Samtgemeinde Oberharz

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Samtgemeinde Oberharz
Samtgemeinde Oberharz
Deutschlandkarte, Position der Samtgemeinde Oberharz hervorgehoben
Koordinaten: 51° 48′ N, 10° 20′ O
Basisdaten (Stand 2014)
Bestandszeitraum: 1972–2014
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Goslar
Fläche: 43,71 km2
Einwohner: 15.769 (31. Dez. 2013)
Bevölkerungsdichte: 361 Einwohner je km2
Verbandsgliederung: 4 Gemeinden
Adresse der
Verbandsverwaltung:
An der Marktkirche 8
38678 Clausthal-Zellerfeld
Vorlage:Infobox Gemeindeverband in Deutschland/Wartung/Wappen
Lage der Samtgemeinde im Landkreis Goslar

Die von 1972 bis 2014 bestehende Samtgemeinde Oberharz lag im niedersächsischen Landkreis Goslar.

Zum 1. Januar 2015 wurde die Samtgemeinde Oberharz aufgelöst. Aus den ihr angehörenden Kommunen Bergstadt Clausthal-Zellerfeld, Bergstadt Altenau, Bergstadt Wildemann und Gemeinde Schulenberg im Oberharz wurde die Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld neu gebildet.[1]

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Samtgemeinde lag im südöstlichen Niedersachsen nahe der Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt im Oberharz auf einer Höhe von zirka 400–800 m ü. NHN. Auf ihrem Gebiet lag der größte Teil des Oberharzer Wasserregals.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Samtgemeinde Oberharz war von allen Seiten vom gemeindefreien Gebiet Harz umschlossen. Zu den nächsten Gemeinden zählten im Norden Goslar und Langelsheim, im Südosten Braunlage, im Süden Osterode am Harz und im Westen Seesen und Bad Grund.

Samtgemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerentwicklung
Jahr Einwohner
1975 21.154
1980 20.710
1985 20.591
1990 21.223
Jahr Einwohner
1995 20.718
2000 19.087
2005 18.506
2010 17.710

(Stand jeweils zum 31. Dezember)[2]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Samtgemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der letzte Samtgemeinderat setzte sich nach der Kommunalwahl vom 11. September 2011 zusammen aus:

  • SPD: 13 Sitze
  • CDU: 9 Sitze
  • Grüne: 4 Sitze
  • Unabhängige: 4 Sitze
  • FDP: 2 Sitze

Samtgemeindebürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Letzter Samtgemeindebürgermeister war Walter Lampe von der SPD. Er konnte bei der Kommunalwahl am 10. September 2006 63,2 % der Stimmen auf sich vereinigen.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Wesentlichen führte die Samtgemeinde Oberharz seit dem 22. Oktober 1973 das Wappen des ehemaligen Landkreises Zellerfeld, der sich zum Großteil auf dem Gebiet der heutigen Samtgemeinde befand. Der Wappenschild zeigt das Niedersachsenross auf siebenmal von Rot und Gold geteiltem Grund. Ergänzend zum Zellerfelder Wappen ruht auf dem Schild ein blauer Helm mit gold-roter Helmdecke, darüber ein springendes Pferd sowie Schlägel und Eisen der Bergleute.

Namensstreit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Gemeindegebietsreform Sachsen-Anhalts aus dem Jahr 2008 beabsichtigten die Orte Benneckenstein, Elbingerode, Elend, Hasselfelde, Sorge, Stiege und Tanne die Bildung der Einheitsgemeinde Oberharz am Brocken. Hierin sah die Samtgemeinde Oberharz eine Namensrechtsverletzung und befürchtete, dass durch die Ähnlichkeit der Namen Verwechslungsgefahr besteht.
Nachdem das Innenministerium Sachsen-Anhalts den Namen Oberharz am Brocken genehmigt hatte, reichte die Samtgemeinde im August 2009 Klage im Eilverfahren beim Verwaltungsgericht Magdeburg ein, vorrangig um den Namen Samtgemeinde Oberharz zu schützen.[3] Dabei scheiterte die Samtgemeinde.[4] Eine Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Magdeburg wurde im November 2009 abgewiesen.[5] Im April 2010 gab die Samtgemeinde Oberharz bekannt, dass sie nunmehr eine erneute Klage im Hauptverfahren einreichen werde.[6] Das Verwaltungsgericht Magdeburg wies im Juli 2011 die Klage der „Samtgemeinde Oberharz“ wegen einer Namensverletzung erneut zurück. Ein vorangegangener Antrag der Samtgemeinde auf Erlass einer einstweiligen Anordnung wurde vom Verwaltungsgericht abgelehnt. Die dagegen eingelegte Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht des Landes Sachsen-Anhalt blieb ohne Erfolg.[7]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Parks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kulturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Tourismus ist ein wesentlicher Wirtschaftszweig im Oberharz, der aber seit Beginn der 1990er Jahre aus verschiedenen Gründen rückläufig ist. Die Wirtschaft in Clausthal-Zellerfeld wird heute sehr stark von der TU Clausthal dominiert, des Weiteren spielt das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie, die CUTEC-Institut GmbH (Clausthaler Umwelttechnik-Institut) sowie einige Privatunternehmen, vor allem in der Prüftechnik, eine wesentliche Rolle. Die Bedeutung der Forstwirtschaft ist dagegen aufgrund der Mechanisierung in der Holzernte eher nachlassend. Landwirtschaft gründet sich aufgrund der Boden- und Klimaverhältnisse fast ausschließlich auf Milch- und Viehwirtschaft und spielt nur eine untergeordnete Rolle.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch das ehemalige Gebiet der Samtgemeinde führen drei Bundesstraßen (B 241, B 242 und B 498). Bis in die 1970er Jahre führte die Trasse der Innerstetalbahn von Langelsheim kommend durch Wildemann und Clausthal-Zellerfeld nach Altenau.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gesetz über die Neubildung der Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld, Landkreis Goslar vom 22. Oktober 2014. In: Niedersächsisches Gesetz- und Verordnungsblatt Nr.  21 vom 30. Oktober 2014
  2. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen. Abgerufen am 19. Mai 2013.
  3. Beschluss der Samtgemeinde Oberharz
  4. goslarsche.de: Gericht lehnt Eilantrag ab
  5. Pressemitteilung des Oberverwaltungsgerichtes Magdeburg
  6. Goslarsche Zeitung am 10. April 2010
  7. Verwaltungsgericht Magdeburg 9 A 247/09 MD