Altenwalde

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Altenwalde
Stadt Cuxhaven
Wappen von Altenwalde
Koordinaten: 53° 48′ 57″ N, 8° 39′ 37″ O
Höhe: 19 m ü. NHN
Fläche: 25,03 km²
Einwohner: 6603 (Dez. 2006)
Bevölkerungsdichte: 264 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Postleitzahl: 27478
Vorwahl: 04723
Altenwalde (Niedersachsen)
Altenwalde

Lage von Altenwalde in Niedersachsen

Altenwalde in der Stadt Cuxhaven
Altenwalde in der Stadt Cuxhaven

Altenwalde (niederdeutsch Olenwoold) ist ein Stadtteil von Cuxhaven in Niedersachsen. Es liegt am Rande einer eiszeitlichen Endmoräne, der Hohen Lieth. Zu Altenwalde gehören die Ortsteile Franzenburg, Gudendorf und Oxstedt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das ehemalige Wappen der Gemeinde Altenwalde

Die Ortschaft Altenwalde wurde 1282 das erste Mal als Wolde urkundlich erwähnt. Der damalige Bremer Erzbischof ließ das Kloster Midlum nach Wolde verlegen. 1324 wurde das Kirchspiel Wolde sowie Groden von Herzog Erich I. von Sachsen-Lauenburg an Wolderich Lappe für 200 Hamburgische Mark verpfändet. Im Jahre 1334 wurde das Kloster Altenwalde nach Neuenwalde verlegt. Im Jahre 1348 wurde der Ort als Oldenwolde erwähnt. Die Altenwalder Schule wurde 1487 gegründet. Im Jahre 1590 wurde die Franzenburg erbaut und 1632 durch kaiserliche Truppen besetzt. 1698 erhält die Stadt das Recht einen Markt zu haben. Erlaubt wird ein freier Holz-, Kram- und Viehmarkt. Die Kreuzkirche von Altenwalde wurde bei der Weihnachtsflut 1717 stark beschädigt. Im Jahre 1789 wird die Pfarrkirche abgerissen und zwei Jahre später eine neue Kreuzkirche eröffnet. Im Jahre 1803 wurde das Gebiet von französischen Truppen besetzt. Die Besetzungsmacht änderte sich bis 1814 oft. Zu den anderen Besatzern gehören die Engländer, Holländer, Preußen und Russen. Im Jahr 1818 wurde in Altenwalde die erste befestigte Straße gebaut.

Die Gemeinden Arensch, Berensch, Cuxhaven, Döse, Duhnen, Groden, Gudendorf, Holte, Insel Neuwerk, Oxstedt, Ritzebüttel, Sahlenburg, Spangen, Stickenbüttel, Süder- und Westerwisch gehörten bis 1864 dem hamburgischen Amt Ritzebüttel und danach der Landherrenschaft Ritzebüttel an. Im Jahre 1926 gingen die Gemeinden Arensch, Berensch, Duhnen, Groden, Gudendorf, Holte, Insel Neuwerk, Oxstedt, Sahlenburg, Spangen, Stickenbüttel, Süder- und Westerwisch in der Landherrenschaft Hamburg auf. Mit dem Groß-Hamburg-Gesetz vom 1. April 1937 gingen die Gemeinden Arensch, Berensch, Gudendorf, Oxstedt, Sahlenburg, Holte und Spangen an den Landkreis Land Hadeln, Regierungsbezirk Stade der preußischen Provinz Hannover.[1]

Im Jahre 1932 wurde Altenwalde dem Kreis Land Hadeln zugeordnet, der 1946 von Preußen an Niedersachsen abgetreten wird. Durch eine umfangreiche Ansiedlung Heimatvertriebener erhält Altenwalde neue Impulse in Handel und Handwerk. Im Jahre 1957 nahm die Bundeswehr ihre neuen Standorte in Altenwalde und Oxstedt in Betrieb. Die Großgemeinde namens Altenwalde wurde 1968 gegründet. Ihr werden Altenwalde, Franzenburg, Gudendorf und Oxstedt zugeordnet. Am 1. Juli 1972 wurde Altenwalde in die Stadt Cuxhaven eingegliedert.[2]

(Quelle unter[3])

