die von Juni 1983 bis Anfang 1985 ausgeliefert wurden und dort bis heute im Einsatz sind.

Technik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Grundvariante als reiner Transportpanzer kann neben der zweiköpfigen Besatzung eine Gruppe mit einer Absitzstärke von elf Soldaten transportiert werden. Beim Einbau eines Waffenturmes verringert sich die Absitzstärke. Die Soldaten können durch Schießluken den Feuerkampf führen. Das Absitzen kann durch zwei Türen an den Seiten sowie eine am Heck erfolgen. Zudem befinden sich mehrere Dachluken über dem Transportraum.

Im Wasser wird das amphibische Fahrzeug durch zwei Schrauben am Heck angetrieben.

Prototypen wurden mit verschiedenen Waffentürmen ausgerüstet, darunter 7,62-mm-Zwillingsmaschinengewehr, 20-mm-Maschinenkanone und 90-mm-Kanone. Zudem wurden Ausführungen als Krankentransporter, Führungsfahrzeug, Panzermörser und Bergepanzer angeboten.

Nutzer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • MalaysiaMalaysia Malaysia
    • 162 SIBMAS AFSV-90 (Armoured Fire Support Vehicle)
    • 24 SIBMAS ARV (Armoured Recovery Vehicle)

Der SIBMAS AFSV-90 ist mit einer 90-mm-Kanone ausgerüstet und dient als Feuerunterstützungsfahrzeug. Die Kanone ist in einen Zweimannturm mit der Bezeichnung CM90 des belgischen Rüstungsunternehmens CMI integriert, welcher zusätzlich über je ein koaxiales und ein Fliegerabwehrmaschinengewehr vom Typ FN MAG im Kaliber 7,62x51mm verfügt. Die Feuerleitanlage ist das LRS 5 der Firma OIP Sensor Systems. Im rückwärtigen Bereich des Fahrzeuges findet ein sechs Mann starker Absitztrupp Platz.

Der SIBMAS ARV ist ein Bergepanzer und verfügt über eine Krananlage mit einer Hubkraft von 10.500 kg sowie eine an der Fahrzeugfront montierte Drahtseilwinde mit einer Zugkraft von 20.000 kg. Diese Version transportiert keinen Absitztrupp, sondern hat ausschließlich eine zweiköpfige Besatzung aus Fahrer und Kommandant, die gleichzeitig die Bergeausrüstung des Fahrzeugs bedient. [1]

Das malaysische Heer setzt den SIBMAS in insgesamt vier Bataillonen ein, wo sie zusammen mit aus Deutschland stammenden Condor-1-Transportpanzern operieren.

Nicht serielle Varianten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • SIBMAS: mit Vickers Turm mit doppeltem 7,62-mm-MG
  • SIBMAS: mit 12,7-mm- und 7,62-mm-MG in SAMM BTM-208-Turm
  • SIBMAS: mit 12,7-mm- und 7,62-mm-MG in Helio Mirror-FVT-800-Turm
  • SIBMAS: mit 20-mm-Geschütz in SAMM TTB-120-Turm
  • SIBMAS: mit 20-mm-Geschütz in Helio Mirror-FTV-900-Turm
  • SIBMAS: mit doppeltem 20-mm-ESD-Turm
  • SIBMAS: mit Hispano-Suiza Lynx-90-Turm
  • SIBMAS: Landungsträger
  • SIBMAS: Gefechtsfahrzeug
  • SIBMAS: Sanitätswagen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. SIBMAS armoured personnel carrier (Belgium), letzter Zugriff am 24. Mai 2010