Sahlenburg

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Koordinaten: 53° 51′ 46″ N, 8° 37′ 56″ O

Sahlenburg
Stadt Cuxhaven
Wappen von Sahlenburg
Höhe: 8 m
Einwohner: 3500[1]
Eingemeindung: 1. Juni 1970
Postleitzahl: 27476
Vorwahl: 04721
Duhnen Döse Stickenbüttel Cuxhaven Süderwisch-Westerwisch Groden (Cuxhaven) Lüdingworth Altenbruch Holte-Spangen Sahlenburg Altenwalde Berensch-ArenschKarte
Über dieses Bild

Lage von Sahlenburg in Cuxhaven

Sahlenburg 2012

Sahlenburg (plattdeutsch Sohl'nborg) ist ein Stadtteil der Stadt Cuxhaven sowie ein Erholungsort[2] an der niedersächsischen Nordseeküste. Sahlenburg grenzt südwestlich an den Nachbarkurort Duhnen und ist ebenfalls eines der Touristenzentren im Cuxland.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf 18.000 v. Chr. werden die ersten Funde von Feuersteinwerkzeugen eiszeitlicher Rentierjäger im Sahlenburger Pennworthmoor datiert. 1325 wurde die Sahlenburg der Herren von Lappe, einem Adelsgeschlecht, erstmals urkundlich erwähnt. Um 1400 verlegten die Grundherren ihren Wohnsitz in eine Steinburg nach Ritzebüttel. Dieses Gebäude gilt als Vorläufer für das Schloss Ritzebüttel. Eine sichere Erklärung für den Ortsnamen „Sahlenburg“ gibt es bis heute nicht.

Die Gemeinden Arensch, Berensch, Cuxhaven, Döse, Duhnen, Groden, Gudendorf, Holte, Insel Neuwerk, Oxstedt, Ritzebüttel, Sahlenburg, Spangen, Stickenbüttel, Süder- und Westerwisch gehörten bis 1864 dem hamburgischen Amt Ritzebüttel und danach der Landherrenschaft Ritzebüttel an. 1871 bekam Sahlenburg mit der Einführung der Hamburgischen Gemeindeordnung eine eigene Gemeindevertretung.

Im September 1906 wurde das erste deutsche Seehospital auf einem rund 35 Hektar großen Heidegrundstück eröffnet. Es wurde von der Nordheim-Stiftung errichtet.

1926 gingen die Gemeinden Arensch, Berensch, Duhnen, Groden, Gudendorf, Holte, Insel Neuwerk, Oxstedt, Sahlenburg, Spangen, Stickenbüttel, Süder- und Westerwisch in der Landherrenschaft Hamburg auf. Mit dem Groß-Hamburg-Gesetz vom 1. April 1937 gingen die Gemeinden Arensch, Berensch, Gudendorf, Oxstedt, Sahlenburg, Holte und Spangen an den Kreis Hadeln, Regierungsbezirk Stade der preußischen Provinz Hannover.[3]

Sahlenburg wurde 1970 in die Stadt Cuxhaven eingemeindet.

Sahlenburg war Standort einer Küstenfunkstelle.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Cuxhavener Ortsteile Altenbruch, Altenwalde, Lüdingworth und Sahlenburg werden Ortsräte gewählt. Ortsräte werden in Niedersachsen bei den Kommunalwahlen direkt gewählt. Der Ortsrat wählt in der konstituierenden Sitzung aus seinen Mitgliedern einen Ortsbürgermeister. Ortsbürgermeister von Sahlenburg ist Herbert Kihm.[4]

Städtepartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1995 besteht eine Städtepartnerschaft mit der französischen Gemeinde Theix.[5]

Morgendliches Panorama von Sahlenburg

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Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sahlenburg gilt wie Döse als Familienbadeort, da die Preise hier im Allgemeinen niedriger sind als zum Beispiel in Duhnen. Bei den Touristen sind der Sahlenburger Strand und das Waldfreibad beliebt. Neben der Möglichkeit, im Sommer bei Flut im Meer zu baden, bieten sich auch Spaziergänge in die Duhner Heide und in den Wernerwald, in dem das Naturschutzgebiet Finkenmoor liegt, sowie nach Duhnen und zur Insel Neuwerk an. Nach Neuwerk fahren täglich Pferdekutschen, die sogenannten Wattwagen. Geprägt wird Sahlenburg durch zwei große Campingplätze. Außerdem sind bereits aus großer Entfernung zwei Hochhäuser zu sehen.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Sahlenburg befindet sich die Sahlenburger Grundschule.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sahlenburg ist in weiten Teilen verkehrsberuhigt. An der Hans-Retzlaff-Straße befinden sich öffentliche Großraumparkplätze für Tagesbesucher. Weitere öffentliche Parkmöglichkeiten bestehen entlang der Wernerwaldstraße und der Oskar-von-Brock-Straße. Der ÖPNV verbindet den Ortsteil mit dem Bahnhof Cuxhaven (ZOB).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sahlenburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stadt Cuxhaven
  2. Nds. Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr – Cuxhaven erhält Status als Erholungsort, abgerufen am 21. November 2013
  3. Gesetz über Groß-Hamburg und andere Gebietsbereinigungen vom 26. Januar 1937, Art.1 (RGBl. 1937 I S. 91)
  4. Stadtteile. Stadt Cuxhaven, abgerufen am 19. Dezember 2013.
  5. Partner-/Patenschaften. Stadt Cuxhaven, abgerufen am 19. Dezember 2013.