Schauspielschule „Der Kreis“

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Die Schauspielschule „Der Kreis“ (Fritz-Kirchhoff-Schule) ist die älteste staatlich anerkannte private Schauspielschule in Berlin. Sie ist eine Berufsfachschule für Theater, Funk, Film und Fernsehen.

Sie wurde 1945 vom Theater- und Filmregisseur Fritz Kirchhoff gegründet, in den Jahren 1953 bis 1981 von Marianne Kirchhoff-Stoldt geführt und wird heute von ihrem ehemaligen Schüler Dietrich Lehmann geleitet. Die Schule ist als Berufsfachschule anerkannt, orientiert sich am Lehrplan der staatlichen Hochschulen und ist BAföG-berechtigt. Die Ausbildung auf einem der 26 Ausbildungsplätze dauert drei Jahre.

Unterricht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Schauspieltraining/Improvisation: Etüden zum Erleben und Verkörpern/Exercises nach Sanford Meissner und Michael Tschechow
  • Grundlagenarbeit: Zur Schärfung der Sinne und der Profilierung der Fähigkeiten, realitätsbezogen zu phantasieren, Vorgestelltes als real vorhanden empfinden zu können.
  • Atmen: Atemtechnik und Atmen als Steigerung der Empfindungsfähigkeit
  • Sprechen: Phonetik und der Ton aus dem Atem für Intensität und Verwandlungskraft
  • Singen: Gesangstechnik für Songs und Chansons
  • Bewegen/Pantomime/Akrobatik: Körpertraining und Elastizität
  • Fechten: Bühnenfechten als Partnerbezug
  • Tanzen: Grundkenntnisse in Ballett, Folklore und Gesellschaftstänzen
  • Szenenarbeit: Einen fremden Text zum eigenen machen, in Partner- und Gruppenarbeit
  • Rollenstudium: Einzelstunden für die Erarbeitung eines Repertoires an Vorsprechrollen
  • Theater-, Literatur- und Kulturgeschichte: Berufsbezogenes Allgemeinwissen
  • Kinomichi/Feldenkrais: Körperliches Reagieren und Geschmeidigkeit
  • Casting- und Kameraworkshops: ab zweites Semester

Im Rahmen der praxisbezogenen Ausbildung der Schauspielschule findet nach jedem Semester ein "Öffentlicher Abend" statt. Dort werden als Vorbereitung für die Praxis die im Semester erarbeiteten Szenen, Tänze, Pantomimen, Lieder, Fechtaktivitäten u. a. auf der Bühne vor Publikum gezeigt. Nach Abschluss der Ausbildung findet in den Schulräumen die Prüfung vor der ZAV (Künstlervermittlung) statt.

Schwebebühne[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schwebebühne, geleitet von Klaus Hoser, ist das Off-Theater der Schauspielschule, das gelungene Projekte der Abschlussklassen als Gastspiele in die Berliner Theaterszene einführt. Bisherige Inszenierungen sind Maria Stuart von Dacia Maraini, Als mich die Lust... (Dichterspektakel von Klaus Hoser), Furcht und Elend des Dritten Reiches von Bertolt Brecht (Regie: Klaus Hoser und Helfried Schöbel). Die Schwebebühne gastierte bereits an den verschiedensten Spielstätten, u. a. Schiller Theater Werkstatt, carrousel (Theater an der Parkaue), Tiyatrom und Orphtheater.

Schüler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannte Schüler waren oder sind:

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]