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsrat von Altenwalde setzt sich aus zwei Ratsfrauen und neun Ratsherren zusammen.[4]

  • SPD: 6 Sitze
  • CDU: 3 Sitze
  • Grüne: 1 Sitz
  • Die Cuxhavener: 1 Sitz

(Stand: Kommunalwahl 11. September 2016)

Ortsbürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsbürgermeister von Altenwalde ist Ingo Grahmann (SPD). Seine Stellvertreterin ist Silke Karallus (SPD).[4]

Städtepartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1988 schloss Altenwalde einen Partnerschaftsvertrag mit der Gemeinde Saint-Avé in der französischen Bretagne ab. 1989 wird ein großer Leuchter in Form einer Weltkugel von einem Wolfsburger Künstler für die Kreuzkirche angefertigt.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Naturschutzgebiet Cuxhavener Küstenheiden bei Altenwalde

Altenwalde durchzieht die ehemalige Bundesstraße 6, heute Landesstraße L135. Der Bahnhof an der Bahnstrecke Bremerhaven–Cuxhaven wurde 1991 aufgegeben. Es gibt zahlreiche angesiedelte Unternehmen, die den Ortskern prägen.

Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alle zwei Jahre: Altenwalder Dorffest
  • „3-Tannen-Turnier“ (Fußball)
  • Jeweils am 30. April des Jahres „Tanz in den Mai“

Schulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Grundschule: Franzenburger Grundschule
  • Realschule: Geschwister-Scholl-Schule

Jugendeinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Jugendzentrum „Dom“ befindet sich im Gemeindehaus der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde im Bürgerpark.

Evangelische Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zentrum von Altenwalde steht auf einer kleinen Anhöhe die Kreuzkirche. Sie wurde auf den Grundmauern einer der ältesten Kirchen im Elbe-Weser-Dreieck erbaut.

Im 13. Jahrhundert gab es in Altenwalde (damals noch Wolde) zwei Kirchen: Die Pfarrkirche St. Cosmas und Damian und die Kapelle zum Heiligen Kreuz und Heiligen Willehad. Die älteste schriftliche Erwähnung findet sich in einer Urkunde aus dem Jahr 1282, als der Erzbischof von Bremen das Kloster Midlum nach Wolde verlegen ließ.

Beide Kirchen gibt es heute nicht mehr. Die Heiligkreuzkirche muss zwischen 1590 und 1629 aufgegeben worden sein, und bis heute lässt sich nicht mehr bestimmen, wo genau sie gestanden hat. Die alte Pfarrkirche wurde 1789 wegen Baufälligkeit abgebrochen. An ihrer Stelle steht heute die Kreuzkirche.

Im Jahre 1791 wurde der Bau dieser Kirche fertiggestellt und die Einweihung gefeiert. Um den Neubau bezahlen zu können, mussten die Menschen des Kirchspiels Hand- und Spanndienste leisten und fuhren mit Pferd und Wagen große Teile der heute noch vorhandenen Mauersteine nach Duhnen. Dort wurde damit die Grundlage für den Deich geschaffen.

Die Reste der ersten Feldsteinkirche sind heute noch in der Außenmauer der Kirche zu sehen, denn der größte Teil der Kirche wurde mit den Feldsteinen der alten Pfarrkirche gebaut. Darum findet man auch einige Granitsteine, welche die Form von Fenster- oder Türstürzen haben.

Mit großer Wahrscheinlichkeit stand lange vor der ersten Steinkirche schon eine Holzkirche an dieser Stelle. Sie wurde vermutlich bereits im 10. Jahrhundert gebaut. Der frühere Name der Kirche, St. Cosmas und Damian, weist darauf hin, dass der Erzbischof Adaldag, der alle seine Kirchen um das Jahr 965 mit Reliquien dieser beiden Heiligen ausgestattet hat, diese auch nach Wolde gebracht hat.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Altenwalde – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gesetz über Groß-Hamburg und andere Gebietsbereinigungen vom 26. Januar 1937, Art. 1 (RGBl. 1937 I S. 91)
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 241.
  3. Website von Cuxhaven
  4. a b Ortsrat Altenwalde. Stadt Cuxhaven; abgerufen am 7. August 2017.